G.fühlt

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Lektionen in Demut

Februar 17, 2008 · Keine Kommentare

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in lehrbüchern wird das wort kapitel durch “lektionen” ersetzt. mit dem kollektiven “jemandem eine lektion erteilen” hat das nichts zu tun. nichts,

liebe mitliebenden, hallo., guten morgen *lächel*

es ist noch ganz dunkel draußen, ich war gerade kurz auf dem balkon, der frost hat mich gleich umarmt, bis zu den nackten füßen konnte ich die kälte spüren. angenehm klare luft, frisch, ich hab die welt tief inhaliert. und mir für heute etwas gewünscht, was mich zum weinen bringt. mir steht das wasser bis oben. das ist halt so, und ich möchte das nicht ausschwitzen, sondern rausheulen. *g

gestern hat alles, was ich mir “gegeben” hab und was ich bekam nur einen zusätzlichen druck im kopf erzeugt, nicht unangenehm, sondern mir bewußt machend, wieviel … ich weiß gar nicht wie ich das nennen soll … ich sag mal…da wartet ein ganzes meer auf das öffnen des (tränen)kanals. ich möchte das heute schaffen und freue mich schon. hat jemand vielleicht einen song mit heul-garantie? ich nehme gern tipps ( in form von youtube-links o. ä. entgegen) auch könnt ihr mir über gerti.g@web.de was schicken, ich würde mich freuen.

*

hier wieder was für euch, für auf die öhrchen - vielleicht mögt ihr den text beim hören lesen? ich habe Thomas D. noch nie beim ersten hören eines neuen songs verstehen können, vielleicht ist das so gewollt, dass man sich genauer mit dem text auseinandersetzt. bisher hat sich das jedenfalls sehr gelohnt. lest und hört selbst. wenn ihr möchtet.

Lektionen in Demut

Schalte deine Reflektoren ab, Falke
Reflektionen sind hier fehl am Platz - ich verwalte
deine Welt für eine Weile, gib dich mir ganz hin
bis ich tief in dir drin endlich allein mit dir bin

Du kannst dich deiner Lektion nicht entziehen
- Egal ob du dich mir stellst
Du kannst vor allem fliehen, nur nicht vor dir selbst
Du redest dich um Kopf und Kragen als ob’s um dein Leben ging
Und alles Glück dieser Welt an deinem Ego hing

Du wirst ein Held sein - dein Kartenhaus fällt ein
Denn deine Welt kann nur ein Spiegel deines Selbst sein
Du bist allein nur ein halber Mensch und so fehlbar
und die Stimmen in dir drin sind unzählbar
Doch vergiss nicht, vor dem Sturz steht der Hochmut
und nach dem Fall folgen Lektionen in Demut

 

 

Knie nieder, Nichts, und danke der Welt
dass sie dir ein zu Hause gibt und dich am Leben hält
und dann erhebe dich, Prinz, nutze deine Macht gut
Nimm die Lektionen des Lebens in Demut

Du hast die Wahl ob hier das Paradies
oder die Hölle ist
Denn du bist Schöpfer deiner Welt
obwohl du Teil von ihr bist
Du trägst Verantwortung für alles
was in deinem Leben geht
Und auch ein Stück vom Herzen eines jeden
der dir nahe steht
Und wenn du dich dennoch fühlst
wie jemand der alles verloren hat
Und Gott die Schuld gibst
nur weil er dich geboren hat
dann wird es Zeit, dass dich endlich
jemand am Kragen packt
dich schüttelt und dir sagt, dass er’s nur 1 Mal sagt

Du willst ein Held sein - dann tritt für die Welt ein
Und lass die Liebe wieder
Spiegel deines Selbst sein
Es ist deines Lebens Ziel, dass du es auch liebst

und du gewinnst dein Egospiel
wenn du es aufgibst
Du hast dir liebe geschworen
und hast dazu den Mut
dann wird du neu geboren
durch Lektionen in Demut

Knie nieder und danke der Welt
dass sie dir ein zu Hause gibt und dich am Leben hält
und dann erhebe dich, nutze deine Macht gut
Nimm die Lektionen des Lebens in Demut

Ich fühl mich schwach und müde -
als hätt ich Tage nicht geschlafen
als bliebe ich wach
und übte mich darin mich zu bestrafen
der, der einst so groß war
endet als Hofnarr
- Doch ich erhebe mich - strebe zum Licht
fühl mich wie ein neues Wesen
das zum ersten Mal spricht
ich bin bereit auf das zu hören
was mein Leben mir zu sagen hat
Erkenntnis zu erfahren die man am Ende
aller Fragen hat
Den Zustand zu bewahren um alles fließen zu lassen
um die Freiheit zu erkennen
und die Einheit zu erfassen

Alle Ängste überwindend hab ich mein Ziel erreicht
und spür die Kraft in meinem Innern
die dem Universum gleicht
was das Leben jedem Wesen mitgegeben hat
fließt durch jede meiner Venen wie Starkstrom

Und ich werde der Held meiner Welt sein
Im großen Kampf um eure Seelen
seid ihr nicht mehr allein
Es fallen endlich alle Regeln und Barrieren ab
und ich seh was ich noch zu
regeln und zu klären hab
Ich bete ein “Ich verzeih dir”
und ein “Es tut mir Leid”
zur Klärung der Vergangenheit

Thomas D.

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später mehr…

:- )

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Beerenauslese / Gebet an den Planet

Februar 16, 2008 · 2 Kommentare

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ich trinke gerade eine beerenauslese, mit prädikat *g, rheinhessen 2006. wat süß, liebe mitliebenden, einen wunderschönen guten abend wünsche ich.*smile*

das habe ich meiner mutter zu verdanken, weil ich die flasche zu weihnachten von ihr geschenkt bekam, und meiner tochter, weil sie gerade auf die idee kam, bei unserem abendlichen gemütlichen tun ( jeder für sich ) n gläschen wein zu geniessen. richtig süß, echt. der wein. sie auch.

was das beten angeht, ihr lieben, so möchte ich noch einmal ganz ausdrücklich betonen, GANZ AUSDRÜCKLICH BETONEN, dass meine persönlichen gebete nicht das geringste mit der “institution kirche” oder mit einer “religion” zu tun haben. das hat ausschließlich mit meinem persönlichen glauben zu tun. persönlich. ja, ich bete, und wißt ihr, wenn ich bete, dann für alle menschen, für uns alle, und manchmal nehme ich speziell jemanden mit in mein gebet, dem ich gerade besonders liebes will, weil ich meine, dass der/die das gerade gut gebrauchen kann. so ist es.

ihr möchtet das weitere jetzt nicht unbedingt lesen, ihr bekommt es eh auf die öhrchen. :- )
*

und das betet Thomas D.:

Gebet an den Planet

Es tut mit leid Tier denn sie mögen dich so sehr
Sie wollen alles von dir und am Liebsten noch mehr
Deine Haut ist ihre Kleidung
Dein Fleisch ist ihr Essen
Dein Geist ist vergessen

Bei dem Versuch das Recht auf Leben
In Gesetze zu verpacken
Haben sie bei dir Tier einige Sätze weggelassen
Deine Schreie zu erhören wurde leider verpasst
Weil du für Menschen
Keine verständliche Stimme hast
Erheb ich meine Stimme für dich
Es scheint noch immer vonnöten
Ihr erinnert euch (nicht) – du sollst nicht töten
Denn du kriegst was du gibst
Bist was du isst
Weißt was das heißt
Alles kommt zurück – alles kommt zurück

Hier ist mein Gebet an diesen Planeten
Der Versuch zu beschreiben was mir nahe geht
Solang sich diese Welt noch dreht werdet ihr meine Stimme hören
Und immer wieder Menschen treffen
Die aufs Leben schwören
Wir alle beten für diesen Planeten
Um jedem neuen Tag in Hoffnung zu begegnen
Und unser Licht durchbricht die Nacht
In dem Glauben daran
Dies ist die dunkelste Stunde
Vor dem Sonnenaufgang

Es tut mir leid Natur
Denn deine Erben erheben sich gegen dich
Und erledigen dich
Du warst vollkommen in Vielfalt
Und mit allem im Einklang
Bis der Mensch mit Gewalt in dich eindrang

All deine Schätze die am Anfang allen gut vertraut
Sie wichen Plätzen die auf Tränen und Blut gebaut
Ich seh die Wunden blinder Wut
Auf deiner Haut entstehen
Obwohl doch die die dich verletzen
Damit gegen sich gehen

Und dennoch liegt etwas heiliges in deiner Luft
An besonderen Plätzen ein besonderer Duft
Der mir sagt dass jeder Weg so wichtig ist
Wie jeder Fluss
Und jeder Baum, jeder Berg
Dort steht wo er muss

Sie handeln wider ihrer Sinnen
Als wären sie blind
Wenn ihre Ziele nicht im Einklang
Mit den deinen sind

Und selbst um dich Mensch tut es mir leid
Denn du quälst dich selbst die meiste Zeit
Im Krieg mit deinem Ego stehst du neben dir
Ewig die Frage verdrängend weswegen leben wir

Du findest keinen Frieden hier
Wirst zum seelenlosen Wanderer
Und dein Lebenskampf geht auf Kosten anderer
Verfolg in Liebe all die Ziele die du gut nennst
Doch gehe nie gegen dein eigenes Blut Mensch

Denn du irrst wenn du denkst
Hier steht jeder für sich
Was gegen uns geht geht gegen dich
An jedem Start ist ’ne Ziellinie
Und wir sind alle gleich weit
Und aus einer Familie
Um die Tests zu bestehn
Und um weiter zu gehn
Muss jeder sein Ego in Demut zurück nehmen

Hier ist mein Gebet an diesen Planeten
Der Versuch zu beschreiben was mir nahe geht
Solang sich diese Welt noch dreht werdet ihr meine Stimme hören
Und immer wieder Menschen treffen
Die aufs Leben schwören
Wir alle beten für diesen Planeten
Um jeden neuen Tag in Hoffnung zu begegnen
Und unser Licht durchbricht die Nacht
In dem Glauben daran
Dies ist die dunkelste Stunde
Vor dem Sonnenaufgang

*

hut ab, Thomas D.

*

habt einen gemütlichen abend, alle miteinander.

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Rotz und Wasser

Februar 3, 2008 · 2 Kommentare

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in demut sitze ich da, gesenkten hauptes, während in dem kaff hier der karneval das toben anfängt.

ach ja: hallo, tach, alaaf, liebe mitliebenden, mitleidenden,

die narren säumen jeck die straße, närrisch lärmt der prinzenwagen, der wie jedes jahr mit der gleichen amüsanten musik hier am haus vorbeinervt, sodaß ich kaum mehr den klängen meiner cd lauschen kann…aber nur für kurze zeit. dann ist er vorbeigezogen und gliedert sich hier irgendwo ein, am lindenplatz, da versammelt sich das volk der jecken um sich in reih und glied aufzustellen und anschließend die dorfbewohner zu belustigen und schlimmstenfalls mit harten, alten, unlutschbaren bonbons zu bewerfen. aus dem fenster vom haus gegenüber hängt wie jedes jahr die luftbalontraube der *dicken ulla* (name von mir geändert….liebevoll gemeint, wir mögen sie sehr) ganz schön prall diesmal, sie hatte auch schon mal weniger puste, zumindest für die luftbalons….

achja, zurück zu mir, ich sitze also da, zwischen alaaf und helau und all dem gedöns, in demut, gesenkten hauptes, die hände verborgen in den känguruhtaschen meiner gemütlichen fashion-rebels-schlabberjacke, die kapuze aufgezogen. ich verkrieche mich und lasse meinen tränen freien lauf. ich glaub, ich komme immer mehr so richtig gut in fluß…um es mal so zu sagen…ich geniesse das richtig, wie es aus mir rausströmt.

ich labe mich an meinen tränen, indem ich meine zunge links und rechts abwechselnd zum mundwinkel herausstrecke. unterbreche damit den salzigen strom kurz, um meine tränen im wahrsten sinne des wortes voll auszukosten. ich kann die spielerei einfach nicht seinlassen…schmunzel…zwei rechts, zwei links, wie beim stricken. ich mag die hände nicht aus den taschen bewegen, will mich mal voll ergeben, gehenlassen, ich meine…wegen dem rotz….wo sind meine papiertaschentücher? ist mir  egal, ich will mich jetzt selbst nicht stören.

irgendwie kann ich allem was lustiges abgewinnen, was gutes eh. ich muß den flur noch putzen, das mach ich dann, wenn sämtliche nachbarn an der straße stehen, ich mag heute keine blicke auf mir.

dann feiert noch schön, liebe mitliebenden, so oder so. :- )

 

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wie traurig irgendwie…da muß man ja fast heulen, wenn man das liest.

 

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