G.fühlt

* born to be mild *


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G.lockt

Im Laufschritt ziehe ich ein Baby im Buggy zum Spielplatz. Ich laufe rückwärts und halte beim Laufen die Hand an den Bügel über dem Sitz und habe ständig Blickkontakt mit dem Kleinen. Ich kenne den Weg, weiss wo es hingeht und brauche nicht nach vorn zu schauen.

Das Baby freut sich sichtlich. Es steht kurz vor seinem ersten selbstständigen Schritt, ganz ohne festhalten, ganz ohne Hilfe, das weiss ich ganz genau. Der Spielplatz ist schon in Sicht und ich lockere den Bügel während ich gleichzeitig weiterlaufe. Dieses rasende Tempo ist  ungewohnt für das Baby, es ist sanftes Schaukeln gewöhnt und gemütliche Spaziergänge im Kinderwagen, und doch gefällt ihm der Turbogang den ich einlege ausgesprochen gut, denn die Freude sprudelt nur so heraus aus dem Kleinen.

Pure Freude und große Erwartung auf den Spielplatz, den es nun zum ersten Mal auf eigenen Füßen betreten wird.

*

Mit 4 Kolleginnen stehe ich in einem Raum.

Wir sind alle schick gekleidet, unsere hübschen Blusen glätten sich zuweilen wie von selbst und wandeln sich in enganliegende, pastellfarbene Shirts, dann werden sie wieder zu weichfließenden Flatterblusen – ich bemerke dies nur am Rande und lasse es geschehen während ich mein Haar bürste.

Ich habe langes Haar, dichte blonde Locken wie ein Rauschgoldengel. Es sieht wirklich aus wie Engelshaar. Ich wundere mich zwar, habe mich anders in Erinnerung, doch finde ich es einfach nur wunderschön. Meine Kolleginnen sind ebenfalls damit beschäftigt, sich schick und schön und fein zu machen, es gibt wohl eine Feier.

Eine kommt und öffnet einen uralten Holzschrank. Ach du Schreck: im Inneren dieses alten Schrankes hängt unser Dienstplan mit so viel Brimborium drumherum, das man ihn kaum auf den ersten Blick erkennen kann. Ich lasse mir nicht anmerken wie kitschig ich empfinde was ich sehe, ich staune wirklich sehr über den Inhalt und finde, das sieht aus wie „bei Oma“. Also irgendwie nicht angemessen für so junge Frauen wie wir es sind. Eine dicke große weiße Kerze steht links im Schrank, daneben eine Marienfigur mit Jesuskind, viele viele kleine duftende Blumensträußchen, Blumenväschen gespickt mit bunten Blümchen hängen an der Rückwand des Schrankes und auch links und rechts in den Türen. Es wirkt wie ein kleiner, geheimer Altar, und mittendrin hängt unser Dienstplan.

Wirklich erstaunlich. Ich mache mir Gedanken, ob unserer Chefin das so gefällt.

Gerti G.

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G.ringt

uiuiui …das schärfste in dieser traumnacht war der weiß umrandete lichtring der drei mal in meinem linken auge aufflackerte und mir zeigte, zu wem ich mich dazusetzten sollte …

ich war in einer schule, so richtig auf der schulbank, mein freund saß eine reihe vor mir. obwohl die ersten beiden reihen nicht so dicht besetzt waren, mußte ich mich hin- und herbewegen, damit ich den lehrer im auge hatte, falls das angebracht war. der lehrer war genauso neu für mich wie das fach, was er unterrichtete. spanisch. er sagte etwas von „no tiendes“ oder so, gab uns eine aufgabe und um uns an die neue sprache heranzutasten sollten wir uns jeweils zu zweit zusammensetzen.

„ich dreh‘ mich dann einfach zu dir um.“ sagte mein freund, lächelte mich an, drehte sich wieder um und schrieb und schrieb und schrieb. er kannte die sprache schon ziemlich gut.
„ich such mir lieber jemand anderen.“ sagte ich. das verstand er, denn ihm beim schreiben zuzuschauen brachte mich jetzt gerade nicht weiter. so drehte ich mich um und schaute ob ich irgendwo jemanden schlaues entdecken konnte von denen, die diese klasse und das fach schon kannten, und als mein blick auf einen rothaarig gelockten jungen fiel flackerte dieser lichtring drei mal blitzartig vor meinem auge auf.

das war für mich das unmissverständliche zeichen dass ich die richtige wahl getroffen hatte.
es war ein bisschen umständlich, den platz neben dem jungen einzunehmen, alle anderen mussten ein wenig auseinanderrutschen, damit ich da noch reinpasste. der junge hatte verbände an beiden ohren, außen am weißen mull konnte ich die farbe geronnenen blutes erkennen.

jetzt war ich plötzlich mit dem jungen in einem separaten raum und er schaltete den fernseher an.
eine seiner katzen sprang mich von hinten an und legte sich seitlich wie ein halber gürtel um meine taille. und sie wollte nicht loslassen. ich würde nicht gern ihre krallen zu spüren bekommen, und so versuchte ich sanft sie irgendwie von meinem körper wieder loszubekommen. ich hatte noch kein einziges wort in mein vokabelheft eingetragen. der junge hatte seinen kopf ins spanischbuch gesenkt, der fernseher lief und zeigte gerade irgendein tier mit braunem fell. es rauschte und summte aus dem fernseher heraus …
„sag mal, kannst du den ausmachen?“ fragte ich und zeigte auf den fernseher.
„wieso, der läuft immer.“ sagte der junge von dem ich spanisch lernen sollte.

ich hatte wieder mit der katze zu tun.
ich spürte wie ihre krallen stellenweise leicht über meine haut fuhren und ich konnte mir vorstellen wie das ausarten könnte, wenn ich aufhören würde zu spielen und sie mit gewalt von mir entfernen würde. sie war aufs äußerste hartnäckig und zum glück sprang sie irgendwann von selbst ab.
der junge hatte mittlerweile eine überdimensional große dose bier in der hand, geschickt angestellt kam aus der dose, wenn man sie richtig hielt, eine bierflasche zum vorschein, und ein stiefel aus glas, in den man das bier schütten konnte. ich lernte tolle sachen, zumindest zu sehen und zu beobachten, nur kein spanisch, an diesem tag.

irgendwie wars als wären wir in einer jugendherberge gewesen. ich befand mich gerade in den sanitären anlagen und hatte festgestellt, dass alle toiletten verstopft waren, ein benutzbares klo hatte ich dann doch noch gefunden. ich stand gerade am waschbecken und wusch mir die hände, da kam ein vater herein, ich kannte ihn, er hieß pascal. er trug ein kind im babytragekorb und ein kind ging an seiner hand.

„versuchen sie es gar nicht erst, die klos sind alle verstopft. sie gehen besser gleich auf die herrentoilette.“ so drehte er auf dem absatz kehrt, lächelte freundlich und nahm die nächste tür.
mir kamen bilder in den sinn mit eingen der anblicke die ich ihm erspart hatte … son shize. ;- )

und schon stand die reinemachefrau mitten im waschraum. auf dem kopf trug sie unendlich viele spiralförmige reinigungsteile … als hätte sie sich diese auf dem kopf aufgesteckt umd sich ihrer schneller bedienen zu können. „alle mal herhören!“ rief sie in den raum, in dem allerdings nur ich anwesend war. „sämtliche klos auf der damentoilette sind verstopft!“ rief sie weiter. und bot jedem eine von diesen spiralen an, rot waren sie. was diese bewirken sollten, ich wußte es nicht und war auch froh dass ich es gar nicht erst ausprobieren musste, ich hatte ja schon alles erledigt.

irgendwann war ich wieder im klassenraum und alles war wie gehabt, mein freund saß vor mir und schrieb emsig, und ich hatte nicht ein wort in meinem heft stehen.


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G.stillt

ich sah zwei wesen etwa 1 meter über dem boden schweben, sie waren jung, unabhängig von mir und unabhängig voneinander. wir lächelten uns freundlich an, vielleicht sprachen wir sogar miteinander. nein, das nicht, sie stellten mir keinerlei fragen, unsere kommunikation fand über blicke statt. überaus freundliche und liebevolle blicke. und dann hob ich ab. ich hielt meine flughöhe erst einmal auf einem unteren level, gerne wollte ich mit diesen beiden wesen noch ein bisschen zusammensein. später jedoch, ich mußte schließlich weiter, ging es dann richtig in die höhe. mit den händen steuerte ich meine flughöhe. drehte ich die handflächen nach oben so ging es hinauf, und hielt ich die handflächen nach unten gerichtet, so sank mein körper hinab, die geschwindigkeit ergab sich aus meiner gedankenkraft. so flog ich also erst einmal über die dächer und stellte fest: ich war keine 100 meter luftlinie von meinem geburtshaus entfernt. ich hielt mich vor allem über dem haus auf, wo es früher – als wir geschwister noch klein waren – getränke an der haustüre zu kaufen gab. auch sonntags. und EIS. so etwas gibt es heute nicht mehr, die zeiten haben sich geändert.

in einer anderen traumsequenz hatte ich gerade ein baby bekommen. vielleicht war es mir *zugeflogen*? ;- ) jedenfalls kam das baby sehr plötzlich, ich war nicht in meiner wohnung und hatte nichts, womit ich es hätte versorgen können. es hatte etwas mundsoor und wirkte überaus hungrig, da mußte ganz zügig was getan werden. so ging ich also in diesem haus herum und fragte die leute bei denen ich mich gerade befand, ob sie milch und windeln hätten. sie hätten alles da was ein baby braucht, sagten sie. es war zwar nicht das was ich gerne gehabt hätte, aber damit konnte ich mir und meinem baby schon weiterhelfen bis ich mir all das besorgen würde, was ich für das kleine für notwendig hielt. das baby war bei mir in allerbesten händen.