G.fühlt

* born to be mild *


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G.schätzt

Schönen juten Tach liebe MitLiebenden,

E.T. ist einfach (m)ein Schatz!!!
Mein LieblingsThema kennt ihr ja schon: ICH BIN…SEIN
BewusstSein, bewusst Sein im JETZT – wie ich da „hinkomme“ und darin verweilen kann, und wie ich dem Plappermäulchen in meinem Oberstübchen Einhalt gebieten kann.

Jeder Satz eine Weisheit für sich…
Zitat aus einem Video (s. u.) mit Eckhart Tolle:

Um sicher zu gehen dass er die Kontrolle behält, ist der VERSTAND ununterbrochen damit beschäftigt, den GEGENWÄRTIGEN MOMENT mit Vergangenheit und Zukunft abzudecken.

Das lebendige und unendlich kreative Potenzial des Seins, welches vom JETZT nicht zu trennen ist, wird genauso von ZEIT überdeckt, wie deine WAHRE NATUR vom Verstand.

Eine immer schwerer werdende Last von ZEIT hat sich im menschlichen VERSTAND angesammelt.
Alle Individuen leiden unter dieser Last, aber trotzdem vergrößern sie sie ständig.

Das passiert immer, wenn sie den unendlich wertvollen GEGENWÄRTIGEN MOMENT ablehnen, ignorieren, oder ihn als Mittel mißbrauchen, um zu einem zukünftigen Moment zu gelangen, der widerum nur im VERSTAND existiert, nie in der Realität.


Die Anhäufung von Zeit im kollektiven und individuellen menschlichen Verstand enthält auch eine enorme Menge Restschmerz aus der Vergangenheit.


Wenn du für dich und andere keinen Schmerz mehr erschaffen möchtest, wenn du den Restschmerz aus der Vergangenheit, der immer noch in dir lebt, nicht mehr vermehren möchtest, dann höre auf, Zeit zu erschaffen.
Oder zumindest nur so viel wie nötig ist, um mit den praktischne Aspekten des Lebens umzugehen.


Wie hört man auf, Zeit zu erschaffen?


Erkenne ZUTIEFST, dass dein ganzes Leben sich im GEGENWÄRTIGEN MOMENT abspielt.


Stelle das JETZT ins Zentrum deines Lebens.


Während du vorher in der Zeit gelebt und dem JETZT nur kurze Besuche abgestattet hast, verbleibe von nun an im JETZT und statte der Vergangenheit und der Zukunft kurze Besuche ab, wenn das nötig ist, um mit den praktischen Aspekten deiner Lebenssituation umzugehen.


Sage immer JA zum gegenwärtigen Moment.


Was könnte sinnloser, wahnsinniger sein, als inneren Widerstand gegen etwas aufzubauen, das bereits DA ist?


Was könnte verrückter sein, als sich dem Leben selbst entgegen zu stellen, das JETZT, und immer JETZT ist.


Gib dich dem hin WAS IST.


Sage JA zum Leben und schau, wie das Leben plötzlich beginnt, FÜR DICH zu arbeiten anstatt gegen dich.


Der Gegenwärtige Moment … : ER IST wie ER IST.

Beobachte, wie der Verstand ihn benennt, und wie dieser Vorgang des Benennens und ununterbrochenen Beurteilens Schmerz und Unglücklichsein erschafft.

Wenn du die Arbeitsweise des Verstandes beobachtest, dann trittst du aus den Wiederstandsmustern heraus, und kannst endlich dem Gegenwärtigen Moment erlauben zu SEIN.


Das wird dir einen Geschmack vom Zustand innerer Unabhängigkeit von äußeren Bedingungen geben, vom Zustand inneren Friedens.


Und dann schau was geschieht, und handle falls notwendig oder möglich.


Akzeptiere – und handle dann.


Was immer der Gegenwärtige Moment enthält, nimm es an als hättest du es selber so gewählt.


Gehe MIT, gehe nicht dagegen an.


Mache den Moment zu deinem Freund und Verbündeten, nicht zu deinem Feind.

Das wird auf wundersame WEISE dein ganzes Leben verwandeln.


—sacht Eckhart Tolle…und: SO IST ES.

DANKE—sach ich.

❀ Gerti G.


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G.gießt

Der spirituelle Jahrmarkt und dein Innerer Schatz

Betrachte einmal das, was in dir angelegt ist, deine Gaben, Talente, deine Bestimmung, deine Aufgabe(n) auf Erden, kurz: deinen Inneren Schatz – als ein zartes Pflänzchen, oder auch als eine schon kraftvolle Blume mit duftender Blüte und saftig grünen Blättern.
Da braucht es natürlich ab und an etwas Wasser.
Und du beginnst zu gießen, zu gießen, zu gießen, gießen, gießen, gießen bis ins Unendliche… schließlich möchtest du deine Gaben an den Tag befördern, deine Bestimmung erkennen und leben, glücklich und im Frieden sein und andere daran teilhaben lassen.
Und noch viel mehr Gutes möchtest du für dich und alle.
Doch eines Tages, siehe da, ist das Pflänzchen ertränkt, entwurzelt vor lauter Wasser, schwimmt oben, hat keinen Halt mehr, man weiß nicht was daraus werden soll. So leicht geschieht es, und das Pflänzchen wird erdrückt unter Wassermassen so umspült von all dem äusseren, dass es kaum noch zu sehen ist.
Ein Beispiel für *zu viel des Guten*.

Sei achtsam, sei wachsam, sei aufmerksam.
Sei feinfühlig, frei und klar für dich selbst und wäge sorgsam ab,
was du wirklich brauchst,
um deinen Inneren Schatz
nach aussen in die Welt zu tragen
und dein Potenzial zu leben.

Das Göttliche ist einfach.
GOTT sei Dank.
✿ Gerti G.


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G.lauscht

✰ Ein Konzert in der Stille der Nacht. Umfangen von Dunkelheit lausche ich ihren Klängen.
Wind weht Herbstblätter auf der Straße in alle Himmelsrichtungen.
Hin und her höre ich sie über den Asphalt streichen, knorrig und trocken trommeln
sie sanft ihren Rhythmus und singen gemeinsam ihr Lied. Dazwischen wohltuende Ruhe,
Stille, Reinheit in der sternklaren Nacht.

✰ Gerti G


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G.rettet

Zwischen „GUT“ und „UNGUT“ stehe ich, in einem Raum wie ein einer Zwischenwelt, mitten in Polaritäten und doch wie in einem Raum dazwischen.
Herausgepresst werde ich zwischen „GUT“ und „UNGUT“, herausgeboren in einen weiteren Raum und stehe nun da und betrachte – mal mehr mal weniger verwirrt.

*

Von Mokka-Katzen, Schwimmbädern und Jedi-Rittern. 🙂

Die Kühltruhe muss mal wieder abgetaut werden, sie ist voller Wasser. Ich bin froh dass meine Tochter mir dabei hilft, ich habe so viel zu tun. Den Eisklumpen kann man förmlich beim schmelzen zusehen, es ist viel Bewegung im Wasser.
So kommt plötzlich eine leere Fischdose nach oben. Das sieht auch die Katze, langt mit ihren Pfoten nach der Fischdose, die nun auf der Wasseroberfläche schwimmt, reckt sich und reckt sich noch mehr … und fällt in das eisig kalte Wasser.

Die Katze ist türkisfarben und hat ein besonders kuscheliges Fell. Es ist eine Mokka-Katze. Mein Verhältnis zu ihr ist eher distanziert.
Ich gehe ihr aus dem Weg wo ich nur kann, habe Angst vor ihren scharfen Krallen. Sie ist so still und leise, plötzlich da, plötzlich weg, ich höre sie nie kommen und bemerke nicht wie sie geht. Das ist mir unheimlich.

Nun aber ist die Situation gegeben, schnell zu handeln und der Türkisen ganz nah zu kommen.
„Ach GOTT, das arme Tier in der eiskalten Brühe!“, denke ich, während ich die Katze kurz abtauchen sehe.
In sekundenschnelle greife ich nach ihr, ungeachtet ALLEM. Mir ist alles gleichgültig in dem Moment, das eiskalte Wasser, die Krallen, der enge Kontakt – einfach ALLES.
Ich ziehe sie heraus und halte sie an mein Herz.

Wie die andere Mokka-Katze nun auch noch in die offene Kühltruhe hineingekommen ist, ich weiß es nicht. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass wir zwei Katzen haben, aber es ist wohl so. Wo sonst sollte sie herkommen? Die Kleine hat ein etwas dunkleres türkisfarbenes Kuschelfell und macht der Großen alles, wirklich ALLES nach und ist noch ziemlich klein.
So ist es mir wichtig, dass die Große in unserem Sinne handelt, vor allem, dass sie nichts anstellt was sie verletzten könnte und der Kleinen mit gutem Beispiel voran geht. Blitzschnell nehme ich die kleine Katze aus dem eisigen Wasser und schließe sie in meine Arme.

Natürlich wurde ich patschnass und auch kalt, doch war ich überaus froh als die beiden Katzen aus ihrer Erstarrung erwachten und zwar sehr langsam, aber sichtlich, wieder auflebten.

Von diesem Tag an entstand ein tiefes Vertrauen zwischen mir und den beiden Katzen. Ich trage die große Türkise oft herum, und schon kommt die Kleine hinzu, sprringt auf meine Schulter und möchte auch herumgetragen werden.

Einmal bemerkte ich, dass die Große vorübergehend aus sich herausgegangen war, ich trug nur noch ihre leere Hülle im Arm. Ich lächelte, war erfreut über das Vertrauen was sie mir damit erwies und wartete einfach, bis sie zurückkam von ihrer Reise.
Von da an ist es wunderbar, mit den beiden Katzen so vertraut zusammen zu leben.

*

Ich habe dunkle Locken, dunkle Haut, mittellanges Haar, rehbraune Augen, eine niedliche Nase. Und ich weiß nicht ob ich in den Spiegel schaue oder ob mich eine Frau anschaut. Ich möchte am liebsten alle anrufen und erzählen, dass ich braune Augen und dunkles Haar habe, wenn ich in den Spiegel schaue.
Ich freue mich so und wundere mich über meine Schönheit. Ich weiß immer noch nicht ob SIE mich anschaut oder ob ICH es BIN.
Sie ist total nett und geht gerne ins Schwimmbad. Sie denkt gerade darüber nach, ob der rot-weiß-gestreifte Badeanzug tauglich ist für heutige Schwimmbäder. Es ist so ein Badeanzug mit etwas Bein daran. Ausserdem findet sie es schade, dass die Locken sich glätten, wenn sie im Wasser untertaucht.

*

Mein Bruder rief an, er war Schiedsrichter bei einem Fußballspiel. Er erzählte, dass sie ihm Korruption vorwarfen, ihn aber keine Schuld traf – genau verstand ich das nicht. Ich stand am Fenster während wir telefonierten und unten sah ich plötzlich eine dunkle Truppe langsam näher kommen. Ich sah das dunkle Gefährt eines Jedi-Ritters. Er war dunkelhäutig mit schwarzem Haar, machte einen sehr sympatischen Eindruck und schenkte mir ein strahlendes Lächeln.
Es waren die, die meinen Bruder suchten.
Sie waren wohlwollend.

Dann ERWACHTE ich.

Gerti G. 🙂


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G.kränkelt

Ich arbeite in einem Krankenhaus. Als ich aus meinem Büro herausgehe wundere ich mich darüber.

„Das ist ja ein Krankenhaus!?“ denke ich.

Und schon kommt ein junger Mann mit blondem Haar auf mich zu und fragt nach dem Weg zur Kantine. Ich zeige ihm, dass er einfach nur den Flur entlang zu gehen braucht, um dann durch die große Holztüre zu schreiten. Irgendetwas verleitet mich aber doch mitzugehen, damit er auch wirklich ankommt wohin er möchte.

Und so gehen wir Seite an Seite.

Auf dem Flur herrscht reges Treiben, ein hin und her von Menschen. Es scheinen Besucher zu sein, denn krank sehen sie nicht aus. Sie tragen Blumensträuße, Taschen, Päckchen.
Was mich nun doch sehr wundert ist, dass mir einige Frauen begegnen, die eine Zigarette in der Hand halten.
Mindestens 4 Frauen sehe ich auf dem Flur rauchen und sie betrachten mich irgendwie verächtlich. Ich sage nichts und bringe zuerst einmal den jungen Mann vor das Kantinentor, öffne es und bin selbst erstaunt was ich sehe:
Mehrere Berge von Obst und Gemüse, rot und gelb, knackig und frisch, exakt pyramidenförmig aufgebaut. Der ganze Raum ist erfüllt von Duft und Frische, von lebendig pulsierender Symmetrie.
„Siehst du, hier kannst du dir frisches Obst und Gemüse kaufen.“ sage ich, beschließe, später auch für mich dort etwas zu besorgen und lasse den Blonden zurück.

Auf dem Flur angekommen, stehen die Damen immer noch mit unfreundlichem Gesichtsausdruck da und rauchen. Im Vorbeigehen sage ich, dass das hier ein Krankenhaus ist, in dem aus Rücksicht auf die Bewohner nicht geraucht wird.
Sie sagen etwas Verächtliches und ich antworte: „DU MICH AUCH MAL!“

„Mara!!“ höre ich eine Frau erstaunt bis entsetzt mit großen Augen und vor Erstaunen offenstehendem Mund meinen Namen aussprechen, während ich an ihnen vorbei nach draussen auf die Wiese gehe.

Der Kantinenbetrieb scheint wohl heute auf den Außenbereich erweitert worden zu sein, ein Mann ist am Grill beschäftigt.  Gerade brät er für eine Freundin Kartoffeln und schüttet ihr über dem Grill etwas auf den Teller, den sie gerade in der Hand hält.
Dazu gehören wohl auch eingepackte Batterien, die allerdings so wie sie sind in die heiß brutzelnde Pfanne fallen.
Eine Weile schmurgelt das Päckchen im Öl und ich mache den Grillmeister darauf aufmerksam.
Mit bloßen Fingern nimmt er das Päckchen heraus und legt es meiner Freundin auf den Teller.
Dazu noch eine riesengroße milde Pepperoni.

Eine Frau kommt mir entgegen, sie trägt einen Verband um den Hals und hält ihre Hand darauf. Sie spricht mit mir.  Vor allem ärgert sie sich über das Rauchen im Krankenhaus, gerade sie hätte mit den Atemwegen Probleme nachdem sie operiert worden sei. Durch den Rauch zu gehen wäre für sie nicht gut.
Mein Mitgefühl begleitet sie, als sie wieder in das Gebäude geht.

Ich beschließe, auch so eine Portion gebratene Batterien mit Pepperoni zu essen.

Gerti G.


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G.glüht

Ich arbeite in der Praxis, in der ich meine Ausbildung absolviert habe. Die letzte Szene in meinem Traum ist, dass ich meinen Chef schlafend in einem Raum finde und ihm versuche zu sagen, dass ich gerade nicht sprechen kann, weil ich eine Glühbirne im Mund trage. 😉

Mein Chef scheint mit seiner Familie ausgeflogen zu sein. Es ist ein ziemliches Durcheinander überall, ein regelrechtes Chaos. Ich glaube, es ist der erste Arbeitstag nach einem längeren Urlaub. In jedem Praxisraum ist der Himmel los, es sieht aus, als flöge alles unsortiert durcheinander. Ich schaue in alle Räume. Meine Kolleginnen sind auch irgendwo, mal hier mal da, und helfen nicht gerade tatkräftig mit, das Chaos zu beseitigen. Sie schauen öfters auf ihre Armbanduhren.

Ich betrete den wichtigsten Praxisraum und entdecke einen Plastikroller, dessen hohle Plastikteile voller Wasser sind, bzw. ein Teil davon ist schon ausgelaufen und nun ist ein Großteil des Teppichs durchnässt, richtige Kuhlen sind entstanden, in denen das Wasser steht. Es liegen viele Kleidungsstücke am Boden, sie sind alle durchnässt. Ich sammle sie auf um sie in den Waschraum zu bringen. Ich frage mich wie es den vielen Paaren Schuhe ergehen wird nach dem Trocknungsvorgang … So riesige türkisblaue Schuhpaare habe ich noch nie gesehen. Und sie sehen alle so neu aus, völlig ungebraucht, ich hoffe sie überstehen das nasswerden gut. Überall trete ich in Wasserlöcher. Es müssen noch andere Quellen existieren, so viel Wasser kann nicht allein aus diesem kleinen Roller herauslaufen …

So gehe ich in den Raum mit dem Zauberbrunnen. Eine Frau wartet mit ihrem Sohn in diesem Raum auf meinen Chef. Der Junge hat alles spielbare auf dem Boden ausgebreitet und daraus jeweils etwas gebaut. Ich bestaune es, bin aber im Geiste schon dabei, es in die entsprechenden Spielkisten einzuräumen. Ich empfinde mich als unfair bei diesem Gedanken, und lächle den Jungen noch einmal an, so als hätte er meine Gedanken lesen können. Immerhin möchte ich um 18 Uhr die Praxis verlassen und habe noch einiges zu tun bis alles piccobello ist.

Als nächstes sehe ich überall Scherben von zersprungenen Glühbirnen liegen, zum Glück sind sie weit von der Spielfläche entfernt. Ich gehe zum Zauberbrunnen und schaue in die normalerweise spiegelglatte Oberfläche. Blumen erkenne ich darin, wunderschöne Blumen. Am Rand liegt mein Zauberstab und eine Feder. Ich bringe alles in Sicherheit, ich weiß nicht warum es offen herumliegt, weiß nicht wer meine Utensilien dort hingetragen hat. Es kommt mir alles sehr seltsam vor. Wer hat in meinem Zauberbrunnen gematscht? Ölaugen schwimmen auf der Wasseroberfläche und einen Schmierfilm bemerke ich. Mutter und Sohn im Raum haben das nicht verursacht, das fühle ich, als ich ihre gutmütigen, unbedarften, unschuldigen Gesichter betrachte.

Ich halte meine Handflächen in einem gewissen Abstand über die Wasseroberfläche, die sich zu drehen beginnt. Ölaugen, Schmier, alles vermischt sich kreisend, schneller und schneller, und am Rand des Zauberbrunnens ist das Wasser schon klarer zu durchblicken. So nehme ich eine Hand zurück und arbeite nur noch mit der Linken. Rührbewegungen mache ich, ohne die Wasseroberfläche zu berühren. Mittlerweile haben Mutter und Sohn neugierig ihre Köpfe so nah wie möglich meinem Tun entgegengestreckt. Ich lächle sie an, weil sie mich so staunend anschauen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem sich bewegenden Wasser, die Ölaugen nebst Schmierfilm scheinen sich aufgelöst zu haben, sie sind nicht mehr zu sehen. Alles ist klar und rein, transparent, durchschaubar, ganz so wie ich es mag.

Auf dem Flur begegne ich einer Kollegin, beginne mit ihr zu sprechen und gebe ihr wichtige Anweisungen wie wir das Chaos hier am schnellsten beseitigen damit wir rechtzeitig fertig werden. Von links kommt eine weitere Kollegin und beginnt mit derjenigen zu plappern, mit der ich gerade im Gespräch bin. Ich brause auf und weise sie zurecht in einem Ton der sie veranlasst, beleidigt auf dem Absatz kehrt zu machen.

Das ist hier kein Ponyhof, wir haben etwas wichtiges zu erledigen und es tut uns allen gut, zur rechten Zeit damit fertig zu sein. Ich gehe noch einmal zurück in den Raum, in dem das Wasser steht. Ein wenig ist schon getrocknet. Ich schaue aus dem Fenster und sehe zu meinem Erstaunen, dass der Anrufbeantworter der Praxis nebst Mobiltelefon draussen liegt, alle Geräte mit Strom versorgt, aber draussen. Und es sieht so aus, als würde es bald regnen. Puh, das nächste Problem. Mir wird alles zu viel, trotzdem behalte ich die Oberhand und schaffe es, Ordnung in alles zu bringen. Immer mehr zerbrochene Glühbirnen begegnen mir, große weiße, noch größere goldene, sie liegen da, als hätte sie jemand ganz sorgfältig hingelegt. Ich nehme sie alle auf, verletze mich aber etwas am Finger. Zuletzt habe ich keinen Platz mehr und stecke mir eine Glühbirne in den Mund.

Das ist der Moment, in dem ich den Raum betrete, in dem mein Chef im schicken dunkelblauen Anzug schlafend am Schreibtisch liegt. Langsam erwacht er und erhebt blinzelnd seinen Kopf vom Tisch, als er mich hereinkommen hört. Er ist wunderschön, mein Chef. Jung, ausdrucksvoll, von persischer Abstammung mit tiefschwarzem Haar, dunkelbraunen Augen, in denen die Sonne wohnt – und wir strahlen uns an.

Gerti G.


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G.kocht

Ach wißt ihr, heute habe ich zum ersten Mal zutiefst bedauert, dass es kein *blaues Gemüse* gibt.

Lauchzwiebelchen fein geschnitten, Knoblauchzehen gepresst, Ingwer minifein gewürfelt, Mohrrübelchen in Scheiben, Kartoffelstifte, Fenchel- und Selleriewürfel, Tomaten … und das Fenchelkraut gebe ich erst zum Ende der Garzeit  hinein.

Drei Lorbeerblätter aus Mamas Garten schwimmen in der Suppe, und mit ordentlich Curry habe ich dem Ganzen einen kräftiggelben touch gegeben. Himalayasalzlösung, Chillipfeffer, bisschen Kümmel, Thymian, Rosmarin – fast fertig. 😉

Diesmal habe ich auf Bambussprossen verzichtet. Lieber immer mal was anderes in die Suppe. Ich koch‘ halt gern Suppe.

Manchmal verdreht mein Freund die Augen, wenn ich frage: „Rate mal, was es heute zu essen gibt??“ „Suppe.“ sagt er dann, in einem Ton, den niemand nachmachen kann. Was allein in diesem Wort *Suppe* liegt, wenn er es ausspricht, darüber könnte ich einen Roman schreiben.

Die ganze Welt und *alles was es gibt* liegt in einem Wort.

Außerdem hat man mindestens zwei Tage was davon, wenn man Suppe kocht. Meist quillt der Topfinhalt fast  über, ich koche immer noch für ein paar imaginäre Wesen mit.*zwinker Wenn ich von der Arbeit komme, habe ich selten noch Lust mich eine Stunde hinzusetzen und Gemüse zu schnibblen, du etwa? Also ich nicht. Wenn mein Freund kocht, gibt es meist Vollkornnudeln mit Tomatensoße. Selbstgemachte Soße natürlich. Oder Gemüsepfanne, oder überbackene Tomatenbrote. Salat nicht zu vergessen. Das sind so unsere Standardgerichte, wechselnde Gemüsepfannen mit Reis oder Nudeln, Nudeln mit Tomatensoße, Gemüsesuppe, Salate. ;-))))

*Oh* – der Marienkäferwecker klingelt … ich geh grad mal nach den orangefarbenen Linsen schauen, die köcheln im Topf nebendran.

Farben verführen mich.

Ich hätte sonst niemals Linsen gekauft, wenn da nicht diese kleinen feinen Orangefarbenen gewesen wären. Als ich sie das erste Mal kochte war ich etwas enttäuscht darüber, dass sie gegart so fad aussehen wie viele andere Linsensorten auch. Wirklich enttäuscht. Ich hatte mir das so schön vorgestellt, in grünlastiger Suppe orangefarbene Linschen auf dem Löffel zu haben …

Tja, man macht so seine Erfahrungen.

Blaues Gemüse, das fehlt mir jetzt. Gut, ich könnte noch Broccoli nehmen oder ne grüne Paprika … aber ich hätte so gerne was Blaues drin.

Hm…und das denke ich allen Ernstes…So eine Vielfalt an Möglichkeiten, so ein Überfluss, in jedem Geschäft ALLES zu haben…und ich wünsch‘ mir Blaues.;-)

Heute hat mein Freund einfach nur gelacht und gelächelt als ich ihn fragte: „Rate mal, was es heute zu essen gibt??“ und er „Suppe.“ sagte.

Ja, so ist das. Nichts bleibt wie es ist. Alles ändert sich.

Die Suppe sieht morgen anders aus als heute.

SchreibLUST … manchmal hab‘ ich *einfach* SchreibLUST.

Gerti G. 🙂