G.fühlt

* born to be mild *

Stern

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16. november 2008, die essenz aus einer rückführung

stern

es war einmal ein lichtes kind,
so wunderhell, leicht wie der wind.
sie strahlte und man nannt‘ sie stern,
doch niemand hatt‘ sie wirklich gern.

sie wohnte in des königs haus,
die königin warf sie hinaus.
wurd‘ verstoßen und vertrieben
und wäre doch so gern geblieben.

zog fortan durch wald und flur,
sprach mit elfen, wichteln nur.
sie lehrten sie den wald zu ehren,
sich von kräutern zu ernähren.
nachts schlief sie unter bäumen,
und ergab sich ihren träumen.

einst wollte sie zum dorf zurück,
das war zu fuß ein ganzes stück.
ihr langes haar wehte im wind,
sie war, fürwahr, ein schönes kind.
so jung und schlank und wunderschön,
der waldgeist ließ sie ungern gehn.

das dorf erreicht, welch ein empfang,
der erste schon den knüppel schwang.
mit stöcken schlug man auf sie ein,
sie fühlte sich so ganz allein.

dann zog man sie durch dreck und schmutz,
kein einz’ger mensch der bot ihr schutz.
man warf sie auf den scheiterhaufen,
zu kraftlos um davonzulaufen.

ihr körper fing bald an zu glühen,
das feuer funken zu versprühen,
es brannte hell und lichterloh,
und endlich war sie wieder froh:

es kam der tod, das war der sinn,
und trug sie zu den engeln hin.

nun durfte sie dort immerdar,
so hell und schön sein wie sie war.

 und wenn sie auch gestorben ist,
so lebt sie noch heute …

gerti g.

 

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

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