Ein Thema, um das ich mir wirklich noch nie nie Gedanken gemacht habe … da hab ich nix mit am Hut, das interessiert mich überhaupt nicht, und ausgerechnet heute, und gerade JETZT, wo ich eigentlich kochen wollte … also:
Was ist eigentlich Erleuchtung – und warum zum Kuckuck habe ich genau DAS Thema heute im Sinn?
Hm … ERLEUCHTUNG ist irgendwas HELLES jedenfalls.
Ich stelle mir einen dunklen Raum vor, du öffnest die Tür, knipst das Licht an, und im Raum wird es nur ein ganz klein wenig heller.
Nicht, weil die Glühbirne zu schwach ist, also das Licht nicht stark genug wäre, nein, sondern weil ein dichter, dunkler Vorhang irgendwie genau vor der Lampe hängt.
So machst du dich also daran, den Vorhang abzuhängen oder wie auch immer zu entfernen, damit es schön hell im Raum ist.
Was soll auch ein Vorhang direkt vor der Deckenleuchte?
Es dauert eine ganze Weile … Stunden, Tage … den alten, dicken, staubigen Samtvorhang von seinem Platz zu entfernen.
Ist der schwer gewesen, das ging nicht ohne Hilfe.
Aber nun ist es geschafft, der Vorhang fällt zu Boden.
Doch nicht dass es jetzt wesentlich heller wäre, weit gefehlt, nein … der Vorhang, der nun beiseite geschoben, bzw. gefallen ist, legt die Sicht frei auf einiges – längst nicht auf alles – was sich im Raum befindet. Ein besonders hoher Schrank zum Beispiel. Ein Regal und dieses und jenes.
So schiebt man also hin und her, rückt hier und da zurecht, und ja, plötzlich wird es deutlich heller, wenn auch noch nicht so, wie es sein könnte.
Stellt man sich zum Beispiel einen leeren Raum vor, knipst das Licht an, der wäre gleich hell ERLEUCHTET.
Eigentlich mag ich auch gern Glühwürmchenschummerlicht.
Und das Wort *eigentlich* finde ich auch gar nicht mehr „schlimm“.
Wenn man das * t * ein wenig verschiebt ergibt das EigenLichT – eine neue, frisch erfundene Wortkreation, aber bestimmt ist vor mir oder in irgendeiner Parallelwelt oder anderen Dimension schon jemand auf die Idee mit dem EigenLichT gekommen.
Wie auch immer … wenn du einen hell *ERLEUCHTETEN* Raum möchtest, sollte so wenig wie möglich drinstehen …
… jetzt mal so im übertragenen Sinne gesagt … das ALLes … *hihi
Wir Menschen tragen diesen *Sack voll Erinnerungen und Gedankensalat* mit uns herum, und der Inhalt beeinflusst unser Leben.
Das Gewicht, die Schwere, lastet auf uns solange, bis wir da mal hineinschauen und aussortieren.
Man kann sich den Inhalt so vorstellen wie Samenkörner, jede Erinnerung und jeder Gedanke ist wie ein Samenkorn und wir können uns ausmalen, was aus jedem dieser Gedanken wächst.
Also ich würde mir ein paar wundervolle Samen heraussuchen, denn es gibt schöne, wertvolle Gedanken, und daraus erwachsen die schönsten Blumen, die prächtigsten Bäume neu in deinem Feld.
Wieviel Raum steht uns zur Verfügung, und womit möchten wir uns im Garten unseres Lebens JETZT umgeben?
Beispielsweise wenn du wirklich glücklicher Besitzer eines Gartens bist, machst du dir einen Plan wo du welchen Baum pflanzt, welches Gemüse und welche Kräuter und Blumen in deinem Garten Platz finden.
Es gibt zahllose Möglichkeiten, unzählige Tütchen mit Samenkörnern und du kannst entscheiden, WAS du pflanzen und gedeihen lassen möchtest in deinem Garten.
Und wenn du dir nun diesen Sack voll Erinnerungen und Gedanken anschaust und die Wahl hast, was du daraus in deinem Garten des Lebens gedeihen lassen möchtest, wofür entscheidest du dich?
Alles was du mit dir herumträgst wächst stetig in deinem Feld.
Du hast viele Möglichkeiten.
Du kannst dich anfreunden mit allem was du jemals erlebt hast, bestenfalls sagen: „JA – es war so und sollte so sein, um mich dahin zu bringen wo ICH jetzt BIN.“, den Sack an die Straße stellen und ihn einfach mitnehmen lassen.
Um Frisches, Neues, zu pflanzen.
Du weißt ja JETZT, was du möchtest, du hast dir einen Plan gemacht, dir BEWUSST gemacht, was im Garten deines Lebens wachsen darf, und daran hältst du dich.
Oder magst du an Erinnerungen und Gedanken festhalten, die dich beschweren?
Dann trag ihn weiter, er wird schwerer und schwerer von Tag zu Tag, niemand wird dir diese Last abnehmen können, tragen helfen, zumindest nicht wirklich.
Jemand könnte dir einen größeren Sack nähen, damit mehr von dem hineinpasst was du mit dir herumtragen möchtest. Das machen Viele so, du kannst weiter mitmachen, kein Thema. Es ist ganz allein dir überlassen.
Ja, es ist an dir. Du hast es in der Hand. „Es“ … oder wie hier … „ihn“, den Sack.
Du entscheidest, ob du festhalten möchtest oder loslassen.
Ich sag’s noch mal: nimm dir das Beste raus!
Lass Gedanken der Liebe und Zuversicht erblühen in deinem Feld und Früchte für dich tragen.
Ich beziehe mich hier einzig auf das Elend und Leid, was der Mensch „sich selbst erschafft“ durch das Festhalten, nicht auf das Elend und Leid der Welt – obwohl es in gewissem Zusammenhang steht, weil Alles mit Allem verbunden ist.
Doch wo kommen wir hin, wenn wir nun alle in diesem Elend der Welt versumpfen, würde es sich dadurch verändern?
Der Garten der Welt, wie stellt er sich uns dar, wenn nicht Einer mal beginnt auf seinem fruchtbaren Boden die Blüten und Blumen erwachsen zu lassen?
Ein wundervoller Garten wird entstehen, „Der Eine Garten“ sozusagen … wohlduftend und übersäht mit Blumen der prächtigsten Sorte, je mehr Menschen es dir nachtun.
Schaust du mal zum Nachbarn rüber?
Du darfst dich an deiner eigenen Saat und Ernte erfreuen, auch wenn es in anderen Gärten nicht rosig aussieht!
Schenke deinem Nachbarn die Samen und Ableger deiner kostbarsten Gewächse und hilf ihm ein wenig bei der Gestaltung seines Gartens, doch nur, wenn er möchte!
dieses wunderbare Bild habe ich heute bei Facebook gefunden, der Künstler ist mir nicht bekannt, also hier ohne Urheberangabe:
BlauStrahlendLeuchtendeKraft - tief im Herzen
Und auch diese Worte habe ich gefunden, ich mag sie nicht „Gebote“ nennen, ein „Gebot“ liegt so nah am Verbot … hab nen Widerstand, was diese beiden Worte betrifft, und ein für mich leichteres, stimmigeres, gefunden, was mir nicht passt habe ich gestrichen. *g – der – mir ebenfalls unbekannte – Urheber möge mir verzeihen!
So ersetze ich „Gebot“ durch Leitfaden.
Das ist leicht, ohne Zwang. Lass dich leiten von dem Faden oder nicht. Handle ganz nach deinem Willen.
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LeitFäden – Wege in die Neue Zeit
1. Folge immer Deinem Herzen – es ist Dein Wegweiser und bester Ratgeber!
2. Lasse Dich von Liebe, Freude und Freiheit leiten!
3. Sei immer Du selbst und gehe Deinen Weg. Es gibt keinen Mittelweg – sei also geradlinig, schreite mutig voran und bleibe Dir treu!
4. Sei ehrlich, aufrichtig und wahrhaftig … zu Dir selbst und zu allen anderen – aber bleibe immer herzlich!
5. Liebe Dich selbst, so wie Du bist – mit all Deinen positiven und negativen Aspekten – aber gib immer den positiven Anteilen in Dir die Aufmerksamkeit, damit sie so die Nahrung bekommen, um sich zu vermehren!
6. Liebe alle Menschen und jedes Lebewesen auf der Erde – aber verliere dich nicht und gib Dich selbst niemals auf!
7. Urteile und richte nicht … über nichts und niemanden – am wenigsten über Dich selbst!
8. Entwickele Dein einzigartiges, vollkommenes Potenzial und glaube Deiner eigenen inneren Wahrheit – denn nur Deine eigene Wahrheit führt Dich ans Ziel Deiner Träume!
9. Achte auf Dein Bewusstsein und bleibe im Augenblick – suche in jeder Situation das Geschenk, das Dir der jeweilige Moment offenbart!
10. Vertraue Gott und dem Fluss des Lebens, bei allem, was geschieht. Alles ist gut, wie es ist – es gibt nichts zu befürchten, alles geschieht zu Deinem Besten – also sorge Dich nicht und schöpfe immer wieder neuen Mut!
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Irgendwas ist anders geworden, hier auf dieser Plattform … seltsamerweise sehe ich darin erst mal keine Verbesserung, ist das der Trend, die Dinge zu komplizieren statt sie zu vereinfachen? Ein herzliches *Hallo liebe MitLiebenden* !
Stille spricht in meinem Blog seit Mitte August.
Was sich ALLes ereignet hat, von August bis Dezember, innerhalb von 4 Monaten … ich kann es kaum rekonstruieren.:-) Wenn ich mich versuche zu erinnern, höre ich viel Musik in der Stille, Gesang
Lachen
Doch gibt es auch Zeiten, in denen die Freude sich auf einer Ebene versteckt, zu der ich dann keinen Zugang habe. Das macht aber nix weiter, das ist dann einfach so …
Wellenförmig fließt das Leben, strömt, plätschert, rauscht rasend … weiter. Wie schnell zwei Wochen vergehen sehe ich daran, dass ich schon wieder mit dem Putzen des Hausflurs dran bin. Das ist ein An-halts-punkt.
Heute Nacht war ich in einem Schwimmbad, erstaunlich spät für meine sonstigen Gepflogenheiten. Ich war mit einem Mann und einer Frau unterwegs. Der Mann hatte zwei Piercings in der Unterlippe, symmetrisch irgendwie. Er hatte eine besondere Ausstrahlung. „Unter den Exoten bist du normal, aber unter den Normalen bist du ein Exot.“ sagte ich zu ihm. Eine leichte Röte überflog sein Gesicht. Ich überlegte, ob ich wirklich noch mit ins Schwimmbad gehen sollte, es war schon nach 22 Uhr, ich hatte gerade mal noch eine viertel Stunde Zeit zum Schwimmen bis meine Bahn kam. Ob sich das noch lohnte? Es blieb keine Zeit mehr, darüber nachzudenken und dies abzuwägen, denn ich fand mich im nächsten Moment schon im Bikini in der Badeanstalt wieder. Das Schwimmen machte mir solchen Spaß, dass ich sogar noch eine Bahn später nach Hause fuhr … doch genau kann ich das nicht mehr sagen, denn ich erwachte aus meinen Träumen und sah den Raum, kaum einen Meter über mir, symmetrisch übersät mit fein geränderten transparenten Kugeln, rechts oberhalb jeder Kugel eine 4-stellige Zahlenkombination. Wie immer beeindruckend, die Symmetrie, das Geschenk, so etwas zu sehen. Das Bild löste sich auf und weiter oben, ganz dicht an die Zimmerdecke projiziert, erschien ein weiteres symmetrisches Bild aus dickeren Linien. Ich habe einfach den Anblick sehr genossen und mich bedankt bei Artée von Arkturus.
Das wars erst mal in Kürze, ein neuer Anfang ist gemacht …
Blitze zucken über die Häuser, es leuchtet überall. Donner grollt aus der Ferne und auch ganz nah grummelt der Himmel. Regen prasselt auf die Dächer, es wäre zu mild ausgedrückt zu sagen: Es schüttet wie aus Eimern. Denn ganze OZEANE ergießen sich über die Welt. Sturzbäche entstehen und tauchen alles ein in WASSER.
Ich befinde mich in einem großen Raum mit vielen Menschen. Es wird gefeiert, getrunken und gelacht. Es ist schon spät und langsam möchte ich nach Hause. Ich finde meinen Schlüssel nicht, auch nicht meine Handtasche. Alles weg. Ich schaue mich überall um, doch nirgends finde ich meine Habseligkeiten. Etwas traurig bin ich, denn wie soll ich jetzt nach Hause kommen? Wie konnte das überhaupt geschehen, dass ich alles verlor? Ich gehe nach draußen und steige in mein Auto. Die Tür muss ich vorsichtig öffnen, denn eine schmale Gestalt sitzt an die Innenseite der Fahrertür gelehnt quer über den Vordersitzen. Also öffne ich langsam die Tür, damit sie nicht gleich erschrocken herausfällt. Sie ist gehüllt in ein schwarzes Gewand und trägt ein schwarzes Tuch um ihr schmales Gesicht gebunden. Sie hat ein wirklich schmales Gesicht und schaut mich mit dunklen Augen an, während sie auf den Beifahrersitz rutscht. „Kannst du mich ein Stück mitnehmen?“ fragt sie. „Ja klar.“, sage ich, obwohl ich etwas verwundert bin. „Ich habe keinen Cent dabei, das sage ich dir gleich.“ Ich habe ein komisches Gefühl, und dennoch scheint es völlig normal, dass sie in meinem Auto sitzt. „Ich möchte nur ein Stück mit dir fahren.“ sagt sie. Als sie spricht sehe ich im Augenwinkel, wie sich ein junger Mann auf die nasse Straße legt, die Arme von sich streckt, so, als wolle er einen Unfall simulieren. Ich drücke den Knopf an der Autotür herunter und hoffe dass meine Begleiterin das nicht bemerkt. Sie muss nicht wissen, dass mir mulmig ist, ich etwas Angst habe, und schon gar nicht, dass ich vermute dass die beiden Komplizen sind. Was spinne ich mir da nur zurecht? Während wir losfahren kommt uns ein Auto entgegen, genau auf den jungen Mann zufahrend, der auf der Straße liegt. Ich fahre weiter, kümmere mich nicht darum und ziehe den Knopf der Zentralverriegelung wieder hoch.
Wir fahren ein Stück und steigen am Straßenrand aus. Ein paar Bäume stehen dort und wir gehen hindurch. Eine wunderschöne steinige Landschaft erwartet uns. Wir gehen an einer Steinmauer entlang, sie ist weiß und dicke Steine schauen vereinzelt aus der Mauer heraus. Sie sind spitz wie Glas und wir müssen aufpassen uns nicht zu verletzen. Ein paar Menschen sitzen gemütlich in Liegestühlen, mit bunten Mixgetränken und Obst auf den Tischen. Sauber sieht das hier aus. Sauber und rein. Der Weg den wir gehen ist aus Marmor, er führt an einem Swimmingpool vorbei, der sich wie ein Bach bis hinten zum Ende hinzieht. Es wirkt sehr privat und ich fühle mich hier nicht willkommen. Die Leute schauen zwar entspannt, aber auch ein bisschen komisch und ich habe das Gefühl, als Eindringling betrachtet zu werden. Auch ist hier alles so sauber, und wir hinterlassen matschige Fußspuren. Ich mache lieber kehrt. Die schmale Gestalt geht mit mir. Wir gehen zurück, ich betrachte noch einmal die Schönheit der Steinmauer und sehe, wie zwei Äpfel aufgespießt sind an den spitzen Steinen. Ziemlich nah am Straßenrand müssen wir ein wenig klettern, damit wir zum Auto kommen. Gläser stehen da, und es bedarf einiger Geschicklichkeit, an ihnen vorbeizugehen ohne sie umzustoßen.
Ich werde wach vom Geräusch des starken Regens. Ich wohne auf zwei Etagen und von der oberen Etage tropft es durch den Speicher herunter. Das hat es hier noch nie gegeben! Der Keller war schon mal überschwemmt, ja, aber dass der Speicher sich so arg mit Wasser füllt, das hätte ich nie gedacht! Ich denke an all die Sachen, die ich dort gelagert habe, und wie sie nun alle klatschnaß werden. Das Wasser tropt über und überall durch die Decke, es ist, als würde es im Raum regnen. Jesses. Was mache ich nur? Es tropft und tropft, alles wird naß, meine Bettdecken, alle kuscheligen Sitzgelegenheiten. Wie bekomme ich das bloß alles wieder trocken? Erst mal sollte der Regen aufhören … dann schaue ich, was ich tun kann.
Es war einmal ein Stückchen Erde, und dieses Stückchen Erde war sehr fruchtbar. Im Zusammenspiel mit der Sonne und dem Wind, einigen Insekten und einem Menschenkind, ließ die Erde an dieser Stelle viele wunderschöne Blumen wachsen. Ein ganzer Busch mit Riesenklatschmohn war dort zu finden, und sooo viele andere Pflanzen, klein und groß, mit wunderschönen Blüten. Calendula, Borretsch, Schmuckkörbchen, Rosen, Nachtkerzen, Schwarzkümmel, Zinien und noch einige andere Gewächse. Doch die großen Mohnblumen waren etwas ganz besonderes unter den Besonderen. Ganz jung sehen sie aus wie kleine, stachelige Wesen mit einem roten Mund.
Immer wenn ich an diesem Riesenklatschmohnbusch vorbei ging, kicherte es darin, so dass ich nicht umhin konnte stehen zu bleiben und zu schauen. Eines Tages entdeckte ich, woher dieses Gekicher kam.
Es war eine Mohnknospe die sich geöffnet hatte, und einen kleinen Clown oder Spaßvogel zum Vorschein brachte.
Was es genau war konnte ich nicht herausfinden, jedenfalls war es ein sehr fröhliches Wesen, was wohl ständig einen Grund zum Kichern fand.
Ich fand ihn so niedlich, dass ich ihn einmal noch genauer betrachten wollte, und so nahm ich das kleine Wesen zwischen die Finger, wenn es auch etwas stachelig war. Und es lächelte ein zufriedenes Lächeln. Das schien ihm zu gefallen, es war wohl nicht an der Tagesordnung, einmal so vorsichtig angefasst zu werden, wie ich erfahren sollte. Das Wesen hatte eine lustige Frisur und ganz dicke Bäckchen, aus der Nähe betrachtet. Seine Augen waren nicht so deutlich erkennbar, aber seine kleine Knubbelnase allemal, sehr ihr?
Noch nicht mal ein Regenguss konnte das Wesen vom Kichern und Fröhlichsein abhalten. Daran wollte ich mir ein Beispiel nehmen. Denn so ein Regenguss hatte ja durchaus auch immer etwas Nützliches! So war die kleine Mohnknospe anfangs noch geschützt durch ihre Artgenossen. Wenn es regnete fingen sie die meisten Tropfen auf, schützten den Kleinen, und er hatte das Glück, ganz trocken davon zu kommen. Doch das währte natürlich nicht für alle Ewigkeit, das wusste wohl auch das kleine Mohnwesen. Denn nachdem ich einmal eine Woche nicht in den Garten ging, hatte sich alles total verändert. Es hatte viel geregnet, und keine einzige Mohnblume konnte ich mehr entdecken. Allesamt hatten sie die Blütenblätter verloren, die mich einst mit ihrer Farbe und ihrem prächtigen Innenleben so erfreut und zum staunen gebracht hatten!
Aus den Mohnblumen waren Sterne geworden … Sterne auf grünen Kapseln. Von oben betrachtet sehen sie SO aus:
So wunderschön ist das, wie gezeichnet, oder? Und vielleicht zeigt dieses Bild ja sogar genau das kleine Kicherwesen, welches mir so gut gefiel – wer weiß das schon so genau?
Und wenn noch etwas mehr Zeit vergangen ist, dann sehen sie SO aus … so schön:
Ich trauerte ihm jedenfalls nicht nach, das wäre sicher auch nicht in seinem Sinne gewesen. Wußte ich doch, nächstes Jahr um die Zeit würde ich wieder besondere Wesen in dem Riesenklatschmohnbusch entdecken …
Ach, ich habe schon viele kleine Tiere in Mondblumen gesehen. Ja ich nenne Mohnblumen so gerne Mondblumen … das fällt kaum auf, keiner merkts wenn man Mondblumen sagt … jedenfalls nicht die Un-Aufmerksamen … *lächel* . Eine Mondschlange, seht ihr wie sie züngelt? Ich war leider etwas spät dran mit dem drücken des Auslösers … sonst hätte ich euch das jetzt ganz und gar zeigen können …
und sogar den Grobi von der Sesamstrasse habe ich mal auf einem Mondblumenfeld getroffen … die Bekanntschaft mit *ihm* gemacht zu haben, darauf bin ich besonders stolz:
Und wenn die Mohnblumen verblüht sind und das Kichern verschwindet, dann gibt es immer noch Oma ( … die hier kichert weil ich auf dem Gartenweg liege um sie zu fotografieren … )
und durch den Garten geht und schaut ob alles schön wächst und grünt.
Oma ist im Juli 96 Jahre alt geworden. Ich glaube, sie hat schon viele Riesenklatschmohnbüsche wachsen und wieder vergehen sehen, und einiges andere. Manchmal nimmt sie einen Eimer mit Abfall mit auf ihren Wagen und schüttet ihn hinten auf dem Komposthaufen aus.
Manchmal (manchmal?? – eigentlich ständig …) schenkt der Himmel mir prallgefüllte Momente … dieser hier dauerte vielleicht 3 Minuten:
Piepsend und flötend fliegen zahllose Schwalben zum Teil ganz nah vor mir durch die Lüfte. Links unter unserem Dach haben sie – wie jedes Jahr – ein paar Nester gebaut. Ich sitze auf dem Balkon und beobachte in der großen Tanne gegenüber, wie zwei junge Tauben auf einem Ast sitzen und sich füttern lassen von Mama oder Papa Taube … das ist für mich über die Straße hinweg nicht erkennbar. Sie scheinen erst vor einigen Tagen das Nest verlassen zu haben, ich sehe das an ihrem noch etwas unbeholfenen Flug.
Da sich um diesen Baum herum und in den Ästen so viele Elstern tummeln, vermute ich, dass auch die Elstern dort ihr Nest haben. Auch unter ihnen gibt es ein paar noch unbeholfene Flugschüler … Zudem erkenne ich die Jungvögel auch daran, dass sie zwar fast so groß wie die Elterntiere sind, aber etwas aufgeplustert und pummelig wirken. Sie geben sich noch so schutzbedürftig, eine Elster schmiegt sich an das Regenwasserrohr und kuschelt sich ganz nah an die Mauer.
Nun werden also die Jungtauben gerade gefüttert, drei Elstern fliegen nah an sie heran, hüpfen unruhig auf den umliegenden Ästen herum – da setzt sich ein Reiher majestätisch auf das Dach des Hauses neben dem Baum. Eine schwarze Katze läuft über das Garagendach unter dem Baum, wird von einer mutigen Elster attackiert, duckt sich und verschwindet.
Der Reiher erhebt sich und ich erwische gerade noch seinen Abflug mit der Kamera. Und das alles in einem Moment …
Ich ging die Treppen hinunter, ganz unten durch eine Zwischentür und stellte fest, dass der Schlüssel außen steckte. Ich warf einen Blick auf die Tür nach draußen, ging aber nicht hinaus. Ich wußte nicht mehr, was mich da erwartete. Den Schlüssel zog ich ab und steckte ihn nun innen an die Tür, schloß den Raum ab und ging die Treppen wieder hinauf.
Oben kam ich in Omas Wohnung an. Der Leiter des Kommunikationszentrums tat gerade seine Arbeit und ich wollte ihn keinesfalls stören. So ging ich in den obersten Raum des Hauses und schaute aus dem Fenster. Ein wunderschöner zierlicher Vogel mit einem orangenen Federkleid, so einen wie ich ihn noch niemals gesehen hatte, war plötzlich in meinem Blick. Aus dem Nichts erschien er vor dem Fenster und breitete seine Flügel aus wie ein Schmetterling. Ich konnte jede einzelne Feder seiner Flügel sehen, denn er blieb wie in Zeitlupe in meinem Blick „stehen“ wie Kolibris das machen. Für einen Kolibri war er aber eigentlich zu groß.
So konnte ich eine Weile diesen Vogel betrachten. Orange mit ausgebreiteten Flügeln, stehend in der Luft. Doch dann flog er langsam davon, und zwar auf so besondere Art, wie ich noch nie einen Vogel hatte fliegen sehen. Er schwebte und bewegte sich wellenförmig wie ein Delfin durch Wasser. Ich schaute ihm so lange nach bis er aus meinem Blickfeld verschwunden und ganz in den Himmel eingetaucht war.
Nun schaute ich nach unten auf die kleine Insel mitten im See und entdeckte einen Biber, offensichtlich ein Weibchen. Die Biberin kam gerade aus ihrem Bau, und nun folgten auch ein paar ihrer Jungen. Mindestens drei konnte ich erkennen, so klein hatte ich Biber noch nie gesehen, wie niedlich! Es musste wohl Gefahr im Anmarsch sein, denn die Bibermutter legte sich schützend mit ihrem großen Körper über ihre Kleinen und versperrte mir die Sicht.
Ich ging die Treppen wieder hinunter in den Raum meiner Oma. Auch da schaute ich aus dem Fenster und wunderte mich, denn es hatte stark geschneit. Mindestens 10 cm frischer Schnee bedeckte alles was ich sehen konnte in der kurzen Zeit die ich oben am Fenster verbracht hatte. Alles zeigte sich mir so hellstrahlend und weiß. Auch in der Wohnung war es hell.
Im Flur auf Omas Telefonbänkchen lag ebenfalls Schnee, zumindest sah es auf den ersten Blick so aus. Ich ging näher heran und stellte fest, dass es weißes, weiches Pulver war. Ich strich mit meinen Händen darüber weil ich wissen wollte wie sich dieses Pulver anfühlt. Natürlich war es alles andere als kalt. Während ich darüberstrich und das Pulver hin- und herbewegte kam Schmuck zum Vorschein, ein goldener Ring und einige goldene Ketten und Armbänder. Schön, der Anblick gefiel mir, doch dann deckte ich den Schmuck wieder zu, denn der Leiter des Kommunikationszentrums kam aus dem Wohnzimmer und sagte dass er fertig sei. „Es hat geschneit.“ sagte ich zu ihm und holte ihn ans Fenster, damit er den Schnee sehen konnte. Doch kaum blickten wir aus dem Fenster, ging der Schneefall in strömenden Regen über. All der Schnee der im Garten und überall lag, schmolz augenblicklich zu Wasser und überflutete alles. Die Regentropfen klatschten kräftig in die entstandenen Pfützen hinein. Wie schnell das ging, wundersam …
GOTT zum Gruße, liebe MitLiebenden, einen schönen Sonntag wünsch ich euch!
Boa bin ich sportlich … traumhaft! *
Ich war mit meiner Freundin unterwegs, und wahrscheinlich auch mit einer Gruppe Kinder, die ich aber nicht sah. Wir kamen an einer großen Wiese mit Spielplatz an. Er war ganz neu hergerichtet, gestern war er noch nicht da, nicht so, das wußte ich ganz genau. Angedeutet eingezäunt war der Spielplatz mit grünbunt bemaltem Holz, und haargenau in der Mitte befand sich ein Spielgerät das wie ein PEACE-Zeichen aussah. Es war so eine Drehscheibe auf der einem schwindelig wurde, da wäre ich eh nicht draufgegangen, aber es sah wunderschön aus. PEACE … toll! Und so schön bunt angemalt! Wie mochten „sie“ das über Nacht gemacht haben, fragte ich mich, und genoss diesen schönen Platz.
Von weitem sah ich, wie meine Freundin sich auf eine Mauer setzte und ein überdimensional großes Buch in den Händen hielt. Außen war es so bemalt, dass es offensichtlich auch zu diesem Spielplatz gehörte, aber nicht für Kinder gedacht war. Es war an einem verborgenen Ort hinterlegt, wo Kinder es nicht erreichen konnten. „Was ist das für ein Buch?“ fragte ich meine Freundin und ging näher zu ihr heran. Dieses große Buch zog mich magisch an. „Es handelt von PAN.“ sagte sie. Ich war begeistert und freute mich schon auf den Moment, da sie es ablegen würde und ich darin lesen könnte. So geschah es dann auch irgendwann später. Sie legte das Buch wieder zurück an den verborgenen Ort, hoch oben auf eine Mauer gleich unter dem Blumenfenster eines Wohnhauses.
Ich reckte mich hoch und nahm es herunter um mir ebenfalls einen gemütlichen Platz auf einer Mauer zu suchen, damit ich darin lesen könnte. Ein paar Männer saßen auf dieser Mauer und ich setzte mich zwischen sie. Sie rückten näher und ich fühlte mich ziemlich eingequetscht von ihnen. Auf der gegenüberliegenden Seite säumten Menschenmengen die Straße. Ach ja, es würde gleich ein Zug hier vorbeigehen, eine Prozession mit Pferdekarren und Menschen in Kostümen.
Ich klappte das Buch auf, und da sah ich ihn: PAN. Mein Sitznachbar rechts fragte: „Was ist das für ein Buch?“ „Es handelt von PAN.“ sagte ich. „Und wer ist PAN?“ „Was, du kennst PAN nicht?“ Er schüttelte den Kopf. *Wird Zeit dass die Menschen etwas über PAN erfahren.* dachte ich und sagte: „PAN ist eine GOTTHEIT. Er ist der Hüter der Anderswelt, der Hüter der Naturwesen, Elfen, Feen und Einhörner.“ „Ach ja?“ sagte der Mann, und ich spürte, dass er das was ich sagte, und den Inhalt des Buches für ein Märchen hielt. „Das ist kein Märchen,“ sagte ich, „doch ist PAN hier so dargestellt, wie wir Menschen uns ihn vorstellen. Schau mal.“ Und ich blätterte in den dünnen Seiten und gewährte ihm einen kurzen Einblick. Mir wurde ganz heiß und langsam wurde mir das zu eng mitten zwischen diesen Herren. „Rutsch mal ein Stück,“ sagte ich, „du quetschst mich ein.“ Er hatte noch genügend Platz neben sich, so nah musste er mir wirklich nicht auf die Pelle rücken. Er rutschte so weit weg, dass ich kaum noch verstand was er anschließend zu mir sprach. Und das war viel. Er redete förmlich wie ein Wasserfall auf mich ein, dabei veränderte sich sein Gesicht und hatte er zuvor dunkles glattes Haar, so wuschelten nun braune Locken auf seinem Kopf und um sein Gesicht herum.
Die ersten Wagen der Prozession kamen vorbei, und seine erzählende Stimme ging im lauten Geräusch des Pferdegetrappels unter. Ich wollte ihm noch sagen, dass ich ihn nicht absichtlich nicht verstand, dass ich ein leicht vermindertes Hörvermögen habe, ich ließ es aber dann und widmete mich noch kurz dem Buch, bis ich es an den verborgenen Ort zurücklegte.
***
In hoher Geschwindigkeit war ich mit meinem Fahrrad unterwegs. Es war wie ein Rennen. Viele Fahradfahrer und auch Autos waren daran beteiligt. Es gab einige brenzlige Situationen, beinahe hätte ich mal jemanden „geschnitten“ und zu Fall gebracht, und umgekehrt. Aber eben nur beinahe und nie fühlte es sich unangenehm an. Es ging alles gut aus. Ein dunkelhäutiges Mädchen beugte sich am Straßenrand zu den Blumen herunter um ihren Duft besser aufnehmen zu können. Sie tat das gefährlich nah am herannahenden Fluß der Autos und Fahrradfahrer und später bekam sie auch deswegen etwas Ärger mit einer Frau, obwohl nichts passiert war. Sie hatte sportliche, muskulöse Beine.
Ganz allein fuhr ich zum Schluß auf einer schmalen, geschwungenen Straße die steil bergab führte. Auf dicken Pflastersteinen spürte ich jeden kleinen Ruck. Eigentlich wollte ich wie immer rechts an der Seite mit dem Fahrrad heruntergleiten und ein bisschen durch die Luft fliegen, doch heute sah ich einen Absturz vor meinem inneren Auge und nahm lieber den normalen Weg. Langsam begann ich zu bremsen um die enorme GEschwindigkeit ein wenig zu drosseln, schaute an meinem Fahrrad herunter und stellte fest, dass ich auf *Babe* saß, meinem alten rosanen Rad. Die Bremsen von *Babe* waren nicht die besten, funktionierten eigentlich gar nicht und seltsam, denn eigentlich hatte ich mein rosanes Rad kürzlich verschenkt. Wie dem auch war, nun saß ich halt auf *Babe* und musste irgendwie schauen, wie ich die Geschwindigkeit drosseln konnte, während ich rasend über die Plastersteine nach unten ruckelte …
***
Ich wohnte in einem großen weißen Haus. Es klingelte an der Tür. Die Kinderfrau kam. Ich nahm sie herzlich in die Arme, sie ließ sich das auch kurz gefallen, schob mich aber dann weg und es fühlte sich an als habe sie mich in Herzhöhe gekniffen. Ein kleiner Schmerz durchfuhr mich in der Herzgegend, dem ich aber keine weitere Bedeutung beimaß. Es begann zu regnen und ich beschloss einen Lauf durch den Regen zu machen. Als ich einmal unterwegs war gefiel mir das so gut, dass ich einen wirklich ausgedehnten Lauf unternahm. Mir war gar nicht bewusst dass ich so schnell laufen kann, es war fast wie fliegen, und schön erfrischend der prasselnde Regen dazu. Ich sprang leichtfüßig und langbeinig über parkende Fahrzeuge, eins nach dem anderen. Es machte solchen Spaß! Einmal sprang ich über ein Auto und berührte es mit meinem Oberschenkel. Das war wohl doch etwas zu hoch für mich, und wie in Zeitlaupe flog ich zurück und nahm einen anderen Weg. Herrlich, ich lief schwebend über Wiesen und Straßen im Regen.
Als ich wieder zu Hause ankam ging ich gleich in den Raum, in dem mein schönes weißes Auto in der wunderbar weißen Garage stand. So schön hell, weiß und sauber, dass es schon fast unwirklich aussah. Ich öffnete den Kofferraum, nahm ein kleines weißes Päckchen heraus und klappte die Haube leise wieder zu. So weich war das alles, wie das weicheste Leder was man sich vorstellen kann.
Das schöne an Wochenenden ist unter anderem, dass ich Zeit und Lust habe, meine umfassenden Traumerinnerungen niederzuschreiben … *hach* das macht soooon Spaß!
Hallo liebe MitLIEBEnden, GOTT zum Gruße!
<3
Das letzte Bild aus meinem ersten Traum war ein knuffelig-knubbelig-kompaktbraun-kräftig-muskulöser Hund, der mit all seinen Kräften einen Staubsaugerschlitten hinter sich herzog. Der Hund trug ein Ledergeschirr wie Pferde vor einem Karren, und ich hielt die Zügel. „Halten Sie gut fest!“ sagte der Mann, dem der Hund gehörte. Und tatsächlich, ich musste arg aufpassen mich auf den Beinen zu halten, der Hund hatte eine enorme Kraft. Lustig sah das aus, ich wußte gar nicht wie mir geschah, ich dachte schon fast: ich träume! *hihi
Der Hund hatte nicht nur eine enorme Kraft sondern legte auch eine rasante Geschwindigkeit an den Tag, und der Raum in dem wir staubsaugten war groß! Was war das für ein Raum, in dem ich da war? Sehr groß, ein schöner Teppich als Bodenbelag, aber ziemlich verschwommen und staubig. Das würde eine Weile dauern, bis wir das in Ordnung gebracht hätten. Dieser große leere Raum wirkte trotz fehlendem Mobiliar nicht ungemütlich.
Der Staubsauger war sehr sehr saugfähig, so einen starken Sog hatte ich bei einem solchen Gerät noch nie gesehen. Prädikat Stiftung Staubsaugertest: sehr gut!
Und wenn ich nicht aufgewacht wär … dann würde ich jetzt immer noch hinter diesem Hund herlaufen und mit ihm saugen was das Zeug hält.
***
Ich war verheiratet, und meine Schwiegermutter kam überraschend zu Besuch. Ich war regelrecht erschrocken, als ich die Tür öffnete und sie vor mir stand. Nicht etwa weil ich sie nicht mochte, sondern weil sie sich wirklich immer anmeldete und ich nicht wußte, was ihr unangemeldeter Besuch zu bedeuten hatte. Außerdem wunderte mich, warum mein Schwiegervater nicht dabei war, sie kam nie ohne ihn. „Komm doch herein.“ sagte ich verstört. Sie lächelte und sagte: „Ich möchte meine weiße Bluse bei dir zusammenfalten, wo kann ich das tun?“ „Dein Sohn schläft noch.“ sagte ich und führte sie ins Kinderzimmer um ihn nicht zu stören. Und doch landeten wir in dem Raum in dem er schlief. Er trug eine überdimensinal große Brille, das fiel mir auf, erwachte aber nicht, als wir ins Zimmer reinplatzten.
Das ich mich in der eigenen Wohnung verirrte, trug noch mehr zu meiner Verwirrung bei. Ich spürte die Neutralität meiner Schwiegermutter, ihr war das gleichgültig, sie bemerkte es zwar, kommentierte meine Verwirrung aber nicht. Sie hatte einzig im Sinn, die weiße Bluse zu falten. So führte ich sie ins Kinderzimmer und ließ sie dort tun was sie zu tun gedachte.
Auf dem Rückweg ins Wohnzimmer entdeckte ich einen Raum in meiner Wohnung, in dem ich noch nie gewesen war. Der Eingang war verbarrikadiert mit einem rosanen Kinderbuggy und ein klappbares Holzteil lag in de Mitte quer im Weg. Ich hätte schwören können, dass dies unser Badezimmer war, doch kannte ich es nicht mehr wieder, so wie es sich mir zeigte.
Meine Schwiegermutter kam aus dem Zimmer und ich zeigte ihr den Kinderwagen. „Den hast du immer noch?“ fragte sie erstaunt. Recht hatte sie mir ihrer Frage, meine Tochter war längst ausgezogen, warum fand ich nun bloß ihren alten Buggy in meiner Wohnung? Der Wagen war alt aber eigentlich noch brauchbar, nur hätte ich niemanden gewußt, dem ich ihn hätte schenken können.
„Ich könnte ihn fotografieren.“ sagte ich, öffnete die Haustür und zeigte auf die unendlich tiefe Treppe, die gleich an der Haustür mit unzähligen Stufen nach unten führte. Ich stellte mir gleich vor wie ich mit einem Assistenten den Kinderwagen die Treppe runterfahren ließ, ich untenstehend mit der Kamera in Bereitschaft. Solch ein Bild hätte bestimmt noch niemand gesehen …
Über diesen Gedankenspaziergang hinweg fand ich mich plötzlich bei sehr guten Freunden wieder. Viele Menschen waren bei ihnen und gingen durch die Räume. Auf einem großen Tisch standen hoch aufgetürmt zahllose goldene Pakete und Päckchen, meine Freundin sah meinen fragenden Blick und sagte: „Wir haben gerade eine Erbschaft gemacht.“, und zeigte auf all die Päckchen. Goldene Pralinenbüchsen, goldene Kaffeepakete einer Marke, die eigentlich eine Schnapsmarke war. Wie Goldbarren wirken sie allesamt so aufgetürmt. Sie wollte all die Menschen die bei ihr waren damit beschenken.
„Ich brauch keine Pralinen.“ sagte ich, und schnappte mir trotzdem eine aus einer offenen Dose, steckte sie lächelnd in den Mund und ging weiter durch die Räume. Da sah ich drei Hunde in einem Hundekorb. Meine Freundin hatte keine Hunde, so mussten sie auch bei ihr abgegeben worden sein. Es waren wundersame Geschöpfe, außergewöhnliche Tiere! Der größte von ihnen sprang aus dem Korb und ließ sich bereitwillig von mir kraulen. Er war weiß und hatte ein sehr dichtes, kuscheliges Fell, ungewöhnlich lange Ohren wie ein Widderkaninchen. Ein älterer Herr kam mit seinem kleinen Enkelsohn vorbei, der Junge kletterte in den Korb und stellte sich neben einen Hund, der genauso aussah wie er selbst.
„Der Junge sieht ja genauso aus wie der Hund!“, sagte ich. Doch das hörte der Mann nicht gern, zog den Jungen aus dem Korb und ging. Ja tatsächlich, der Hund hatte das gleiche Gesicht wie der Junge, wenn auch einen Hundekörper. Ein ungewöhlich kleines, liebliches Gesichtchen mit dunkelbraunem Strubbelhaar und dunkler Gesichtsfarbe. Der dritte Hund sah aus wie eine Katze, war aber ein Hund, ganz eindeutig.
Plötzlich spürte ich etwas rechts an meiner Seite. Eine Bekannte hatte ein Gerät an meinem Haar angesetzt … und mir damit das Haar geschnitten. Einfach so, ohne zu fragen!
„Hey was machst du denn da?“ fragte ich. „Ich hab dir nur den Spliss rausgeschnitten.“ sagte sie, und ich schaute auf ein paar kleine Häufchen Haare, höchstens 1,5 cm lang. Sie hatte ein ganz tolles Gerät zum entfernen von Spliss, etwas ganz Neues was die Welt so noch nicht gesehen hatte. Aber trotzdem hätte sie mich vorher fragen können.
Ich ging zu einem Spiegel und betrachtete meine rechte Seite. Mein Haar war lang und wallte wie Wasser. Überall dort wo sie mir den Spliss entfernt hatte, kringelte sich die Haarsträhnen und sahen aus wie goldenes Kräuselband! Schick sah das aus mit goldenen Strähnen im Haar, die linke Seite sollte sie mir auch noch so schön machen, doch musste ich erst eine Weile suchen, bis ich sie in den zahlreichen Räumen wiederfand.
Ich fand sie unter einigen Frauen, die auf Frisierstühlen saßen. Alle hatten blondes, langes Haar und trugen weiße Gewänder. Wie Engel sahen sie aus, und hatten so schönes Haar dass ich mich fragte, wieso sie es frisieren lassen wollten. Dazwischen saß meine Bekannte und konnte mir nun die linke Seite nicht mehr schönmachen, weil sie gleich selbst an der Reihe sein würde … Ich hatte keine Lust zu warten. *Dann halt ein anderes Mal*, dachte ich, ging noch einmal durch die Räume, warf einen letzten Blick auf die goldenen Pakete, stieg wieder in mein Auto und fuhr nach Hause.
Doch so einfach war das gar nicht, alles sah plötzlich ganz anders aus, so als hätte ich mich verfahren. Irgendwo hielt ich an, ein undurchsichtiger Vorhang versperrte mir den Weg. Ein Junge spielte dort mit seinen Eltern, die schon etwas älter waren für so einen kleinen Jungen. Vielleicht waren es seine Großeltern, ich fragte nicht danach. Ich schob den Vorhang beiseite, der Stoff war gestreift und sehr schwer. Hätte ich doch bloß mein Auto nicht aus den Augen gelassen … der Junge war wohl ein kleiner Frechdachs und holte den Staubsaugerschlauch aus meinem Auto. Gespielt autoritär blickte ich den Jungen an und bedeutete ihm, den Schlauch wieder in das Auto zurückzulegen. Erst als seine Eltern ihn dazu aufforderten, folgte er meiner „Bitte“ … um als nächstes ein Messer unter meinem Sitz hervorzuholen, das wohl schärfste Messer was es auf Erden gab. Es gehörte meinem Freund, Tomaten ließen sich wunderbar glatt und schnell damit schneiden.
Ich warf einen Blick auf die beiden Erwachsenen, schnell hatte man sich mit diesem Messer geschnitten. Es war beinahe so, als wollten mir diese beiden Personen über Blicke vermitteln, dass es ja wohl unmöglich sei, ein solch scharfes Messer im Auto zu transportieren.
Der Junge steckte das Messer wieder zurück und ich machte mich schnell davon. Die hintere Autotür war noch offen, sie würde sich schon gleich schließen wenn ich kurz bremste, denn wie hätte ich sie sonst während der Fahrt schließen können?
So fuhr ich am Vorhang vorbei weiter nach Hause. Doch ich hatte mich scheinbar verfahren. Die Gegend kam mir nicht bekannt vor. Plötzlich wechselte der Straßenbelag und ich durfte den ersten Schnee sehen. *Na sowas*, … dachte ich, hatte aber kein Problem mich mit den plötzlich sich ändernden Gegebenheiten zu arrangieren. Am Ende der Straße standen draußen im Schnee ein paar Tische und Stühle im Kreis. Außen genug Platz um mit dem Auto drumherum zu fahren. So fuhr ich in gemächlichem Tempo rund um den Stuhlkreis durch den Schnee, um wieder zurück zu gelangen. Endlich kam ich in eine Wohngegend die mir wieder vertraut war und meinte mein Haus gefunden zu haben. Mit ein paar Männern ging ich zum Eingang, und erst da merkte ich, dass es die falsche Hausnummer war. Es wr die 19 und ich wollte zur 29. So ging ich halt noch mal zurück, stieg wieder ins Auto, es konnte ja nicht mehr weit sein.
Ich sah alle möglichen Zahlen, doch keine 29. Ich sah auf der linken Seite der Straße die Häuser mit den ungeraden Zahlen. 25, 27 … die 29 gab es hier wohl nicht. Die geraden Zahlen auf der rechten Seite sollten mich nicht interessieren, dennoch sah ich jede einzelne. Sogar eine 28 und eine 29 a, doch meine Hausnummer war weit und breit nicht zu sehen.
Seit ich in Köln arbeite, also seit einigen Monaten, bin ich BahnfahrerIn. So viele schöne Begegnungen hatte ich schon in und außerhalb der Bahn.
An einer Haltestelle steht ein wunderprächtiges Exemplar von einem Baum. Er hat einen sooooo dicken Stamm, und doch ist er irgendwie unscheinbar. Man könnte ihn mit einem Laternenpfahl verwechseln, obwohl er so wesentlich breiter ist. Er hat sich farblich dem Asphalt angepasst, das ist der Grund warum man ihn kaum sieht. Jedenfalls gehen die meisten achtlos an ihm vorbei und nehmen seine Pracht nicht wahr.
Neulich sah ich einen kleinen Jungen mit Schultasche, angelehnt an den Stamm des Baumes … und seither mache ich das auch so. Jedesmal wenn ich noch ein paar Minuten an der Haltestelle warten darf, berühre ich ihn mit meinen Händen und lehne mich mit dem Rücken an.
Sein Stamm hat einen Umfang von mindestens 3 Meter (das habe ich gerade mit dem Zollstock in der „Luft“ ausgemessen) er bietet also genügend Platz zum gemütlichen Anlehnen. Er ist eingebettet in ein Karree aus Pflastersteinen, knapp 20 Zentimeter um seinen Stamm herum. Erde ist dort kaum zu sehen und so hab ich mir schon des öfteren die Frage gestellt, wovon er sich nährt und wie sein WurzelWerk beschaffen sein mag. Vielleicht verlaufen seine Wurzeln sogar bis unter die Schienen, oder unter den Rasen gleich nebendran.
Dazu hat mein Bruder mir neulich was tolles erklärt, ich war fasziniert von seinen Schilderungen. Manche Bäume haben Fallwurzeln, die direkt bis hinunter ins Grundwasser reichen. Na, das freut mich für den Baum! Denn Bäume dieser Größe können schon mal bis zu 1000 Liter Wasser am Tag gebrauchen. Hat mein Bruder gesagt. Und wenn man hochschaut in die Astgabelungen, so kann es sein, dass diese ein Spiegel des unterirdischen Wurzelwerkes sind. Das ist doch toll, oder? Wie oben so unten. Wie innen so außen. Da hat mein Bruder mit ein tolles Bild geliefert!
Nun weiß ich nur noch nicht, was für eine Sorte Baum das ist … es ist jedenfalls keine Eiche, Linde, Erle, Birke, Platane, Lärche. Und auch keine Kastanie. Ne Tanne schon mal gar nicht, auch keine Kiefer. Kein Ahorn, keine Esche, zumindest keine „schmalblättrige“ – ich bin gerade dabei mich bei Wiki schlau zu machen. *g Was bleibt denn da noch? Mal schauen …
Oh – das ist ja interessant! Es gibt sogar GÖTTERbäume, auch Himmelsbäume genannt (oder Bitteresche … aber das klingt nicht so … himmlisch … ). Und tatsächlich, wenn ich mir das Blattwerk bei Wiki so anschaue … und die Blüten dazu … hm … das könnte sein! Er beginnt nämlich gerade tatsächlich zu blühen, noch nicht so prächtig wie auf dem Bild, was ich gerade bei Wiki betrachte … aber schon mal annähernd so. GÖTTERbaum … selbst wenn es keiner ist, ich nenne ihn jetzt einfach so.
Toll, so kann ich mich nun jedesmal noch mehr freuen, wenn ich ein paar Minuten Zeit zum Warten am Baum habe!
Ich arbeitete auf einem sehr großen weiten Gelände, es war ein Freizeit- und Vergnügungspark und ich kümmerte mich um verwahrloste Tiere und Menschen. Mit einem kleinen Jungen kletterte ich eine enorm hohe Eisenleiter hoch. Es war ein nicht erklärbares Fungerät, und der Junge wollte von oben herunterspringen. Ganz oben angekommen und kurz vor seinem Sprung sagte er, dass er seine Digi-Cam vergessen habe, und ohne die Digi-Cam wollte er nicht springen. Er hatte geplant seinen Sprung während des Fallens zu fotografieren. Gut … stiegen wir die Leiter halt wieder hinab.
Es gab einen Ort der Begegnung, einen Treffpunkt, den ich zusammen mit zwei oder drei anderen Menschen bewirtete, bewachte und sauber hielt. Menschen und Tiere trafen sich dort, durften dort leben und wohnen so lange sie wollten, groß genug war dieser Ort und das zu ermöglichen.
Ein Truthahnpaar mit Deformierungen an den Hälsen lebte an diesem Ort, man würde sie als „unansehlich“ bezeichnen, sähe man sie auf Erden. Auch einige größere Katzen die kaum zu bändigen waren, hatten hier ihr Quartier gefunden, es war an mir darauf zu achten, dass diese Tiere nicht aneinandergerieten, sich friedlich oder gar nicht begegneten. Das funktionierte sehr gut, ich hatte das voll im Griff, es war als könnte ich durch Wände sehen.
Schon bevor etwas geschah, bevor eine Begegnung stattfinden würde die den Betreffenden nicht zuträglich war, konnte ich Katze oder Vogel, was es auch immer gerade war, in eine andere Richtung dirigieren und so manch eine Konfrontation mit unklarem Ausgang verhindern. Es war recht düster in den meisten Räumen, dennoch machte mir dieser Job großen Spaß und ich ließ mich von diesem Mangel an Licht nicht beirren.
Einmal kamen neue Menschen herein und ich ging gleich hinunter zu einem Wesen, dass schon lange an diesem Ort wohnte. Ein Mensch, ein Mann, mit zotteligem Haar, sein Gesicht war vor lauter Haar kaum zu erkennen. Er sprach nie, er brummte nur und wirkte auf Fremde furchterregend. Doch war er ein gutmütiges Geschöpf unter Gottes Sonne. Keiner Fliege hatte er je etwas zu Leide getan, er unterstützte mich sehr, half mir mit all den Tieren.
Doch wenn neue Menschen zu uns kamen, sprach ich mit ihm und leitete ihn in andere Räume, damit diese neuen Menschen ihm nicht gleich begegneten und Angst bekämen. Ich brauchte nicht viel zu sagen, wir verstanden uns über Blicke, und so verließ er seinen Platz und begab sich brummend in andere Räume. Die neuen Menschen ließen wir erst einmal sich eingewöhnen, Fuß fassen, all die Tiere sehen, die an diesem Ort lebten, das war für Fremdlinge schon Eindruck genug. Bisher waren noch immer alle zufrieden mit dieser Lösung, auch das zottelige Menschenwesen selbst.
Ein Kollege, der erst kürzlich zu uns gekommen war um uns zu unterstützen, gefiel mir besonders gut. Wir hatten uns als Paar zusammengetan. Ich war ungebunden und frei, als ich ihm begegnete und so kam er mir gerade recht. Er war groß, blond, kräfitg, schön. Das war aber auch schon alles, wie sich herausstellen sollte. Es gab schon zwei Situationen in denen ich feststellte, dass wir einfach nicht kompatibel waren und nicht zusammen passten.
Und dann kam die dritte Situation, die sich in meinem Jugendzimmer abspielte. Wir wollten feiern gehen, machten uns gerade für die Party zurecht. Zwei Frauen waren gekommen um mitzugehen. Dieser Mann benahm sich so unmöglich, sprach so unmögliche Dinge, unvorstellbar, so dass ich die Beziehung augenblicklich beendete. „Es ist besser wenn du jetzt gehst.“ sagte ich, während eine der Frauen unbedarft weiter drauflos plapperte. Er nahm seine Jacke und ging zur Tür. „Wir küssen uns nicht mehr?“ fragte er zum Abschied. „Nein, ganz bestimmt nicht.“ sagte ich. Und so stolzierte er von dannen. Einen arroganten Gang legte er an den Tag, so arrogant sah ich noch nie einen Menschen davon watscheln. Hocherhobenen Hauptes, watschelnd wie eine Ente.
Heilfroh war ich als er ging, und ich wußte gleich dass ich ihn niemals wiedersehen würde. Die beiden Frauen machten sich weiter schick, schminkten sich. Eine wollte unten bei meinen Eltern ein Bad nehmen und fragte, ob es eine große Badewanne sei. Ich betrachtete sie, sie war zierlich und klein und ich sagte: „Da passt du ausgestreckt rein.“ Sie war leidenschaftliche Schwimmerin, doch sooo groß war die Badewanne nun auch wieder nicht.
Jedenfalls würden wir drei einen wundervollen Abend haben, das wußte ich. Als wir alle fertig waren und mein Zimmer verließen, bemerkte ich ein Gefäß aus lackiertem Ton, weiß, auf das ich irgendwann einmal all meinen Goldschmuck gelegt haben musste. Es lag alles noch da, Ketten, Ringe, Perlen. Fasziniert betrachtete ich meinen goldenen Schmuck eine Weile, als hätte ich ihn lange nicht gesehen, erhob mich anschließend und schloß die Tür hinter mir zu. Wir hatten eine tolle Party!
sicher kennt ihr alle die Geschichte von den zwei Wölfen, die einst ein weiser Cherokee-Indianer seinem Enkel erzählte … ja?
Neulich bin ich mit meiner Freundin zwei Stunden im Wald versunken, ja *versunken* das ist der richtige Ausdruck. Wir gingen schnell ab von den Wegen, querwaldein, und erfreuten uns an dem heilenden Grün der Bäume, des Farns und an allem was uns der Wald zu geben hatte. Es war ein entspannter Gang, ganz ohne Zeitdruck und ohne jegliches Ziel. Ein stilles Geben und Nehmen in der Natur.
So wunderschön fand ich die verschiedenen Beläge auf dem Waldboden. Eine längere Strecke gingen wir über abgefallene Dolden, knubbelige, gelbe Teile, die den Boden ganz bedeckten. Es sah einfach wunderschön aus, so gleichmäßig verstreut, abgefallen von den Bäumen. Manchmal knirschte es ein bisschen unter den Füßen und fühlte sich so überraschend anders an, als über herabgefallenes Laub zu gehen. Oder über die Tannennadeln … Ich bemerkte einige Ahornblätter, die besonders arg wackelten obwohl es gar nicht windig war. Ich hielt das einfach für ein Winken, ja, die Blätter der Bäume winkten uns zu.
Wir kamen auch an ein schmales Trampelpfädchen, so schmal, dass keine zwei Menschen nebeneinander hergehen konnten. Es war gesäumt von einem ganzen Heer grünblättriger Pflanzen, die so schön waren, dass ich nicht umhin konnte ihnen über die Oberfläche zu streichen. Es war so, als hätten sie gerufen dies zu tun.
Lange, lange verweilten wir bei diesen saftiggrünen Pflanzen und streichelten mit unseren Handflächen sanft über ihre Blätter. Sie waren so zart, so weich, so fein … wirklich kaum spürbar an den Händen. Sie fühlten sich beinahe an wie NICHTS, und dennoch spürte ich ihre feine Kraft. *Hach* das war so schön, mein Inneres Kind war ganz in seinem Element.
Ich konnte mich kaum loslösen von diesen Grünlingen, am liebsten wäre ich ewig in ihnen versunken. Aber natürlich kam dann doch der Moment, der uns weitergehen ließ, quer über den nächsten Waldweg in ein Gebiet hinein, wo wirklich sehr selten Menschen gehen. Ein paar umgestürzten Bäumen schenkten wir unsere Aufmerksamkeit, und auch einigen mit wundertollem Rindenmuster. War das herrlich … wie im Märchen! Interessant fand ich auch die unterschiedlichen Energien die wir fühlen konnten, je nach dem in welcher Region des Waldes wir uns befanden. So konnten wir an manchen Stellen besonders kraftvolle, magische Energien wahrnehmen, an anderen wiederum zarte, flirrende, feine Energie.
Plötzlich machte meine Freundin vor mir eine innehaltende Bewegung und auch ich wurde ganz still und rührte mich nicht von der Stelle. Sie zeigte auf eine Bewegung in etwa 20 Meter Entfernung und dann sah ich es auch: Fast wie ein Kaninchen hoppelte da ein kleines braunes Etwas, und dann noch eins und noch eins, für uns kaum identifizierbar. Bis Mutter Fuchs sich zeigte und mit aufmerksam gespitzten Ohren in unsere Richtung schaute. Eine Fuchsfamilie! Was für ein Geschenk … wirklich, wann habe ich jemals in unseren Breiten, im Rheinland, einen Fuchs gesehen, noch dazu mit Jungtieren? Im Leben nicht!
Meine Freundin wollte sich noch ein Stück näher heranwagen. Die Fuchsfamilie fühlte sich offensichtlich von uns nicht gestört. Zwei Welpen zeigten sich auf einer kleinen Lichtung und schauten uns an als hätten sie noch nie einen Menschen gesehen. Respekt gesellte sich zu mir … eine Füchsin mit Jungtieren in der Natur, nein, ich wollte sie nicht länger stören in ihrem Terrain, und so drehten wir leise um und ließen die Tiere hinter uns. Das waren wirklich schöne Momente … diese leichte flirrende Energie herrschte besonders dort vor, wo die Füchse sich befanden. So leicht, und doch tragend. Bald trafen wir eine uralten Baum, so mächtig sein Stamm, dass sich mindestens 10 Menschen nebeneinander rundherum an ihn hätten schmiegen können. Ich lehnte mich an den Baum und begann ihm ein Lied zu singen: „Shiva Shiva Shiva Shambhooooohohooo …“ und meine Freundin stimmte mit ein. Zuerst sangen wir leise, wurden aber stetig lauter und inbrünstiger, und ließen uns auch nicht von einem Spaziergänger mit Hund von unserem Gesang abhalten.
Der Baum stand nah am Weg und der Hund blieb stehen und schaute interessiert … Herrchen hatte Mühe, ihn von uns wegzulocken. So etwas hatte der Mann bestimmt auch noch nicht erlebt, zwei Mädels singend an einem Baum … und der Hund erst recht nicht.
Irgendwann während unseres Spaziergangs erzählte meine Freundin mir die Geschichte von den zwei Wölfen, kurz und knapp …
Die zwei Wölfe
Eines Abend erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt. Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen.
Einer ist schwarz.
Er ist voller Zorn, Neid, Eifersucht, Mißgunst, Zwietracht, Gier, Arroganz, Lügen, Angst …
Der andere ist weiß.
Er ist Freude, Frohsinn, Friede, Liebe, Hoffnung, Heiterkeit, Vertrauen, Demut, Güte, Versöhnung, Vergebung, Wohlwollen, Zuneigung, Großzügigkeit, Aufrichtigkeit und Mitgefühl.“
Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach und fragte dann:
„Und welcher der beiden Wölfe gewinnt?“
Der alte Cherokee antwortete:
„Der, den du fütterst.“
*
So einfach, so leicht, diese Geschichte … und so schön übertragbar in unser Leben. Und welchen Wolf fütterst DU ? Mara
Jesses, ich hab mich verliebt heute, auf der Stelle, ratz-fatz …
Liebe auf den ersten Blick!
Himmel nääää …
Ich schau ihr ins Gesicht und sie strahlt so eine Wärme aus, so eine Lieblichkeit.
Sie hat langes schwarzes Haar und ich weiß auch schon wie es sich anfühlt.
Wunderbar weich.
Sie trägt ein grünes Gewand, hier und da sind ein paar Federchen angebracht, auch an ihren Schuhen. Ohrschmuck aus Pfauenfedern, Perlen am Kleid und im Haar, überall Fransen … so wundersüß.
Sie ist eine Indianerin … braune, ebenmäßige Haut … lieblicher Ausdruck … ich konnte ihr nicht wiederstehen … könnt ihr das verstehen? *hihi*
Eine Indianerpuppe, aber sowat von wundersüß! Ich bin gleich rein in den Laden und hab gefragt: „Kann ich mir mal Ihre Indianer ansehen?“ „Aber klar!“ sagt die Dame „Wir haben aber grad nicht viele da.“ „Macht nichts“ sag ich „ich will nur die Eine.“ Sie flitzt zu den Indianern im Schaufenster und fragt: „Welche möchten Sie denn?“ Ich sag: „Wie, sind da mehrere?“ „Ja, da unten sitzt noch eine, ne Weiße.“ Und wirklich, ich hatte sie gar nicht gesehen, in meiner plötzlichen Verliebtheit. Gleich die rosarote Brille auf und nix mehr gepeilt …
Aber nein, die Grüne isses, die möchte ich mir mal näher anschauen und checken ob sie, näher betrachtet, immer noch so liebreizend auf mich wirkt. Und das tut sie, das fühle ich gleich.
Viel Zeit habe ich nicht in meiner Mittagspause, aber für sonen Spontankauf reicht sie gerade. Dummerweise habe ich mir mein dickes Portemonnaie nicht eingesteckt, sondern einfach nur n 10-Euro Schein um die Geburtstagspflanze für ne liebe Kollegin zu bezahlen, die morgen Geburtstag hat. Hm … und ich Dussel frag auch noch: „Kann man bei Ihnen mit Karte zahlen?“ Und hab sie gar nicht dabei. So stehe ich also an der Kasse, trage die Puppe auf dem Arm und habe nicht das Geld dabei, um sie zu bezahlen.:-( „Können Sie mir die Indianerin bis morgen zurücklegen?“ frage ich, und „Soll ich sie anzahlen?“ Sagt die Dame: „Nein, Sie brauchen keine Anzahlung zu machen. Sie sind heiß drauf, das merkt man.“ „Ja, merkt man das?“ frage ich und grinse verliebt. Sie nickt. Ihr Mann auch, er steht schmunzelnd neben ihr. „Bin ich auch.“ sag ich „Aber voll.“ Und dann schau ich mich um in dem Laden, er ist voller Kostbarkeiten … da werde ich mich mal genauer umschauen demnächst, mit etwas mehr Zeit und Geld im Gepäck.
Sobald die SonnenGÖTTIN sich wieder blicken lässt gibt es Bilder von der wunderschönen Indianerin …
Habt noch einen schönen Abend, ihr Lieben … ja, in der Zwischenzeit ist der Tach rum, aber die Luft noch nicht raus. Ich bin dann mal weg.
Ich liege in meinem Hotelbett, bin gerade frisch ERWACHT und schaue lange auf die helle Wand. Plötzlich beginnt sich ein Bild zu entwickeln. In einem großen sonnengelben Fleck entsteht eine helle Gestalt in langem Gewand, ihr Haupt ist in Licht gehüllt, ich sehe weiße Wolken erscheinen und erkenne später, dass es ihre Flügel sind. Jetzt ist das Bild ganz klar, ein wunderbares Lichtwesen in verschiedenen Gelbtönen steht vor mir, zum Greifen nah. Dann verschwimmt das Bild und ein anderes, ähnliches, entsteht, doch in zartem Grün diesmal. Ich mag nicht aufstehen, so lange sich mir noch Bilder zeigen. Sicher bin ich mit den anderen im Hotel verabredet, doch ich komme einfach nicht los von diesen wundervollen Erscheinungen. Ich schließe die Augen und sehe Wasser, Wasser, überall Wasser, nichts sonst. Eine Wasseroberfläche kommt ganz nah an meinen Blick heran, sie ist ganz ruhig und beginnt sich langsam zu bewegen. Einen dicken Tropfen sehe ich hineinplatschen und wieder herauskommen aus dem Wasser. Jetzt folgen weitere Tropfen, es wirkt wie Regen auf einem See. Ich frage mich kurz, ob dies mein Tränenmeer ist und schaue dann weiter zu. Herrliche kleine Kreise zeigen sich auf der Wasseroberfläche, Kreise in Kreisen … zu schön.
Im nächsten Moment bin ich unten vor dem Hoteleingang und spreche mit einer Freundin. Wir beschließen, uns irgendwo Kaffee zu besorgen um ihn im Bett zu trinken. Die Vorstellung, Kaffee im Bett zu trinken finden wir gerade ganz wunderbar. Ich bemerke, dass ich für den Tag viel zu leicht angezogen bin, gehe wieder ins Hotel zurück und finde mein Zimmer nicht. Eine Frau mit weißen Locken nimmt mich an die Hand. „Ich finde meinen Schlafraum nicht.“ sage ich. Und sie führt mich zu einer Treppe nach oben. Ich sehe einen kleinen Tunnel und alle Wege hier kommen mir nicht bekannt vor. Eine weitere Frau gesellt sich zu uns, nimmt mich ebenfalls an die Hand. Irgendwo oben angekommen liegt eine weiche Matte, von dort aus können wir nach unten auf meinen Schlafraum blicken, doch es führt weder eine Treppe noch eine Leiter dort hin. „Springen wir einfach.“ sage ich. Und wir springen. Die Matte fliegt gleich mit, und unten landen wir weich. Doch statt in meinen Schlafraum zu gehen, mich umzuziehen und mir ein paar Sachen mitzunehmen, gehe ich einfach daran vorbei wieder nach unten. Jetzt ist es zu spät um wieder zurück zu gehen. Alle sind schon versammelt und ich gehe mit. Ich fühle in meine Hosentasche und zähle die Münzen. 20 Euro, damit werde ich wohl auskommen.
Einer Freundin möchte ich von meinen Bildern erzählen, doch sie blockt meine Worte ab und sagt, sie möchte nur noch von Dingen hören, die ihr dienlich sind. Ich bin etwas traurig, zu gerne hätte ich ihr von den Engelbildern und von dem Wasser erzählt …
Mit zwei Frauen liege ich auf einer Wiese. Mein Haar ist nass, ich nehme Shampoo und wasche es genüsslich. Nun sitze ich da mit Schaumkronen auf dem Kopf und frage meine Freundinnen, wie ich denn jetzt den Schaum abgespült bekomme, so ganz ohne Wasser.
Wir gehen an einem kleinen Flüsschen vorbei, eine Gruppe Schwimmer ist gerade beim Morgensport. Die Anführerin gibt gnadenlose Kommandos und ich denke: „Ob das Spaß macht in diesem Ton?“. Da sehe ich, wie ein kleiner gelber Stein auf mich zugeflogen kommt, ich sehe genau wie er fliegt, bevor er in meinem linken Auge landet. Ganz schwach und mit wenig Wucht trifft er mich. Interessant, dass ich ihn voher habe fliegen sehen. Und nun fällt er einfach herunter.
In einer Küche springt mir ein kleines braunes Kaninchen in den Rücken. Es hält mich fest und ich spüre ganz deutlich seinen warmen Körper. Es fühlt sich größer an als ein kleines Kaninchen. Ich fühle mich etwas beengt, und jetzt fängt es auch noch an mit seinen kleinen Nagerzähnchen an meinem Kronenchakra zu knabbern … das lasse ich mir nicht lange gefallen und streife das Tier irgendwie ab.
Mindestens drei Hunde gehörten zu mir … ich habe keine weitere Traumerinnerung, nur dass ich von lieben Hunden umgeben war. Ich wohnte in einem Haus mit mehreren Menschen zusammen. Eine Frau verabschiedete sich und sagte: „Ich geh’ mir ne Pommes holen.“ Und ich sagte: „Du weißt ja, ich geb’ einen aus, ich hab’ heute Geburtstag.“
Nun war das Haus leer, ich ging hinaus auf die Wiese und sah einen weißen Hund, einen Husky, mit wenigen schwarzen Flecken über den Augen. Wolfähnlich war er … Ich kannte ihn nicht … er kam auf mich zugelaufen, wirkte sehr verspielt und lebendig. Er sprang mich an und umklammerte mich. Ein wenig befürchtete ich, er würde mich beissen, so quirlig war er.
Ich fragte mich was das sollte, ein Hund der mich umklammert und nicht loslassen will. Doch ließ ich es still geschehen … und während er mich umklammerte bekam ich die Eingebung dass er zum Sterben zu mir gekommen sei, und ich sei dazu da, ihm Sterbehilfe zu leisten.
Und so kam es dann auch …langsam hörte er auf, so quirlig zu sein, er bewegte sich nicht mehr in meiner Umarmung. Ich sah zu wie das Leben aus seinen Augen strömte … sie färbten sich grau und leblos … er hatte sein Leben ausgehaucht, friedlich in meinen Armen, und ein Gefühl hinterließ er, als habe er mir etwas übertragen. Auf mich wirkte er eigentlich viel zu jung und quicklebendig um schon zu sterben. Seltsam …
Ich stieg in den Anhänger eines LKW’s, rückte mir ein paar Kisten und Kästen zurecht, legte eine weiche Sitzunterlage darauf und setzte mich auf die Kisten um über das Geschehen zu meditieren … ich trug einen weiten, weißen Umhang … und wußte nicht wer ich war.
Das Gute an der Zeitumstellung ist: JETZT geht die Uhr in meinem Auto wieder richtig.
Heute war ich zum zweiten Mal mit Omma im Rollstuhl unterwegs. Schon letzten Sonntag hatte ich sie ausgeführt, das war ihre erste Fahrt mit ihrem neuen Bewegungsapparat. Macht Spaß mit so einer *alten Dame* (95 jährig) die wirklich fast permanent einen Grund zum Lachen findet. Schon bei der letzten Ausfahrt fragte sie beinahe jeden Menschen der uns entgegen kam: „Leben Sie noch gern?“
Oft kam sie, kamen wir, dadurch in ein kurzes Gespräch mit den Leuten. Und jeden grüßt sie freundlich, die meisten grüßen auch zurück. „Ach was ist das ein freundlicher junger Mann!“ sagte sie heute, nachdem dieser junge Mann ein herzliches *JA* auf ihre Frage antwortete.
Heute habe ich Omma mal so richtig durch ihre alte Heimat geschoben, die hat sie lange nicht mehr so richtig gesehen. Ich schob sie vor den Toren der Altstadt runter an der alten Stadtmauer vorbei. Oma wußte mir erstaunlich viel über Zons zu erzählen, unterbrach aber immer wieder, weil sie wieder jemanden fragen „musste“ ob er noch gerne lebt.
Eine leichte Anhöhe hoch, da wurde es für mich ein bisschen brenzelig, sandiger Boden, schwere Oma – obwohl sie nicht dick ist – und rutschige Schuhe. „Oma, wenn ich jetzt ausrutsche dann simmer jeliefert.“ sach ich zu Oma, und sie lacht sich kaputt. Wir hatten jedenfalls einen schönen, lustigen Rundgang.
„Leben Sie noch gern?“ rief sie einer vorbeieilenden Dame hinterher. Diese drehte sich um und sagte fröhlich: „Ja!“ „Wie heißen Sie denn?“ fragt Oma. „Annemie.“ sagt sie. „Das ist aber ein schöner Name!“ sagt Oma. „Schöne Menschen tragen schöne Namen.“ sagt sie, lacht, und Oma – logisch – lacht auch. Der nächste bei dem sie sich nach der Lebenslust erkundigt bleibt ein bisschen länger bei uns stehen. Er nennt Oma „Madame“, das gefällt ihr und erinnert sie an Charme und Schick aus vergangenen Zeiten. „Wie heißen Sie denn?“ fragt Oma, nachdem der Mann mich ausdrücklich darum gebeten hatte, Oma doch ruhig noch ein wenig mit ihm sprechen zu lassen. So bleiben wir stehen, mitten auf der Straße in der Altstadt, und der Mann sagt: „Manfred.“ „Und weiter?“ fragt Oma. „Knispel.“ sagt er. ( Nachname von der *Redaktion* geändert *g) „Aha.“ sagt Oma, und dann erzählt sie, dass sie jeden Morgen im Bett „Großer GOTT wir loben dich.“ singt, und fängt auch schon an zu singen. „Herr wir preisen deine Stärke. Vor dir neischt die Erde sich, und bewundert deine Werke.“ Und so weiter. Sie singt das wirklich jeden Morgen. Manfred und Oma wechseln noch einige Worte. Er wünscht ihr noch viel Gesundheit und Freude im Leben und Oma wünscht ihm „Alles Erdenkliche.“ – was immer sie damit auch gemeint haben mag.
Oma ist so neugierig wie ein Kind was gerade sprechen und fragen lernt … und erfährt heute einiges. Ob sie das morgen noch weiß ist fraglich aber auch nicht relevant. Hauptsache sie hat JETZT ihren Spaß und ihr Vergnügen. Oma ist voll im JETZT. Hat fast alle ihre ehemaligen Sorgen vergessen. Als wir schon wieder auf dem Rückweg sind, spricht sie eine flotte ältere Dame an … fragt ob sie noch gerne lebt, nun ja, Oma stellt halt immer die gleichen Fragen, dies scheint sie speziell zu interessieren. Erfreut antwortet die Dame: „Aber natürlich, ja, Sie sind aber noch gut dabei!“ „Ja.“ sagt Oma, „Ich will doch 100 werden.“ Und ich sage zu der Dame:“Oma bittet jeden Abend GOTT, er möge sie am nächsten Morgen wieder aufwachen lassen.“ „Ach wie schön.“ sagt die Dame. „Meine Mutter ist 91 und betet jeden Abend zu Gott er möge sie einschlafen lassen.“ Oma lacht. „Ich lebe doch noch so gern.“ sagt sie. Die Frau geht ein Stück mit uns, sagt, sie hätte jetzt gerne ihre Mutter dabei, aber diese hätte nicht mitkommen wollen. Will nicht mehr die Treppe heruntergehen, will eigentlich gar nichts mehr. Sie sei aber gesund und ihr tue nichts weh.
Tja, so ist das, der Eine so, der Andere so …
Oma ist wirklich ein gutes Beispiel für Lebensfreude.
Ich kenne einige Menschen, die sich einst ein Bild von Oma gemacht haben, als sie noch nicht so umgänglich, voller Lebensfreude und Lachen war, und als sie noch all ihre Sorgen im wahrsten Sinne des Wortes *IM KOPF* hatte. Das hat sich längst geändert, doch weiß ich dass manche Menschen an dem Bild was sie sich einmal gemacht haben fest und starr … festhalten. Und das gilt nicht nur für die Sache mit Oma …
Gestern war ich in der Nacht mit meiner Kamera unterwegs, eine wunderbare Fototour. Ich befand mich auf einem Festgelände, überall Zelte, Buden, Stände, einige Menschen. Gerade wird am Ende des Geländes ein großes schwarzes Gummituch heruntergelassen und kurze Zeit später ergiessen sich Unmengen Wasser darüber.
Über die ganze Fläche des Tuchs verteilt strömt das Wasser herunter wie ein Wasserfall. Da gehe ich natürlich sofort hin, Wasser in Bewegung fotografiere ich gern. Je näher ich an den Wasserfall herankomme, desto schöner wirkt er auf mich. Von dem schwarzen Gummituch ist nichts mehr zu sehen, vor lauter Wasserstrom. Schön. Ich mache ein paar Bilder.
Rechts von mir sehe ich eine Steintreppe die nach oben führt, und kaum blicke ich dort hin, stehen auch schon ein paar Engel auf den Stufen, ziemlich in der Mitte. Fünf oder sechs Engel in weißen Gewändern, sie wirken zwar irgendwie wie Schaufensterpuppen, sind aber sehr schön und fotogen, bewegen sich leicht. Ich mache ein paar ganz tolle Bilder von ihnen, und irgendwann lösen sie sich auf vor meinen Augen.
Ich schlendere wieder zurück und sehe einen Mann und eine Frau Arm in Arm über das Gelände spazieren. Auf der Schulter der Frau sitzt ein brauner kleiner Plastikhund mit großen blauen Knopfaugen. An einem Mülleimer halten sie an, die Frau nimmt den Hund von der Schulter und lässt ihn über den Mülleimerdeckel gehen. Langsam nähere ich mich den beiden, klar, dass ich den Plastikhund fotografieren möchte, wann bekommt man sowas schon mal zu sehen!
Die beiden scheinen mich zuerst nicht zu bemerken, ich nähere mich langsam und nehme schon mal einige Kameraeinstellungen vor. Jetzt bin ich ziemlich nah an ihnen dran und möchte die Frau gerade um Erlaubnis bitten, da gibt der Mann ihr ein Zeichen, deutet auf mich und sie schaut mich an. Sie hat hellblondes Haar, fast weiß, eine ganz helle Gesichtshaut, etwas rötlich, und auch sehr helle Augen. Sie sieht tieftraurig aus und spricht Englisch zu mir. Sie möchte nicht dass ich ihren Hund fotografiere, das erklärt sie mir ganz ausführlich. Ich verstehe, und dennoch übersetzt sie das ganze noch in Deutsch. Sie spricht nun so zu mir, als hätte sie bei Google auf den Knopf „in Deutsch übersetzen“ gedrückt, ziemlich zusammenhanglos und durcheinander, aber Deutsch.
Die Message hatte ich ja eh schon verstanden. Wir blicken uns in die Augen, und ihre Traurigkeit schwappt über. Meine Augen füllen sich mit Tränen und ich fühle ganz deutlich, dass es IHRE Trauer ist, nicht meine. Ich lasse das Gefühl schnell vergehen, lasse ihre Tränen in ihrer Energie und gehe weiter.
Ich komme an einem offenen Zelt vorbei, zwei ältere Damen mit Kapuzenmänteln sitzen an einem Tisch, kehren mir den Rücken zu. Ich höre ein seltsames Geräusch, wie ein Schmatzen. Eine der Damen steht auf, dreht sich etwas zu mir um, und unter der Kapuze sehe ich einen schwarzen kleinen Hund ziemlich nah an ihrem Herzen liegen.
Mit großen Schritten hält der Frühling Einzug in die Herzen der Menschen. Bunt färbt er das triste Wintergrau mit seinen leuchtenden Farben. Das Weiß der Schneeglöckchen ist das erste was ich sehe. Wohin man auch schaut, es bedeckt den Waldboden mit kleinen leuchtenden Punkten. Und das Gelb der Forsythien ist überall in den Städten zu sehen, auf den Inseln zwischen den Straßen strecken uns die Narzissen ihre blühenden Köpfchen entgegen. Farbenpracht.
Die Sonne strahlt so schön und erinnert mich an *Frühlingsputz*. Könnte ich mir mal auf den GÖTTLICHEN PLAN schreiben.
Ich mag die Maus, die am Barbarossaplatz wohnt. Kaum stehe ich einen Moment nah bei den Gleisen, kommt sie von irgendwoher heraus und bewegt sich flink über die Schienen. Sie ist so niedlich mit ihren kleinen, spitzen Öhrchen. Auf die Hand nehmen würde ich sie nicht, Mäuse sind so wuselig, so schnell und ruhelos irgendwie. Aber betrachten mag ich sie. Einmal sah ich sie schon mit einem Freund auf den Gleisen fangen spielen. Da braucht man einen scharfen Blick, denn die Farbe dieser Mäuse ist mit dem trockenen Laub zwischen den Schienen identisch. Deswegen sieht man sie auch nicht immer sofort, die Mäuse sind echt gut getarnt.
Diese eine Maus, ich glaube wirklich es ist immer die gleiche, kommt oft ganz nah an die Mauer ran, manchmal meine ich sie wird gleich hochklettern oder springen. Aber dann kommt auch schon die Bahn und ich frage mich wie das Geräusch der herannahenden Bahn wohl auf sie wirkt. Das muss für so eine Maus ein regelrechtes Donnerkrachen sein, wenn so eine Bahn anrollt.
Es macht jedenfalls Spaß sie zu beobachten. Jedesmal denke ich daran, ein Stückchen von meinem Brot abzubrechen und ihr etwas hinzuwerfen … bisher ist es bei diesem Gedanken geblieben. Irgendwas schnappt sie sich immer, die Maus, nimmt es zwischen ihre klitzekleinen Pfötchen und knabbert daran.
Eigentlich sehe ich sie ja lieber im Wald oder auf Wiesen … Mäuse. Sie scheinen sich aber gut mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Sie machen für sich das Beste aus dem WAS IST … und das ist gut so.
Ganz anders als manche Menschen. Ich sehe morgens am Bahnhof meist immer die gleichen mürrischen Gesichter. Es gibt unter den Wartenden auch einige Menschen mit zufriedener Ausstrahlung, ich interessiere mich mehr für die Mürrischen unter ihnen und lausche ihren Gesprächen. Sie meckern und beschweren sich, dass die Bahn wieder Verspätung hat.
Ich spiegele mich in ihren Worten und erkenne, es macht mir überhaupt nichts aus. Sie haben es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Morgen die gleichen Worte über die Verspätung der Bahn zu machen. Tja … Ich find’s un-fruchtbar … ich mach’s wie die Mäuse, ich mache für mich das Beste draus. Bisher ist ja noch immer eine Bahn gekommen in der ich dann einen Platz finde und die mich bringt wohin ich möchte. Erst mal zu der Maus am Barbarossaplatz, und dann zur Arbeit.
Und nu mache ich ne wunderbare Meditation, verbinde mich mit dem Himmel und mit der Erde … hört euch das mal an, das ist wirklich wunderfantastisch! Etwas für *jeden Tag* …
ich freue mich, euch heute ein Foto-Video vorstellen zu dürfen, sozusagen ein Nebenprojekt zu unserem Hauptprojekt, von dem ich euch noch gar nichts erzählt habe … oder doch? Mit meinem Freund bin ich seit Dezember 2010 dabei, eine Musik-CD aufzunehmen. Sie heißt
*Mono dobé* – Mantras der Neuen Zeit Herzensmusik von Nama’El’Hambras und Mara = NAMARA
und ist gesungen in der Elohimsprache, das ist die Sprache der Engel.
Während ich dabei war, alle Weichen rund um die Produktion einer Musik-CD zu stellen und alles Erforderliche in die Wege zu leiten, inspirierte mich die Option „Diashow“ im Homepagebaukasten dazu, viele meiner Fotos dort einzubinden, mit Text zu versehen und mit instrumentaler Musik von Sven Nama’El zu untermalen. Später kam dann die Idee, diese Fotos auch als separates Foto-Video zu erstellen, um es in die wundervollen Weiten des Web zu geben.
Ich freue mich, erstmals einen Weg gefunden zu haben, meine zahllosen Fotos zu verwenden. Zwar hatte ich schon des öfteren die Idee einer Fotoausstellung, konnte mich aber nie entscheiden, welche Fotos, welches Thema, ich dafür verwenden könnte.
Schade, ich schaffe es nicht, das Video hier sichtbar vorzustellen (HELP!)… (ahhh… Nachtrag, irgendwie gehts doch … ) Na dann schaut mal:
Wenn dir das Video gefällt und du Menschen kennst, denen es auch gefallen könnte, freue ich mich über das Weiterleiten des Videos!
Ja, und wenn unsere Mantra-CD frisch gepresst ist, geht auch die Homepage online. Dort gibt es neben der Fotoschau (ohne Copyrightzeichen) Informationen über die Entstehung der Mantras, Songtexte, Übersetzung und Interpretation.
Einen wunderschönen guten Tag, liebe MitLIEBEnden!
Ein wunderbares Jahr 2011 wünsche ich ALLen die hier vorbeischauen!
Also gut, selbst wenn ich das nun schon mindestens fünf Menschen erzählt habe, ich tu’s einfach hier auch noch mal: zu dem Wörtchen *wunderbar* ist mir eine Worterklärung in den Sinn gekommen, die ich gerade für das neue Jahr, aber auch für alle wunderbaren Wünsche generell passend finde. Wunderbar = viele Wunder und viel Bares. Das können wir doch ALLe gebrauchen, oder?
Ich hatte sie mir längst abgewöhnt, diese *guten Vorsätze* für ein neues Jahr, doch tatsächlich habe ich mir nachträglich zum Jahreswechsel ausnahmsweise einmal etwas vorgenommen. Vielleicht merken meine von mir wirklich sehr geschätzten – meist *anonymen Leser* – gerade schon, worum es sich handelt? Die ganz Feinsinnigen und Aufmerksamen unter euch, die, denen nichts, aber auch gar nichts entgeht, die haben es schon bemerkt, wetten?
Ich wandle mich von der „bekennenden Kleinschreiberin“ und werde wieder normal. *smile* Ich passe mich an, ich gebe das Bedürfnis auf, Dingen zu trotzen, die durchaus sinnvoll sind. Wie das ganz normale beachten der Groß- und Kleinschreibung zum Beispiel. Ganz schön ungewohnt! Immer wieder darf ich ein paar Buchstaben zurückgehen um einen Großen aus einem Kleinen zu machen. Und nun darf ich mich zudem damit auseinandersetzen, ob nun das eine oder andere Wort in einem gewissen Zusammenhang groß oder klein geschrieben wird. Durch mein permanentes Kleinschreiben – außer im Job versteht sich – konnte ich solche Überlegungen einfach umgehen. Eigentlich ist es gar nicht meine Art, es mir bewusst „schwer“ zu machen. Aber ein kleines bisschen mehr fordern möchte ich mich schon. Tja, was habe ich mir da nur eingebrockt?
Eigentlich wollte ich ein Buch schreiben, in Kleinschrift. Ich habe auch schon einen Titel: *Komm, wir gehen über’n Rasen!* sollte es heißen, doch die dafür eingerichteten Seiten blieben bislang leer. Einzig „Wenn ich ein Buch schreiben würde, wer um HIMMELS WILLEn würde es lesen?“ stand auf einer Seite. Es liegt daran, dass in mir soooo viele interessante Themen sind, und ich einfach keinen Anfang finde. „Komm, wie gehen über’n Rasen!* ist ein „Insider“ … mein Partner sagte das im Sommer oft zu mir, wenn wir auf die Haustüre zugingen. Hier vor unserem Haus gibt es so einen Vorgarten mit deutschem Rasen, auf dem unsichtbar ein Schild „betreten verboten“ angebracht ist. Annähernd vergleichbar mit diesem unsichtbaren Verbotsschild finde ich das deutsche Urheberrechtsgesetz in Sachen Text- und Bildverwendung. Auch wenn kein Copyrightvermerk an einem Text oder Bild angebracht ist, so ist das Werk dennoch als geistiges Eigentum des Autors oder Fotografen urheberrechtlich geschützt. Wenn man über so einen deutschen Rasen läuft kann einem schlimmstenfalls passieren, dass der Rasenmäher das Fenster öffnet und ruft: „Runter vom Rasen!“. Text- oder Bilderklau wird schon etwas anders geahndet, viele spezialisierte Anwälte gibt es, um sich diesem Thema anzunehmen. Aber davon genug. Vertrauen ist auch gut, oder? Ich gebe zu, dass ich ein bisschen stolz war, als der erste große Bilderklau eines meiner Galeriebilder in der wohl bekanntesten Fotocommunity aufgedeckt wurde. Das ich mich daran überhaupt noch erinnere, denn es ist schon ewig her. Da hatte doch glatt ein Fotograf aus irgendwo – ich glaube es war Italien – eine Fotoausstellung mit unzähligen Fotos abgehalten, deren Urheber er nicht war! So was könnte ich gar nicht, mich mit fremden Federn schmücken. Ich schau, dass meine eigenen Federn glänzen, und dass ich voll und ganz zu dem stehen kann, was ich texte, was ich fotografiere … So geht es wohl den meisten Menschen. Manchmal „braucht“ Erkenntnis vielleicht den ein oder anderen diebischen Vorfall. Wenn man das so sehen möchte.
Also das mit dem Buch wird wohl jetzt nichts mehr, zumindest nicht in Kleinschrift. Etwas ganz anderes ist hereingekommen in mein Leben. Meine Stimme hat sich wieder gemeldet und seit Mitte Dezember arbeite ich mit meinem Partner an unserer ersten Musik-CD.
ich war wieder einmal gefühlt an mindestens zwei orten gleichzeitig. einerseits befand ich mich gerade mit meinem freund im tonstudio zum einsingen, andererseits transportierte ich in der zonser altstadt gerade mein altes käfer-cabrio aus dem keller.
ich weiß noch nicht mal, warum ich es aus der versenkung holte … außerdem war es für ein auto erstaunlich leicht und gut zu tragen. wir waren mindestens zu dritt, ein kinderspiel also, das auto die kellertreppe hochzutragen. oben angekommen stellten wir das fahrzeug im schnee ab. es sah optisch frisch poliert und makellos aus, war aber nicht fahrtüchtig. wir wollten es eh zusammen tragen, ich wußte nur nicht wohin und warum.
ich fasste an der stoßstange an, und hielt sie fast in den händen, also keine gute stelle zum tragen. ich sagte meinen begleitern, sie sollten schon mal vorgehen, ich würde das schon machen. so schob ich den käfer durch den schnee, indem ich durch das fahrerfenster griff, am lenkrad festhielt und schob. ich achtete darauf, dass die sperre nicht einrastete und kam wirklich gut vorwärts.
am schweinebrunnen stellte ich das auto kurz ab, entfernte mich, kam zurück und sah eine dunkle gestalt mit einem autoteil davonlaufen. ich konnte nicht erkennen ob es die motorhaube oder ein kotflügel war, wußte nicht was ich dem mann hinterherrufen sollte, und rannte los um ihn zu verfolgen.
irgendwo oben hatte er einen wagen stehen, in dem sein kumpel auf ihn wartete. als ich den dieb erreicht hatte, zerrte ich gleich an dem makellosen blechteil und verlangte, dass er es mir zurückgeben solle. *das gehört mir.* sagte der mann. *wie können sie sowas behaupten?* fragte ich entrüstet. *steht doch kein name drauf.* sagte der mann. *spinnen sie?* fragte ich, und hielt fest an diesem teil. eine frau kam hinzu. *rufen sie die polizei, bitte, schnell.* bat ich sie. umgehend tippte sie eine nummer auf ihrem handy ein und kam meiner bitte nach.
*GOTT sei dank!* dachte ich, denn ich hatte das gefühl, mit worten mit diesem mann hier nicht klar zu kommen. *sie können doch nicht einfach ein teil von meinem auto entfernen und behaupten es gehöre ihnen!* sagte ich noch einmal entrüstet. er grinste nur unverschämt. einerseits kochte ich vor ohnmächtiger WUT, ich fühlte mich ganz allein mit dieser sache und fragte mich wie das weitergehen würde. ich befürchtete, der dieb würde einfach in sein auto steigen und mit meinem blechteil verschwinden. drum hielt ich es auch so fest wie ich nur konnte. andererseits war ich zuversichtlich und dachte, die sache wird sich schon regeln …
plötzlich schmiegte sich dieses weiße, makellose blechteil vor meine brust und legte sich meinem körper an wie ein schutzschild. ich hatte zuvor nicht gesehen, ob der dieb es aus der hand gegeben hatte, es geschah einfach so.
zufrieden blickte ich den dieb an. der allerdings schaute mürrisch drein, hatte sich wohl erhofft das blechteil zu geld zu machen. frechheit. er sah ein, dass er keine chance mehr hatte, an das teil heranzukommen und machte zum abschied einen auf „alte freunde“. *hey, wir campen in urdenbach, weißte, so ganz urig, natürlich und alternativ. ich bin spirituell, weißte?* *blödmann.* dachte ich. *was manche leute unter spirituell verstehen. tss.* ich hatte keine lust auf eine diskussion mit diesem gammeligen typen, sah aus als hätte er eine woche nicht geschlafen, lotterig, und eine alkoholfahne hatte er auch. im grunde war er sturzbetrunken. und sich derart ans steuer zu setzen fand ich alles andere als spirituell. ich fand überhaupt, das unspirituellste ist, zu sagen: ich bin spirituell. ein spirituell ausgerichteter mensch lebt seine spiritualität, strahlt sie aus, ohne jemandem das auf die nase binden zu müssen …
der wagen entfernte sich und ich ging zu meinem auto zurück. an einer mauer sah ich ein halteverbotsschild, wußte aber nicht die genaue bedeutung. es war sonntag, und eine gruppe von frauen stand am schweinebrunnen. ich wollte sie gerade fragen ob sie die bedeutung des schildes kennen, da wurde es von einem beamten des ordnungsamtes entfernt. es wurde wohl nur sonntags aufgestellt … um touristen davon abzuhalten, den schweinebrunnen zuzuparken. ich fand dieses vorgehen seltsam … und wachte dann auf.
zwei schulen habe ich in der nacht besucht, beide zum ersten mal. sämtliche schüler versammelten sich ganz oben im gebäude in der aula, das waren enorm viele stufen die ich zu bewältigen hatte, bis ich oben angekommen war.
einige meiner mitschüler kannte ich schon. ich weiß nicht mehr worum es ging, wir wurden verteilt, wahrscheinlich in klassenräume, und es setzten sich neue klassen zusammen. ich musste noch zu der anderen schule, und so raste ich ziemlich schnell die treppen herunter. auf dem schulhof traf ich einige bekannte und irgendwie hatte ich das gefühl, plötzlich ganz woanders zu sein. so, als hätte ich mich verlaufen. denn ich war irgendwo ganz hoch oben, fuhr mit einem aufzug hoch und konnte aus dem fenster sehend die bunte achterbahn aus dem fantasialand sehen. einen berg hatte ich genau vor der nase, und noch eine bahn die sich durch die berge schlängelte. ich sprach mit ein paar leuten, die ebenfalls mit mir in einer art gondel saßen, über die achterbahn und wie cool der ausblick hier wäre.
als ich oben ausgestiegen war, war ich ganz allein. es war ziemlich kalt und ich hatte meine jacke auf dem schulhof vergessen. ich schaute mich um und bemerkte, das ich hier nicht richtig war. das war nicht der richtige ort, die gesamte umgebung war mir völlig fremd. dennoch bleib ich eine weile oben, traf ein mädchen und unterhielt mich kurz mit ihm.
dann sah ich eine uhr mit einer roten markierung, das war die anzeige, wie lange zeit ich noch hatte meine jacke in der anderen schule abzuholen. dabei fiel mir auf, dass ich keinerlei unterrichtsmaterial dabei hatte. wenn ich die neue schule noch rechtzeitig finden würde, dann hätte ich in der ersten stunde „elektrik“. ich hatte noch nicht mal ein heft dabei und suchte nach einer möglichen ausrede, gleich am ersten tag „ohne alles“ zu erscheinen.
den berg hinunter kam ich, indem ich mutig auf einen großen runden tank mit salzsäure stieg und mich einfach herunterrutschen ließ. ich hatte zusätzlich noch einiges an strecke im freien fall hinter mich zu bringen. aber kein grund zur besorgnis, ich kam heil ganz unten auf der straße wieder an.
eine schülerin hatte mir meine jacke in einer tüte aufbewahrt. die nahm ich freudig an mich, so brauchte ich nicht unnötig lange zu suchen. und anschließend versuchte ich dann, die andere schule zu finden, es drängte langsam und zwei mal nahm ich den falschen weg.
dann traf ich einen mann der gerade von der arbeit kam. er zeigte mir aus dem fenster heraus zwei wege, wie ich zur schule kommen würde. doch beide war ich schon gegangen und es waren nicht die richtigen.
zum glück war er so freundlich mich mit dem auto zur schule zu fahren, die zeit drängte und ich wollte nicht gleich zur ersten stunde zu spät kommen, abgesehen davon, dass mir jegliches material fehlte.
als wir halt machten, hatten wir noch einen kurzen fußweg. der mann schien mich bis zu meinem ziel begleiten zu wollen. uns kamen eine menge schüler entgegen, sie gingen mitten auf den schienen, die sich gesäumt von bäumen befanden.
wir mussten durch einen tunnel aus bäumen, eine menge schüler standen davor und kamen nicht durch. es gab wohl gerade einen großen andrang. ich überlegte wie ich trotz diesen umständen noch rechtzeitig ankommen würde, wurde ein bisschen unruhig und plötzlich fiel meine brille auf die straße. es gab ein dumpfes geräusch und die brille zersprang in viele teile. unbrauchbar. *schau dir das an!* sagte ich zu meinem begleiter. *meine „180-euro-brille“!* mein begleiter machte sowas wie: *nänänänänäääänä.* ja, ein bisschen hämisch reagierte er und ich erklärte ihm, dass ich mich an das autofahren mit brille gewöhnt hätte und ich das gar nicht zum lachen finden würde.
ich fand mich aber schnell damit ab, was wollte ich auch tun, sammelte ein brauchbares stück brillenglas auf und steckte es in meine tasche.
Der Wind klingt heute anders, klirrend kalt weht sein Ton durch den Wald. Ich sehe wie er mit den Bäumen spielt, kühl durch ihre Wipfel braust. Der Schnee auf den Ästen fällt herab und es schaut aus, als würde es erneut schneien. Wie Hans-Guck-in-die Luft beobachte ich das Schauspiel und gehe weiter, ziehe dabei den Reißverschluss meiner warmen Jacke bis oben hin zu und ziehe meine Kapuze auf. Der Schnee knirscht unter meinen Schuhen, ein ungewohntes Geräusch noch, denn der Winter ist gerade erst hereingekommen.
*
ich befinde mich im haus meiner eltern, genauer in der wohnung meiner oma. sie ist auch da. wir lehnen uns aus dem fenster und sehen auf dem balkon gegenüber die gesichter von zwei nonnen … oma schaut mich an und fragt: *was war denn das?* ich sag: *weiß nicht so genau, komm wir schauen noch mal.* wir lehnen uns noch mal hinaus, schauen zum balkon hin, sehen aber nichts mehr außer einer juccapalme und einer anderen zimmerpflanze.
plötzlich halte ich eine handtasche in den händen, gold-orangefarben, in weichem leder-textil materialmix. sie gehört meiner nachbarin, da bin ich ganz sicher! ich öffne die tasche, sehe gleich auf anhieb einige geldscheine lose in der tasche liegen und blättere in den scheinchen. es sind vier 50-euro scheine, zwei 20er, ein 10er und zwei 5er. *holla.* denke ich, soviel hatte ich lange nicht im portemonnaie. ein kleines zettelchen liegt noch lose in der tasche, und ein grüner FÜLLEr steckt in einem fach. ich frage mich, wie die tasche zu mir kommen konnte … ich habe sie nicht von irgendwo mitgenommen, und auch war meine nachbarin nicht da so dass sie sie bei mir hätte vergessen können. seltsam. ich streichle über das weiche material und frage mich was ich tun soll … spiele mit dem gedanken, die tasche nebst inhalt einfach zu behalten … male mir aus was das energetisch bewirkt, und beschliesse dann, sie genau so wieder zurückgehen zu lassen wie sie gekommen ist. das muss ich aber denn erst mal herausfinden.
es klingelt an der haustür, ich öffne … und meine nachbarin steht an der tür. *sagen sie, ist meine handtasche bei ihnen?* fragt sie mich. *ich bin lehrerin und schreibe gerade an einer wichtigen arbeit. mein FÜLLEr ist in der tasche, ich brauche ihn für diese arbeit.*
mein GOTT, so ein großes aquarium habe ich noch nie gesehen in einer wohnung. noch dazu ist es meine wohnung. und alle meine lieblingsfische sind da, von jeder art zierfisch die ich früher einmal gepflegt hatte, gibt es mindestens ein pärchen. das aquarium stellt quasi die wände meines wohnraumes dar. ich gehe im raum umher und bin umgeben von wasser, pflanzen, fischen, wasserschnecken und sonstigem kleinen aquariumgetier, getrennt durch blitzsauberes glas. was für ein schönes gefühl, und was für ein schöner anblick! das wasser so wunderklar, die pflanzen saftig grün, die scheiben blitzblank … ich bin zufrieden mit mir.
jesses … was für ein wunderprächtiger black molly, er dürfte jetzt ungefähr 20 jahre alt sein, was für ein großes mäulchen, er ist jetzt insgesamt so groß wie ein herrenschuh in größe 43. und das einzige tier welches ohne partner im aquarium herumschwimmt. es gibt ein barschpärchen mit rosanen flossen, wie federn so weich wirken sie, während sie sich im wasser bewegen. leider weiß ich den namen nicht mehr, doch erkenne ich auch ein königscichlidenpärchen, wunderhübsch und ausgesprochen groß. ich sehe auch einige guppys umherschwimmen, ihre flossen kommen in dieser größe besonders bunt und gut zur geltung.
ich schaue nach den pumpen und den reinigungsgerätschaften und stelle fest, dass die vorrichtung zu kippen droht. es stehen drei große behälter übereinander, sie enthalten filter und pumpe etc., der oberste behälter scheint besonders schwer zu sein, er drückt in schräglage auf die beiden anderen behälter. später schaue ich noch einmal nach und sehe, dass es nur noch eine frage von ganz kurzer zeit ist – und die sache kippt! oh je, ich stelle mir kurz vor, wie das gesamte aquarium auseinander bricht und alle fische japsend auf dem trockenen liegen …
ich rufe meine tochter, denn ich allein kann diesen großen, schweren behälter nicht bewegen, geraderücken.
ich bin mit vielen kindern unterwegs und begebe mich mit ihnen in das wartezimmer einer arztpraxis. die kinder haben offene verletzungen, jedes einzelne. während wir warten – insgesamt 2 1/2 stunden – kann ich mir eine verletzung nach der anderen anschauen.
ein junge fällt mir besonders auf, ich betrachte seinen arm und kann auf den ersten blick nichts nennenswertes erkennen. dann dreht er seinen arm etwas herum und ich sehe am oberarm ein klaffendes loch in seiner haut. die haut hat sich abgelöst und schlabbert herum, das loch ist so groß dass man die hand hineinstecken könnte. ich denke dass das sehr weh tun könnte, besonders wenn der arzt gleich mit einem wattestäbchen und tinkturen über die offene stelle fährt …
langsam befürchte ich, es wäre besser gewesen ich hätte die kinder angemeldet. komme ich einfach mit einer schar verletzter kinder daher und setze mich ins wartezimmer …
so gehe ich also zur anmeldung und kläre das. ausgesprochen freundliches personal, sie sitzen gerade fröhlich in der runde und trinken kaffee.
ich fahre über einen glatte fahrbahn, der straßenbelag scheint ganz neu zu sein, irgendwo gibt es noch zwei schlagkanten, da passe ich gut auf. unterwegs bin ich zu einer freundin die sich mit ihrem ehemann zerstritten hat. nach außen hin merkt das niemand. komisch … es ist als hätte ich unterstützung durch mich selbst, ich spüre deutlich wie ich mehrfach „aus mir heraus trete“ und all diese aspekte von mir stehen mir hilfreich zur seite … ich rate mir selbst … wirklich komisch. es passiert viel, vor allem mit meiner unterstützung … nur erinnere ich mich nicht an einzelheiten.
irgendwann komme ich an bei meiner freundin und ihrem ehemann. ich spüre gleich deutlich die spannung zwischen ihnen, es ist nichts im lot. wir möchten irgendwo hinfahren, ohne ihn, und ich bin gespannt ob das machbar sein wird. sie geht sich schnell was passendes anziehen, und er … holt mit einem gegenstand aus und schlägt mir direkt auf die stirn.
es blutet nicht, doch habe ich das gefühl als hätte er mir etwas „material“ mit seinem schlag herausgehauen. in der mitte meiner stirn ist durch den schlag eine kuhle, furche, entstanden … ich trau mich gar nicht dort hin zu fassen … fühle aber, dass es da eine kreisrunde stelle gibt, zwischen den augenbrauen beginnend bis ganz hoch zum haaransatz. seltsam …
plötzlich finde ich mich auf einer straße wieder … ich gehe an einem schaufenster entlang und der wind weht mir gerade das ponyhaar aus dem gesicht. ich blicke ins schaufenster und bin ganz erstaunt, als ich in der mitte des kreises auf der stirn ein herz sehe, ein kleines, exaktes herz aus geronnenem blut. mich wundert, dass mir nichts wehtut, so ein schlag auf die stirn ist bestimmt nicht ohne … eigentlich.
plötzlich stehe ich auf der weide und sehe dabei zu wie meine tochter reitet. eine ungewöhnlich weiche decke liegt als unterlage unter dem sattel, und auch der rote sattel sieht so weich aus. sie ist lange nicht geritten, hat aber einen perfekten sitz und ich sehe ihr an wie sie sich freut, nach so langer zeit endlich mal wieder zu reiten. das pferd kenne ich. es ist eine fuchs-stute, sie sieht gepflegt aus und macht einen zufriedenen eindruck, irgendwie wirken die beiden wie ein eingespieltes team … obwohl … so lange ist es her.
wie ich da plötzlich als zuschauerin hingekommen bin, ich weiß es wirklich nicht, denn hätte ich es gewusst ich hätte doch meine kamera dabei gehabt! so stehe ich da und nehme alles mit meinen augen auf, sehe wie meine tochter ihre runden dreht. als sie einmal bei mir anhält sage ich ihr, wie sehr ich bedaure dass ich keine kamera dabei habe. *das darf eh niemand wissen dass ich hier reite.* flüstert sie als könnte es jemand hören. ich kann nicht fragen warum, denn sie reitet schon weiter und es ist auch nicht wichtig, ich sehe wie die beiden ihren spaß haben …
plötzlich sitze ich draußen an einem alten gammeligen holztisch, sandiger boden, am tisch noch ein paar andere leute, einige davon kenne ich, wahrscheinlich bin ich sogar mit ihnen verabredet. der holztisch gehört zu der alten kneipe im western-stil, vor der wir platz genommen haben. die tore sind gerade weit geöffnet und ich sehe die lange holztheke, dahinter eine spiegelwand vor der unten eine reihe flaschen und gläser stehen. große kneipe, doch kein mensch drin.
mir ist irgendwie unwohl, ich habe nur 4 euro in der tasche, meine tochter sitzt neben mir, und wir beide haben durst. ich überlege ob ich bier oder etwas anderes trinken möchte und kann mich nicht entscheiden. immerhin habe ich noch einen weiten weg vor mir und zu meiner schande auch noch meine brille vergessen. ohne diese seh ich im dunklen nix.
ich lausche der unterhaltung am tisch, höre nichts nennenswertes und wundere mich auch nicht darüber.
mein blick fällt auf ein ebenerdiges dach auf dem noch schnee liegt. der schnee sieht so schön und frisch aus das es fast künstlich wirkt. ich kann nicht anders, stehe auf, gehe hin und greife zu. ich nehme mir so viel schnee wie ich mit einer hand fassen kann und gehe zurück zum tisch. seltsam, es ist definitiv schnee, doch fühlt er sich etwas anders an als ich es gewohnt bin. so weich, so zuckerwattig … irgendwie zauberhaft.
ich setze mich wieder an den tisch und betrachte den schnee länger … das tun auch die übrigen menschen, die am tisch sitzen.
außer meiner tochter wundern sich alle, dass ich mir eine hand voll schnee geholt habe …
ich halte die hand hoch und puste in den schnee. sofort lösen sich unzählige schneeflocken, unendlich viele, es ist fast als finge es an zu schneien … doch der klumpen in meiner hand wird nicht kleiner.
dann stehe ich auf, erhebe meine hand und drücke auf den schneeklumpen. sofort löst sich eine weiße dichte nebelkugel aus dem schnee und formt in der luft einen großen stern und viele kleine symbole. uns bleiben augen und münder offen stehen, so schön sieht das aus, so zauberhaft ist es.
und natürlich wiederhole ich das. erhebe die hand, drücke auf den klumpen: und wieder … ein großer stern und viele symbole an die ich mich nicht erinnere … wir können uns kaum satt sehen.
ein mann fällt mir auf, er sitzt ein paar tische weiter und seit ich mit dem schnee spiele hat sich sein äußeres verändert. einen bart hatte er schon zuvor, auch krauses haar auf dem kopfe, doch nun ist sein bart und sein haar schlohweiß geworden und er wirft einen weisen, gutmütigen blick in meine richtung.
zwei kellner kommen, stellen etwas auf dem tisch ab und ich höre wie flüssigkeit eingeschüttet wird, höre auch, wie sich schaum bildet … das klingt nach bier denke ich, endlich bekommen wir was zum trinken. ich bin noch mal aufgestanden um mich umzusehen … doch nun lockt mich das geräusch und ich gehe wieder zurück zum tisch.
als ich ankomme sehe ich, was die geräusche verursacht hat. spülwasser. die kellner wollen zusammen draußen ein paar gläser spülen. mit dem schaum liege ich gar nicht so verkehrt … nur das es spülmittel ist konnte ich nicht ahnen. *und ich dachte ich höre prickelndes, schäumendes bier.* sage ich. *möchten sie etwas trinken?* fragt einer der kellner. *na endlich fragt mal einer.* denke ich und betrachte den kellner. ich kenne ihn, er hat langes braunes haar, doch sehe ich bei ihm keine spur des wieder-erkennens. *ja bitte.* sage ich.
beide kellner nehmen ihren spülkram und gehen wieder in das gebäude zurück. sie schliessen das tor. wir warten lange, doch niemand kommt um uns etwas zu bringen. so gehe ich nun selber los um etwas zum trinken zu besorgen. neben dem tor befindet sich eine glastür mit einer durchreiche. dort kann man bier, limo, cola, im glas kaufen und sich durchreichen lassen. vor mir wird gerade eine junge frau bedient. *das ist mir irgendwie zu doof.* denke ich und gehe ein paar schritte, finde mich mitten in einer stadt wieder und trage ein langes, glänzendes kleid. ich suche und suche … ohne brille gar nicht so leicht. da sehe ich einen gang der nach oben führt, blicke hoch und sehe das vorderteil eines grauen fahrzeugs gleich am ende des aufgangs, es hängt ein bisschen über. komisch.
ich schaue in einen anderen gang, der ebenfalls nach oben führt und höre züge ankommen und abfahren. *so nah am bahnhof.* denke ich … dann spricht mich eine frau an. *kennst du Marlon?* fragt sie? doch dann schaut sie mich an und meint, mich verwechselt zu haben. sie will sich schon wegdrehen und gehen und ich sage: *klar kenne ich Marlon.* sie dreht sich um und sagt meinen vornamen. *ja genau, hast du mich nicht erkannt?* frage ich. *im ersten moment nicht.* sagt sie und schaut an mir herunter. ich schaue auch zu boden und sehe, dass ich mir beinahe auf die goldenen schnüre trete. ohje … meine schwarzen overknees sind heruntergerutscht. ich bücke mich damenhaft, greife nach unten und ziehe die goldene schnur aus dem strumpf. dann raffe ich den strumpf und ziehe ihn wieder bis über die knie. und flutsch, schon hängt er wieder unten. eigentlich klar, denn ich trage wohl einen schnürstrumpf und die schnürung gibt dem strumpf den halt. so fädele ich die goldene schnur wieder ein, wir frauen grinsen uns an und während ich einfädele sage ich zu der frau: *am besten gibst du Marlon mal bei google ein. ich weiß weder ihren nachnamen noch habe ich ihre telefonnummer.* und ziehe den strumpf wieder hoch. jetzt sitzt er wieder. auch den anderen ziehe ich noch einmal fest. alles ist perfekt. nur weiß ich nicht wohin …
geschwebt, geschlängelt, gewunden, gesprungen … so komme ich *oben* an. zuvor war ich im keller, dort lernte ich johnny kennen, auf dessen tochter ich eine weile aufpassen sollte. eine freundin meiner mutter war gerade mit ihr unterwegs, so durfte ich erst mal mit johnny vorlieb nehmen …
keller … ein seltsamer ort für ein erstes treffen eigentlich … *hat sie denn heute schon ihre milchflasche bekommen?* frage ich. *aber klar!* sagt er. na, prima, dann ist sie ja zumindest satt unterwegs.
und nun betrachte ich johnny etwas genauer, seine mutter steht neben ihm und ich sehe die große ähnlichkeit. er schüttelt jeweils den kopf zu einem „nein“ wenn er anfängt zu sprechen … es sieht jedesmal aus als wollte er etwas negatives, verneinendes von sich geben, doch er spricht über ganz normale dinge, über die man eigentlich nicht den kopf zu schütteln bräuchte … seine gesichtsgestik werde ich schon noch lernen, denke ich.
er hat genauso hellblaue augen wie seine mutter. jetzt mault er gerade ein bisschen über den zustand des kellers. *das würden wir auch hinbekommen, nicht?* wendet er sich an seine mutter und meint damit, dass es etwas unordentlich sei. *schaut euch mal den großen garten oben an.* sage ich, *was meint ihr was das alles für ne arbeit ist. für die menge arbeit sieht das hier ganz ordentlich aus. meine mutter macht das alles allein, mein vater ist vor einiger zeit gestorben.* warum helfe ich *ihr* eigentlich nicht? denke ich … und dann schwebe ich, schlängel’ mich, winde mich … die kellertreppe hinauf und springe durch das gitter mit den füßen zuerst.
ich sehe einige grünfinken über einem weizenfeld fliegen, einer taucht fröhlich und gelb wie ein kanarienvogel ein in den weich wirkenden weizen, dessen oberfläche sich leicht im wind wiegt …
dann bin ich im garten. die bestuhlung ist ungewohnt und alles ist noch ein wenig nass. es hatte wohl in der nacht geregnet. ungewöhnlich, dass meine mutter die steinplatten abdeckt, jedenfalls tapse ich jetzt über eine fast glitschige, grüne plastikfolie. und dann betrachte ich die stühle näher … eigentlich hätten es braune plastikstühle sein müssen, so habe ich sie in erinnerung, doch es sind gemütliche ledersessel … eher schon relax-liegen … aus holz und braunem leder, das leder im rückenteil symmetrisch geknöpft. wie einladend, ich hätte mich sogleich in so einen sessel fallen lassen können, doch sind auch sie in einem etwas mitgenommenen zustand durch den regen.
apropos „mitgenommen“ … ich frage mich woher die sessel kommen, ich kenne sie nicht. *fast schon zu gemütlich oder pompös als gartenstühle, oder?* denke ich.
ansonsten hat sich im garten nichts verändert, die wiese saftig grün, ein paar schüppchen und eimerchen in der nähe des sandkastens, ein sieb … ein paar bäume … ein weg …