G.fühlt

* born to be mild *


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G.grillt

Ich stehe am Gleis und beobachte, wie unterschiedlich die Wartenden Menschen auf den herannahenden Zug reagieren. Die meisten bewegen sich näher an die Gleise heran. Der Mann mit dem Roller steht wieder genau an dem Punkt, wo die Tür des letzten Wagons sich gleich auftun wird. Als der Zug anhält lassen sie gerade mal so viel Platz, das die ankommenden Fahrgäste durch ein schmales Spalier gehen können. In EinerReihen. Ich stehe ein bisschen abseits und habe ganz besonders heute nicht die Spur von Eile. Bisher bin ich noch immer in jeden Zug reingekommen. Und auf dem Rückweg bekomme ich auch immer einen Sitzplatz, so what? ;- ) Ich mag nicht immer am selben Platz stehen, ich mag nicht immer die gleiche Haltung beim Warten einnehmen. Ich lehne mich mal hier und mal da an, gehe mal auf dem Gleis nebenan spazieren, stehe mal so, mal so. Die Monotonie des Wartens bis man endlich nach Hause gekarrt wird – mag ich nicht mitmachen.

Nun sind alle ausgestiegen und die Wartenden stürmen den Zug. Es ist ein…Doppeldecker…ich weiß nicht wie diese Züge heißen, ich nenne ihn einfach mal Doppeldecker. Ganz langsam gehe ich vorwärts, heute werde ich mal nicht von allen Seiten gedrückt und geschubst, eine Frau lässt mir sogar den Vortritt.

Im Wagon setze ich mich auf die linke Seite, ich wähle einen Vierer und setze mich neben den jungen Mann am Fenster links. Der Mann mir gegenüber hebt seinen Rucksack hoch und will mir den zweiten Fensterplatz freimachen. „Och nö, danke, ich setz‘ mich hier hin.“ sage ich, während ich Platz nehme. Er sagt nichts. Hat auch gar nichts gehört. Wie konnte ich auch annehmen, mich hier mit jemandem unterhalten zu können? *zwinker* Er ist natürlich verstöpselt, der junge Mann. Hat Musik auf den Ohren, nicht so laut, dass ich sie hören würde. Ich mache es mir gemütlich auf meinem Platz und schaue mich um. Der junge Mann neben mir tippt auf seinem Handy herum. Mein Gegenüber kramt jetzt auch sein technisches Etwas aus der Tasche und tippt. Es klingelt, beziehungsweise: ein Musikstück erklingt. Mein Nebenmann geht zu schnell dran, als dass ich das Musikstück hätte erkennen können. „Hallo?“ sagt er, und beginnt ein Gespräch. Er kann heute Abend nicht, weil er unbedingt zu einer Probe muss. Mit seiner Band. Sie haben am Wochenende einen Auftritt bei einer WG-Party. Da kommen wichtige Leute, da muss er unbedingt noch mal zur Probe erscheinen. Es ist nämlich auch jemand dabei, der irgendwas mit den Toten Hosen zu tun hat. Plattenladen. Aber wie wärs denn mit Morgen? Wenn so schönes Wetter wäre wie angesagt, könnte man doch die Grillsaison eröffnen. (das finde ich auch!:-)

Ich komme mir vor wie ein Exot, nehme mein Notizbuch aus der Tasche und habe Lust aufzuschreiben was ich sehe. So richtig mit Kuli auf Papier. Das habe ich in der Bahn auch schon anders gesehen. Rechts gegenüber klingelt es. „Hallo?“ Drei blonde junge Frauen und ein blonder junger Mann sitzen zusammen. Sie unterhalten sich nicht miteinander, sondern jeder für sich mit dem Handy. Die Mädels sprechen, der Mann blickt von einer zur anderen. Ab und zu zieht mein Gegenüber die Nase geräuschvoll hoch und tippt weiter auf seinem technischen Teil herum. Tüdeldüt. Jemand hat eine SMS bekommen. Ahh … mein Nachbar links. Oh, ich stelle fest, dass sich zwei Menschen tatsächlich miteinander unterhalten. Ich dachte schon sie telefonieren. Hätte ja sein können. Ich schaue mich genauer um. Kaum ein Mensch, der nicht sein Handy in der Hand hält und tippt oder telefoniert …

Zielbahnhof erreicht. Ich steige aus und gehe gemütlich langsam zum Parkplatz. Als ich die Treppe hochgehe bemerke ich einen Mann neben mir, der die letzten paar Stufen gleichzeitig mit mir geht und mich die ganze Zeit betrachtet. Ich gehe rechts, er links. Wie ich sehe wird er nach rechts gehen, ich möchte links herum, und so kreuzen sich unsere Blicke, unsere Wege. Er ist grauhaarig, lächelt mich an. „Tschuldigung.“ sagt er. Ich weiß nicht warum. „Nix passiert.“ sage ich lächelnd, gehe zum Kiosk und später zum Auto.

Ich fahre auf die erste Ampel zu. Auf dem Gehweg rechts bemerke ich einen Mann mit Stöpseln in den Ohren, ein viereckiges Teil in seinen Händen, in das er hineinspricht. Ich schaue geradeaus. Auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung geht eine Frau und telefoniert gerade per Handy. Der Rest der Strecke ist menschenleerer. Auch habe ich genug gesehen.

Der Mensch macht sich mehr und mehr zum Sklaven der Technik.

Gerti G.

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G.schnürt

oder: die mit dem schnee spielt … 😉

plötzlich stehe ich auf der weide und sehe dabei zu wie meine tochter reitet. eine ungewöhnlich weiche decke liegt als unterlage unter dem sattel, und auch der rote sattel sieht so weich aus.
sie ist lange nicht geritten, hat aber einen perfekten sitz und ich sehe ihr an wie sie sich freut, nach so langer zeit endlich mal wieder zu reiten. das pferd kenne ich. es ist eine fuchs-stute, sie sieht gepflegt aus und macht einen zufriedenen eindruck, irgendwie wirken die beiden wie ein eingespieltes team … obwohl … so lange ist es her.

wie ich da plötzlich als zuschauerin hingekommen bin, ich weiß es wirklich nicht, denn hätte ich es gewusst ich hätte doch meine kamera dabei gehabt! so stehe ich da und nehme alles mit meinen augen auf, sehe wie meine tochter ihre runden dreht. als sie einmal bei mir anhält sage ich ihr, wie sehr ich bedaure dass ich keine kamera dabei habe.
*das darf eh niemand wissen dass ich hier reite.* flüstert sie als könnte es jemand hören.
ich kann nicht fragen warum, denn sie reitet schon weiter und es ist auch nicht wichtig, ich sehe wie die beiden ihren spaß haben …

plötzlich sitze ich draußen an einem alten gammeligen holztisch, sandiger boden, am tisch noch ein paar andere leute, einige davon kenne ich, wahrscheinlich bin ich sogar mit ihnen verabredet.
der holztisch gehört zu der alten kneipe im western-stil, vor der wir platz genommen haben. die tore sind gerade weit geöffnet und ich sehe die lange holztheke, dahinter eine spiegelwand vor der unten eine reihe flaschen und gläser stehen. große kneipe, doch kein mensch drin. mir ist irgendwie unwohl, ich habe nur 4 euro in der tasche, meine tochter sitzt neben mir, und wir beide haben durst. ich überlege ob ich bier oder etwas anderes trinken möchte und kann mich nicht entscheiden. immerhin habe ich noch einen weiten weg vor mir und zu meiner schande auch noch meine brille vergessen.
ohne diese seh ich im dunklen nix. ich lausche der unterhaltung am tisch, höre nichts nennenswertes und wundere mich auch nicht darüber. mein blick fällt auf ein ebenerdiges dach auf dem noch schnee liegt. der schnee sieht so schön und frisch aus das es fast künstlich wirkt.
ich kann nicht anders, stehe auf, gehe hin und greife zu.  ich nehme mir so viel schnee wie ich mit einer hand fassen kann und gehe zurück zum tisch. seltsam, es ist definitiv schnee, doch fühlt er sich etwas anders an als ich es gewohnt bin. so weich, so zuckerwattig … irgendwie zauberhaft. ich setze mich wieder an den tisch und betrachte den schnee länger … das tun auch die übrigen menschen, die am tisch sitzen. außer meiner tochter wundern sich alle, dass ich mir eine hand voll schnee geholt habe … ich halte die hand hoch und puste in den schnee. sofort lösen sich unzählige schneeflocken, unendlich viele, es ist fast als finge es an zu schneien … doch der klumpen in meiner hand wird nicht kleiner. dann stehe ich auf, erhebe meine hand und drücke auf den schneeklumpen. sofort löst sich eine weiße dichte nebelkugel aus dem schnee und formt in der luft einen großen stern und viele kleine symbole. uns bleiben augen und münder offen stehen, so schön sieht das aus, so zauberhaft ist es. und natürlich wiederhole ich das. erhebe die hand, drücke auf den klumpen: und wieder … ein großer stern und viele symbole an die ich mich nicht erinnere … wir können uns kaum satt sehen.

ein mann fällt mir auf, er sitzt ein paar tische weiter und seit ich mit dem schnee spiele hat sich sein äußeres verändert. einen bart hatte er schon zuvor, auch krauses haar auf dem kopfe, doch nun ist sein bart und sein haar schlohweiß geworden und er wirft einen weisen, gutmütigen blick in meine richtung. zwei kellner kommen, stellen etwas auf dem tisch ab und ich höre wie flüssigkeit eingeschüttet wird, höre auch, wie sich schaum bildet … das klingt nach bier denke ich, endlich bekommen wir was zum trinken. ich bin noch mal aufgestanden um mich umzusehen … doch nun lockt mich das geräusch und ich gehe wieder zurück zum tisch. als ich ankomme sehe ich, was die geräusche verursacht hat. spülwasser. die kellner wollen zusammen draußen ein paar gläser spülen. mit dem schaum liege ich gar nicht so verkehrt … nur das es spülmittel ist konnte ich nicht ahnen.
*und ich dachte ich höre prickelndes, schäumendes bier.* sage ich.
*möchten sie etwas trinken?* fragt einer der kellner.
*na endlich fragt mal einer.* denke ich und betrachte den kellner. ich kenne ihn, er hat langes braunes haar, doch sehe ich bei ihm keine spur des wieder-erkennens.
*ja bitte.* sage ich.

beide kellner nehmen ihren spülkram und gehen wieder in das gebäude zurück. sie schliessen das tor. wir warten lange, doch niemand kommt um uns etwas zu bringen. so gehe ich nun selber los um etwas zum trinken zu besorgen. neben dem tor befindet sich eine glastür mit einer durchreiche.
dort kann man bier, limo, cola, im glas kaufen und sich durchreichen lassen. vor mir wird gerade eine junge frau bedient.
*das ist mir irgendwie zu doof.* denke ich und gehe ein paar schritte, finde mich mitten in einer stadt wieder und trage ein langes, glänzendes kleid. ich suche und suche … ohne brille gar nicht so leicht.
da sehe ich einen gang der nach oben führt, blicke hoch und sehe das vorderteil eines grauen fahrzeugs gleich am ende des aufgangs, es hängt ein bisschen über. komisch. ich schaue in einen anderen gang, der ebenfalls nach oben führt und höre züge ankommen und abfahren.
*so nah am bahnhof.* denke ich …
dann spricht mich eine frau an.
*kennst du Marlon?* fragt sie? doch dann schaut sie mich an und meint, mich verwechselt zu haben. sie will sich schon wegdrehen und gehen und ich sage:
*klar kenne ich Marlon.*
sie dreht sich um und sagt meinen vornamen.
*ja genau, hast du mich nicht erkannt?* frage ich.
*im ersten moment nicht.* sagt sie und schaut an mir herunter. ich schaue auch zu boden und sehe, dass ich mir beinahe auf die goldenen schnüre trete. ohje … meine schwarzen overknees sind heruntergerutscht. ich bücke mich damenhaft, greife nach unten und ziehe die goldene schnur aus dem strumpf. dann raffe ich den strumpf und ziehe ihn wieder bis über die knie. und flutsch, schon hängt er wieder unten. eigentlich klar, denn ich trage wohl einen schnürstrumpf und die schnürung gibt dem strumpf den halt. so fädele ich die goldene schnur wieder ein, wir frauen grinsen uns an und während ich einfädele sage ich zu der frau: *am besten gibst du Marlon mal bei google ein. ich weiß weder ihren nachnamen noch habe ich ihre telefonnummer.* und ziehe den strumpf wieder hoch. jetzt sitzt er wieder. auch den anderen ziehe ich noch einmal fest.
alles ist perfekt.
nur weiß ich nicht wohin …


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G.tourt

in der nacht war ich in spanien unterwegs. ich war zu besuch bei meiner freundin und ihren kindern. sie wohnten in einem großen gebäude neben einem campingplatz. eigentlich fühlte es sich an wie ein krankenhaus, einige krankenschwestern liefen herum, ich konnte ein paar dialoge mithören und die waren inhaltlich nicht sehr freundlich, oder sagen wir lieber: sie waren DIREKT.

eine sagte zum beispiel zu einer frau, die ihre krankheiten ausführlich schilderte, auf die frage hin wie es ihr gehe: „pflegen sie nur ruhig weiter ihre krankheiten, jaja, es ist wirklich ganz schlimm was sie da haben.“ und das sehr ironisch. die kranke wollte wohl nicht auf die alternativen eingehen, die die schwester ihr anbot zu ihrem wohlbefinden.

irgendwie fand ich zu meiner freundin und ihrem sohn, und da sah es so rein gar nicht nach krankenhaus aus. ich weiß also in wirklichkeit nicht, wie ich darauf komme. sie machten einfach urlaub in spanien und ihnen stand jeder komfort und luxus zur verfügung. und was trieb mich bloß dazu, ihren sohn mitzunehmen als ich ging?

im traum war er jünger als er in wirklichkeit ist, so etwa gerade mal ganz knapp zwei jahre alt und manchmal noch etwas wackelig auf den beinen, so daß ich ihn die meiste zeit trug. ich kam an diesem campingplatz vorbei und fand auch gleich den bahnhof. im gebäude stand gerade eine aufzugtür offen, zwei männer standen drin, und ich quetschte mich mit dem kleinen jungen auf dem arm noch in den aufzug. wie freundlich die menschen mit kleinkindern umgehen, dachte ich. sie lächelten so freundlich, die männer. einer sagte etwas, das verstand ich aber nicht.

unten angekommen verließen wir den aufzug und ich schaute mich um, welchen zug ich nun nehmen müsste um zum flughafen zu kommen. ich traf eine frau die auch zum flughafen wollte, und schon saß ich im richtigen zug. der kleine war echt brav die ganze zeit, aber langsam fragte ich mich warum ich ihn mitgenommen hatte. ich konnte ihn doch nicht einfach so weit von seiner mutter entfernen, und schon gar nicht einfach mit nach deutschland nehmen. seltsam, das ich das tat.

so saßen wir nun im zug, der junge hatte seinen spaß und schaute links und rechts aus dem fenster auf alles was an uns vorbeizog. wir saßen ganz hinten im allerletzten abteil, irgendwie komisch, eigentlich war es der anfang, aber es war kein lokführer da, oder irgendein antrieb des zuges in sicht.
es war als hätte der zug  „alleinantrieb“, als würde er sich aus sich heraus in bewegung setzen.

plötzlich hielt der zug abrupt an, vor uns tat sich ein abgrund auf und aus dem wagon fielen unten so etwas wie schaufeln oder kurze rutschen heraus, damit wir besser in den abgrund fallen konnten. beinahe wären wir drei da hinten, bzw. vorne, auf den sitzen herauskatapultiert worden und herunter geflogen, doch das konnten wir gerade noch verhindern, es machte auch keine angst. ich schaute aus dem fenster und warf einen blick nach hinten und sah wie viele leute ausstiegen.

„hier ist endstation.“ sagte ich zu der frau und dem kleinen jungen den ich auf dem schoß hielt, ob er das nun verstand oder nicht. die frau  mußte als erste aussteigen und aufpassen, dass sie nicht mit der rutsche in kontakt kam, und auch ich schälte mich vorsichtig aus meinem sitz. geschafft. ich schaute mich ein bisschen um, alles karg, steinig, kein grün weit und breit, es gefiel mir irgendwie nicht so. und in dieser trostlosen gegend angelangt wurde mir nun wirklich bewusst dass es ein unding gewesen war, den jungen mitnehmen zu wollen. hatte ich das überhaupt mit meiner freundin so vereinbart? ich wußte nicht mehr wie es dazu gekommen war, wollte ihn nur noch so schnell wie möglich wieder zu ihr zurückbringen.

dem kleinen machte das überhaupt nichts aus, nicht bei seiner mutter zu sein. mal trug ich ihn, mal lief er ein paar schritte allein, doch zum herumspielen blieb uns nun gar keine zeit mehr, eile war geboten, ich hatte keine ahnung auf welchem gleis der zug zurück fahren würde, so ein ganz klein wenig lag die dämmerung schon in der luft, und für mich hieß es später noch, pünktlich meinen flug zu erwischen.

ich stapfte mit dem kleinen durch eine menge menschen und begann ein paar leute zu fragen ob sie die zugnummer wüßten, die mich zum campingplatz zurückbringt. ach was hatte ich ein glück, ich traf eine kleine truppe junger spanier, drei männer und drei frauen, die einen dolmetscher unter sich hatten. die frauen waren in saftig grün gekleidet mit lustigen hüten, die männer trugen schwarz mit zylinder. ich stellte fest, dass eine der frauen ein mann war. er sah aber wirklich ganz so aus wie eine frau. ich merkte es erst als er mir antwortete. der dolmetscher übersetzte ihm alles was ich sagte und fragte, und er antwortete jeweils etwas. es dauerte länger bis ich merkte dass sie mich veräppelten.
sie machten ihre witzchen über mich und unterhielten sich über alles andere, nicht aber über meine fragen nach der richtigen zugnummer und auf welchem gleis der wohl abfuhr.

als quintessenz kam aus dem gespräch so etwas wie „ficken, fressen, fernsehen.“ (sorry … :- )heraus. erst da merkte ich dass ich veräppelt wurde, schnappte mir den kleinen und zog schnell weiter, ich wollte keine zeit verlieren. ich ging wohl durch den biergarten, bzw. die außenanlage des bahnhofscafés. die gäste führten auffallend viele hunde bei sich, die meisten lagen schlafend auf dem boden, zumindest wirkten sie so. bis ich dann über die hunde steigen mußte, sie lagen überall im weg. ich wurde von jedem von ihnen beäugt und begutachtet, manche waren sogar etwas zu aufdringlich für meinen geschmack. und sie wurden immer größer. von dackelgröße angefangen über mittelgroß bis riesendogge.
„nicht beissen.“ sagte herrchen zu seinem hund, als die dogge sich daranmachte aufzustehen und sich mir in voller größe zu präsentieren.
*wie kommt der auf beissen???* dachte ich etwas verschreckt.
man führt doch wohl keine hunde mit sich die beissen, und lässt sie in einem lokal herumliegen wo sie menschen den weg versperren, die einfach nur hindurch wollen.

irgendwie kam ich da raus, natürlich war keiner von den hunden bissig, es waren einfach nur ungewohnt viele. ich warf einen blick in das bahnhofsgelände, drehte mich um und sah auf den straße einen ungewöhnlichen bus stehen. aus mittelbraunem holz war er, und eine holztreppe führte hinter der glastüre zum fahrer hinauf. ein paar fahrgäste saßen schon im bus.
mich interessierte ob er zum campingplatz fuhr und was die reise kosten würde.

„sprechen sie deutsch?“ fragte ich durch die glastür.
„ja.“ sagte der fahrer und schaute sich zu einem gast um der gleich hinter ihm stand.
„fahren sie zum campingplatz?“ fragte ich.
„kann ich machen.“ sagte der fahrer.
„was kostet die fahrt, für mich und den kleinen?“ fragte ich.
„da muß ich mal nachschauen.“ sagte der fahrer und klappte ein buch auf in dem er mit dem fahrgast neben ihm ein paar seiten aufschlug.
„2223 pesos.“ sagte er. komisch, ich hätte schwören können die währung wäre euro gewesen, doch was nützte mir das, er sagte halt pesos. „und wieviel ist das in euro?“ fragte ich.
„15.“ sagte er. dann schob er ein „16“ hinterher.
*16 euro, das geht ja noch.* dachte ich.
„20.“ sagte der fahrer und grinste den anderen fahrgast an.
ich war etwas erbost.
„sie haben doch 15 gesagt, und dann 16, wie kommen sie jetzt auf 20???“
„20.“ sagte der fahrer.
„ach, fahren sie doch alleine!“ sagte ich, und machte mit dem jungen im arm kehrt.

ich fand das so willkürlich von diesem fahrer, da mitzumachen hatte ich keine lust, absolut nicht.
dann irrte ich lieber noch ein bisschen umher bis ich den richtigen zug gefunden hatte, blieb mir aber treu. ich lasse mich doch nicht der willkür eines busfahrers zum opfer fallen, wo kämen wir denn da hin? so nahm ich kurs auf den bahnhof und sah dass er nun durch dicke, durchsichtige, bewegliche plastikvorhänge geschlossen war. ich ging näher an die vorhänge heran und schaute hindurch. mit einer großen maschine reinigten sie den boden und an den seiten standen gruppen von gleichgekleideten menschen. es würde eine theateraufführung stattfinden auf dem banhhofsgelände, was als solches nicht mehr zu erkennen war. und auch wenn da auf dem vorhang stand „bitte seiteneingang benutzen“ klappte ich zwei teile auseinander um mal leise anfragen zu gehen wie ich denn nun zu einem zug kommen würde.

das war dann der moment, in dem mir das alles ziemlich spanisch vorkam und mir so langsam dämmerte, dass das alles nur ein traum gewesen war … ich würde doch niemals den sohn von meiner freundin mitnehmen, außerdem ist er schon einige jahre älter, und theateraufführungen in bahnhöfen … das ist ja der totale nonsens!

🙂


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G.sucht

*

schönen juten abend, liebe mitLIEBEnden … schon montag heute, *juhu* !!
wenn der montag geschafft ist – im wahrsten sinne des wortes – dann ist die woche schon fast rum. jedenfalls isses dann nur noch halb so WILD. ALL das.
am wochenende kam ich irgendwie nicht dazu, mein schriftliches material zu vervollständigen und hochzuladen … ja, manchmal ist das so.
vor lauter zeit kommt man zu nix.

also dann hier das freitag-samstag-traumgedönz:

einen wunderschnuckeligen guten morgen, liebe mitLIEBEnden … juhu, heute ist wieder der *thank GOD it’s friday* tag. 🙂

aber lassen wir das.

ich hab heute nacht delfine gestreichelt. man hat mich sogar dabei fotografiert. die bilder durfte ich mitnehmen. nur leider finde ich sie nirgends. ;- )

ich bin im zug unterwegs mit meiner freundin und mit meiner tochter. irgendwann hält der zug einmal an. meine tochter, sie ist so um die 9 jahre alt, steigt fröhlich aus und turnt auf dem bahnsteig herum. durch die fenster sehe ich einen weiteren zug dicht neben dem unserem anhalten.
plötzlich setzt sich unser zug wieder in gang, in ziemlich schnellem tempo. was für ein schreck, und meine kleine ist noch auf dem bahnsteig. sie schaut verwirrt dem sich schnell entfernden zug hinterher. ich suche sofort den zugführer auf, der telefoniert mit dem fahrer und ich ziehe derweil die notbremse. auch wenn das alles schnell abläuft haben wir uns schon kilometer entfernt von dem ort an dem meine kleine zurückgeblieben ist.
LANKODE heißt er. ( gibts den? *g )
ich steige aus und gehe los, telefoniere mit dem fahrer des zuges um mit ihm zu verhandeln dass er wartet bis ich meine kleine gefunden habe und mit ihr wieder zusteigen kann.
ich finde den bahnhof nicht. ein paar jugendliche sitzen auf der straße. ich spreche sie an, frage sie nach dem weg, frage sie nach der nummer eines taxiunternehmens. ein vw-käfer-cabrio mit einem dunkelhaarigen fahrer – mehr kann ich nicht sehen – fährt langsam an uns vorbei.
den könnte ich mal fragen ob er mich fix zum bahnhof fährt, denke ich und nähere mich dem fahrzeug. der fahrer lächelt mir mit einer silberfarbenen zahnreihe entgegen. aber die sorte silber, die dringend mal geputzt werden müßte, beinahe schon schwarz angelaufen – wie man so sagt. er macht einen wirklich sehr unsympathischen eindruck und ich verzichte lieber darauf ihn zu fragen … er lächelt dann nochmal und es wirkt, als hätte er „seine zähne ausgezogen“, denn jetzt hat er ein recht normales gebiß, nur oberhalb der zähne sehe ich noch dieses dunkle silber.
und dann verblaßt die szene …

ich habe ihn bestimmt noch gefunden, den bahnhof und meine kleine, nur nicht mehr bewußt in diesem traum.

*

als nächstes befinde ich mich  an einem großen gewässer, ozean, meer, sowas in der art. eine große lange mauer zieht sich am wasser entlang, möglicherweise ist gerade ebbe … es ist nicht wirklich ein strand und schon gleich am ufer tummeln sich unmengen delfine und ähnlich große walartige tiere. ich habe ein bisschen (ehr)furcht vor so vielen großen tieren und bleibe lieber auf der mauer sitzen.
ein großer delfin drängt sich mir förmlich auf mit seinem langen schnabel ( so heißt das bei delfinen … ) und ich will und kann nicht anders als ihn zu streicheln. lange.

ich traue mich dann doch mal von der mauer. sowas wie ein eisbärbaby liegt im sand. mit dem fuß streichle ich ihm sanft über den felligen kopf.
irgendwie sehe ich das alles dann auf einer großleinwand und darf mir bilder aussuchen. ein mann druckt mir über eine riesenmaschine ein paar bilder aus. unterschiedlich groß. die szene mit dem eisbärbaby ist dabei, und auch ein bild davon, wie ich den delfin streichle. ich bin richtig stolz auf die bilder und nehme sie in gedanken mit nach hause.

*

samstags träumte ich erneut von einem käfer cabrio. ein weißes war es.
das erste fahrzeug was ich mir *in echt* gekauft hatte, noch bevor ich den führerschein hatte, war ein weißes käfer cabriolet. 🙂
na jedenfalls fuhr so ein cabrio in weiß an mir vorbei mit einem riesengroßen nummernschild am hinterteil. was mich im traum störte war, das es nicht symmetrisch angebracht war.
ein paar buchstaben konnte ich erkennen.
EKA.
oder EKTA.
und da stand noch viel mehr.

bedauerlich, dass ich botschaften in schriftform im traum scheinbar nur zum teil lesen kann.

*

als nächstes befand ich mich auf einer wiese und bestaunte vom himmel fallende, leuchtendblau fluoreszierende objekte. mindestens drei quallenförmige gebilde – von der größe wie ein mittlerer personenwagen – kamen mit einem leuchtend blauen lichtstrahl zur erde herab und landeten sanft auf der wiese in einigen metern abstand von mir.
mir standen augen und mund weit offen vor staunen.
die teile wirkten transparent, nur die umrisse waren deutlich zu sehen, wie gezeichnet fast.
so leicht, so seicht und leuchtend.
das nächste gefährt war dann schon weitaus größer. meterlang. die umrisse gleißend blau gezeichnet, und in der mitte konnte ich beinahe eine menschliche form erkennen, eine kombination aus mensch und tier. ein kopf, große augen.
nachdem auch dieses teil sanft gelandet war, manifestierte sich das mittelteil physisch und das tiermensch-wesen kam auf mich zu.
es unterhielt sich lange mit mir.
es war, als hätten wir uns schon ewig gekannt.

denkt jemand ich hätte auch nur ein einziges wort davon behalten?
*hoil*

wirklich: kein einziges!

*

so, dann wollmermal  … fleißig weiterträumen.

beibei loite, und danke fürs lesen! :- )

MARA *knix

*