G.fühlt

* born to be mild *

G.schillert

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ich war in einer stadt unterwegs. ein haus sah aus wie das andere. die art gefiel mir, es waren schöne häuser in zartem gelb. jedes einzelne hatte eine besondere verzierung in form einer bemalung in blauer farbe, beinahe wie ein symbol, auf der frontseite des hauses.  manches sah aus wie *hingeklatscht*, doch alles in allem hatte der künstler sich echte mühe gegeben.
das gefiel mir und so schlenderte ich weiter durch die straßen. ich war gerade erst aufgestanden nach einem mittagsschlaf, und gleich raus vor die türe.

es gab einen umzug, eine friedliche protestaktion.
das hatte mit büchern zu tun, viele länder wurden symbolisiert, eigentlich ALLE, und auf jedem wagen den sie schoben, mit tüchern in den landesfarben bedeckt, befanden sich bücher. wo das hinführen sollte wußte ich nicht, es war jedenfalls schön bunt.

ich begab mich in den hintersten winkel meines traumes um eine zigarette zu rauchen.
im hintersten winkel meines traumes – das möcht ich jetzt noch mal betonen weil das so schön klingt – stand ein fenster offen.

es war das fenster zum schlafzimmer einer frau die dort wohnte. ich hörte sie husten oder pupsen. ehrlich. ich glaube es war eher … ein pups, mehrere um genau zu sein. woher sollte sie auch wissen dass ich an ihrem fenster stand und rauchte. eigentlich hätte ich merken müssen dass der qualm genau in ihren raum zieht. was ihr aber nichts ausmachte. sie kam ans fenster und dann durch die haustür heraus um mir beim rauchen gesellschaft zu leisten.
sie rauchte auch.
*rauchen sie nicht aus dem fenster?* fragte ich.
*nein, ich gehe immer raus.* sagte sie. *sofern es nicht regnet.*

gleich neben dem haus gab es ein beinahe quadratisches großes stück wasser. es war gerade geflutet und nachher würde ich mir das  einmal genauer ansehen. mein gesicht spiegelte sich im wasser und ich warf einen blick darauf. oh je … jetzt wußte ich warum mich einige leute so grinsend angeschaut hatten … mein haar stand am hinterkopf hoch wie ein „kamm“, es sah wirklich ulkig aus, wie ein haarreif rund um den ganzen kopf.
ich nahm eine handvoll wasser und versuchte das zu korrigieren, während ich mich weiter mit der frau unterhielt. über dieses und jenes, ich weiß es nicht mehr.
sie war eine ungewöhnlich frische mischung aus „alt“ und jung, anders wüßte ich sie jetzt nicht zu beschreiben.
sie ging zurück ins haus und ich schaute mir nun dieses wasserquadrat näher an. es war … wunderschön sich dort aufzuhalten. an seinem ende, genau zwischen den häusern, war das meer.

das wasser war gerade mal knietief und ich watete darin herum. es war glasklar und so konnte ich jeden einzelnen fisch, krebs und alles getier sehen was sich darin befand. die tiere hatten alle die gleiche farbe, das wunderte mich ein wenig.
sie schillerten in zarten bis kräftigen pastelltönen,  regenbogenfarben.
ich nahm mir einen kleinen gestreiften fisch und hielt ihn fest.
auf der anderen seite des quadrats saß ein mann beim mittagessen, gleich am wasser. ich ging langsam zu ihm hin, wir lächelten uns an und ich legte den fisch auf seinen teller.
der mann aß etwas flüssiges rotes, es sah aus wie tee. der fisch sprang vom teller auf sein bein und dann wieder ins wasser zurück.
so war das auch gedacht. von diesem kleinen landgang hatte er nicht den geringsten schaden davongetragen, das wäre auch nicht gewollt gewesen.
ich ging wieder zwischen den bunten fischen umher, das gefiel mir.
sie waren friedlich und ruhig mit ihrem tun und SEIN beschäftigt. es gab ein paar fische, die am boden mit ihren barteln den grund nach essbarem absuchten.

schön ist, das ich erleben durfte, wie es selbst im hintersten winkel des traumes angelangt immer noch weiter geht.
TRAUM ist grenzenlos und hat kein ende.
so ist es.

*

Mara 🙂

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

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