schäu.M.e

21. Februar 2009 at 18:38 | In Dankbarkeit, Erkenntnis, FRIEDEN, Gedanken, HERZ, Heilung, KRYON, Kind, LIEBE, Leben, Mann, Menschen, SEELE, Symbolik, TIERE, TRANSFORMATION, TRAUM, verTRAUEN | Leave a Comment
Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

*

ich bin ein kind, gerade mal acht jahre alt, ich stehe am waldrand und mein blümchenkleid flattert im wind. eine baumwurzel löst sich langsam und leise knarrend aus dem waldboden heraus, über und über mit grünem weichmoos bewachsen. die wurzel bewegt sich in meine richtung, kriecht an mir hoch, windet sich um mich wie eine spirale. ganz sanft zieht sie mich hin zum baum, der sich als so nachgiebig und biegsam wie gummi erweist während ich mich an ihn schmiegen darf, oder muß, die wurzel führt mich ja. was für eine schöne begrüßung, hallo baum! der baum schüttelt sich vor freude, dann stellt das wurzelchen mich wieder auf den boden zurück.
schon von weitem sehe ich GRIZZLY über den baumwipfeln auf mich zufliegen. der boden bebt ein wenig, als er neben mir aufsetzt. er brummt etwas zur begrüßung. ich schaue in seine gutmütigen braunen augen und im nächsten moment kralle ich mich an seinem fell fest. er hält mich mit seinen pranken und hebt ab. ich hab mich noch nie gefragt wie er das macht. er kann wirklich alles und ist überall dabei wenn ich ihn rufe. er kann schwimmen, klettern, treppen steigen rauf und runter. und fliegen wie gerade jetzt.
ich fühle mich so wohl, so geborgen und kuschele mich an sein bärenfell. auch wenn er mich nur mit einer einzigen pranke hält, ich weiß er läßt mich niemals fallen. er hält mich, ich kann mich auf ihn verlassen wie auf einen guten alten freund. ein wenig selbst-mitleid überkommt mich, ein paar tränchen steigen in mir auf, nicht in dem fröhlichen kind sondern in mir frau, die da nackt eingehüllt in ihrer frischgewaschenen kuscheldecke liegt und gerade unverhofft einen flug mit ihrem krafttier unternimmt. muß ich erst träumen, um mich so wohl und geborgen und beschützt zu fühlen … fragt mein herz … und wir fliegen weiter. über wiesen und wälder, hügel und felder. noch bevor wir irgendwo landen wache ich auf.

*

ich befinde mich mit einem mann in einem haus. ich kenne ihn, er ist der mann von einer kollegin. sie haben ein kleines baby.
der mann greift sich in den schritt und zeigt mir seine blutige hand. er schmiert sich das blut ab und es spritzt auf den boden. dann holt er ein langes fransiges tau aus seinem hosenstall. es ist völlig unblutig. wir fragen uns, wo das blut herkommen könnte.
ich gehe hinter das haus, dort gibt es eine sanddüne und nicht weit davon sehe ich das meer. ich lasse mich mit den knien in den weichen sand fallen und streiche mit meinen händen darin herum. dann gehe ich weiter zum strand. links von mir sehe ich eine kleine öffnung im sand, wie ein mauseloch aber was da rausschaut sieht aus wie der kopf einer schlange. ich bin wohl etwas zu neugierig nah herangegangen, jedenfalls fährt die schlange, sie ist hellgrün, langsam aus ihrem loch heraus während ich mich in vorsichtiger geschwindigkeit von ihr entferne. sie entpuppt sich als große echse und noch bevor sie sich in den bau zurückzieht trägt sie den panzer einer schildkröte und sieht auch ganz so aus. nun sieht man wieder nichts mehr als ihren schmalen kopf. irgendetwas behütet sie da, denke ich und beschliesse, diese stelle einmal mit einem mann der weniger ängstlich ist als ich, aufzusuchen.
dann laufe ich zum haus zurück. es ist sonnig, der sand warm und weich. aus dem haus fliegt ein großer holzgegenstand. der mann der darin wohnt hat ihn herausgeworfen. sieht aus wie eine schubkarre aber groß wie ein himmelbett, aus holzlatten kunstvoll und sauber zurechtgeschreinert. eigentlich ne schande sowas aus dem fenster zu werfen. darin könnte doch euer baby schlafen, sagte ich zu dem mann. ja das weiß ich, sagte er.
ich schaue aus dem fenster, ein paar kinder kommen wie fluchtartig vom strand hergelaufen. es beginnt stark zu regnen.

*

Noch keine Kommentare »

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

XHTML: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool by Borja Fernandez.
Entries and comments feeds.