G.lächelt

21. August 2008 at 15:07 | In Erkenntnis, FRIEDEN, FÜLLE, GLÜCK, Gedanken, Gegenwart, HERZ, LIEBE, Leben, Mann, Menschen, SEELE, Sehnsucht, Spiritualität, Symbolik, TRANSFORMATION, verTRAUEN | 2 Comments
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herzlächeln

 

“na prima”, dachte sie, und kickte all ihre pläne für den heutigen tag. tor.

zwei kleine worte hatten sie aus der freude gebracht. sie legte ihre lieblingsmeditationsmusik ein, nahm auf der couch platz und lehnte sich an eines der zahlreich vorhandenen herzchenkissen. nun ließ sie all das kommen, was kommen wollte.

ungewöhnlich war, dass etwas in ihr mit einem menschen kommunizierte, mit dem sie noch nicht ein einziges wort gesprochen hatte. eigentlich mochte sie diese art zwiesprache nicht, währenddessen sie jemandem kleine worte in den mund legte, und der das dann gar nicht wirklich sagte, und der in dem moment noch nicht einmal wußte, dass sie das tat.

sie ließ sich noch tiefer in sich hineinsinken und seicht zogen die gedanken weiter. eine versammlung im goldenen licht des *Einen Herzen* kam ihr in den sinn und gleich danach die worte *einsames herz*.

einsames herz, das ließ augenblicklich ein engegefühl in der halsgegend aufkommen, und aus dem tränenkanal des linken auges löste sich einer von diesen salzigen tropfen. “wie schön, wenn man zeit hat dem fluß seiner tränen zu folgen”, dachte sie, während der tropfen sich ganz langsam einen weg über ihr gesicht suchte. all ihre aufmerksamkeit lenkte sie nun auf dieses eine tränchen, was wirklich ein sehr zögerliches war. als es sich ungefähr auf nasenspitzenhöhe befand, spürte sie wie ihr gesicht verschwamm. ein gefühl ungefähr wie die spuren, die ein stein hinterläßt, der einer stillen wasseroberfläche die spannung nimmt.

etwas kitzelte an ihren händen. sie blinzelte und sah eine stubenfliege flink über ihre finger wuseln, turnend  von einer hand zur anderen. lief die fliege über den handrücken, so spürte sie ein kitzeln. der weg über den zeigefinger verursachte noch nicht einmal den hauch von einem gefühl. sie schloss wieder die augen und überließ die fliege ihrem tun.

die musik rieselte gerade wie sternenstaub auf sie ein und wie mit einem zauberstab fühlte sie sich wunderbar berührt von dem klang jedes einzelnen tones. aus den nunmehr tief entspannten gesichtszügen erwuchs ganz sacht dieses wohlbekannte lächeln, auf das sie keinen einfluß hatte, so, als ob sie es von irgendwo her geschenkt bekam.

da fühlte sie sich mit einem mal eingehüllt in das goldene licht des *Einen Herzen*, und sie wußte nun für alle zeiten, dass dies die quelle war, aus der das glückselige lächeln entsprang.

die eine träne hatte sie längst vergessen.

© gerti g.

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2 Kommentare »

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  1. Einfach unbeschreiblich schön geschrieben.

    Herzlichst liebevoll

    FrauLehmann

  2. ja finden sie, frau lehmann? na, wenn das nicht ein grund zur freude ist!
    g.dankt :-)


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