G.fühlt

* born to be mild *

G.kichert

Hinterlasse einen Kommentar

Es war einmal …

Es war einmal ein Stückchen Erde, und dieses Stückchen Erde war sehr fruchtbar.
Im Zusammenspiel mit der Sonne und dem Wind, einigen Insekten und einem Menschenkind, ließ die Erde an dieser Stelle viele wunderschöne Blumen wachsen. Ein ganzer Busch mit Riesenklatschmohn war dort zu finden, und sooo viele andere Pflanzen, klein und groß, mit wunderschönen Blüten. Calendula, Borretsch, Schmuckkörbchen, Rosen, Nachtkerzen, Schwarzkümmel, Zinien und noch einige andere Gewächse.
Doch die großen Mohnblumen waren etwas ganz besonderes unter den Besonderen.
Ganz jung sehen sie aus wie kleine, stachelige Wesen mit einem roten Mund.

Immer wenn ich an diesem Riesenklatschmohnbusch vorbei ging, kicherte es darin, so dass ich nicht umhin konnte stehen zu bleiben und zu schauen. Eines Tages entdeckte ich, woher dieses Gekicher kam.

Es war eine Mohnknospe die sich geöffnet hatte, und einen kleinen Clown oder Spaßvogel zum Vorschein brachte.

Was es genau war konnte ich nicht herausfinden, jedenfalls war es ein sehr fröhliches Wesen, was wohl ständig einen Grund zum Kichern fand.

Ich fand ihn so niedlich, dass ich ihn einmal noch genauer betrachten wollte, und so nahm ich das kleine Wesen zwischen die Finger, wenn es auch etwas stachelig war. Und es lächelte ein zufriedenes Lächeln. Das schien ihm zu gefallen, es war wohl nicht an der Tagesordnung, einmal so vorsichtig angefasst zu werden, wie ich erfahren sollte. 🙂 Das Wesen hatte eine lustige Frisur und ganz dicke Bäckchen, aus der Nähe betrachtet. Seine Augen waren nicht so deutlich erkennbar, aber seine kleine Knubbelnase allemal, seht ihr?


Noch nicht mal ein Regenguss konnte das Wesen vom Kichern und Fröhlichsein abhalten.
Daran wollte ich mir ein Beispiel nehmen.
Denn so ein Regenguss hatte ja durchaus auch immer etwas Nützliches!
So war die kleine Mohnknospe anfangs noch geschützt durch ihre Artgenossen. Wenn es regnete fingen sie die meisten Tropfen auf, schützten den Kleinen, und er hatte das Glück, ganz trocken davon zu kommen. Doch das währte natürlich nicht für alle Ewigkeit, das wusste wohl auch das kleine Mohnwesen. Denn nachdem ich einmal eine Woche nicht in den Garten ging, hatte sich alles total verändert. Es hatte viel geregnet, und keine einzige Mohnblume konnte ich mehr entdecken. Allesamt hatten sie die Blütenblätter verloren, die mich einst mit ihrer Farbe und ihrem prächtigen Innenleben so erfreut und zum staunen gebracht hatten!

Aus den Mohnblumen waren Sterne geworden … Sterne auf grünen Kapseln. Von oben betrachtet sehen sie SO aus:

So wunderschön ist das, wie gezeichnet, oder?
Und vielleicht zeigt dieses Bild ja sogar genau das kleine Kicherwesen, welches mir so gut gefiel – wer weiß das schon so genau?

Und wenn noch etwas mehr Zeit vergangen ist, dann sehen sie SO aus … so schön:

Ich trauerte ihm jedenfalls nicht nach, das wäre sicher auch nicht in seinem Sinne gewesen. Wußte ich doch, nächstes Jahr um die Zeit würde ich wieder besondere Wesen in dem Riesenklatschmohnbusch entdecken …

Ach, ich habe schon viele kleine Tiere in Mondblumen gesehen. Ja ich nenne Mohnblumen so gerne Mondblumen … das fällt kaum auf, keiner merkts wenn man Mondblumen sagt … jedenfalls nicht die Un-Aufmerksamen … *lächel* . Eine Mondschlange, seht ihr wie sie züngelt? Ich war leider etwas spät dran mit dem drücken des Auslösers … sonst hätte ich euch das jetzt ganz und gar zeigen können …

und sogar den Grobi von der Sesamstrasse habe ich mal auf einem Mondblumenfeld getroffen  … die Bekanntschaft mit *ihm* gemacht zu haben, darauf bin ich besonders stolz:

Und wenn die Mohnblumen verblüht sind und das Kichern verschwindet, dann gibt es immer noch Oma ( … die hier kichert weil ich auf dem Gartenweg liege um sie zu fotografieren … ) 

und durch den Garten geht und schaut ob alles schön wächst und grünt.

Oma ist im Juli 96 Jahre alt geworden. Ich glaube, sie hat schon viele Riesenklatschmohnbüsche wachsen und wieder vergehen sehen, und einiges andere. Manchmal nimmt sie einen Eimer mit Abfall mit auf ihren Wagen und schüttet ihn hinten auf dem Komposthaufen aus.

Es sind die *Kleinen* Dinge …

Gerti G. 🙂

Autor: Gerti G.

www.namara-music.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s