G.fühlt

* born to be mild *


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G.lernt

zwei schulen habe ich in der nacht besucht, beide  zum ersten mal.
sämtliche schüler versammelten sich ganz oben im gebäude in der aula, das waren enorm viele stufen die ich zu bewältigen hatte, bis ich oben angekommen war.

einige meiner mitschüler kannte ich schon. ich weiß nicht mehr worum es ging, wir wurden verteilt, wahrscheinlich in klassenräume, und es setzten sich neue klassen zusammen.
ich musste noch zu der anderen schule, und so raste ich ziemlich schnell die treppen herunter. auf dem schulhof traf ich einige bekannte und irgendwie hatte ich das gefühl, plötzlich ganz woanders zu sein. so, als hätte ich mich verlaufen. denn ich war irgendwo ganz hoch oben, fuhr mit einem aufzug hoch und konnte aus dem fenster sehend die bunte achterbahn aus dem fantasialand sehen. einen berg hatte ich genau vor der nase, und noch eine bahn die sich durch die berge schlängelte. ich sprach mit ein paar leuten, die ebenfalls mit mir in einer art gondel saßen, über die achterbahn und wie cool der ausblick hier wäre.

als ich oben ausgestiegen war, war ich ganz allein. es war ziemlich kalt und ich hatte meine jacke auf dem schulhof vergessen. ich schaute mich um und bemerkte, das ich hier nicht richtig war. das war nicht der richtige ort, die gesamte umgebung war mir völlig fremd. dennoch bleib ich eine weile oben, traf ein mädchen und unterhielt mich kurz mit ihm.

dann sah ich eine uhr mit einer roten markierung, das war die anzeige, wie lange zeit ich noch hatte meine jacke in der anderen schule abzuholen. dabei fiel mir auf, dass ich keinerlei unterrichtsmaterial dabei hatte. wenn ich die neue schule noch rechtzeitig finden würde, dann hätte ich in der ersten stunde „elektrik“. ich hatte noch nicht mal ein heft dabei und suchte nach einer möglichen ausrede, gleich am ersten tag „ohne alles“ zu erscheinen.

den berg hinunter kam ich, indem ich mutig auf einen großen runden tank mit salzsäure stieg und mich einfach herunterrutschen ließ. ich hatte zusätzlich noch einiges an strecke im freien fall hinter mich zu bringen. aber kein grund zur besorgnis, ich kam heil ganz unten auf der straße wieder an.

eine schülerin hatte mir meine jacke in einer tüte aufbewahrt. die nahm ich freudig an mich, so brauchte ich nicht unnötig lange zu suchen.
und anschließend versuchte ich dann, die andere schule zu finden, es drängte langsam und zwei mal nahm ich den falschen weg.

dann traf ich einen mann der gerade von der arbeit kam. er zeigte mir aus dem fenster heraus zwei wege, wie ich zur schule kommen würde. doch beide war ich schon gegangen und es waren nicht die richtigen.

zum glück war er so freundlich mich mit dem auto zur schule zu fahren, die zeit drängte und ich wollte nicht gleich zur ersten stunde zu spät kommen, abgesehen davon, dass mir jegliches material fehlte.

als wir halt machten, hatten wir noch einen kurzen fußweg. der mann schien mich bis zu meinem ziel begleiten zu wollen. uns kamen eine menge schüler entgegen, sie gingen mitten auf den schienen, die sich gesäumt von bäumen befanden.

wir mussten durch einen tunnel aus bäumen, eine menge schüler standen davor und kamen nicht durch. es gab wohl gerade einen großen andrang. ich überlegte wie ich trotz diesen umständen noch rechtzeitig ankommen würde, wurde ein bisschen unruhig und plötzlich fiel meine brille auf die straße. es gab ein dumpfes geräusch und die brille zersprang in viele teile.
unbrauchbar.
*schau dir das an!* sagte ich zu meinem begleiter. *meine „180-euro-brille“!*
mein begleiter machte sowas wie: *nänänänänäääänä.*
ja, ein bisschen hämisch reagierte er und ich erklärte ihm, dass ich mich an das autofahren mit brille gewöhnt hätte und ich das gar nicht zum lachen finden würde.

ich fand mich aber schnell damit ab, was wollte ich auch tun, sammelte ein brauchbares stück brillenglas auf und steckte es in meine tasche.

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M.iNiWiNtErMäRcHeN

Musik liegt in der Atmosphäre.
Der PianoMann spielt die ganze Nacht.
Seine Musik benetzt alles Erreichbare, überzieht ALLes Was Ist wie mit einem zarten Hauch von Puderzucker.
Ein Wintermärchen.
Jeder Ton erreicht, berührt sanft, durchdringt.
Verklingt nimmerdar, schwingt weiter und weiter.
Beschwingt.
So sitzt der PianoMann und spielt die ganze Nacht.

*

Auf einem hohen Berg, tief in ihrem Inneren, sitzt Smaragda und lächelt vor sich hin.
Es ist kühler als sonst an diesem Abend, der Winter steht vor der Tür.
Ein paar trockene Holzscheite hat sie aus ihrem Sammelsurium geholt, ein Feuer angezündet und nun wärmen die lodernden Flammen Herz und Gemüt.
Nicht, dass es so kalt gewesen wäre das man ein Feuer hätte anzünden müssen, Smaragda liebt es einfach, am Feuer zu sitzen und dem Flammentanz zuzuschauen.
Um sie herum, in ihrem Inneren, da ist NICHTS.
Es ist angenehm fließend, ruhig, still.
So sitzt sie gern dort, auf diesem hohen Berg, genießt den Frieden.
Und die ganze Nacht hört sie diese Musik.
Jemand spielt am Piano.
Ein Wintermärchen.
Leidenschaftlich, etwas melancholisch, ruhig und sanft.
Die Töne dringen leise und stetig zu ihr durch und bringen ihr Herz zum schwingen.
Der Klang zirkuliert durch ihr ganzes SEIN und berührt auch da, wo sonst selten Musik hindurchdringt.
Ein zartes Schneeflöckchen läßt sich auf ihrer Nasenspitze nieder und schmilzt sodann.
So sitzt sie am Feuer, die ganze Nacht.
Sie hüllt sich ein in die Musik, deckt sich mit ihr zu wie mit einer wunderweichen Decke und kuschelt mit den Tönen.

*

SmarAgda

😉