G.fühlt

* born to be mild *

loko.M.otive

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es war einmal eine lokomotive. schon vieles hatte sie erlebt und auch hatte sie schon ein stolzes alter, doch das sah man ihr nicht an. sie sah aus wie neu und frisch gestrichen. die lok stand irgendwo mitten in einer wunderschönen landschaft auf schienen, die nur sie allein benutzte. sie waren noch ganz silbrig, fabrikneu und unbefahren. auch die weichen waren gestellt. es konnte losgehen. in ihr dampfte und brodelte es. doch die lokomotive blieb stehen.

sie hatte die handbremse angezogen und wußte selbst nicht warum.

viele fragten sich warum die lokomotive sich nicht in gang setzte. denn die landschaft war doch so schön, blumenwiesen und obstbäume rechts und links. dahinter felsige hügel, so ein schöner anblick.
das alles konnte sie von ihrem standpunkt aus überblicken. und offen gestanden wußte sie selbst nicht warum sie stehen blieb. in ihren gedanken suchte sie überall nach den verantwortlichen für ihre „misere“. das war es, worüber sie tag für tag sinnierte. tag für tag, nacht für nacht…dachte sie darüber nach.

eines tages kam ein hund daher, von ganz weit hinten. er wälzte sich im gras, hüpfte über die gleise und ging näher an die lokomotive heran.
„hey, was stehst du hier herum?“, fragte der hund.
„na ja, ist doch schön hier.“, antwortete die lok.
„das stimmt!“, sagte der hund, „aber dort hinten ist es noch viel schöner.“
„ich weiß.“, sagte die lok.
„und warum fährst du nicht einfach los?“ fragte der hund.
„das weiß ich nicht genau.“, sagte die lok, „ich weiß nicht ob es da hinten wirklich so viel schöner ist.“
„dann schau mal nach“, sagte der hund, „fahr‘ los. du bist ja schon ganz heiß gelaufen im stand, also kohle hast du genug. und die weichen sind auch gestellt.“

„ich kann nicht.“, sagte die lok, „ich habe die bremse gezogen.“

DU … hast die bremse gezogen?“, fragte der hund, „na, das ist doch prima! mach sie einfach wieder los und setz‘ dich in bewegung.“
„hm …“, machte die lok, ließ ein bisschen dampf ab, löste die bremse und fuhr ein ganz kleines stückchen … zurück.

„siehst du? geht doch!“, sagte der hund,
hob am nächsten baum sein beinchen, ging wieder seines weges und ließ die lok mit ihren gedanken allein.

so kann’s GEHEN

😉

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

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