G.fühlt

* born to be mild *

G.ringt

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uiuiui …das schärfste in dieser traumnacht war der weiß umrandete lichtring der drei mal in meinem linken auge aufflackerte und mir zeigte, zu wem ich mich dazusetzten sollte …

ich war in einer schule, so richtig auf der schulbank, mein freund saß eine reihe vor mir. obwohl die ersten beiden reihen nicht so dicht besetzt waren, mußte ich mich hin- und herbewegen, damit ich den lehrer im auge hatte, falls das angebracht war. der lehrer war genauso neu für mich wie das fach, was er unterrichtete. spanisch. er sagte etwas von „no tiendes“ oder so, gab uns eine aufgabe und um uns an die neue sprache heranzutasten sollten wir uns jeweils zu zweit zusammensetzen.

„ich dreh‘ mich dann einfach zu dir um.“ sagte mein freund, lächelte mich an, drehte sich wieder um und schrieb und schrieb und schrieb. er kannte die sprache schon ziemlich gut.
„ich such mir lieber jemand anderen.“ sagte ich. das verstand er, denn ihm beim schreiben zuzuschauen brachte mich jetzt gerade nicht weiter. so drehte ich mich um und schaute ob ich irgendwo jemanden schlaues entdecken konnte von denen, die diese klasse und das fach schon kannten, und als mein blick auf einen rothaarig gelockten jungen fiel flackerte dieser lichtring drei mal blitzartig vor meinem auge auf.

das war für mich das unmissverständliche zeichen dass ich die richtige wahl getroffen hatte.
es war ein bisschen umständlich, den platz neben dem jungen einzunehmen, alle anderen mussten ein wenig auseinanderrutschen, damit ich da noch reinpasste. der junge hatte verbände an beiden ohren, außen am weißen mull konnte ich die farbe geronnenen blutes erkennen.

jetzt war ich plötzlich mit dem jungen in einem separaten raum und er schaltete den fernseher an.
eine seiner katzen sprang mich von hinten an und legte sich seitlich wie ein halber gürtel um meine taille. und sie wollte nicht loslassen. ich würde nicht gern ihre krallen zu spüren bekommen, und so versuchte ich sanft sie irgendwie von meinem körper wieder loszubekommen. ich hatte noch kein einziges wort in mein vokabelheft eingetragen. der junge hatte seinen kopf ins spanischbuch gesenkt, der fernseher lief und zeigte gerade irgendein tier mit braunem fell. es rauschte und summte aus dem fernseher heraus …
„sag mal, kannst du den ausmachen?“ fragte ich und zeigte auf den fernseher.
„wieso, der läuft immer.“ sagte der junge von dem ich spanisch lernen sollte.

ich hatte wieder mit der katze zu tun.
ich spürte wie ihre krallen stellenweise leicht über meine haut fuhren und ich konnte mir vorstellen wie das ausarten könnte, wenn ich aufhören würde zu spielen und sie mit gewalt von mir entfernen würde. sie war aufs äußerste hartnäckig und zum glück sprang sie irgendwann von selbst ab.
der junge hatte mittlerweile eine überdimensional große dose bier in der hand, geschickt angestellt kam aus der dose, wenn man sie richtig hielt, eine bierflasche zum vorschein, und ein stiefel aus glas, in den man das bier schütten konnte. ich lernte tolle sachen, zumindest zu sehen und zu beobachten, nur kein spanisch, an diesem tag.

irgendwie wars als wären wir in einer jugendherberge gewesen. ich befand mich gerade in den sanitären anlagen und hatte festgestellt, dass alle toiletten verstopft waren, ein benutzbares klo hatte ich dann doch noch gefunden. ich stand gerade am waschbecken und wusch mir die hände, da kam ein vater herein, ich kannte ihn, er hieß pascal. er trug ein kind im babytragekorb und ein kind ging an seiner hand.

„versuchen sie es gar nicht erst, die klos sind alle verstopft. sie gehen besser gleich auf die herrentoilette.“ so drehte er auf dem absatz kehrt, lächelte freundlich und nahm die nächste tür.
mir kamen bilder in den sinn mit eingen der anblicke die ich ihm erspart hatte … son shize. ;- )

und schon stand die reinemachefrau mitten im waschraum. auf dem kopf trug sie unendlich viele spiralförmige reinigungsteile … als hätte sie sich diese auf dem kopf aufgesteckt umd sich ihrer schneller bedienen zu können. „alle mal herhören!“ rief sie in den raum, in dem allerdings nur ich anwesend war. „sämtliche klos auf der damentoilette sind verstopft!“ rief sie weiter. und bot jedem eine von diesen spiralen an, rot waren sie. was diese bewirken sollten, ich wußte es nicht und war auch froh dass ich es gar nicht erst ausprobieren musste, ich hatte ja schon alles erledigt.

irgendwann war ich wieder im klassenraum und alles war wie gehabt, mein freund saß vor mir und schrieb emsig, und ich hatte nicht ein wort in meinem heft stehen.

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

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