G.fühlt

* born to be mild *

G.achtet

Ein Kommentar

auf einem berg gehe ich einen schmalen pfad entlang. oberhalb des weges begleitet mich ein alter wolf. ein zaun trennt uns wie ein schutzwall.
laufe ich, so läuft der wolf ebenso. gehe ich langsam, verlangsamt auch er sein tempo. bleibe ich stehen, so hält auch der wolf an. er läßt mich nicht aus den augen.
ich höre sein knurren, spüre seine aufmerksamkeit ganz auf mich gerichtet. doch in keiner sekunde gibt es für mich einen grund zur furcht. ich fühle mich sicher und es ist, als würde ich diesen begleiter gut kennen, und er mich. wie alte freunde. er ist uralt und sein fell etwas zerzaust. ich fühle verletzungen die äußerlich nicht zu sehen sind, auch merkt man sie ihm nicht an, ebenso wie man ihm sein alter nicht anmerkt. er begleitet mich leichtfüßig wie ein jungtier.
ich weiß, dass es irgendwo auf meinem weg eine lücke im zaun gibt. ich weiß nicht was geschehen wird, wenn dem wolf somit die möglichkeit gegeben wird, zu mir herunter zu kommen. oder ob ich die gelegenheit wahrnehme zu ihm hinauf zu gehen.
ich lasse es ganz furchtlos darauf ankommen und gehe relativ munter – mit ein wenig un-gewissheit in mir – meines weges …

*

mit zwei hunden wandere ich durch einen wald. es ist eine große weiße hündin und ein wilder hund, der wie ein fuchs ausschaut, doch mindestens drei mal so groß ist. die beiden gehorchen mir aufs wort. oder besser gesagt: ohne worte. wie verständigen uns nonverbal, telepathisch. es ist ein wunderschönes gefühl mit den beiden hunden durch den wald zu streunen. zusammen mit ihnen wusele ich im laub und schaue zu wie die weiße hündin mühelos auf einen baum klettert.
wie mit einem glockenton schwingt das wort *GLÜCK* laut durch den wald. es ist für mich bestimmt. laut und deutlich höre ich das wort gesprochen und dennoch klingend in meinem traum.

*

ich befinde mich in einer hügeligen eislandschaft. alles ist zugefroren, hart und rutschig, doch von gefühlter kälte keine spur. ich bin mit zwei kindern unterwegs, einem mädchen und einem jungen. das mädchen ist wahrscheinlich meine tochter, der junge aus der nachbarschaft.
an einem dicken seil habe ich einen schlitten befestigt. der nachbarsjunge kann es kaum erwarten. er setzt sich darauf und anfangs ziehe ich ihn behutsam über das eis. doch spüre ich dass er es wilder vertragen kann. so beginne ich, den schlitten langsam auch oberhalb des weges an den unterseiten der hügel entlang zu ziehen. ich habe eine gute und gefahrlose stelle gefunden, jetzt ist es an ihm, sich gut festzuhalten.
ich stehe fest am boden und bewege das seil achtförmig. so gleitet der schlitten links den hügel halb hinauf, rutscht kreisförmig herunter, schleudert über den weg um dann rechts den hügel hoch zu jagen. dreht auch dort eine schleife … und zurück.
mein mädchen steht in gebührendem abstand und schaut unseren aktivitäten zu. es wird wilder und wilder, schneller, so dass der junge sich wirklich gut festhalten muß um nicht heraus katapultiert zu werden, vor allem in den kurven der schleife.

wenn ich nicht ERWACHT wäre dann würde ich ihn wahrscheinlich jetzt noch über das eis fahren lassen …

😉

 

 

 

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

Ein Kommentar zu “G.achtet

  1. schöner traum. der erste abschnitt erinnert mich irgendwie an die geschichte des „wolfsmädchens“

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