G.fühlt

* born to be mild *

G.bäumt

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GOTT, ist das LEBEN schön! 🙂

Seit ich in Köln arbeite, also seit einigen Monaten, bin ich BahnfahrerIn. So viele schöne Begegnungen hatte ich schon in und außerhalb der Bahn.

An einer Haltestelle steht ein wunderprächtiges Exemplar von einem Baum. Er hat einen sooooo dicken Stamm, und doch ist er irgendwie unscheinbar. Man könnte ihn mit einem Laternenpfahl verwechseln, obwohl er so wesentlich breiter ist. Er hat sich farblich dem Asphalt angepasst, das ist der Grund warum man ihn kaum sieht. Jedenfalls gehen die meisten achtlos an ihm vorbei und nehmen seine Pracht nicht wahr.

Neulich sah ich einen kleinen Jungen mit Schultasche, angelehnt an den Stamm des Baumes … und seither mache ich das auch so. Jedesmal wenn ich noch ein paar Minuten an der Haltestelle warten darf, berühre ich ihn mit meinen Händen und lehne mich mit dem Rücken an.

Sein Stamm hat einen Umfang von mindestens 3 Meter (das habe ich gerade mit dem Zollstock in der „Luft“ ausgemessen) er bietet also genügend Platz zum gemütlichen Anlehnen.
Er ist eingebettet in ein Karree aus Pflastersteinen, knapp 20 Zentimeter um seinen Stamm herum. Erde ist dort kaum zu sehen und so hab ich mir schon des öfteren die Frage gestellt, wovon er sich nährt und wie sein WurzelWerk beschaffen sein mag. Vielleicht verlaufen seine Wurzeln sogar bis unter die Schienen, oder unter den Rasen gleich nebendran.

Dazu hat mein Bruder mir neulich was tolles erklärt, ich war fasziniert von seinen Schilderungen.
Manche Bäume haben Fallwurzeln, die direkt bis hinunter ins Grundwasser reichen.
Na, das freut mich für den Baum! Denn Bäume dieser Größe können schon mal bis zu 1000 Liter Wasser am Tag gebrauchen. Hat mein Bruder gesagt.
Und wenn man hochschaut in die Astgabelungen, so kann es sein, dass diese ein Spiegel des unterirdischen Wurzelwerkes sind.
Das ist doch toll, oder?
Wie oben so unten.
Wie innen so außen.
Da hat mein Bruder mit ein tolles Bild geliefert!

Nun weiß ich nur noch nicht, was für eine Sorte Baum das ist … es ist jedenfalls keine Eiche, Linde, Erle, Birke, Platane, Lärche. Und auch keine Kastanie. Ne Tanne schon mal gar nicht, auch keine Kiefer. Kein Ahorn, keine Esche, zumindest keine „schmalblättrige“ – ich bin gerade dabei mich bei Wiki schlau zu machen. *g
Was bleibt denn da noch? Mal schauen …

Oh – das ist ja interessant! Es gibt sogar GÖTTERbäume, auch Himmelsbäume genannt (oder Bitteresche … aber das klingt nicht so … himmlisch … ).
Und tatsächlich, wenn ich mir das Blattwerk bei Wiki so anschaue … und die Blüten dazu … hm … das könnte sein! Er beginnt nämlich gerade tatsächlich zu blühen, noch nicht so prächtig wie auf dem Bild, was ich gerade bei Wiki betrachte … aber schon mal annähernd so.
GÖTTERbaum … selbst wenn es keiner ist, ich nenne ihn jetzt einfach so. 🙂

Toll, so kann ich mich nun jedesmal noch mehr freuen, wenn ich ein paar Minuten Zeit zum Warten am Baum habe! 🙂

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

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