G.fühlt

* born to be mild *

G.deckelt

Ein Kommentar

tja, nach diesem traum kann ich nun nicht mehr behaupten: „es fällt mir im traum nicht ein, TV zu sehen.“ hab ich mich doch glatt im traum dabei erwischt. 😉
 

es ist als hätte ich eine neue wohnung. an der hauswand klettere ich an den fenstern hoch nach oben. auf der gegenüberliegenden seite klettert ebenfalls jemand hoch, oder er hat irgendwas an der wand zu bearbeiten, ich weiß es nicht genau. jedenfalls hat er eine angenehme singstimme. verstohlen werfe ich ihm einen blick zu und er schaut mir direkt in die augen. er ist ein attraktiver junger mann, ein schwarzer, groß, kräftig, kahlrasiert. mehrmals treffen sich unsere blicke und wir lächeln uns an.

ich klettere in meine wohnung und als erstes lege ich mich in mein bett. komischer weise schaue ich fern.
ich sehe das gesicht eines mannes. er hat kurzes, mittelbraunes haar und anfangs wirkt er sympathisch. er singt einen interessanten text, sprechgesang, eine angenehme melodie dazu. je länger ich hinschaue, desto deutlicher verändert sich sein gesicht, etwas geschieht mit seinen augen. sie weiten sich, werden größer, irgendwie dunkel. auch der text verändert sich, gefällt mir nicht mehr.
jetzt ist es sogar, als würde er mich persönlich anschauen … und was mir so gar nicht gefällt: er hat so eine bewegliche unterlippe, die spitzt er nun und zieht die unterlippe immer wieder bis zur nasenspitze hoch.
*was bist du doch für ein arschloch.* denke ich, und schalte den fernseher ab.

 

dann gehe ich in die küche und es ist, als hätte ich sie noch kein einziges mal betreten seit ich hier wohne.
die lamellen-vorhänge sind geschlossen, es ist mittelhell in dem raum.
ich beschließe, erst einmal licht zu machen und ziehe an den schnüren um den raum zu erhellen.
mein blick fällt auf den herd.
die herdplatten glänzen silbrig, so als hätte ich sie noch nie benutzt.
es wirkt wie in einer großküche, ein deckel, eben mit der arbeitsplatte, deutet auf eine aufbewahrungs- bzw. heißhaltemöglichkeit von soße hin. auf einmal zeigt sich alles übersät von silbernen deckeln.
ich öffne sie nach und nach ausnahmslos.
so wie das hier aussieht habe ich noch nie in dieser küche gekocht, dennoch befindet sich eßbares in den vielen versunkenen töpfen. 

ich frage mich, wie lange *das zeug* schon da drin ist, wundere mich dass ich das nicht längst entdeckt habe, immerhin wohne ich schon einige zeit hier.
nun suche ich einen behälter, wohinein ich all das geben kann.
ein mülleimer findet sich, dem ich den gesamten inhalt anvertraue.
so schütte ich also alles aus und anschließend reinige ich sehr gründlich die versunkenen töpfe.

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

Ein Kommentar zu “G.deckelt

  1. Liebe Mara!

    Durch deinen Traum erinnere ich mich an eine Anekdote aus dem Leben meiner Urgroßmutter (lang ists her), die im hohen Alter teilweise etwas Probleme hatte TV und Realität auseinanderzuhalten.

    „Ich glaub der Karl Moik (Moderator vom Musikantenstadel) der ist verliebt in mich.“
    „Wie kommst Du denn da drauf?“
    „Der schaut mich immer so lieb an!“

    Hehe, bei ihr ist der Traum vom Fernsehtypen also vorbildlicher verlaufen als bei Dir. 😉

    lg,
    Der Analysepatient

    Liken

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