G.fühlt

* born to be mild *

G.flackert

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ich machte mich auf den weg zu einer feier und verließ mein haus. ich befand mich auf der straße, hörte stimmen hinter mir und drehte mich um. da blitze und flackerte vor meinem inneren auge plötzlich ein lichtring auf. blitzte und flackerte. und blieb.
löste sich nicht auf, veränderte sich nicht. blieb. er kam mit tönen zu mir herein, rauschend wie ein tusch.
wenn ich noch nie rosanes feuer gesehen hatte, so sah ich es jetzt. rosa mit weiß züngelten die flammen, loderte das licht rund um diesen ring. so wie man sich den feuerring vorstellt, durch den ein tiger im zirkus springt. so einen flammenden ring hatte ich nun permanent vor meinem inneren auge und hörte nicht auf ihn zu sehen. es war gerade so am rande dessen, dass es nicht hinderlich war mit den physischen augen ganz normal und wie üblich weiterzusehen. will sagen, ich arrangierte mich schnell mit dieser lichterscheinung und fand einen weg zu sehen ohne das es hinderlich gewesen wäre. so trug ich nun dieses licht bei mir und alles was meinen augen begegnete, traf auch dieses licht.

ich hatte mich längst zu den menschen gesellt, die ich hinter mir sprechen hörte. ich kannte sie zwar nicht, doch besuchten sie die gleiche feier wie ich. das fest fand in einer kirche statt. wir waren alle sehr beweglich und konnten klettern oder fliegen nach belieben, diese fähigkeiten waren in diesem fall erforderlich weil der eingang zur kirche gut 100 m über der erde lag. ich entschied mich für klettern, einige andere flogen. ich war flink, überaus flink und wir kamen gleichzeitig oben an. wir mußten uns durch ein gitter zwängen, um das gebäude begehen zu können. und dann war ich wieder allein in meinem sinn, ganz bei mir, schottete mich ab, machte mich stark, denn ich hatte einen auftrag zu erfüllen.

es war schummerig im raum, viele menschen saßen still in den reihen. rechts in einer ecke saß die mutter des mädchens, das heute gefeiert wurde. das mädchen selbst war nicht anwesend. jeder hatte verständnis dafür. das mädchen pubertierte und war nicht dazu zu bewegen, an der feier teilzunehmen. so ging ich also zu ihrer mutter und sprach längere zeit mit ihr. der lichtring flackerte stark und energien wurden übertragen.
als ich gesagt hatte was zu sagen war ging ich bis zur mitte des raumes. die reihe war dort etwas breiter. weiße tischdecken lagen auf dem boden und verdeckten einen spalt, eine kluft, die es im raum gab. ich mußte aufpassen nicht hineinzufallen und vorsichtig bewegte ich mich an der kluft entlang und ging über die weißen tischdecken zu dem gitter, durch das ich mich nun hinauszwängte um die kirche wieder zu verlassen.
der lichtring benetzte alles was ich sah mit seinem rosa-weißen licht.

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

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