G.fühlt

* born to be mild *


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G.chillt

Mit vielen Menschen befinde ich mich in einem großen Garten.
Natur, Stein und viele Bademöglichkeiten draussen. Auch in einer Grotte befinden sich einzelne Thermen in denen Menschen liegen, sich unterhalten, miteinander sind.
Alles ist schon voller Wasser, und dennoch gibt es jeweils über jeder Badenische einen Wasserhahn den man aufdrehen kann, damit die Nische sich richtig füllt.
In der Grotte finde ich keinen freien Platz, so gehe ich nach draußen. Da ist noch ein Platz frei im Gartenteich.
Es erstaunt mich und gefällt mir, dass das mal ein Gartenteich ist, in den auch Menschen sich begeben können. Ich drehe den Wasserhahn auf und das Wasser sprudelt frisch heraus. Auch drehe ich mir eine Zigarette und bin froh, dass ich einen Outdoor-Platz erwischt habe. Nach der Arbeit rauche ich immer gerne eine, und gerade heute habe ich das Gefühl, besonders viel gearbeitet zu haben.

Ich lege meine Kleidung ab und sehe Engel Chamuel auf mich zukommen. Er berührt mich mit Augen voller Liebe und in seinem Blickfeld finde ich mich schön und wunderbar.
Mit diesem Gefühl gleite ich in das sprudelnde Quell hinein.

Erst jetzt sehe ich den goldenen Motorradhelm von Chamuel am Teichrand liegen. Oh, er hatte sich diesen Platz wohl reserviert und ich habe ihn ihm weggenommen … es deutete aber auch wirklich nichts darauf hin, dass jemand anderes Anspruch auf diesen Platz hätte. Chamuel dreht sich auch eine Zigarette und ist geduldig, während er mich liebend betrachtet.
Er habe eh noch einiges zu erledigen, bis dahin wäre ich längst wieder raus aus dem Wasser.

Es ist angenehm. Erfrischend. Belebend. Wohltuend.

Gerti G.

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G.kränkelt

Ich arbeite in einem Krankenhaus. Als ich aus meinem Büro herausgehe wundere ich mich darüber.

„Das ist ja ein Krankenhaus!?“ denke ich.

Und schon kommt ein junger Mann mit blondem Haar auf mich zu und fragt nach dem Weg zur Kantine. Ich zeige ihm, dass er einfach nur den Flur entlang zu gehen braucht, um dann durch die große Holztüre zu schreiten. Irgendetwas verleitet mich aber doch mitzugehen, damit er auch wirklich ankommt wohin er möchte.

Und so gehen wir Seite an Seite.

Auf dem Flur herrscht reges Treiben, ein hin und her von Menschen. Es scheinen Besucher zu sein, denn krank sehen sie nicht aus. Sie tragen Blumensträuße, Taschen, Päckchen.
Was mich nun doch sehr wundert ist, dass mir einige Frauen begegnen, die eine Zigarette in der Hand halten.
Mindestens 4 Frauen sehe ich auf dem Flur rauchen und sie betrachten mich irgendwie verächtlich. Ich sage nichts und bringe zuerst einmal den jungen Mann vor das Kantinentor, öffne es und bin selbst erstaunt was ich sehe:
Mehrere Berge von Obst und Gemüse, rot und gelb, knackig und frisch, exakt pyramidenförmig aufgebaut. Der ganze Raum ist erfüllt von Duft und Frische, von lebendig pulsierender Symmetrie.
„Siehst du, hier kannst du dir frisches Obst und Gemüse kaufen.“ sage ich, beschließe, später auch für mich dort etwas zu besorgen und lasse den Blonden zurück.

Auf dem Flur angekommen, stehen die Damen immer noch mit unfreundlichem Gesichtsausdruck da und rauchen. Im Vorbeigehen sage ich, dass das hier ein Krankenhaus ist, in dem aus Rücksicht auf die Bewohner nicht geraucht wird.
Sie sagen etwas Verächtliches und ich antworte: „DU MICH AUCH MAL!“

„Mara!!“ höre ich eine Frau erstaunt bis entsetzt mit großen Augen und vor Erstaunen offenstehendem Mund meinen Namen aussprechen, während ich an ihnen vorbei nach draussen auf die Wiese gehe.

Der Kantinenbetrieb scheint wohl heute auf den Außenbereich erweitert worden zu sein, ein Mann ist am Grill beschäftigt.  Gerade brät er für eine Freundin Kartoffeln und schüttet ihr über dem Grill etwas auf den Teller, den sie gerade in der Hand hält.
Dazu gehören wohl auch eingepackte Batterien, die allerdings so wie sie sind in die heiß brutzelnde Pfanne fallen.
Eine Weile schmurgelt das Päckchen im Öl und ich mache den Grillmeister darauf aufmerksam.
Mit bloßen Fingern nimmt er das Päckchen heraus und legt es meiner Freundin auf den Teller.
Dazu noch eine riesengroße milde Pepperoni.

Eine Frau kommt mir entgegen, sie trägt einen Verband um den Hals und hält ihre Hand darauf. Sie spricht mit mir.  Vor allem ärgert sie sich über das Rauchen im Krankenhaus, gerade sie hätte mit den Atemwegen Probleme nachdem sie operiert worden sei. Durch den Rauch zu gehen wäre für sie nicht gut.
Mein Mitgefühl begleitet sie, als sie wieder in das Gebäude geht.

Ich beschließe, auch so eine Portion gebratene Batterien mit Pepperoni zu essen.

Gerti G.


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G.glüht

Ich arbeite in der Praxis, in der ich meine Ausbildung absolviert habe. Die letzte Szene in meinem Traum ist, dass ich meinen Chef schlafend in einem Raum finde und ihm versuche zu sagen, dass ich gerade nicht sprechen kann, weil ich eine Glühbirne im Mund trage. 😉

Mein Chef scheint mit seiner Familie ausgeflogen zu sein. Es ist ein ziemliches Durcheinander überall, ein regelrechtes Chaos. Ich glaube, es ist der erste Arbeitstag nach einem längeren Urlaub. In jedem Praxisraum ist der Himmel los, es sieht aus, als flöge alles unsortiert durcheinander. Ich schaue in alle Räume. Meine Kolleginnen sind auch irgendwo, mal hier mal da, und helfen nicht gerade tatkräftig mit, das Chaos zu beseitigen. Sie schauen öfters auf ihre Armbanduhren.

Ich betrete den wichtigsten Praxisraum und entdecke einen Plastikroller, dessen hohle Plastikteile voller Wasser sind, bzw. ein Teil davon ist schon ausgelaufen und nun ist ein Großteil des Teppichs durchnässt, richtige Kuhlen sind entstanden, in denen das Wasser steht. Es liegen viele Kleidungsstücke am Boden, sie sind alle durchnässt. Ich sammle sie auf um sie in den Waschraum zu bringen. Ich frage mich wie es den vielen Paaren Schuhe ergehen wird nach dem Trocknungsvorgang … So riesige türkisblaue Schuhpaare habe ich noch nie gesehen. Und sie sehen alle so neu aus, völlig ungebraucht, ich hoffe sie überstehen das nasswerden gut. Überall trete ich in Wasserlöcher. Es müssen noch andere Quellen existieren, so viel Wasser kann nicht allein aus diesem kleinen Roller herauslaufen …

So gehe ich in den Raum mit dem Zauberbrunnen. Eine Frau wartet mit ihrem Sohn in diesem Raum auf meinen Chef. Der Junge hat alles spielbare auf dem Boden ausgebreitet und daraus jeweils etwas gebaut. Ich bestaune es, bin aber im Geiste schon dabei, es in die entsprechenden Spielkisten einzuräumen. Ich empfinde mich als unfair bei diesem Gedanken, und lächle den Jungen noch einmal an, so als hätte er meine Gedanken lesen können. Immerhin möchte ich um 18 Uhr die Praxis verlassen und habe noch einiges zu tun bis alles piccobello ist.

Als nächstes sehe ich überall Scherben von zersprungenen Glühbirnen liegen, zum Glück sind sie weit von der Spielfläche entfernt. Ich gehe zum Zauberbrunnen und schaue in die normalerweise spiegelglatte Oberfläche. Blumen erkenne ich darin, wunderschöne Blumen. Am Rand liegt mein Zauberstab und eine Feder. Ich bringe alles in Sicherheit, ich weiß nicht warum es offen herumliegt, weiß nicht wer meine Utensilien dort hingetragen hat. Es kommt mir alles sehr seltsam vor. Wer hat in meinem Zauberbrunnen gematscht? Ölaugen schwimmen auf der Wasseroberfläche und einen Schmierfilm bemerke ich. Mutter und Sohn im Raum haben das nicht verursacht, das fühle ich, als ich ihre gutmütigen, unbedarften, unschuldigen Gesichter betrachte.

Ich halte meine Handflächen in einem gewissen Abstand über die Wasseroberfläche, die sich zu drehen beginnt. Ölaugen, Schmier, alles vermischt sich kreisend, schneller und schneller, und am Rand des Zauberbrunnens ist das Wasser schon klarer zu durchblicken. So nehme ich eine Hand zurück und arbeite nur noch mit der Linken. Rührbewegungen mache ich, ohne die Wasseroberfläche zu berühren. Mittlerweile haben Mutter und Sohn neugierig ihre Köpfe so nah wie möglich meinem Tun entgegengestreckt. Ich lächle sie an, weil sie mich so staunend anschauen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem sich bewegenden Wasser, die Ölaugen nebst Schmierfilm scheinen sich aufgelöst zu haben, sie sind nicht mehr zu sehen. Alles ist klar und rein, transparent, durchschaubar, ganz so wie ich es mag.

Auf dem Flur begegne ich einer Kollegin, beginne mit ihr zu sprechen und gebe ihr wichtige Anweisungen wie wir das Chaos hier am schnellsten beseitigen damit wir rechtzeitig fertig werden. Von links kommt eine weitere Kollegin und beginnt mit derjenigen zu plappern, mit der ich gerade im Gespräch bin. Ich brause auf und weise sie zurecht in einem Ton der sie veranlasst, beleidigt auf dem Absatz kehrt zu machen.

Das ist hier kein Ponyhof, wir haben etwas wichtiges zu erledigen und es tut uns allen gut, zur rechten Zeit damit fertig zu sein. Ich gehe noch einmal zurück in den Raum, in dem das Wasser steht. Ein wenig ist schon getrocknet. Ich schaue aus dem Fenster und sehe zu meinem Erstaunen, dass der Anrufbeantworter der Praxis nebst Mobiltelefon draussen liegt, alle Geräte mit Strom versorgt, aber draussen. Und es sieht so aus, als würde es bald regnen. Puh, das nächste Problem. Mir wird alles zu viel, trotzdem behalte ich die Oberhand und schaffe es, Ordnung in alles zu bringen. Immer mehr zerbrochene Glühbirnen begegnen mir, große weiße, noch größere goldene, sie liegen da, als hätte sie jemand ganz sorgfältig hingelegt. Ich nehme sie alle auf, verletze mich aber etwas am Finger. Zuletzt habe ich keinen Platz mehr und stecke mir eine Glühbirne in den Mund.

Das ist der Moment, in dem ich den Raum betrete, in dem mein Chef im schicken dunkelblauen Anzug schlafend am Schreibtisch liegt. Langsam erwacht er und erhebt blinzelnd seinen Kopf vom Tisch, als er mich hereinkommen hört. Er ist wunderschön, mein Chef. Jung, ausdrucksvoll, von persischer Abstammung mit tiefschwarzem Haar, dunkelbraunen Augen, in denen die Sonne wohnt – und wir strahlen uns an.

Gerti G.


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Und täglich grüßt … die LIEBE

Bonjour liebe Mitliebenden…*hachja*, meine innere Uhr macht vor dem Wochenende nicht Halt. Das Gute daran ist, das mein vor lauter Worten überquellendes SEIN sich an diesen arbeitsfreien Tagen ergiessen kann und die Tastatur zum Klimpern bringt. 🙂

Ich schrieb ja schon mal über Gewohnheiten, meine, die von Anderen…darüber, dass die meisten Menschen, die man morgens wartend am Bahnhof antrifft, immer an der gleichen Stelle stehen, immer die gleiche Position und Haltung einnehmen, den Kaffee immer auf die gleiche Weise halten und trinken…was mich dazu veranlasste, mein eigenes Gewohnheitsverhalten zu überprüfen. Zumindest ist mir nun noch bewusster, wenn auch ich diesem GewohnheitsTrott erliege. 😉

Jeden Morgen, wenn ich nicht mit der Bahn fahre, nimmt eine Freundin mich mit. Natürlich immer zur gleichen Uhrzeit: 6.30 Uhr. Und so kommt es, dass wir jeden Morgen um 6.54 Uhr in Köln die *Unzertrennlichen* sehen, und es ist jedes Mal eine reine Freude.

ER ist wohl schon im Rentenalter, ein schlanker, drahtiger Mann mit weißem Haar. SIE, etwas jünger, blond, schlank, sportlich. Jeden Morgen überqueren sie gerade die Straße, wenn wir wartend an der Ampel stehen. SIE scheint noch berufstätig zu sein, und ER begleitet sie zum Bahnhof. Sie gehen Hand in Hand, eng aneinander, wie verschmolzen wirken sie in ihrem *füreinander DA sein*.

ER trägt ihre Tasche über der Schulter, manchmal auch noch einen Beutel in der Hand, so dass sie frei von allem Ballast und leicht neben ihm hergehen kann. Gestern regnete es, SIE war besonders schick angezogen. ER hielt natürlich den Regenschirm, und so gingen sie noch enger aneinander als sonst.

Jedesmal wenn ich die beiden sehe, tauchen Geschichten in mir auf. Ob sie auch gemeinsam Hand in Hand die Treppe in ihrem Wohnhaus zur Haustür heruntergehen? Bestimmt bereitet ER morgens fürsorglich das Frühstück, das Ei so weich wie SIE es mag, die Brötchen knusprig warm und der Kaffee wird eingeschenkt, sobald SIE am Frühstückstisch Platz nimmt. Und dann sitzen sie schweigend und freuen sich schon auf den gemeinsamen Nachmittag, wenn SIE von der Arbeit kommt.

Natürlich holt er sie auch nach der Arbeit am Bahnhof ab. Während SIE arbeitet richtet ER die Wohnung her, damit sie es gemütlich haben und SIE nichts mehr zu tun braucht, wenn SIE nach Hause kommt. Ein Leben lang schaffen…da ist es eine Erleichterung, wenn die Arbeit gerecht und sorgsam aufgeteilt wird. Schön ist bei den beiden, dass es Hand in Hand geht, dass kein Wort darüber verloren werden braucht…für IHN ist es eine Selbstverständlichkeit und Normalität. Jeden Tag lässt er sich ein leckeres Menü einfallen und während SIE sich nach der Arbeit kurz entspannt, bereitet ER das Essen zu. Anschließend machen sie einen Spaziergang, Hand in Hand versteht sich.

Sie haben sich wirklich sehr lieb. Sie haben ihre Antennen liebevoll zueinander gelenkt…und die Wellen der Liebe strömen von IHM zu IHR und zurück, und verstärken das Feld der Liebe, in dem sie leben. Was sie sonst noch so machen, die beiden…da könnte ich nur weiter spekulieren…doch so viel ist sicher, daran kann man fühlen: sie leben das LEBEN voller LIEBE miteinander. Das ist es, was sie ausstrahlen, und damit erreichen sie auch uns, mich…dich.

Danke 🙂 Gerti G.


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G.kocht

Ach wißt ihr, heute habe ich zum ersten Mal zutiefst bedauert, dass es kein *blaues Gemüse* gibt.

Lauchzwiebelchen fein geschnitten, Knoblauchzehen gepresst, Ingwer minifein gewürfelt, Mohrrübelchen in Scheiben, Kartoffelstifte, Fenchel- und Selleriewürfel, Tomaten … und das Fenchelkraut gebe ich erst zum Ende der Garzeit  hinein.

Drei Lorbeerblätter aus Mamas Garten schwimmen in der Suppe, und mit ordentlich Curry habe ich dem Ganzen einen kräftiggelben touch gegeben. Himalayasalzlösung, Chillipfeffer, bisschen Kümmel, Thymian, Rosmarin – fast fertig. 😉

Diesmal habe ich auf Bambussprossen verzichtet. Lieber immer mal was anderes in die Suppe. Ich koch‘ halt gern Suppe.

Manchmal verdreht mein Freund die Augen, wenn ich frage: „Rate mal, was es heute zu essen gibt??“ „Suppe.“ sagt er dann, in einem Ton, den niemand nachmachen kann. Was allein in diesem Wort *Suppe* liegt, wenn er es ausspricht, darüber könnte ich einen Roman schreiben.

Die ganze Welt und *alles was es gibt* liegt in einem Wort.

Außerdem hat man mindestens zwei Tage was davon, wenn man Suppe kocht. Meist quillt der Topfinhalt fast  über, ich koche immer noch für ein paar imaginäre Wesen mit.*zwinker Wenn ich von der Arbeit komme, habe ich selten noch Lust mich eine Stunde hinzusetzen und Gemüse zu schnibblen, du etwa? Also ich nicht. Wenn mein Freund kocht, gibt es meist Vollkornnudeln mit Tomatensoße. Selbstgemachte Soße natürlich. Oder Gemüsepfanne, oder überbackene Tomatenbrote. Salat nicht zu vergessen. Das sind so unsere Standardgerichte, wechselnde Gemüsepfannen mit Reis oder Nudeln, Nudeln mit Tomatensoße, Gemüsesuppe, Salate. ;-))))

*Oh* – der Marienkäferwecker klingelt … ich geh grad mal nach den orangefarbenen Linsen schauen, die köcheln im Topf nebendran.

Farben verführen mich.

Ich hätte sonst niemals Linsen gekauft, wenn da nicht diese kleinen feinen Orangefarbenen gewesen wären. Als ich sie das erste Mal kochte war ich etwas enttäuscht darüber, dass sie gegart so fad aussehen wie viele andere Linsensorten auch. Wirklich enttäuscht. Ich hatte mir das so schön vorgestellt, in grünlastiger Suppe orangefarbene Linschen auf dem Löffel zu haben …

Tja, man macht so seine Erfahrungen.

Blaues Gemüse, das fehlt mir jetzt. Gut, ich könnte noch Broccoli nehmen oder ne grüne Paprika … aber ich hätte so gerne was Blaues drin.

Hm…und das denke ich allen Ernstes…So eine Vielfalt an Möglichkeiten, so ein Überfluss, in jedem Geschäft ALLES zu haben…und ich wünsch‘ mir Blaues.;-)

Heute hat mein Freund einfach nur gelacht und gelächelt als ich ihn fragte: „Rate mal, was es heute zu essen gibt??“ und er „Suppe.“ sagte.

Ja, so ist das. Nichts bleibt wie es ist. Alles ändert sich.

Die Suppe sieht morgen anders aus als heute.

SchreibLUST … manchmal hab‘ ich *einfach* SchreibLUST.

Gerti G. 🙂

 


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G.spürt

Ich bin Kundschafterin, unterwegs mit einem Begleiter den ich spüre, aber nicht sehen kann.

Gerade unternehmen wir einen Streifzug durch eine Welt mit kühlen, bekritzelten Wänden. Kein Himmel, keine Erde, nur Wasser und Beton. Diese Welt ist eckig eingezäunt, im großen Rahmen zwar, aber alle sind gefangen. Kaum jemand weiß es, denn das Areal ist unendlich weit und groß, so dass niemand jemals die hohen kalten Mauern zu sehen bekommt.

Ich bin hier, um hineinzuspüren in diese Welt. Meine Aufgabe ist es, Frieden aufzuspüren, zu erkunden, wie weit der Frieden hier in die Herzen der Wesen eingezogen ist. Wie weit das Friedliche die Macht zurückerhalten hat und ob es schon an der Zeit ist für das, was geschehen wird. Viele Flüsse gibt es hier, beinahe alles ist von Wasser umgeben. Das ist gut! Denn Wasser ist mein Element. Ich nähere mich einer der Mauern und gelange in einen hellen Raum.

Ich blicke in einen großen Spiegel und sehe einen Mann. Er wirkt wie ein Arzt, ist ganz in weiß gekleidet, und kümmert sich um ein Wesen auf einer Behandlungsliege. Es ist entweder ein blonder Junge oder ein Hund, ich kann es nicht genau sehen. Ich spüre keinerlei Gefahr, die Schwingung ist wohlwollend und gütig. Fast überall in dieser Welt ist dies an jeder Stelle die vorherrschende Schwingung, und so kann ich meine Mission bald beenden, brauche nur noch den Ausgang zu finden, um ihn allen zu zeigen.

Ich streiche mit den Händen über die Mauer und schon bald fühle ich die Stelle, die sich öffnen wird zu gegebener Zeit. Im Geiste beschrifte ich diese Stelle, damit sie leicht findbar wird.

Irgendwie lande ich in dem Raum, den ich zuvor im Spiegel gesehen habe, mit Arzt und … Hund, wie sich herausstellt. Hundefutter, glibberige Würstchen in Plastikhülle, die ich näher betrachte. Für eine Wurst ist sie wirklich nicht gerade fest, mit vielen exakt viereckigen rosaroten Stückchen. Ich frage mich, ob Hunde so ein matschiges Gefühl in der Schnauze mögen.

Ich führe ein längeres Gespräch mit dem Arzt, kann mich leider an kein Wort erinnern, weiß nur noch, dass dieser Mann ein Verbündeter ist. Zuletzt kommen wir auf die Elemente zu sprechen und ich sage:

 „Ich kann das Wasser beherrschen.“

Keine Ahnung warum das wichtig ist zu erwähnen hier unten, doch ich spreche es aus.

„Du kannst eine Welle erzeugen?“

 „Ja, das kann ich.“ sage ich, „da, wo es erforderlich ist.“

„Zeig es mir!“ sagt der Arzt.

In mir spricht es, dass ich dies nur zum Wohle von ALLem-Was-Ist und nicht zu Demonstrationszwecken tun sollte, doch ich fühle mich gerufen es zu tun.

Wir verlassen den Raum und der Fluss liegt vor uns. Er strömt langsam aber stetig, seine Tiefe ist nicht zu erkennen. Ich setze mich ans Ufer, konZentriere mich, verbinde mich mit dem ELement Wasser und spüre auch schon, wie der Fluss sein Strömen verändert. Wir sind verbunden und ich kann ihn leiten, so wie der Fluss mich leiten kann.

Ich frage mich noch einmal innerlich, ob ich es wirklich tun soll, es ist mir nicht geheuer, ich will mit meinen Fähigkeiten nicht protzen, ich weiß nicht, zu welchem Zweck das hier dienen soll. Es ist etwas im Blick des Arztes, das mich weitermachen und fühlen lässt, das es richtig ist was ich tue, und das es sehr wohl einen Sinn hat. Die Wasseroberfläche bewegt sich, das Wasser begibt sich ganz in meine Hand und mit meinen Gedanken bringe ich es in die Form einer großen Welle, die sich nicht ergießen wird, sondern einfach wieder hinabsinken.

Und so geschieht es, das Wasser zieht sich sichtbar und geräuschvoll weiter zurück, um in der Mitte zu einer großen runden Welle zu werden. Sie „steht“ und wartet auf weitere Führung. Ich lasse sie sanft wieder in den Strom eintauchen und kurz bevor das Wasser sich gänzlich wieder beruhigt hat, sehe ich vor meinem inneren Auge wie etwas aufbricht, geboren wird: wie eine Blüte tut sich an einer Stelle die Wasseroberfläche auf und ein Wesen kommt hervor, sitzt im Schutze von schillernd bunten Fäden umhüllt von Wasser.

Das Wesen ist männlich, ein Freund, wie ein Engel.

In diesem Moment weiß ich, dass ich nicht die Einzige bin, die dies gesehen hat – und ERWACHE.

Gerti G.


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G.grillt

Ich stehe am Gleis und beobachte, wie unterschiedlich die Wartenden Menschen auf den herannahenden Zug reagieren. Die meisten bewegen sich näher an die Gleise heran. Der Mann mit dem Roller steht wieder genau an dem Punkt, wo die Tür des letzten Wagons sich gleich auftun wird. Als der Zug anhält lassen sie gerade mal so viel Platz, das die ankommenden Fahrgäste durch ein schmales Spalier gehen können. In EinerReihen. Ich stehe ein bisschen abseits und habe ganz besonders heute nicht die Spur von Eile. Bisher bin ich noch immer in jeden Zug reingekommen. Und auf dem Rückweg bekomme ich auch immer einen Sitzplatz, so what? ;- ) Ich mag nicht immer am selben Platz stehen, ich mag nicht immer die gleiche Haltung beim Warten einnehmen. Ich lehne mich mal hier und mal da an, gehe mal auf dem Gleis nebenan spazieren, stehe mal so, mal so. Die Monotonie des Wartens bis man endlich nach Hause gekarrt wird – mag ich nicht mitmachen.

Nun sind alle ausgestiegen und die Wartenden stürmen den Zug. Es ist ein…Doppeldecker…ich weiß nicht wie diese Züge heißen, ich nenne ihn einfach mal Doppeldecker. Ganz langsam gehe ich vorwärts, heute werde ich mal nicht von allen Seiten gedrückt und geschubst, eine Frau lässt mir sogar den Vortritt.

Im Wagon setze ich mich auf die linke Seite, ich wähle einen Vierer und setze mich neben den jungen Mann am Fenster links. Der Mann mir gegenüber hebt seinen Rucksack hoch und will mir den zweiten Fensterplatz freimachen. „Och nö, danke, ich setz‘ mich hier hin.“ sage ich, während ich Platz nehme. Er sagt nichts. Hat auch gar nichts gehört. Wie konnte ich auch annehmen, mich hier mit jemandem unterhalten zu können? *zwinker* Er ist natürlich verstöpselt, der junge Mann. Hat Musik auf den Ohren, nicht so laut, dass ich sie hören würde. Ich mache es mir gemütlich auf meinem Platz und schaue mich um. Der junge Mann neben mir tippt auf seinem Handy herum. Mein Gegenüber kramt jetzt auch sein technisches Etwas aus der Tasche und tippt. Es klingelt, beziehungsweise: ein Musikstück erklingt. Mein Nebenmann geht zu schnell dran, als dass ich das Musikstück hätte erkennen können. „Hallo?“ sagt er, und beginnt ein Gespräch. Er kann heute Abend nicht, weil er unbedingt zu einer Probe muss. Mit seiner Band. Sie haben am Wochenende einen Auftritt bei einer WG-Party. Da kommen wichtige Leute, da muss er unbedingt noch mal zur Probe erscheinen. Es ist nämlich auch jemand dabei, der irgendwas mit den Toten Hosen zu tun hat. Plattenladen. Aber wie wärs denn mit Morgen? Wenn so schönes Wetter wäre wie angesagt, könnte man doch die Grillsaison eröffnen. (das finde ich auch!:-)

Ich komme mir vor wie ein Exot, nehme mein Notizbuch aus der Tasche und habe Lust aufzuschreiben was ich sehe. So richtig mit Kuli auf Papier. Das habe ich in der Bahn auch schon anders gesehen. Rechts gegenüber klingelt es. „Hallo?“ Drei blonde junge Frauen und ein blonder junger Mann sitzen zusammen. Sie unterhalten sich nicht miteinander, sondern jeder für sich mit dem Handy. Die Mädels sprechen, der Mann blickt von einer zur anderen. Ab und zu zieht mein Gegenüber die Nase geräuschvoll hoch und tippt weiter auf seinem technischen Teil herum. Tüdeldüt. Jemand hat eine SMS bekommen. Ahh … mein Nachbar links. Oh, ich stelle fest, dass sich zwei Menschen tatsächlich miteinander unterhalten. Ich dachte schon sie telefonieren. Hätte ja sein können. Ich schaue mich genauer um. Kaum ein Mensch, der nicht sein Handy in der Hand hält und tippt oder telefoniert …

Zielbahnhof erreicht. Ich steige aus und gehe gemütlich langsam zum Parkplatz. Als ich die Treppe hochgehe bemerke ich einen Mann neben mir, der die letzten paar Stufen gleichzeitig mit mir geht und mich die ganze Zeit betrachtet. Ich gehe rechts, er links. Wie ich sehe wird er nach rechts gehen, ich möchte links herum, und so kreuzen sich unsere Blicke, unsere Wege. Er ist grauhaarig, lächelt mich an. „Tschuldigung.“ sagt er. Ich weiß nicht warum. „Nix passiert.“ sage ich lächelnd, gehe zum Kiosk und später zum Auto.

Ich fahre auf die erste Ampel zu. Auf dem Gehweg rechts bemerke ich einen Mann mit Stöpseln in den Ohren, ein viereckiges Teil in seinen Händen, in das er hineinspricht. Ich schaue geradeaus. Auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung geht eine Frau und telefoniert gerade per Handy. Der Rest der Strecke ist menschenleerer. Auch habe ich genug gesehen.

Der Mensch macht sich mehr und mehr zum Sklaven der Technik.

Gerti G.