WunderZeit
wunderzeit
es gab eine zeit, da lebten die bewohner von Mutter Erde in unfrieden miteinander. all das un-natürliche um sie herum, verschleierte die kraft und macht ihrer ursprünglichkeit. ob ihr es nun glaubt oder nicht, die erde war darüber oft sehr traurig, war sie es doch, die die menschen durch ihr leben trug und nährte. oft weinte sie über all das, und so kam es vielerorts zu überschwemmungen. auch erging nicht selten ein beben durch sie, und manchmal explodierte sie sogar.
viele menschen konnten “die welt nicht mehr verstehen”, und es kam der tag, an dem immer mehr von ihnen plötzlich verschwanden, ohne auch nur eine spur zu hinterlassen.
die liste der verschwundenen erdbewohner wurde lang und länger. man munkelte, sie seien in eine von den friedlichen welten gegangen, die unterwasserwelt, um nur ein beispiel zu nennen.
*LIEBE* stand auf dem großen tor zu dieser hellblauen welt geschrieben, nur für die augen derer sichtbar, die die liebe in sich trugen.
niemand anderem wurde der zutritt gewährt, es war sogar so, dass wesen, die nicht in liebe waren, die tore noch nicht einmal sehen konnten.
und so verhielt es sich auch in allen anderen dimensionen, universen und welten, *LIEBE* stand groß auf ihren eingangstoren. und somit war es kein wunder, dass es die menschen dorthin zog.
nun gab es aber auch erdbewohner, die verweilten auf der erde in der absicht, aktiv daran mitzuwirken, das frieden und liebe sich wieder ausdehnen mochten. sie fanden zurück zu der liebe in sich, in ihrem umfeld und in allem-was-war und wirkten in mitgefühl und liebe auch für die menschen, die nicht in frieden lebten. lichtarbeiter nannte man sie. manche waren es, ohne sich so zu nennen. und manche wußten nicht einmal, dass sie es waren. denn es entsprach ihrem natürlichen, ursprünglichen SEIN, güte, mitgefühl und liebe zu leben und licht überall dort hinzutragen, wo sie sich aufhielten, ohne die geringste anstrengung. auch ihrem heimatplaneten erde, den sie liebevoll *Lady Gaia* nannten, trugen sie achtung und wertschätzung entgegen. und so bewirkten sie mit ihrer vereinten energie, dass die zustände auf dem planeten erde sich in eine natürliche richtung entwickelten.
*Lady Gaia* mußte einer von diesen ganz besonderen planeten gewesen sein. auch stellte das dimensionstor zur erde eine ausnahme dar. was darauf geschrieben stand, war lange zeit nicht zu entziffern.
zwietracht? aufruhr? niemand konnte es so genau lesen.
es hieß, dass die bewohner aller anderen universen und planeten nicht eher die erde besuchen konnten, als bis auf ihren toren die *LIEBE* stand.
so verhielt es sich unter anderem auch mit all den wasserwesen, die sich für ein leben in der unterwasserwelt entschieden hatten. lange zeit gab es kein zurück.
und daher habe ich mich über dieses nun folgende erlebnis besonders gefreut:
vor ein paar tagen begab ich mich an einen see, um dort ein weilchen auszuruhen. ich schaute den libellen bei ihrem gemeinsamen tanz über der wasseroberfläche zu. leuchtend blau zeigten sich ihre filigranen körper, und wunderbar glitzerten ihre durchsichtigen flügel, wenn ein sonnenstrahl darauf schien.
familie schwan mit fünf stattlichen jungtieren glitt ruhig über den see und kam auf die stelle zu, an der ich mich am ufer niedergelassen hatte. sicherlich wollten sie von mir gefüttert werden, doch fressen schwäne bekanntlich wasserpflanzen, und die trug ich nun wahrlich nicht bei mir.
plötzlich kehrte eine gewisse unruhe in die schwanfamilie ein. ich nahm meine kamera aus der tasche in der hoffnung, vielleicht einmal einen fliegenden schwan fotografieren zu können. dabei schaute ich mich um, sah aber nichts in meiner umgebung, was die tiere so hätte in aufruhr bringen können. sie entfernten sich jedenfalls recht schnell. einer von ihnen mußte wohl untergetaucht sein. so etwas hatte ich nun auch noch nicht gesehen, wenn also so ein großer schwan untertaucht, dann sieht das schon beeindruckend aus, das könnt ihr mir glauben, so rein leuchtet das weiß unter wasser.
und so nahm ich meine kamera und fokussierte schon einmal die stelle, an der der schwan untergetaucht war. ich drückte dann ab, und seht selbst, was sich mir dann zeigte …
[wunderwasserfrau: rms]
… eine wasserfrau … und sie erstrahlte mit jedem milimeter mehr, den ihr körper aus dem wasser hervorkam. ich badete augenblicklich in ihrer energie, die mich umhüllte wie ein leichter mantel aus geborgenheit. sie war wie die *LIEBE* selbst.
ich bin immer noch sehr berührt von der begegnung mit diesem wunderwasserwesen, und all das was sie mir mit einem blick erzählte, habe ich eingangs zum besten gegeben.
auch ließ sie mich verstehen, wir erdbewohner mögen uns nicht wundern, wenn mehr und mehr wesen aus dem wasser und den anderen dimensionen unter uns menschen erscheinen würden, denn auf den toren zur erde sei *LIEBE* schon in zarten lettern zu erkennen.
und wir müssten uns auch nicht fürchten, denn, nur wesen die die liebe in sich trügen, sei es erlaubt und überhaupt erst möglich, durch diese tore zu schreiten. auch wenn ihr äußeres für uns erdgeborene noch so ungewöhnlich erscheinen möge.
dann hauchte sie leise: „die zeit der wunder hat begonnen.“ und jedes einzelne wort berührte mich wie die liebe einer mutter zu ihrem kind. meine augen füllten sich mit tränen, doch waren es tränen des glücks in freude auf die kommende zeit.
wie durch einen schleier sah ich nur noch, wie das lichte wesen sich von mir entfernte. es war mehr wie ein leichtes schweben, ich glaube, sie hat den boden nicht ein einziges mal berührt.
*
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