G.fühlt

* born to be mild *

G.tanzt

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eigentlich wollte ich den tanzbär besuchen, abends gegen 21 uhr. ich stand unten an der straße vor dem haus mit meinem royalblauen vw-käfer. oben am fenster bewegten sich die gardinen, kurz darauf kam der sohn vom tanzbär hinunter und ich kurbelte schon mal die scheibe runter, als der junge mann auf mich zukam.
*kann ich einsteigen?* fragte er.
*klar.* sagte ich und öffnete die beifahrertür.
*papa hat geweint als er nach hause kam, und sich dann gleich hingelegt.*
*geweint?* fragte ich mitfühlend.
*ja. geweint. wir hatten uns gestritten.* sagte der sohn vom tanzbär. er sah übrgens aus wie ein engel. SO hatte ich ihn noch nie gesehen. seine haut war ebenmäßig und hatte einen ungewöhnlich elfenbeinfarbenen teint, sein relativ kurzes haar war hellblond, seine augenfarbe intensivblau, beinahe so wie die farbe meines vw-käferchens.
während ich fragte: *magst du darüber reden?* fummelte dieses engelhafte wesen an meiner windschutzscheibe herum.
*was machst du denn da?* fragte ich etwas ungehalten. er hatte es doch tatsächlich geschafft, die große glasscheibe vorn so weit nach unten zu drücken, dass oben nun ein großer spalt geöffnet war!
*ey, seit wann öffnet man windschutzscheiben?* grummelte ich, ungehalten. und schob mit den fingern die fensterscheibe wieder hoch. er zog sie wieder hinunter, diesmal gelang es ihm weiter als zuvor.
*ich wollte mit dir über deinen vater reden, und was machst du??* sagte ich, offen gestanden erstaunt über die vermeintliche dreistigkeit dieses jungen.
doch dann blickte ich aus dem nun offenen vorderen fenster und was ich sah nahm mir fast den atem. es war bunt, funkelnd, schillernd. es war kosmisch, unbeschreiblich, beeindruckend, unvergeßlich. trotzdem weiß ich es nicht mehr genau. *g

nun … warum die beiden gestritten hatten erfuhr ich nicht mehr, ich sah nur noch die augen des sohnes strahlen bei dem anblick dieser lichterscheinung und dann gab es die nächste traumsequenz.

es regnet leicht. ich bleibe in meinem royalblauen alten vw-käferchen sitzen und esse noch eine banane. ich bin früh dran und sehe sogar einen parkplatz auf den ich mich stellen könnte. die bushaltestelle ist heute recht voll, viele schulkinder stehen da und warten auf den bus, so wie ich. oft wird eine große uhr eingeblendet in meinen traum und die zeit vergeht sehr langsam, fast gar nicht. wie aus dem nichts steht plötzlich eine frau – ganz in weiß gekleidet wie eine krankenschwester –  auf der gegenüberliegenden seite der straße. sie fuchtelt mit den armen, dirigiert wie ein lotse und dann setzt sich auch schon die traube der wartenden schüler an der haltestelle in bewegung. ich fühle, dass der bus heute von einer anderen haltestelle abfährt.  der grund, warum die schüler umgeleitet werden. es werden immer mehr und mehr menschen. aus der mittelgroßen menschentraube wird eine menschenschlange. ganz brav gehen sie zu fünft nebeneinander auf dem bürgersteig. die weiße frau dirigiert.
ich bleibe im auto sitzen, beschließe abzuwarten bis alle an mir vorbei sind um dann langsam hinterher zu tuckern.
so geschieht es dann auch und ich finde einen ganz tollen parkplatz nahe der bushaltestelle.

ich steige aus und bin ganz woanders. ich parke gleich vor der türe des firmengebäudes in dem ich arbeite. zwei tage war ich nicht in der firma, und heute sieht alles so fremd aus, seltsam. ich gehe eine treppe hinauf und auch im gebäude selbst ist alles neu und umstrukturiert. neue wände sind gezogen worden, hellgrau und etwa auf augenhöhe befindet sich ein blauer streifen mit schildern, steckdosen und undefinierbarem, was noch zwei tage zuvor nicht da war. ich staune, wie man so etwas in zwei tagen schaffen kann. die handwerker haben gute arbeit geleistet, denke ich. auch in den räumen sieht alles anders aus, jeder raum gleicht dem anderen und es steht jeweils ein stuhl mit viel technik in blau an der rückenlehne.
ich sehe meinen neuen chef, im blaukarierten anzug, weißes hemd, krawatte. er ist jung und zielstrebig. ich spreche mit einem ehemaligen kollegen. er hat ganz komische neue arbeitszeiten. ungewöhnlich früh, um 5.33 uhr muß er nun täglich seine arbeit aufnehmen. er zeigt mir eine menge komischer zahlen, die wirklich seltsam sind. die neuen arbeitszeiten stehen an den wänden, jedem mitarbeiter namentlich zugeordnet. MARA steht nirgends dort, ich bin in gekündigter stellung und mein name ist nicht mehr aufgeführt.
ich gehe nach draußen auf einen großen balkon. zwei kolleginnen stehen am geländer, ich gehe auf sie zu und spreche mit ihnen. über die arbeit, die neuen anfangszeiten und über den verdienst. ich sage, dass ich in dem betrieb gearbeitet habe weil es mir spaß gemacht hat, und nicht „wegen der kohle“. sie lachen mir noch hinterher als ich schon das gebäude verlasse.
unten angekommen befindet sich kein einziges fahrzeug mehr auf dem parkplatz. mein auto ist weg!
ich laufe wieder hoch, gehe in das büro meines neuen chefs und frage ihn wo mein auto ist.
*abtransportiert.* sagt er.
*aber warum?* frage ich.
*die mitarbeiterparkplätze sind auf dem nebenparkplatz.* sagt er. *kundenparkplätze befinden sich direkt vor dem haus. unberechtigt parkende fahrzeuge lassen wir gleich abtransportieren.*
*soso.* sage ich. *und wohin haben sie mein auto abtransportieren lassen?*
*ach, nicht weit weg.* sagt er. *fragen sie unten bei der polizei nach, die werden es ihnen sagen.*
ich verlasse das firmengebäude, und kaum habe ich einen fuß vor die türe gesetzt, sehe ich an der tankstelle gegenüber meinen royalblauen käfer. aber nicht etwa auf einem parkplatz stehend, sondern halb in einen wohnwagen integriert der gerade an einer der zapfsäulen steht. ich sehe mein nummernschild: NE – EE – 66. mein verstand bildet ein großes fragezeichen und ich sehe nur noch, wie mein auto über die hauptstraße weggefahren wird.
sofort laufe ich zur firmeninternen polizei und schaffe es durch die verzwickte türanlage kaum in den büroraum hereinzukommen, doch dann stehe ich vor dem beamten, der am schreibtisch sitzt. auf dem kopf trägt er einen grünblauen damenbody (?!). er beugt sich kurz vor. der untere teil des body’s, mit drei druckknöpfen versehen, fliegt kurz nach vorn um gleich wieder nach hinten zu klappen.
*was ist denn los?* fragt er. und dann sagt er: *wir kriegen dich schon.*
*ihr sollt nicht „mich“ kriegen, sondern mein auto.* denke ich, sage das aber nicht.
ganz gemütlich kommt der beamte langsam zur sache. wären sie meinem auto gleich hinterhergefahren, hätten sie den dieb längst erwischt. aber er läßt sich zeit und verhört mich umständlich.

aus der traum. 🙂

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

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