G.fühlt

* born to be mild *


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G.tourt

in der nacht war ich in spanien unterwegs. ich war zu besuch bei meiner freundin und ihren kindern. sie wohnten in einem großen gebäude neben einem campingplatz. eigentlich fühlte es sich an wie ein krankenhaus, einige krankenschwestern liefen herum, ich konnte ein paar dialoge mithören und die waren inhaltlich nicht sehr freundlich, oder sagen wir lieber: sie waren DIREKT.

eine sagte zum beispiel zu einer frau, die ihre krankheiten ausführlich schilderte, auf die frage hin wie es ihr gehe: „pflegen sie nur ruhig weiter ihre krankheiten, jaja, es ist wirklich ganz schlimm was sie da haben.“ und das sehr ironisch. die kranke wollte wohl nicht auf die alternativen eingehen, die die schwester ihr anbot zu ihrem wohlbefinden.

irgendwie fand ich zu meiner freundin und ihrem sohn, und da sah es so rein gar nicht nach krankenhaus aus. ich weiß also in wirklichkeit nicht, wie ich darauf komme. sie machten einfach urlaub in spanien und ihnen stand jeder komfort und luxus zur verfügung. und was trieb mich bloß dazu, ihren sohn mitzunehmen als ich ging?

im traum war er jünger als er in wirklichkeit ist, so etwa gerade mal ganz knapp zwei jahre alt und manchmal noch etwas wackelig auf den beinen, so daß ich ihn die meiste zeit trug. ich kam an diesem campingplatz vorbei und fand auch gleich den bahnhof. im gebäude stand gerade eine aufzugtür offen, zwei männer standen drin, und ich quetschte mich mit dem kleinen jungen auf dem arm noch in den aufzug. wie freundlich die menschen mit kleinkindern umgehen, dachte ich. sie lächelten so freundlich, die männer. einer sagte etwas, das verstand ich aber nicht.

unten angekommen verließen wir den aufzug und ich schaute mich um, welchen zug ich nun nehmen müsste um zum flughafen zu kommen. ich traf eine frau die auch zum flughafen wollte, und schon saß ich im richtigen zug. der kleine war echt brav die ganze zeit, aber langsam fragte ich mich warum ich ihn mitgenommen hatte. ich konnte ihn doch nicht einfach so weit von seiner mutter entfernen, und schon gar nicht einfach mit nach deutschland nehmen. seltsam, das ich das tat.

so saßen wir nun im zug, der junge hatte seinen spaß und schaute links und rechts aus dem fenster auf alles was an uns vorbeizog. wir saßen ganz hinten im allerletzten abteil, irgendwie komisch, eigentlich war es der anfang, aber es war kein lokführer da, oder irgendein antrieb des zuges in sicht.
es war als hätte der zug  „alleinantrieb“, als würde er sich aus sich heraus in bewegung setzen.

plötzlich hielt der zug abrupt an, vor uns tat sich ein abgrund auf und aus dem wagon fielen unten so etwas wie schaufeln oder kurze rutschen heraus, damit wir besser in den abgrund fallen konnten. beinahe wären wir drei da hinten, bzw. vorne, auf den sitzen herauskatapultiert worden und herunter geflogen, doch das konnten wir gerade noch verhindern, es machte auch keine angst. ich schaute aus dem fenster und warf einen blick nach hinten und sah wie viele leute ausstiegen.

„hier ist endstation.“ sagte ich zu der frau und dem kleinen jungen den ich auf dem schoß hielt, ob er das nun verstand oder nicht. die frau  mußte als erste aussteigen und aufpassen, dass sie nicht mit der rutsche in kontakt kam, und auch ich schälte mich vorsichtig aus meinem sitz. geschafft. ich schaute mich ein bisschen um, alles karg, steinig, kein grün weit und breit, es gefiel mir irgendwie nicht so. und in dieser trostlosen gegend angelangt wurde mir nun wirklich bewusst dass es ein unding gewesen war, den jungen mitnehmen zu wollen. hatte ich das überhaupt mit meiner freundin so vereinbart? ich wußte nicht mehr wie es dazu gekommen war, wollte ihn nur noch so schnell wie möglich wieder zu ihr zurückbringen.

dem kleinen machte das überhaupt nichts aus, nicht bei seiner mutter zu sein. mal trug ich ihn, mal lief er ein paar schritte allein, doch zum herumspielen blieb uns nun gar keine zeit mehr, eile war geboten, ich hatte keine ahnung auf welchem gleis der zug zurück fahren würde, so ein ganz klein wenig lag die dämmerung schon in der luft, und für mich hieß es später noch, pünktlich meinen flug zu erwischen.

ich stapfte mit dem kleinen durch eine menge menschen und begann ein paar leute zu fragen ob sie die zugnummer wüßten, die mich zum campingplatz zurückbringt. ach was hatte ich ein glück, ich traf eine kleine truppe junger spanier, drei männer und drei frauen, die einen dolmetscher unter sich hatten. die frauen waren in saftig grün gekleidet mit lustigen hüten, die männer trugen schwarz mit zylinder. ich stellte fest, dass eine der frauen ein mann war. er sah aber wirklich ganz so aus wie eine frau. ich merkte es erst als er mir antwortete. der dolmetscher übersetzte ihm alles was ich sagte und fragte, und er antwortete jeweils etwas. es dauerte länger bis ich merkte dass sie mich veräppelten.
sie machten ihre witzchen über mich und unterhielten sich über alles andere, nicht aber über meine fragen nach der richtigen zugnummer und auf welchem gleis der wohl abfuhr.

als quintessenz kam aus dem gespräch so etwas wie „ficken, fressen, fernsehen.“ (sorry … :- )heraus. erst da merkte ich dass ich veräppelt wurde, schnappte mir den kleinen und zog schnell weiter, ich wollte keine zeit verlieren. ich ging wohl durch den biergarten, bzw. die außenanlage des bahnhofscafés. die gäste führten auffallend viele hunde bei sich, die meisten lagen schlafend auf dem boden, zumindest wirkten sie so. bis ich dann über die hunde steigen mußte, sie lagen überall im weg. ich wurde von jedem von ihnen beäugt und begutachtet, manche waren sogar etwas zu aufdringlich für meinen geschmack. und sie wurden immer größer. von dackelgröße angefangen über mittelgroß bis riesendogge.
„nicht beissen.“ sagte herrchen zu seinem hund, als die dogge sich daranmachte aufzustehen und sich mir in voller größe zu präsentieren.
*wie kommt der auf beissen???* dachte ich etwas verschreckt.
man führt doch wohl keine hunde mit sich die beissen, und lässt sie in einem lokal herumliegen wo sie menschen den weg versperren, die einfach nur hindurch wollen.

irgendwie kam ich da raus, natürlich war keiner von den hunden bissig, es waren einfach nur ungewohnt viele. ich warf einen blick in das bahnhofsgelände, drehte mich um und sah auf den straße einen ungewöhnlichen bus stehen. aus mittelbraunem holz war er, und eine holztreppe führte hinter der glastüre zum fahrer hinauf. ein paar fahrgäste saßen schon im bus.
mich interessierte ob er zum campingplatz fuhr und was die reise kosten würde.

„sprechen sie deutsch?“ fragte ich durch die glastür.
„ja.“ sagte der fahrer und schaute sich zu einem gast um der gleich hinter ihm stand.
„fahren sie zum campingplatz?“ fragte ich.
„kann ich machen.“ sagte der fahrer.
„was kostet die fahrt, für mich und den kleinen?“ fragte ich.
„da muß ich mal nachschauen.“ sagte der fahrer und klappte ein buch auf in dem er mit dem fahrgast neben ihm ein paar seiten aufschlug.
„2223 pesos.“ sagte er. komisch, ich hätte schwören können die währung wäre euro gewesen, doch was nützte mir das, er sagte halt pesos. „und wieviel ist das in euro?“ fragte ich.
„15.“ sagte er. dann schob er ein „16“ hinterher.
*16 euro, das geht ja noch.* dachte ich.
„20.“ sagte der fahrer und grinste den anderen fahrgast an.
ich war etwas erbost.
„sie haben doch 15 gesagt, und dann 16, wie kommen sie jetzt auf 20???“
„20.“ sagte der fahrer.
„ach, fahren sie doch alleine!“ sagte ich, und machte mit dem jungen im arm kehrt.

ich fand das so willkürlich von diesem fahrer, da mitzumachen hatte ich keine lust, absolut nicht.
dann irrte ich lieber noch ein bisschen umher bis ich den richtigen zug gefunden hatte, blieb mir aber treu. ich lasse mich doch nicht der willkür eines busfahrers zum opfer fallen, wo kämen wir denn da hin? so nahm ich kurs auf den bahnhof und sah dass er nun durch dicke, durchsichtige, bewegliche plastikvorhänge geschlossen war. ich ging näher an die vorhänge heran und schaute hindurch. mit einer großen maschine reinigten sie den boden und an den seiten standen gruppen von gleichgekleideten menschen. es würde eine theateraufführung stattfinden auf dem banhhofsgelände, was als solches nicht mehr zu erkennen war. und auch wenn da auf dem vorhang stand „bitte seiteneingang benutzen“ klappte ich zwei teile auseinander um mal leise anfragen zu gehen wie ich denn nun zu einem zug kommen würde.

das war dann der moment, in dem mir das alles ziemlich spanisch vorkam und mir so langsam dämmerte, dass das alles nur ein traum gewesen war … ich würde doch niemals den sohn von meiner freundin mitnehmen, außerdem ist er schon einige jahre älter, und theateraufführungen in bahnhöfen … das ist ja der totale nonsens!

🙂

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G.parkt

ich wußte, es würde gefährlich werden, ich konnte hier nicht mehr lange bleiben.
sie hatten meine fähigkeiten entdeckt.
meine tochter war gut versorgt, sie arbeitete am stand mit den zwei frauen zusammen, und so konnte ich beruhigt fliehen und kam schnell am großen see an.
es war schon dunkel.
ein blaues parkhaus hatten sie vor dem see erbaut, es mußte neu sein, ich hatte es noch nicht gesehen und es versperrte mir den ausblick auf das wasser.
der weg hoch zum see war verschneit, auch das parkhaus war leicht schneebedeckt.
ich entschied mich, am parkhaus hochzuklettern um so über den see zu kommen.

das parkhaus hatte drei etagen, es gelang mir leicht und schnell daran hochzuklettern und nun stand ich oben und hatte ausblick auf den see.
es war als wüßte ich nicht genau um meine fähigkeiten, ich zweifelte ein wenig ob ich das wirklich könnte was ich jetzt vorhatte zu tun.
diese gedanken wunderten mich, weil ich mir meiner fähigkeiten durchaus bewusst war und sicher damit umgehen konnte.
so hob ich also ab und flog los.
ich schwebte über den see und genoss den anblick ohne dabei zu vergessen dass ich auf der flucht war.
es würde einen kampf geben dem ich zu gerne entrinnen würde, ich wollte so weit wie möglich weg.
auf der flucht traf ich einen verbündeten.
ich spürte gleich , dieser mann trug die gleichen fähigkeiten in sich  wie ich. ich traf ihn in einer kneipe und er stellte mich verschiedenen leuten vor bevor wir zu ihm nach hause gingen.

meine widersacher hatte ich vor meinem weggang gesehen, einer von ihnen besaß einen großen gefährlichen spürhund. früher oder später würde er mich ausfindig machen.
bei dem mann zu hause angekommen stellte ich fest, das er sehr offene fenster hatte und man von außen in seine wohnung schauen konnte, vor allem im dunkeln wenn das licht eingeschaltet war.

da wir nun zu zweit waren würden wir das schon schaffen, sollte sich ein kampf ergeben.
auch der mann hielt seine fähigkeiten vor der außenwelt geheim.
einzig die wenigen menschen mit denen er mich kurz zuvor bekannt gemacht hatte, wußten davon und waren vertrauenswürdig.

es dauerte nicht lange, da witterte die katze des mannes draußen etwas ungewöhnliches.
sie sprang leichtfüßig an die wohnzimmerfensterscheibe und verlor ihre form, sie wurde schmaler und schmaler bis sie eins war mit dem fensterglas und nicht mehr zu sehen.

was machen wir nun? –  fragte ich den mann mit einem blick.
er erhob sich und drehte sich in einen vorhang ein. es gab noch einen weiteren vorhang am fenster, der war aber zu schmal als dass man sich hätte eindrehen können, so hüllte ich mich mit meinem verbündeten ein.
ich zitterte am ganzen körper und auch er stand nicht ruhig da.
wenn das mal gut geht, dachte ich.

ein älteres ehepaar erschien draußen vor den fensterscheiben. es waren zwei von den menschen mit denen ich zuvor bekannt gemacht wurde. sie hatten wohl einen schlüssel zur wohnung, denn schon bald standen sie im wohnzimmer und wir drehten uns wieder aus dem vorhang heraus, setzten uns mit ihnen an den tisch, tranken wein und erzählten.
*

*ich habe wenig geld.*
… hörte ich eine innere stimme sagen, als ich ERWACHTE.
sie klang weder bedauerlich noch bedauernswert, sondern neutral als reine aussage.
eigentlich waren das die worte einer jungen frau in einem bus … ich rekonstruiere jetzt mal den nächsten traum.

ich war mit einem silbernen auto in köln unterwegs, das heißt, eigentlich fuhr ich, und ein paar freunde saßen im fahrzeug.
wir kurvten durch köln.
ich weiß weder woher wir kamen noch wohin wir wollten.
plötzlich sah ich eine so sehr fotogene hauswand das ich sagte: *hier könnt ihr mich rauslassen.* obwohl eigentlich ICH die fahrerin war – und das war nicht das einzig paradoxe, ver-kehrte in diesem traum.

die hauswand war wunderblau gestrichen, es gab auch ein weißes quadrat. am haus standen ein paar bäume deren blätter sich schon herbstlich rot-gelb gefärbt hatten und eine kletterpflanze schlängelte sich farbenfroh um das haus.
es war dieser schöne kontrast, der mich veranlasste die „insassen zum anhalten aufzufordern“.
ich fuhr allein weiter und fand gleich in der nähe einen schneebedeckten parkplatz für mein auto. ich schaute kurz an mir herunter um zu prüfen ob ich passend gekleidet wäre für eine fototour durch köln, denn  ich wußte nicht das es geschneit hatte.
mal trug ich ein t-shirt und mal hatte ich darüber meine herbstjacke gezogen, es wandelte sich vor meinen augen. ich entschied dass es okay wäre so wie es ist.

der erste parkplatz den ich ansteuerte war leider ein behindertenparkplatz, das weiße zeichen auf dem asphalt konnte man durch den schnee nicht auf den ersten blick sehen, so fuhr ich auf die gegenüberliegende seite, wo gerade ein fahrzeug den platz verließ und nahm seinen platz ein.

man musste hier sein auto anketten oder mit einem schloss befestigen, und damit hatte ich so meine not. als ich fertig war mit meinem ersten versuch, lag mein auto auf dem rücken in einer höhle aus schnee.
seltsam.
ein älteres ehepaar kam mit ihren fahrrädern vorbei, der mann sagte etwas zu der art wie ich das fahrzeug angekettet hatte. so könnte man das hier nicht machen, da hätte man „sie“ gleich auf der pelle.
„wen“ wußte ich zwar nicht, machte mich aber gleich daran zu schaffen, das schloss noch einmal zu öffnen um es richtiger zu machen.
langsam drehte sich mein auto wieder in den normalzustand … irgendwie klappte jetzt auch alles und kalt war mir auch nicht.
so ging ich dann wohl los und machte meine fototour …

*

ich wohnte im haus meiner eltern, zumindest war ich DA, oben unter dem dach, dort wo ich mir mit meinem bruder die ebene unter dem dach teilte.
sein zimmer war etwas größer als meines.
seltsam, das haus fühlte sich „leerstehend“ an was es aber definitiv nicht war, denn ich hatte kurz bevor ich die treppe hinauf ging noch unten im wohnzimmer mit meiner mutter gesprochen.

ich hörte stimmen im zimmer meines bruders und öffnete dir zimmertür.
ein dunkelhaariger junger mann und eine kräftige junge frau mit zopffrisur saßen da, der mann hielt einen koffer auf dem schoß.
*wir wollen nach griechenland.* sagte er *bis wir einen flug haben dürfen wir hier wohnen. wir möchten unbedingt vor der geburt in griechenland sein, das kind soll dort geboren werden.*
erst jetzt sah ich, dass die frau die ich für „kräftig“ gehalten hatte, ein KIND unter ihrem HERZen trug.
*und wann wollen Sie weg?* fragte ich.
*sobald wir das ticket haben. wir haben noch 13 tage zeit, dann wird das kind geboren.* sagte der mann.
*haben Sie internetanschluß?* fragte ich – obwohl ich wußte dass es sowas hier im zimmer meines bruders nicht gab.
*nein.* sagte der mann.
ich sah ihn in verschiedenen zeitschriften, zeitungen und büchern blättern.
*warten Sie, ich besorge Ihnen was!* sagte ich und verließ den raum.
ich wollte die treppe hinunter gehen und bemerkte, dass die zweite stufe gefährlich lose war. ich wohnte lange genug in diesem haus um den trick zu kennen, damit man gefahrlos die treppe hinunter gehen konnte, aber die beiden neuankömmlinge da oben, die wußten das sicher nicht …
ich würde es ihnen bei nächster gelegenheit sagen.

ein mann war plötzlich bei mir, er wollte mit mir das andere haus besichtigen, welches schön und groß war und unwahrscheinlich viel potential enthielt, aber noch nicht ganz fertig war.
das andere haus konnte man sehen, wenn man in meinem zimmer aus dem fenster schaute.
es sah etwas dunkel aus, aber man konnte auch auf entfernung erkennen wie schön es aufgeteilt war, geräumig und viele möglichkeiten der verwendung beinhaltend.
ich mußte vorsichtig sein mit diesem mann, denn irgendwas war mit dem anderen haus noch nicht so ganz in ordnung, doch das brauchte dieser mann nicht zu wissen.
ich war mir nicht sicher ob ich ihm voll und ganz vertrauen könnte, er hätte dieses wissen gegen das andere haus verwenden können und das wäre zu schade drum gewesen.
so ging ich lieber ganz auf nummer sicher und ließ ihn das andere haus nicht allein besichtigen, so wie er sich das gewünscht hätte.
auf schritt und tritt begleitete ich ihn, bzw.: ich ging vor und das was er nicht sehen sollte zeigte ich ihm nicht.

*

in einem einkaufszentrum begegnete mir ein mädchen mit seiner mutter. das mädchen hatte geburtstag und ich wollte ihm etwas schenken, hatte aber nicht allzuviel geld.
wir standen an einem wühltisch mit diversen tafeln schokolade. ich gab ihr eine tafel schokolade und die paar euro die ich in der tasche hatte.
ihre mutter war sichtlich nicht so zufrieden mit meiner gabe, empfand das geschenk offensichtlich als zu gering. doch für mich war das okay, es lag gerade im bereich meiner möglichkeiten.
mehr ging nicht.

*

ich war in einem bus mit vielen jungen mädchen unterwegs. sie waren schminkbegeistert, sehr auf ihr äußeres erscheinen bedacht, und probierten allerhand glitzerzeug aus. ich hatte auch glitzifitzi-schminkutensilien in der tasche.
sie unterhielten sich zum teil recht vulgär und wußten ganz genau, dass es unziemlich war und nicht im sinne ihrer herrin, die gerade nicht anwesend war.
ich lauschte ihrer unterhaltung und schnappte allerhand verbal-sexuelles auf.
nun war die herrin im anmarsch, die mädchen veränderten augenblicklich ihre gesprächsinhalte, packten eilig ihre schminke weg, und am ende gab ich einem mädchen, was selbst nicht so viel hatte, meinen glitzerkram.
dann erklang dieser satz: *ich habe wenig geld.* – während ich ERWACHTE.

*


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G.irrt

heiter
weiter
goldener
reiter

*

 

es war beinahe so, als bewohnte ich allein ein ganzes dorf.
denn die einzelnen räume die zu meinem haus gehörten, lagen unendlich weit auseinander und waren weit verteilt.
für jedes bisschen mußte ich unwahrscheinlich weit gehen. manchmal mußte ich durch eine gruppe von menschen, wenn ich irgendwo hinwollte. es herrschte meist verrauchte kneipenstimmung.
sie sprachen zu mir, alle durcheinander, so dass ich kaum ein wort verstehen konnte. einer wollte mich wohl „auf den arm nehmen“ indem er sagte:
*das ist nicht das badezimmer in dem du wohnst.*, und er grinste dabei. hämisch.
verloren fühlte ich mich, weil die wege so weit waren und weil ich selbst nicht genau wußte wo alles war was ich benötigte.

an diesem abend hatte ich mich entschlossen, noch recht spät mit dem bus in die stadt zu fahren. und während ich irgendwo etwas brauchbares zum anziehen suchte, fragte ich meine mutter um wieviel uhr der bus fährt.
*um kurz nach 11.* meinte sie.
doch ich wollte es ganz genau wissen, ich wollte ganz genau wissen wieviel zeit ich hatte.
*um 23.12 uhr* sagte sie daraufhin.
damit konnte ich etwas anfangen, das war präzise.
so hatte ich also noch gut eine halbe stunde zeit alles zusammenzusuchen, in all den räumen die so weit auseinander lagen.
ich fand auf anhieb weder meine lederjacke noch sonst etwas warmes zum überziehen, und es würde kalt werden um diese zeit, auch wenn ich nur eine gute stunde bleiben wollte.

so irrte ich also in meinen räumen umher und fand stückchen für stückchen das was ich tragen wollte. die goldenen schuhe hatte ich mir schon angezogen. nicht so feine schmale zierliche teile wie man jetzt denken könnte, nein es waren eher schuhe von der gröberen, klobigen sorte. aber sehr schöne, mir gefielen sie und das war die hauptsache.
ich ärgerte mich ein bisschen über den großen fleck auf der oberseite des rechten schuhs. aber daran konnte ich jetzt so kurz bevor der bus kam nichts mehr ändern.
ich konnte sowieso grundsätzlich nichts daran ändern, weil es sich bei dem fleck um kleber handelte, und ich hatte keine ahnung wie das zu beseitigen wäre.
dort wo ich hingehen würde war es eh düster und schummerig, niemandem würde der fleck auf dem schuh ins auge springen.
und selbst wenn, was interessierte mich das schon.
immerhin waren sie goldfarben.

in vielen räumen durchwühlte ich schubladen, öffnete schranktüren und fand alles mögliche, nur diese lederjacke nicht, und die brauchte ich unbedingt. oder zumindest einen dicken pulli. aber ich fand einfach nichts.
hinter zwei schubladenklappen fand ich versteckt tapetenrollen und kleister. lieber hätte mein verstand schriftrollen gefunden, sie auseinandergerollt und darin gelesen. doch im traum waren es eben einfach nur diese tapetenrollen.
ein schweres goldenes shirt fand ich, kurzärmelig und am hals mit grünen edelsteinen besetzt. darunter zog ich ein langarmshirt im grün der edelsteine. das sah schön aus, vor allem paßte es gut zu den schuhen.
so war ich also fast fertig, als ich einen anruf bekam. es war claus. ich kannte ihn eigentlich nicht, hatte aber seinen namen im handytelefonbuchspeicher stehen.
ich verstand kein wort, meine umgebung war gerade so laut, ich konnte wirklich nichts verstehen.
*ich ruf dich zurück.* sagte ich und verließ die laute gegend.

und dann verpaßte ich den bus.
und das nur, weil ein mann mich unbedingt haben wollte.
genau das war es, was mich an ihm so störte: offensichtlich wollte er mich HABEN.
alles was er von mir wollte hielt mich davon ab, mit ihm  zusammen sein zu können. der einzige trumpf den er hatte war seine physische stärke. und die setzte er ein, wann immer er etwas nicht bekam, was er wollte.
so handelte er grundsätzlich.
*laß mich los, ich suche meine lederjacke.* sagte ich.
*soll ich dir suchen helfen?* fragte er albern in einem ton der erkennen ließ, das er ganz bestimmt nicht vorhatte mich zu unterstützen.
er drückte mich nur noch fester an sich und ließ einfach nicht locker.
er würde das niemals verstehen. das es im leben nicht darum ging jemanden HABEN zu wollen um seine bedürfnisse zufrieden zu stellen, sondern darum, jemandes wachstum zu unterstützen, die entwicklung zu fördern.
und wenn zwei diese ansichten und absichten teilen würden, dann könnten sie sich zusammentun. das war meine ansicht. und das paßte nicht zu dem zwanghaften verhalten dieses mannes, der alles mit seiner stärke vermeinte zu erreichen. natürlich gelang es ihm oft unter diesem zwang zu bekommen wonach ihm der sinn stand, ich bildete da eine ausnahme. ich hatte meine prinzipien, und da konnte kommen wer wollte, auch wenn er noch so stark war.
*dein agressionspotential ist mir einfach zu hoch, mit uns das wird nichts.* schrie ich ihn an.
nun … für mich fühlte es sich an wie „schreien“, aber ich sagte es im grunde sehr leise, ich konnte noch nie anders als leise.
es gibt andere methoden, den worten nachDRUCK zu verleihen.
*agressionspotential? was kann das sein?* dachte er wohl. jedenfalls schaute er mich mit dieser frage in den augen an.
das war so ein typischer „ich will doch nur spielen“-typ. wirklich … nix für mich.
er ließ mich los, endlich.

aber der bus war weg.

aus der traum.

🙂


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G.fangen

busreisen, immer diese busreisen … schönen juten abend, liebe mitLIEBEnden 🙂
ja, in der nacht war ich wieder mit einem bus unterwegs. nicht in unbekannten gegenden, sondern konkret im neuss-grevenbroicher raum. seltsam … zuletzt war ich mehrmals nachts im traum in düsseldorf.
okay, aber JETZT ist wohl neuss dran.
oder grevenbroich und alles was dazugehört.
wir fuhren über die dörfer, ich saß allein auf einem zweisitzer. ich hätte wetten können, der bus hält in stüttgen an – aber nix, fährt einfach weiter.
der reisende vor mir ist ein dicker mann der den zweisitzer für sich alleine braucht, schon vom platz her, trägt einen mittelgrauen nadelstreifenanzug, aber nicht von der feinen sorte, hat schlohweißes haar und kommt jetzt auf einmal näher, so als drückte sich die rückenlehne nach hinten. ich stemme meine hände vor die rückenlehne und drücke kräftig. dabei frage ich ob der bus nicht in stüttgen hält.
„der hält so schnell nicht mehr.“ sagt der mann.
das wirft mich aus dem konzept … ich habe einen termin, obwohl ich heute dienstfrei habe muß ich auf meiner arbeitsstelle etwas erledigen. meine chefin möchte drei hausbesuche machen – obwohl auch sie nicht im dienst ist zur zeit – und ich müßte ihr dazu etwas zuarbeiten.
das platzt dann ja wohl.
ich entschließe mich, den busfahrer zu fragen ob er mich an der nächsten ampel rausläßt.
ich verlasse meinen sitzplatz und gehe wie durch einen tunnel. ich sehe auf einmal keine menschen mehr, nur noch ein relativ transparent abgeschottetes cockpit in dem ich irgendwo den busfahrer hantieren höre, aber noch nicht sehe.
„herr busfahrer?“ sage ich fragend in den raum und gehe noch ein stückchen weiter. wenn ich etwas erreichen wollte und bald aus diesem bus aussteigen, dann mußte ich ihm schon ganz nah auf die pelle rücken.
da endlich sehe ich ihn.
ganz untypisch für einen busfahrer, auch wenn ich darin nicht unbedingt wirklich festgelegt bin. er ist jung, hübsch, hat rotbraunes gelocktes langes haar und trägt ein grünes … ja beinahe wirkt es wie ein kostüm. die pumphose ist nur dreiviertel lang und läßt mich eine schöne dichte rotbraune beinbehaarung sehen.
er schwitzt.
„können sie mich bei nächster gelegenheit rauslassen?“ frage ich.
er schaut mich an.
„da muß ich nachfragen.“ sagt er.
„ich übernehme die volle verantwortung.“ sag ich „lassen sie mich einfach hier raus, ich bin im falschen bus.“
„das geht nicht so einfach.“ sagt er und schaut auf seinen bildschirm.
er schaut nicht auf die straße, alles ist irgendwie elektronisch gesteuert.
ich betrachte seine kleidung.
grün mit einer langzipfeligen kapuze, er sieht aus wie robin hood.
der job paßt nicht zu ihm, denke ich, der mann gehört in den wald.
er ist mir ähnlich.
er muß nun irgendwo „oben“ nachfragen ob er die kompetenz hat mir die türe zu öffnen noch bevor wir an einer haltestelle angekommen sind.
die antwort ist „nein“.
ich verstehe es nicht, es ist doch ein leichtes. türe auf, ich steige aus, türe zu und gut. und ich schnappe mir dann ein taxi oder sowas. je weiter wir fahren desto teurer wird der rückweg … so dick hab ich’s gerade nicht im portemonnaie …
„schauen sie, ich trage die gleiche jacke wie sie!“ sage ich.
er grinst mich an.
„sie könnten auf einem mittelaltermarkt auftreten.“ sage ich.
„tu ich auch, in meiner freizeit.“ sagt er.
dann zeigt er mir ein paar bücher.
„ich kann dich wirklich nicht rauslassen, das ist gegen die vorschriften.“ sagt er dann. „aber hier, such dir ein buch aus, sie gefallen dir bestimmt.“
ihm sind also die hände gebunden … bzw. er hat sich entschieden sich „die hände binden zu lassen“ denn sowas ist ja immer eine frage der persönlichen entscheidung, wenn man den dingen mal auf den grund geht.
ich stöbere in seinen büchern. schon einmal hat mir jemand genau diese bücher gezeigt. der name eines autors bringt mir das in erinnerung. Utumumlulu heißt er. oder so ähnlich. ein kinderbuchautor vermutlich.
der busfahrer blättert in einem buch mit janosch-zeichnungen. er zeigt auf ein paar figuren, fragt ob ich sie kennen würde.
„klar kenne ich kasper mütze.“ sage ich und zeige noch auf ein paar andere figuren die mir bekannt sind.
irgendwann liegt robin hood dann in seiner kiste, es ist eine plastikkiste in der gerade ein mann von seiner größe gefaltet platz hat, und so liegt er darin und steuert den bus im liegen weiter.
ich ziehe mich zurück, durch den gang, tunnel, auf meinen platz und bin überglücklich als mein freund plötzlich neben mir sitzt.
wir lächeln uns still an.
jetzt ist es gleich-gültig wohin die reise geht.
er ist bei mir, wir sind nicht ALLein.


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G.kullert

ich sitze in einem bus der in gemächlichem tempo die küstenstraße entlang fährt.
die geschwindigkeit ist wie dafür geschaffen alles was mir sehenswert erscheint fotografisch festzuhalten. ich bin überwältigt vom anblick der weite des meeres und kann meinen blick kaum abwenden.
im wasser, nah am ufer, steht auf einer riesengroßen steinplatte „mallorca“.
ich knipse dieses bild bevor es vor meinen augen verschwunden ist.
als nächstes sehe ich eine ganze menge motorräder, vornehmlich *harley davidson*.
ungewöhnlich das sie im wasser geparkt sind, ebenfalls ganz vorn am ufer, in mehreren reihen schön nebeneinander, umspült von den milden wellen des meeres.
natürlich mache ich auch davon einige aufnahmen während wir daran vorbeifahren.
wir, das sind höchstens der busfahrer und ich.
obwohl … eigentlich bin ich ganz allein im bus und selbst diesen sehe ich nicht.
vielleicht fliege ich auch nur mit meiner kamera in den händen an allem vorbei.

ja, und dann kommt mein highlight of the day … DELFINE!
so viele delfine, wie schön, und so große exemplare!
sie liegen vergnügt im seichten wasser und lassen sich ebenso wie die motorräder von den wellen umspülen. ich wußte gar nicht, dass sie sich so gern und so lange über wasser aufhalten.
dachte, sie springen ab und zu mal heraus und gut ist.
anscheinend ist das anders.
was für liebe tiere!
ich mache unzählige aufnahmen mit meiner kamera und begebe mich immer näher zu ihnen heran, wie sie da in der sonne, im meer, liegen.
je näher ich komme, desto mehr kann ich erkennen dass sie mich anlächeln.
ja, sie lächeln.
liebend und gütig.
ich bin sehr gerührt … und ERWACHE.

*

juten tach, liebe mitLIEBEnden, das war wirklich ein fantastischer traum. ehrlich, die delfine lagen so einladend da, ich hätte mich im nächsten moment zu ihnen gelegt und mich mit ihnen unterhalten.
wenn ich nicht ERWACHT wäre. ;- )
tja, so ist das.
ansonsten … hatte ich heute einen lasziven tach mit einigen meditationen, mit spargel, kartoffeln, schokokeksen, wäsche aufhängen und tzatziki – ich weiß zwar nicht genau wie man das schreibt, aber wie’s schmeckt das kann ich genauestens erklären.   tataaa … was für ein mix!

gestern … hab ich ein bisschen mit oma geweint.
ich hab sie lange nicht mehr weinen sehen, eigentlich  noch nie, ich meine so, dass ihr die tränen kullern.
aber gestern hat sie es mal so richtig – naja, was ist schon „richtig“, halt so wie es sein sollte – zugelassen.
sie sprach von ihren hunden und es kam ganz deutlich heraus dass sie jeden einzelnen als gewissen ersatz gesehen hatte … sprach von den sonntagsspaziergängen mit dem hund und so, „damals“, als sie noch rauskonnte ohne ihren aok-chopper.
jedenfalls gleich als sie das wort *hund* zum ersten mal aussprach ging es schon los und ich empfand exakt die gleiche trauer in dem moment.
weil ich mich so gut in sie hineinfühlen kann/konnte.
wir rekonstruierten verbal unter tränchen zusammen noch einmal koras letzte tage bevor sie im alter von stolzen 16 jahren eingeschläfert wurde …
und dass sie bis zum letzten atemzug noch enormen spaß an fleischwurst – GOTT sei DANK – am fressen überhaupt, hatte.
und auch noch relativ zackig über den gartenweg bis zur mistkuhle über den rasen und zurück gehüpft war. so ungefähr in den letzten drei wochen bevor ihr liebes hundeseelchen die körperliche hülle verlassen sollte, hatte sie die kontrolle über einen augapfel verloren.
sie war eh schon recht blind und nun stand das auge irgendwie nach oben gerichtet und ließ sie permanent einseitig zum himmel hinaufschielen … vom hörvermögen mal ganz abgesehen.
mit handzeichen konnte oma sich aber bis zuletzt mit kora mehr oder weniger gut verständigen.

ich blieb dann länger bei ihr als ich das ursprünglich vorhatte, sie schaffte es sogar, das wohnzimmerfenster geöffnet zu haben, als ich die kleine treppe am haus hinunterging um mir noch irgendetwas zu sagen und mich noch mal wirklich ganz strahlend anzulächeln. alle achtung für ihre bald 94 jahre ist sie noch richtig flott, je nach dem um was es geht.
ich hab mich jetzt damit abgefunden, das ein besuch bei oma ungefähr so ist wie in „und täglich grüßt das murmeltier“.
das was oma am meisten bewegt kommt halt immer wieder zur sprache. anfangs … keine ahnung wie lange dieser „anfang“ schon zurückliegt … hab ich schon mal so was wie „das hast du mir schon erzählt, oma“  gesagt. aber … das sag ich jetzt nur noch wenn sie fragt. ob sie mir „das“ schon erzählt hat. ansonsten lasse ich sie. was hat sie auch noch groß außer ihre vier wände, den gartenweg und den fernseher. ja, gestern hat sie mir tatsächlich erzählt dass die kartoffeln schon „raus“ wären und die erdbeeren auch gut kommen und dies und das.

tschüss, ihr lieben.
*wink
🙂