G.fühlt

* born to be mild *


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G.grillt

Ich stehe am Gleis und beobachte, wie unterschiedlich die Wartenden Menschen auf den herannahenden Zug reagieren. Die meisten bewegen sich näher an die Gleise heran. Der Mann mit dem Roller steht wieder genau an dem Punkt, wo die Tür des letzten Wagons sich gleich auftun wird. Als der Zug anhält lassen sie gerade mal so viel Platz, das die ankommenden Fahrgäste durch ein schmales Spalier gehen können. In EinerReihen. Ich stehe ein bisschen abseits und habe ganz besonders heute nicht die Spur von Eile. Bisher bin ich noch immer in jeden Zug reingekommen. Und auf dem Rückweg bekomme ich auch immer einen Sitzplatz, so what? ;- ) Ich mag nicht immer am selben Platz stehen, ich mag nicht immer die gleiche Haltung beim Warten einnehmen. Ich lehne mich mal hier und mal da an, gehe mal auf dem Gleis nebenan spazieren, stehe mal so, mal so. Die Monotonie des Wartens bis man endlich nach Hause gekarrt wird – mag ich nicht mitmachen.

Nun sind alle ausgestiegen und die Wartenden stürmen den Zug. Es ist ein…Doppeldecker…ich weiß nicht wie diese Züge heißen, ich nenne ihn einfach mal Doppeldecker. Ganz langsam gehe ich vorwärts, heute werde ich mal nicht von allen Seiten gedrückt und geschubst, eine Frau lässt mir sogar den Vortritt.

Im Wagon setze ich mich auf die linke Seite, ich wähle einen Vierer und setze mich neben den jungen Mann am Fenster links. Der Mann mir gegenüber hebt seinen Rucksack hoch und will mir den zweiten Fensterplatz freimachen. „Och nö, danke, ich setz‘ mich hier hin.“ sage ich, während ich Platz nehme. Er sagt nichts. Hat auch gar nichts gehört. Wie konnte ich auch annehmen, mich hier mit jemandem unterhalten zu können? *zwinker* Er ist natürlich verstöpselt, der junge Mann. Hat Musik auf den Ohren, nicht so laut, dass ich sie hören würde. Ich mache es mir gemütlich auf meinem Platz und schaue mich um. Der junge Mann neben mir tippt auf seinem Handy herum. Mein Gegenüber kramt jetzt auch sein technisches Etwas aus der Tasche und tippt. Es klingelt, beziehungsweise: ein Musikstück erklingt. Mein Nebenmann geht zu schnell dran, als dass ich das Musikstück hätte erkennen können. „Hallo?“ sagt er, und beginnt ein Gespräch. Er kann heute Abend nicht, weil er unbedingt zu einer Probe muss. Mit seiner Band. Sie haben am Wochenende einen Auftritt bei einer WG-Party. Da kommen wichtige Leute, da muss er unbedingt noch mal zur Probe erscheinen. Es ist nämlich auch jemand dabei, der irgendwas mit den Toten Hosen zu tun hat. Plattenladen. Aber wie wärs denn mit Morgen? Wenn so schönes Wetter wäre wie angesagt, könnte man doch die Grillsaison eröffnen. (das finde ich auch!:-)

Ich komme mir vor wie ein Exot, nehme mein Notizbuch aus der Tasche und habe Lust aufzuschreiben was ich sehe. So richtig mit Kuli auf Papier. Das habe ich in der Bahn auch schon anders gesehen. Rechts gegenüber klingelt es. „Hallo?“ Drei blonde junge Frauen und ein blonder junger Mann sitzen zusammen. Sie unterhalten sich nicht miteinander, sondern jeder für sich mit dem Handy. Die Mädels sprechen, der Mann blickt von einer zur anderen. Ab und zu zieht mein Gegenüber die Nase geräuschvoll hoch und tippt weiter auf seinem technischen Teil herum. Tüdeldüt. Jemand hat eine SMS bekommen. Ahh … mein Nachbar links. Oh, ich stelle fest, dass sich zwei Menschen tatsächlich miteinander unterhalten. Ich dachte schon sie telefonieren. Hätte ja sein können. Ich schaue mich genauer um. Kaum ein Mensch, der nicht sein Handy in der Hand hält und tippt oder telefoniert …

Zielbahnhof erreicht. Ich steige aus und gehe gemütlich langsam zum Parkplatz. Als ich die Treppe hochgehe bemerke ich einen Mann neben mir, der die letzten paar Stufen gleichzeitig mit mir geht und mich die ganze Zeit betrachtet. Ich gehe rechts, er links. Wie ich sehe wird er nach rechts gehen, ich möchte links herum, und so kreuzen sich unsere Blicke, unsere Wege. Er ist grauhaarig, lächelt mich an. „Tschuldigung.“ sagt er. Ich weiß nicht warum. „Nix passiert.“ sage ich lächelnd, gehe zum Kiosk und später zum Auto.

Ich fahre auf die erste Ampel zu. Auf dem Gehweg rechts bemerke ich einen Mann mit Stöpseln in den Ohren, ein viereckiges Teil in seinen Händen, in das er hineinspricht. Ich schaue geradeaus. Auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung geht eine Frau und telefoniert gerade per Handy. Der Rest der Strecke ist menschenleerer. Auch habe ich genug gesehen.

Der Mensch macht sich mehr und mehr zum Sklaven der Technik.

Gerti G.


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G.schickt

Blitze zucken über die Häuser, es leuchtet überall. Donner grollt aus der Ferne und auch ganz nah grummelt der Himmel. Regen prasselt auf die Dächer, es wäre zu mild ausgedrückt zu sagen: Es schüttet wie aus Eimern.
Denn ganze OZEANE ergießen sich über die Welt. Sturzbäche entstehen und tauchen alles ein in WASSER.

Ich befinde mich in einem großen Raum mit vielen Menschen. Es wird gefeiert, getrunken und gelacht. Es ist schon spät und langsam möchte ich nach Hause. Ich finde meinen Schlüssel nicht, auch nicht meine Handtasche. Alles weg. Ich schaue mich überall um, doch nirgends finde ich meine Habseligkeiten.
Etwas traurig bin ich, denn wie soll ich jetzt nach Hause kommen? Wie konnte das überhaupt geschehen, dass ich alles verlor?
Ich gehe nach draußen und steige in mein Auto. Die Tür muss ich vorsichtig öffnen, denn eine schmale Gestalt sitzt an die Innenseite der Fahrertür gelehnt quer über den Vordersitzen.
Also öffne ich langsam die Tür, damit sie nicht gleich erschrocken herausfällt.
Sie ist gehüllt in ein schwarzes Gewand und trägt ein schwarzes Tuch um ihr schmales Gesicht gebunden. Sie hat ein wirklich schmales Gesicht und schaut mich mit dunklen Augen an, während sie auf den Beifahrersitz rutscht.
„Kannst du mich ein Stück mitnehmen?“ fragt sie.
„Ja klar.“, sage ich, obwohl ich etwas verwundert bin. „Ich habe keinen Cent dabei, das sage ich dir gleich.“
Ich habe ein komisches Gefühl, und dennoch scheint es völlig normal, dass sie in meinem Auto sitzt.
„Ich möchte nur ein Stück mit dir fahren.“ sagt sie.
Als sie spricht sehe ich im Augenwinkel, wie sich ein junger Mann auf die nasse Straße legt, die Arme von sich streckt, so, als wolle er einen Unfall simulieren.
Ich drücke den Knopf an der Autotür herunter und hoffe dass meine Begleiterin das nicht bemerkt. Sie muss nicht wissen, dass mir mulmig ist, ich etwas Angst habe, und schon gar nicht, dass ich vermute dass die beiden Komplizen sind. Was spinne ich mir da nur zurecht?
Während wir losfahren kommt uns ein Auto entgegen, genau auf den jungen Mann zufahrend, der auf der Straße liegt. Ich fahre weiter, kümmere mich nicht darum und ziehe den Knopf der Zentralverriegelung wieder hoch.

Wir fahren ein Stück und steigen am Straßenrand aus. Ein paar Bäume stehen dort und wir gehen hindurch. Eine wunderschöne steinige Landschaft erwartet uns. Wir gehen an einer Steinmauer entlang, sie ist weiß und dicke Steine schauen vereinzelt aus der Mauer heraus. Sie sind spitz wie Glas und wir müssen aufpassen uns nicht zu verletzen. Ein paar Menschen sitzen gemütlich in Liegestühlen, mit bunten Mixgetränken und Obst auf den Tischen.
Sauber sieht das hier aus. Sauber und rein. Der Weg den wir gehen ist aus Marmor, er führt an einem Swimmingpool vorbei, der sich wie ein Bach bis hinten zum Ende hinzieht. Es wirkt sehr privat und ich fühle mich hier nicht willkommen. Die Leute schauen zwar entspannt, aber auch ein bisschen komisch und ich habe das Gefühl, als Eindringling betrachtet zu werden. Auch ist hier alles so sauber, und wir hinterlassen matschige Fußspuren. Ich mache lieber kehrt. Die schmale Gestalt geht mit mir.
Wir gehen zurück, ich betrachte noch einmal die Schönheit der Steinmauer und sehe, wie zwei Äpfel aufgespießt sind an den spitzen Steinen. Ziemlich nah am Straßenrand müssen wir ein wenig klettern, damit wir zum Auto kommen. Gläser stehen da, und es bedarf einiger Geschicklichkeit, an ihnen vorbeizugehen ohne sie umzustoßen.

Ich werde wach vom Geräusch des starken Regens. Ich wohne auf zwei Etagen und von der oberen Etage tropft es durch den Speicher herunter. Das hat es hier noch nie gegeben! Der Keller war schon mal überschwemmt, ja, aber dass der Speicher sich so arg mit Wasser füllt, das hätte ich nie gedacht! Ich denke an all die Sachen, die ich dort gelagert habe, und wie sie nun alle klatschnass werden.
Das Wasser tropt über und überall durch die Decke, es ist, als würde es im Raum regnen. Jesses. Was mache ich nur? Es tropft und tropft, alles wird naß, meine Bettdecken, alle kuscheligen Sitzgelegenheiten.
Wie bekomme ich das bloß alles wieder trocken?
Erst mal sollte der Regen aufhören … dann schaue ich, was ich tun kann.

[Gerti G.]


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G.rennt

Hui, das war ein Traum von einem Traum! -) GOTT zum Gruße, liebe MitLiebenden, einen schönen Sonntag wünsch ich euch!

Boa bin ich sportlich … traumhaft! : -) Ich war mit meiner Freundin unterwegs, und wahrscheinlich auch mit einer Gruppe Kinder, die ich aber nicht sah. Wir kamen an einer großen Wiese mit Spielplatz an. Er war ganz neu hergerichtet, gestern war er noch nicht da, nicht so, das wußte ich ganz genau. Angedeutet eingezäunt war der Spielplatz mit grünbunt bemaltem Holz, und haargenau in der Mitte befand sich ein Spielgerät das wie ein PEACE-Zeichen aussah. Es war so eine Drehscheibe auf der einem schwindelig wurde, da wäre ich eh nicht draufgegangen, aber es sah wunderschön aus. PEACE … toll! Und so schön bunt angemalt! Wie mochten „sie“ das über Nacht gemacht haben, fragte ich mich, und genoss diesen schönen Platz. Von weitem sah ich, wie meine Freundin sich auf eine Mauer setzte und ein überdimensional großes Buch in den Händen hielt. Außen war es so bemalt, dass es offensichtlich auch zu diesem Spielplatz gehörte, aber nicht für Kinder gedacht war. Es war an einem verborgenen Ort hinterlegt, wo Kinder es nicht erreichen konnten.
„Was ist das für ein Buch?“ fragte ich meine Freundin und ging näher zu ihr heran. Dieses große Buch zog mich magisch an.
„Es handelt von PAN.“ sagte sie. Ich war begeistert und freute mich schon auf den Moment, da sie es ablegen würde und ich darin lesen könnte. So geschah es dann auch irgendwann später. Sie legte das Buch wieder zurück an den verborgenen Ort, hoch oben auf eine Mauer gleich unter dem Blumenfenster eines Wohnhauses. Ich reckte mich hoch und nahm es herunter um mir ebenfalls einen gemütlichen Platz auf einer Mauer zu suchen, damit ich darin lesen könnte. Ein paar Männer saßen auf dieser Mauer und ich setzte mich zwischen sie. Sie rückten näher und ich fühlte mich ziemlich eingequetscht von ihnen. Auf der gegenüberliegenden Seite säumten Menschenmengen die Straße. Ach ja, es würde gleich ein Zug hier vorbeigehen, eine Prozession mit Pferdekarren und Menschen in Kostümen. Ich klappte das Buch auf, und da sah ich ihn: PAN.
Mein Sitznachbar rechts fragte: „Was ist das für ein Buch?“
„Es handelt von PAN.“ sagte ich.
„Und wer ist PAN?“
„Was, du kennst PAN nicht?“ Er schüttelte den Kopf. *Wird Zeit dass die Menschen etwas über PAN erfahren.* dachte ich und sagte: „PAN ist eine GOTTHEIT. Er ist der Hüter der Anderswelt, der Hüter der Naturwesen, Elfen, Feen und Einhörner.“
„Ach ja?“ sagte der Mann, und ich spürte, dass er das was ich sagte, und den Inhalt des Buches für ein Märchen hielt. „Das ist kein Märchen,“ sagte ich, „doch ist PAN hier so dargestellt, wie wir Menschen uns ihn vorstellen. Schau mal.“ Und ich blätterte in den dünnen Seiten und gewährte ihm einen kurzen Einblick. Mir wurde ganz heiß und langsam wurde mir das zu eng mitten zwischen diesen Herren. „Rutsch mal ein Stück,“ sagte ich, „du quetschst mich ein.“ Er hatte noch genügend Platz neben sich, so nah musste er mir wirklich nicht auf die Pelle rücken. Er rutschte so weit weg, dass ich kaum noch verstand was er anschließend zu mir sprach. Und das war viel. Er redete förmlich wie ein Wasserfall auf mich ein, dabei veränderte sich sein Gesicht und hatte er zuvor dunkles glattes Haar, so wuschelten nun braune Locken auf seinem Kopf und um sein Gesicht herum.

Die ersten Wagen der Prozession kamen vorbei, und seine erzählende Stimme ging im lauten Geräusch des Pferdegetrappels unter. Ich wollte ihm noch sagen, dass ich ihn nicht absichtlich nicht verstand, dass ich ein leicht vermindertes Hörvermögen habe, ich ließ es aber dann und widmete mich noch kurz dem Buch, bis ich es an den verborgenen Ort zurücklegte.

*

In hoher Geschwindigkeit war ich mit meinem Fahrrad unterwegs. Es war wie ein Rennen. Viele Fahradfahrer und auch Autos waren daran beteiligt. Es gab einige brenzlige Situationen, beinahe hätte ich mal jemanden „geschnitten“ und zu Fall gebracht, und umgekehrt. Aber eben nur beinahe und nie fühlte es sich unangenehm an. Es ging alles gut aus. Ein dunkelhäutiges Mädchen beugte sich am Straßenrand zu den Blumen herunter um ihren Duft besser aufnehmen zu können. Sie tat das gefährlich nah am herannahenden Fluß der Autos und Fahrradfahrer und später bekam sie auch deswegen etwas Ärger mit einer Frau, obwohl nichts passiert war. Sie hatte sportliche, muskulöse Beine.

Ganz allein fuhr ich zum Schluss auf einer schmalen, geschwungenen Straße die steil bergab führte. Auf dicken Pflastersteinen spürte ich jeden kleinen Ruck. Eigentlich wollte ich wie immer rechts an der Seite mit dem Fahrrad heruntergleiten und ein bisschen durch die Luft fliegen, doch heute sah ich einen Absturz vor meinem inneren Auge und nahm lieber den normalen Weg. Langsam begann ich zu bremsen um die enorme Geschwindigkeit ein wenig zu drosseln, schaute an meinem Fahrrad herunter und stellte fest, dass ich auf *Babe* saß, meinem alten rosanen Rad. Die Bremsen von *Babe* waren nicht die besten, funktionierten eigentlich gar nicht und seltsam, denn eigentlich hatte ich mein rosanes Rad kürzlich verschenkt. Wie dem auch war, nun saß ich halt auf *Babe* und musste irgendwie schauen, wie ich die Geschwindigkeit drosseln konnte, während ich rasend über die Plastersteine nach unten ruckelte …

*

Ich wohnte in einem großen weißen Haus. Es klingelte an der Tür. Die Kinderfrau kam. Ich nahm sie herzlich in die Arme, sie ließ sich das auch kurz gefallen, schob mich aber dann weg und es fühlte sich an als habe sie mich in Herzhöhe gekniffen. Ein kleiner Schmerz durchfuhr mich in der Herzgegend, dem ich aber keine weitere Bedeutung beimaß. Es begann zu regnen und ich beschloss einen Lauf durch den Regen zu machen. Als ich einmal unterwegs war gefiel mir das so gut, dass ich einen wirklich ausgedehnten Lauf unternahm. Mir war gar nicht bewusst dass ich so schnell laufen kann, es war fast wie fliegen, und schön erfrischend der prasselnde Regen dazu. Ich sprang leichtfüßig und langbeinig über parkende Fahrzeuge, eins nach dem anderen. Es machte solchen Spaß! Einmal sprang ich über ein Auto und berührte es mit meinem Oberschenkel. Das war wohl doch etwas zu hoch für mich, und wie in Zeitlaupe flog ich zurück und nahm einen anderen Weg. Herrlich, ich lief schwebend über Wiesen und Straßen im Regen.

Als ich wieder zu Hause ankam ging ich gleich in den Raum, in dem mein schönes weißes Auto in der wunderbar weißen Garage stand. So schön hell, weiß und sauber, dass es schon fast unwirklich aussah. Ich öffnete den Kofferraum, nahm ein kleines weißes Päckchen heraus und klappte die Haube leise wieder zu.
So weich war das alles, wie das weicheste Leder was man sich vorstellen kann.

Gerti G.


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G.rEinigt

Das schöne an Wochenenden ist unter anderem, dass ich Zeit und Lust habe, meine umfassenden Traumerinnerungen niederzuschreiben … *hach* das macht soooon Spaß!

Hallo liebe MitLIEBEnden, GOTT zum Gruße! 🙂

Das letzte Bild aus meinem ersten Traum war ein knuffelig-knubbelig-kompaktbraun-kräftig-muskulöser Hund, der mit all seinen Kräften einen Staubsaugerschlitten hinter sich herzog. Der Hund trug ein Ledergeschirr wie Pferde vor einem Karren, und ich hielt die Zügel.
„Halten Sie gut fest!“ sagte der Mann, dem der Hund gehörte.
Und tatsächlich, ich musste arg aufpassen mich auf den Beinen zu halten, der Hund hatte eine enorme Kraft. Lustig sah das aus, ich wußte gar nicht wie mir geschah, ich dachte schon fast: ich träume! *hihi

Der Hund hatte nicht nur eine enorme Kraft sondern legte auch eine rasante Geschwindigkeit an den Tag, und der Raum in dem wir staubsaugten war groß! Was war das für ein Raum, in dem ich da war? Sehr groß, ein schöner Teppich als Bodenbelag, aber ziemlich verschwommen und staubig. Das würde eine Weile dauern, bis wir das in Ordnung gebracht hätten. Dieser große leere Raum wirkte trotz fehlendem Mobiliar nicht ungemütlich. Der Staubsauger war sehr sehr saugfähig, so einen starken Sog hatte ich bei einem solchen Gerät noch nie gesehen. Prädikat Stiftung Staubsaugertest: sehr gut!

Und wenn ich nicht aufgewacht wär … dann würde ich jetzt immer noch hinter diesem Hund herlaufen und mit ihm saugen was das Zeug hält. 😉

*

Ich war verheiratet, und meine Schwiegermutter kam überraschend zu Besuch.
Ich war regelrecht erschrocken, als ich die Tür öffnete und sie vor mir stand. Nicht etwa weil ich sie nicht mochte, sondern weil sie sich wirklich immer anmeldete und ich nicht wußte, was ihr unangemeldeter Besuch zu bedeuten hatte.  Außerdem wunderte mich, warum mein Schwiegervater nicht dabei war, sie kam nie ohne ihn. „Komm doch herein.“ sagte ich verstört.  Sie lächelte und sagte: „Ich möchte meine weiße Bluse bei dir zusammenfalten, wo kann ich das tun?“
„Dein Sohn schläft noch.“ sagte ich und führte sie ins Kinderzimmer um ihn nicht zu stören. Und doch landeten wir in dem Raum in dem er schlief. Er trug eine überdimensinal große Brille, das fiel mir auf, erwachte aber nicht, als wir ins Zimmer reinplatzten.

Das ich mich in der eigenen Wohnung verirrte, trug noch mehr zu meiner Verwirrung bei. Ich spürte die Neutralität meiner Schwiegermutter, ihr war das gleichgültig, sie bemerkte es zwar, kommentierte meine Verwirrung aber nicht.  Sie hatte einzig im Sinn, die weiße Bluse zu falten. So führte ich sie ins Kinderzimmer und ließ sie dort tun was sie zu tun gedachte.

Auf dem Rückweg ins Wohnzimmer entdeckte ich einen Raum in meiner Wohnung, in dem ich noch nie gewesen war. Der Eingang war verbarrikadiert mit einem rosanen Kinderbuggy und ein klappbares Holzteil lag in de Mitte quer im Weg. Ich hätte schwören können, dass dies unser Badezimmer war, doch kannte ich es nicht mehr wieder, so wie es sich mir zeigte.

Meine Schwiegermutter kam aus dem Zimmer und ich zeigte ihr den Kinderwagen.
„Den hast du immer noch?“ fragte sie erstaunt.
Recht hatte sie mir ihrer Frage, meine Tochter war längst ausgezogen, warum fand ich nun bloß ihren alten Buggy in meiner Wohnung? Der Wagen war alt aber eigentlich noch brauchbar, nur hätte ich niemanden gewußt, dem ich ihn hätte schenken können. „Ich könnte ihn fotografieren.“ sagte ich, öffnete die Haustür und zeigte auf die unendlich tiefe Treppe, die gleich an der Haustür mit unzähligen Stufen nach unten führte. Ich stellte mir gleich vor wie ich mit einem Assistenten den Kinderwagen die Treppe runterfahren ließ, ich untenstehend mit der Kamera in Bereitschaft. Solch ein Bild hätte bestimmt noch niemand gesehen …

Über diesen Gedankenspaziergang hinweg fand ich mich plötzlich bei sehr guten Freunden wieder. Viele Menschen waren bei ihnen und gingen durch die Räume.  Auf einem großen Tisch standen hoch aufgetürmt zahllose goldene Pakete und Päckchen, meine Freundin sah meinen fragenden Blick und sagte: „Wir haben gerade eine Erbschaft gemacht.“, und zeigte auf all die Päckchen. Goldene Pralinenbüchsen, goldene Kaffeepakete einer Marke, die eigentlich eine Schnapsmarke war. Wie Goldbarren wirken sie allesamt so aufgetürmt. Sie wollte all die Menschen die bei ihr waren damit beschenken. „Ich brauch keine Pralinen.“ sagte ich, und schnappte mir trotzdem eine aus einer offenen Dose, steckte sie lächelnd in den Mund und ging weiter durch die Räume. Da sah ich drei Hunde in einem Hundekorb. Meine Freundin hatte keine Hunde, so mussten sie auch bei ihr abgegeben worden sein. Es waren wundersame Geschöpfe, außergewöhnliche Tiere! Der größte von ihnen sprang aus dem Korb und ließ sich bereitwillig von mir kraulen. Er war weiß und hatte ein sehr dichtes, kuscheliges Fell, ungewöhnlich lange Ohren wie ein Widderkaninchen. Ein älterer Herr kam mit seinem kleinen Enkelsohn vorbei, der Junge kletterte in den Korb und stellte sich neben einen Hund, der genauso aussah wie er selbst. „Der Junge sieht ja genauso aus wie der Hund!“, sagte ich.
Doch das hörte der Mann nicht gern, zog den Jungen aus dem Korb und ging.  Ja tatsächlich, der Hund hatte das gleiche Gesicht wie der Junge, wenn auch einen Hundekörper. Ein ungewöhlich kleines, liebliches Gesichtchen mit dunkelbraunem Strubbelhaar und dunkler Gesichtsfarbe. Der dritte Hund sah aus wie eine Katze, war aber ein Hund, ganz eindeutig. Plötzlich spürte ich etwas rechts an meiner Seite. Eine Bekannte hatte ein Gerät an meinem Haar angesetzt … und mir damit das Haar geschnitten. Einfach so, ohne zu fragen! „Hey was machst du denn da?“ fragte ich.
„Ich hab dir nur den Spliss rausgeschnitten.“ sagte sie, und ich schaute auf ein paar kleine Häufchen Haare, höchstens 1,5 cm lang. Sie hatte ein ganz tolles Gerät zum entfernen von Spliss, etwas ganz Neues was die Welt so noch nicht gesehen hatte. Aber trotzdem hätte sie mich vorher fragen können. Ich ging zu einem Spiegel und betrachtete meine rechte Seite.
Mein Haar war lang und wallte wie Wasser. Überall dort wo sie mir den Spliss entfernt hatte, kringelte sich die Haarsträhnen und sahen aus wie goldenes Kräuselband! Schick sah das aus mit goldenen Strähnen im Haar, die linke Seite sollte sie mir auch noch so schön machen, doch musste ich erst eine Weile suchen, bis ich sie in den zahlreichen Räumen wiederfand.

Ich fand sie unter einigen Frauen, die auf Frisierstühlen saßen. Alle hatten blondes, langes Haar und trugen weiße Gewänder. Wie Engel sahen sie aus, und hatten so schönes Haar dass ich mich fragte, wieso sie es frisieren lassen wollten. Dazwischen saß meine Bekannte und konnte mir nun die linke Seite nicht mehr schönmachen, weil sie gleich selbst an der Reihe sein würde …
Ich hatte keine Lust zu warten. *Dann halt ein anderes Mal*, dachte ich, ging noch einmal durch die Räume, warf einen letzten Blick auf die goldenen Pakete, stieg wieder in mein Auto und fuhr nach Hause. Doch so einfach war das gar nicht, alles sah plötzlich ganz anders aus, so als hätte ich mich verfahren. Irgendwo hielt ich an, ein undurchsichtiger Vorhang versperrte mir den Weg.
Ein Junge spielte dort mit seinen Eltern, die schon etwas älter waren für so einen kleinen Jungen.
Vielleicht waren es seine Großeltern, ich fragte nicht danach.
Ich schob den Vorhang beiseite, der Stoff war gestreift und sehr schwer. Hätte ich doch bloß mein Auto nicht aus den Augen gelassen…der Junge war wohl ein kleiner Frechdachs und holte den Staubsaugerschlauch aus meinem Auto. Gespielt autoritär blickte ich den Jungen an und bedeutete ihm, den Schlauch wieder in das Auto zurückzulegen. Erst als seine Eltern ihn dazu aufforderten, folgte er meiner „Bitte“…um als nächstes ein Messer unter meinem Sitz hervorzuholen, das wohl schärfste Messer was es auf Erden gab. Es gehörte meinem Freund, Tomaten ließen sich wunderbar glatt und schnell damit schneiden.

Ich warf einen Blick auf die beiden Erwachsenen, schnell hatte man sich mit diesem Messer geschnitten. Es war beinahe so, als wollten mir diese beiden Personen über Blicke vermitteln, dass es ja wohl unmöglich sei, ein solch scharfes Messer im Auto zu transportieren. Der Junge steckte das Messer wieder zurück und ich machte mich schnell davon. Die hintere Autotür war noch offen, sie würde sich schon gleich schließen wenn ich kurz bremste, denn wie hätte ich sie sonst während der Fahrt schließen können? So fuhr ich am Vorhang vorbei weiter nach Hause. Doch ich hatte mich scheinbar verfahren. Die Gegend kam mir nicht bekannt vor. Plötzlich wechselte der Straßenbelag und ich durfte den ersten Schnee sehen. *Na sowas*, … dachte ich, hatte aber kein Problem mich mit den plötzlich sich ändernden Gegebenheiten zu arrangieren.
Am Ende der Straße standen draußen im Schnee ein paar Tische und Stühle im Kreis. Außen genug Platz um mit dem Auto drumherum zu fahren. So fuhr ich in gemächlichem Tempo rund um den Stuhlkreis durch den Schnee, um wieder zurück zu gelangen. Endlich kam ich in eine Wohngegend die mir wieder vertraut war und meinte mein Haus gefunden zu haben. Mit ein paar Männern ging ich zum Eingang, und erst da merkte ich, dass es die falsche Hausnummer war. Es war die 19 und ich wollte zur 29. So ging ich halt noch mal zurück, stieg wieder ins Auto, es konnte ja nicht mehr weit sein.

Ich sah alle möglichen Zahlen, doch keine 29. Ich sah auf der linken Seite der Straße die Häuser mit den ungeraden Zahlen. 25, 27 … die 29 gab es hier wohl nicht.
Die geraden Zahlen auf der rechten Seite sollten mich nicht interessieren, dennoch sah ich jede einzelne. Sogar eine 28 und eine 29 a, doch meine Hausnummer war weit und breit nicht zu sehen.


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G.trägt

ich war wieder einmal gefühlt an mindestens zwei orten gleichzeitig. einerseits befand ich mich gerade mit meinem freund im tonstudio zum einsingen, andererseits transportierte ich in der zonser altstadt gerade mein altes käfer-cabrio aus dem keller.

ich weiß noch nicht mal, warum ich es aus der versenkung holte … außerdem war es für ein auto erstaunlich leicht und gut zu tragen. wir waren mindestens zu dritt, ein kinderspiel also, das auto die kellertreppe hochzutragen. oben angekommen stellten wir das fahrzeug im schnee ab. es sah optisch frisch poliert und makellos aus, war aber nicht fahrtüchtig. wir wollten es eh zusammen tragen, ich wußte nur nicht wohin und warum.

ich fasste an der stoßstange an, und hielt sie fast in den händen, also keine gute stelle zum tragen. ich sagte meinen begleitern, sie sollten schon mal vorgehen, ich würde das schon machen. so schob ich den käfer durch den schnee, indem ich durch das fahrerfenster griff,  am lenkrad festhielt und schob. ich achtete darauf, dass die sperre nicht einrastete und kam wirklich gut vorwärts.

am schweinebrunnen stellte ich das auto kurz ab, entfernte mich, kam zurück und sah eine dunkle gestalt mit einem autoteil davonlaufen. ich konnte nicht erkennen ob es die motorhaube oder ein kotflügel war, wußte nicht was ich dem mann hinterherrufen sollte, und rannte los um ihn zu verfolgen.

irgendwo oben hatte er einen wagen stehen, in dem sein kumpel auf ihn wartete. als ich den dieb erreicht hatte, zerrte ich gleich an dem makellosen blechteil und verlangte, dass er es mir zurückgeben solle.
*das gehört mir.* sagte der mann.
*wie können sie sowas behaupten?* fragte ich entrüstet.
*steht doch kein name drauf.* sagte der mann.
*spinnen sie?* fragte ich, und hielt fest an diesem teil.
eine frau kam hinzu. *rufen sie die polizei, bitte, schnell.* bat ich sie. umgehend tippte sie eine nummer auf ihrem handy ein und kam meiner bitte nach.

*GOTT sei dank!* dachte ich, denn ich hatte das gefühl, mit worten mit diesem mann hier nicht klar zu kommen.
*sie können doch nicht einfach ein teil von meinem auto entfernen und behaupten es gehöre ihnen!* sagte ich noch einmal entrüstet.
er grinste nur unverschämt. einerseits kochte ich vor ohnmächtiger WUT, ich fühlte mich ganz allein mit dieser sache und fragte mich wie das weitergehen würde. ich befürchtete, der dieb würde einfach in sein auto steigen und mit meinem blechteil verschwinden. drum hielt ich es auch so fest wie ich nur konnte. andererseits war ich zuversichtlich und dachte, die sache wird sich schon regeln …

plötzlich schmiegte sich dieses weiße, makellose blechteil vor meine brust und legte sich meinem körper an wie ein schutzschild. ich hatte zuvor nicht gesehen, ob der dieb es aus der hand gegeben hatte, es geschah einfach so.

zufrieden blickte ich den dieb an. der allerdings schaute mürrisch drein, hatte sich wohl erhofft das blechteil zu geld zu machen.
frechheit.
er sah ein, dass er keine chance mehr hatte, an das teil heranzukommen und machte zum abschied einen auf „alte freunde“.
*hey, wir campen in urdenbach, weißte, so ganz urig, natürlich und alternativ. ich bin spirituell, weißte?*
*blödmann.* dachte ich. *was manche leute unter spirituell verstehen. tss.*
ich hatte keine lust auf eine diskussion mit diesem gammeligen typen, sah aus als hätte er eine woche nicht geschlafen, lotterig, und eine alkoholfahne hatte er auch. im grunde war er sturzbetrunken. und sich derart ans steuer zu setzen fand ich alles andere als spirituell. ich fand überhaupt, das unspirituellste ist, zu sagen: ich bin spirituell. ein spirituell ausgerichteter mensch lebt seine spiritualität, strahlt sie aus, ohne jemandem das auf die nase binden zu müssen …

der wagen entfernte sich und ich ging zu meinem auto zurück. an einer mauer sah ich ein halteverbotsschild, wußte aber nicht die genaue bedeutung. es war sonntag, und eine gruppe von frauen stand am schweinebrunnen. ich wollte sie gerade fragen ob sie die bedeutung des schildes kennen, da wurde es von einem beamten des ordnungsamtes entfernt. es wurde wohl nur sonntags aufgestellt … um touristen davon abzuhalten, den schweinebrunnen zuzuparken.
ich fand dieses vorgehen seltsam … und wachte dann auf.
😉


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G.giesst

ich bin aufgewacht und nun habe ich keine gelegenheit mehr, den schmuckkörbchen noch wasser zu bringen …das hätten sie wirklich dringend gebraucht.

ich hatte sie vor längerer zeit in einen großen blumentopf gepflanzt, und als ich oben aus dem schlafzimmerfenster meiner eltern schaute, sah ich wie ALL ihre blüten über den rand des topfes hingen. GOTT sei dank waren die blätter und stengel noch saftig und fest …
ich suchte meine mutter im garten zu entdecken um sie zu bitten, für mich diesen blumen wasser zu geben, doch ich konnte sie nirgends sehen.

die schmuckkörbchen waren nicht die einzigen blumen, die mir in diesem garten gehörten, denn ich hatte ein großes stück garten von meinen eltern zum bewirtschaften übertragen bekommen und hatte mich entschieden, wiese, blumen und sträucher anzupflanzen. das war aber nun schon eine weile her und ich konnte quasi schon den schönen anblick ernten, den ich gesät hatte. durch das grün eines bonsai-bäumchens wuchsen blaue kleine blüten hindurch, im grunde waren da zwei pflanzen in einer bonsai-schale. das gehörte wohl nicht so, mir gefiel das aber und ich konnte das so lassen. blaue blüten … die rupfe ich doch nicht einfach aus. ich war sowieso für wildwuchs im garten. wildwuchs mit einer gewissen ordnung.

doch nun stand ich oben am fenster, betrachtete die hängenden schmuckkörbchen und hatte die giesskanne vergessen. wie kam ich da bloß jetzt wieder herunter? eigentlich müsste ich das doch wissen, schliesslich wohnte ich in diesem haus. doch der gedanke wieder hinunter in den garten zu gehen, bzw. ihn zu finden, bereitete mir unbehagen …

ich ging in meinen raum, in dem ein großer, mehrteiliger schrank als raumteiler diente. einige leute befanden sich auf der seite, die nicht meine war. ich teilte den raum mit meinen brüdern. sie hatten besuch von einem mann, der energetisch arbeitete. zum beispiel konnte ich gerade beobachten, wie er mental mit gedankenkraft die zeiger der kuckucksuhr zurückdrehte und wie es ihm auch gelang, die goldenen ketten, an denen schwere vergoldete tannenzapfen hingen, zu bewegen. er ließ die goldketten am ende schräg unter der kuckucksuhr herunterbaumeln … vom gesetz der schwerkraft her völlig unmöglich, doch sah ich das mit meinen eigenen augen.

ich wußte, dass diese fähigkeiten auch in mir lagen, d. h. dinge mit mentaler kraft zu bewegen, doch konnte ich mich nicht erinnern, diese fähigkeit jemals eingesetzt zu haben, es war noch nicht nötig bisher. mein blick wurde auf meinen glitzi-fitzi schminkkram gezogen und ich befasste mich eine weile mit ALL meinen bunten, glitzernden sachen. ich wollte wohl noch ausgehen abends …
ich verlor mich geradezu in diesem tun und dachte nicht mehr an die schmuckkörbchen …
als ich wieder *bei mir* war blickte ich auf den mann mit der mentalen kraft und fragte ihn:
*kannst du auch den raumteiler bewegen?*
*klar!* sagte er, stand auf und schob den kompletten schrank von einer wand an die andere. ich musste lachen, denn ich hatte es ja eigentlich anders gemeint.
*hey, du weißt wie ich das meine.* sagte ich lachend, *komm, zeig es mir.*
er nahm sich den schrank von der anderen seite vor und schob ihn, wieder mit körperkraft, an die gegenüberliegende seite. ich war sehr amüsiert, fühlte mich auf angenehme weise veräppelt.
*er will also nicht.* dachte ich, *dann eben nicht.* und nun schob er die drei teile des schranks so auseinander, dass sie den raum nicht mehr teilten, sondern dass er sich quasi öffnete und sich vermischte mit den teilen die zuvor durch den schrank getrennt waren.

*hui, was für eine raumweite…*, dachte ich. das war mir bisher gar nicht so aufgefallen, denn ich als einzelne person hatte eigentlich nur ein kleines stück raum hinter dem schrank für mich…ich ließ den anblick eine weile auf mich wirken. dann kamen mir die blumen wieder in den sinn, die dringend wasser benötigten. die sonne schien und ich hatte das gefühl, mich beeilen zu müssen. so stand ich auf, sagte dem mann, er möge den schrank bitte später wieder so hinstellen wie er zuvor stand und machte mich auf den weg nach unten.

ich öffnete die tür und gelangte in ein treppenhaus. es kam mir fremd vor, es war in schummeriges licht getaucht und ich hatte das gefühl, noch nie hier gewesen zu sein. ich ging also hinunter und nahm gleich 5 oder 6 stufen auf einmal … viele menschen waren im treppenhaus unterwegs, männer, japaner oder chinesen, sie beachteten mich nicht. ich überholte sie alle, sprang von einer treppe hinunter auf die nächste und kam irgendwann unten an.

es gab mehrere ausgänge. ich entschied mich für einen, öffnete die tür und stand auf einer schneebedeckten treppe, die ganz steil nach unten ging, eigentlich war es keine treppe sondern eher eine empore, ein hoher sockel. eine freundin stand plötzlich neben mir. wir sprangen hinunter in den schnee, gingen ein stück zusammen und sie begann zu erzählen.
irgendwann stand ich wieder unten im flur und wählte einen anderen ausgang. eine großstadtszene eröffnete sich mir. keine spur von dem garten, den ich eigentlich aufsuchen wollte. eine vierspurige straße war reichlich befahren mit allerhand fahrzeugen. ich rannte beherzt über die ersten zwei straßen, musste dann aber wieder zurück, weil ich ein heranfahrendes auto übersehen hatte. dann war die bahn frei und ich konnte hinüberlaufen. auf der anderen straßenseite angekommen blickte ich zurück und konnte das haus vor lauter häusern nicht mehr entdecken. ich wusste nicht mehr wie es von aussen aussah. ein pompöses haus mit runden türmchen, stuck und schnörkel fiel mir besonders auf. vielleicht war es das? doch unten auf der ersten etage des hauses drehte sich ein karussell, so wie man das auf rummelplätzen sehen kann. es war ein karussell mit grünen autos, eines wie das andere. gut dass mein freund in diesem moment kam und mich an die hand nahm. er wusste bestimmt in welchem haus ich wohnte und könnte mich dort hinführen.


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Marder

wir sind auf dem weg. alles ist überflutet, überschwemmt, und wir wissen noch nicht ob wir mit dem auto hier durchkommen. ein fahrzeug vor uns macht uns deutlich dass es nicht geht. zumindest nicht heute. die nacht sollen wir abwarten und am nächsten morgen schauen wie sich das mit dem hochwasser entwickelt. ich sehe einige wunderbar fotogene szenen … gleich neben mir schaukelt ein bündel von überdimensional großen, tiefroten trauben in den wellen, immer wieder werden sie halb mit wasser bedeckt, die früchte so prall und frisch. etwas weiter entfernt wiegt sich eine bunte luftballontraube im wasser. auch fotogen. ich freue mich schon darauf, die kamera auszupacken. doch zuerst bauen wir für die übernachtung unsere zelte an einem trockenen platz auf einer wiese auf.
WIR … eigentlich SEHE ich niemanden der mich begleitet. meine tochter ist bei mir, das weiß ich. doch auch sie sehe ich nicht, ich fühle sie – und richte ihr einen gemütlichen schlafplatz im zelt ein.
draußen auf der wiese sehe ich ganz unerwartet einen weißen marder.
ich bin erstaunt, sehr! nie zuvor habe ich einen weißen marder gesehen. vor allem nicht so echt und nah an mir dran. er scheint unerschrocken … bleibt in relativ kurzer distanz zu mir und ich höre ihn sogar sprechen. seine stimme klingt etwas lustig … würde ich sagen. er hat eine art mickymausstimme. pipsig. ich verstehe nicht was er sagt, aber er spricht.
in seiner nähe steht ein pappkarton in dem sich noch andere tiere befinden. dicht aneinandergekuschelt liegen sie, vermutlich schlafend. vor meinen augen verwandelt sich der weiße marder nun in einen hund. ein gefühl des bedauerns überkommt mich, denn sein anblick war so schön. doch auch der hund ist eine schönheit, die fellfarbe ähnlich wie die eines fuchses, doch mit weißen streifen durchzogen. er kommt freundlich auf mich zu, läßt sich streicheln. wir kennen uns.
ich werfe einen blick in den pappkarton und bin froh, den weißen marder im hintersten eck zu entdecken … dort, wo der hund zuvor lag. eine interessante art, die plätze zu tauschen, denke ich.