G.fühlt

* born to be mild *


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G.rEinigt

Das schöne an Wochenenden ist unter anderem, dass ich Zeit und Lust habe, meine umfassenden Traumerinnerungen niederzuschreiben … *hach* das macht soooon Spaß!

Hallo liebe MitLIEBEnden, GOTT zum Gruße! 🙂

Das letzte Bild aus meinem ersten Traum war ein knuffelig-knubbelig-kompaktbraun-kräftig-muskulöser Hund, der mit all seinen Kräften einen Staubsaugerschlitten hinter sich herzog. Der Hund trug ein Ledergeschirr wie Pferde vor einem Karren, und ich hielt die Zügel.
„Halten Sie gut fest!“ sagte der Mann, dem der Hund gehörte.
Und tatsächlich, ich musste arg aufpassen mich auf den Beinen zu halten, der Hund hatte eine enorme Kraft. Lustig sah das aus, ich wußte gar nicht wie mir geschah, ich dachte schon fast: ich träume! *hihi

Der Hund hatte nicht nur eine enorme Kraft sondern legte auch eine rasante Geschwindigkeit an den Tag, und der Raum in dem wir staubsaugten war groß! Was war das für ein Raum, in dem ich da war? Sehr groß, ein schöner Teppich als Bodenbelag, aber ziemlich verschwommen und staubig. Das würde eine Weile dauern, bis wir das in Ordnung gebracht hätten. Dieser große leere Raum wirkte trotz fehlendem Mobiliar nicht ungemütlich. Der Staubsauger war sehr sehr saugfähig, so einen starken Sog hatte ich bei einem solchen Gerät noch nie gesehen. Prädikat Stiftung Staubsaugertest: sehr gut!

Und wenn ich nicht aufgewacht wär … dann würde ich jetzt immer noch hinter diesem Hund herlaufen und mit ihm saugen was das Zeug hält. 😉

*

Ich war verheiratet, und meine Schwiegermutter kam überraschend zu Besuch.
Ich war regelrecht erschrocken, als ich die Tür öffnete und sie vor mir stand. Nicht etwa weil ich sie nicht mochte, sondern weil sie sich wirklich immer anmeldete und ich nicht wußte, was ihr unangemeldeter Besuch zu bedeuten hatte.  Außerdem wunderte mich, warum mein Schwiegervater nicht dabei war, sie kam nie ohne ihn. „Komm doch herein.“ sagte ich verstört.  Sie lächelte und sagte: „Ich möchte meine weiße Bluse bei dir zusammenfalten, wo kann ich das tun?“
„Dein Sohn schläft noch.“ sagte ich und führte sie ins Kinderzimmer um ihn nicht zu stören. Und doch landeten wir in dem Raum in dem er schlief. Er trug eine überdimensinal große Brille, das fiel mir auf, erwachte aber nicht, als wir ins Zimmer reinplatzten.

Das ich mich in der eigenen Wohnung verirrte, trug noch mehr zu meiner Verwirrung bei. Ich spürte die Neutralität meiner Schwiegermutter, ihr war das gleichgültig, sie bemerkte es zwar, kommentierte meine Verwirrung aber nicht.  Sie hatte einzig im Sinn, die weiße Bluse zu falten. So führte ich sie ins Kinderzimmer und ließ sie dort tun was sie zu tun gedachte.

Auf dem Rückweg ins Wohnzimmer entdeckte ich einen Raum in meiner Wohnung, in dem ich noch nie gewesen war. Der Eingang war verbarrikadiert mit einem rosanen Kinderbuggy und ein klappbares Holzteil lag in de Mitte quer im Weg. Ich hätte schwören können, dass dies unser Badezimmer war, doch kannte ich es nicht mehr wieder, so wie es sich mir zeigte.

Meine Schwiegermutter kam aus dem Zimmer und ich zeigte ihr den Kinderwagen.
„Den hast du immer noch?“ fragte sie erstaunt.
Recht hatte sie mir ihrer Frage, meine Tochter war längst ausgezogen, warum fand ich nun bloß ihren alten Buggy in meiner Wohnung? Der Wagen war alt aber eigentlich noch brauchbar, nur hätte ich niemanden gewußt, dem ich ihn hätte schenken können. „Ich könnte ihn fotografieren.“ sagte ich, öffnete die Haustür und zeigte auf die unendlich tiefe Treppe, die gleich an der Haustür mit unzähligen Stufen nach unten führte. Ich stellte mir gleich vor wie ich mit einem Assistenten den Kinderwagen die Treppe runterfahren ließ, ich untenstehend mit der Kamera in Bereitschaft. Solch ein Bild hätte bestimmt noch niemand gesehen …

Über diesen Gedankenspaziergang hinweg fand ich mich plötzlich bei sehr guten Freunden wieder. Viele Menschen waren bei ihnen und gingen durch die Räume.  Auf einem großen Tisch standen hoch aufgetürmt zahllose goldene Pakete und Päckchen, meine Freundin sah meinen fragenden Blick und sagte: „Wir haben gerade eine Erbschaft gemacht.“, und zeigte auf all die Päckchen. Goldene Pralinenbüchsen, goldene Kaffeepakete einer Marke, die eigentlich eine Schnapsmarke war. Wie Goldbarren wirken sie allesamt so aufgetürmt. Sie wollte all die Menschen die bei ihr waren damit beschenken. „Ich brauch keine Pralinen.“ sagte ich, und schnappte mir trotzdem eine aus einer offenen Dose, steckte sie lächelnd in den Mund und ging weiter durch die Räume. Da sah ich drei Hunde in einem Hundekorb. Meine Freundin hatte keine Hunde, so mussten sie auch bei ihr abgegeben worden sein. Es waren wundersame Geschöpfe, außergewöhnliche Tiere! Der größte von ihnen sprang aus dem Korb und ließ sich bereitwillig von mir kraulen. Er war weiß und hatte ein sehr dichtes, kuscheliges Fell, ungewöhnlich lange Ohren wie ein Widderkaninchen. Ein älterer Herr kam mit seinem kleinen Enkelsohn vorbei, der Junge kletterte in den Korb und stellte sich neben einen Hund, der genauso aussah wie er selbst. „Der Junge sieht ja genauso aus wie der Hund!“, sagte ich.
Doch das hörte der Mann nicht gern, zog den Jungen aus dem Korb und ging.  Ja tatsächlich, der Hund hatte das gleiche Gesicht wie der Junge, wenn auch einen Hundekörper. Ein ungewöhlich kleines, liebliches Gesichtchen mit dunkelbraunem Strubbelhaar und dunkler Gesichtsfarbe. Der dritte Hund sah aus wie eine Katze, war aber ein Hund, ganz eindeutig. Plötzlich spürte ich etwas rechts an meiner Seite. Eine Bekannte hatte ein Gerät an meinem Haar angesetzt … und mir damit das Haar geschnitten. Einfach so, ohne zu fragen! „Hey was machst du denn da?“ fragte ich.
„Ich hab dir nur den Spliss rausgeschnitten.“ sagte sie, und ich schaute auf ein paar kleine Häufchen Haare, höchstens 1,5 cm lang. Sie hatte ein ganz tolles Gerät zum entfernen von Spliss, etwas ganz Neues was die Welt so noch nicht gesehen hatte. Aber trotzdem hätte sie mich vorher fragen können. Ich ging zu einem Spiegel und betrachtete meine rechte Seite.
Mein Haar war lang und wallte wie Wasser. Überall dort wo sie mir den Spliss entfernt hatte, kringelte sich die Haarsträhnen und sahen aus wie goldenes Kräuselband! Schick sah das aus mit goldenen Strähnen im Haar, die linke Seite sollte sie mir auch noch so schön machen, doch musste ich erst eine Weile suchen, bis ich sie in den zahlreichen Räumen wiederfand.

Ich fand sie unter einigen Frauen, die auf Frisierstühlen saßen. Alle hatten blondes, langes Haar und trugen weiße Gewänder. Wie Engel sahen sie aus, und hatten so schönes Haar dass ich mich fragte, wieso sie es frisieren lassen wollten. Dazwischen saß meine Bekannte und konnte mir nun die linke Seite nicht mehr schönmachen, weil sie gleich selbst an der Reihe sein würde …
Ich hatte keine Lust zu warten. *Dann halt ein anderes Mal*, dachte ich, ging noch einmal durch die Räume, warf einen letzten Blick auf die goldenen Pakete, stieg wieder in mein Auto und fuhr nach Hause. Doch so einfach war das gar nicht, alles sah plötzlich ganz anders aus, so als hätte ich mich verfahren. Irgendwo hielt ich an, ein undurchsichtiger Vorhang versperrte mir den Weg.
Ein Junge spielte dort mit seinen Eltern, die schon etwas älter waren für so einen kleinen Jungen.
Vielleicht waren es seine Großeltern, ich fragte nicht danach.
Ich schob den Vorhang beiseite, der Stoff war gestreift und sehr schwer. Hätte ich doch bloß mein Auto nicht aus den Augen gelassen…der Junge war wohl ein kleiner Frechdachs und holte den Staubsaugerschlauch aus meinem Auto. Gespielt autoritär blickte ich den Jungen an und bedeutete ihm, den Schlauch wieder in das Auto zurückzulegen. Erst als seine Eltern ihn dazu aufforderten, folgte er meiner „Bitte“…um als nächstes ein Messer unter meinem Sitz hervorzuholen, das wohl schärfste Messer was es auf Erden gab. Es gehörte meinem Freund, Tomaten ließen sich wunderbar glatt und schnell damit schneiden.

Ich warf einen Blick auf die beiden Erwachsenen, schnell hatte man sich mit diesem Messer geschnitten. Es war beinahe so, als wollten mir diese beiden Personen über Blicke vermitteln, dass es ja wohl unmöglich sei, ein solch scharfes Messer im Auto zu transportieren. Der Junge steckte das Messer wieder zurück und ich machte mich schnell davon. Die hintere Autotür war noch offen, sie würde sich schon gleich schließen wenn ich kurz bremste, denn wie hätte ich sie sonst während der Fahrt schließen können? So fuhr ich am Vorhang vorbei weiter nach Hause. Doch ich hatte mich scheinbar verfahren. Die Gegend kam mir nicht bekannt vor. Plötzlich wechselte der Straßenbelag und ich durfte den ersten Schnee sehen. *Na sowas*, … dachte ich, hatte aber kein Problem mich mit den plötzlich sich ändernden Gegebenheiten zu arrangieren.
Am Ende der Straße standen draußen im Schnee ein paar Tische und Stühle im Kreis. Außen genug Platz um mit dem Auto drumherum zu fahren. So fuhr ich in gemächlichem Tempo rund um den Stuhlkreis durch den Schnee, um wieder zurück zu gelangen. Endlich kam ich in eine Wohngegend die mir wieder vertraut war und meinte mein Haus gefunden zu haben. Mit ein paar Männern ging ich zum Eingang, und erst da merkte ich, dass es die falsche Hausnummer war. Es war die 19 und ich wollte zur 29. So ging ich halt noch mal zurück, stieg wieder ins Auto, es konnte ja nicht mehr weit sein.

Ich sah alle möglichen Zahlen, doch keine 29. Ich sah auf der linken Seite der Straße die Häuser mit den ungeraden Zahlen. 25, 27 … die 29 gab es hier wohl nicht.
Die geraden Zahlen auf der rechten Seite sollten mich nicht interessieren, dennoch sah ich jede einzelne. Sogar eine 28 und eine 29 a, doch meine Hausnummer war weit und breit nicht zu sehen.


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G.schlendert

Gestern war ich in der Nacht mit meiner Kamera unterwegs, eine wunderbare Fototour. 🙂
Ich befand mich auf einem Festgelände, überall Zelte, Buden, Stände, einige Menschen. Gerade wird am Ende des Geländes ein großes schwarzes Gummituch heruntergelassen und kurze Zeit später ergiessen sich Unmengen Wasser darüber. Über die ganze Fläche des Tuchs verteilt strömt das Wasser herunter wie ein Wasserfall. Da gehe ich natürlich sofort hin, Wasser in Bewegung fotografiere ich gern. Je näher ich an den Wasserfall herankomme, desto schöner wirkt er auf mich. Von dem schwarzen Gummituch ist nichts mehr zu sehen, vor lauter Wasserstrom. Schön. Ich mache ein paar Bilder.

Rechts von mir sehe ich eine Steintreppe die nach oben führt, und kaum blicke ich dort hin, stehen auch schon ein paar Engel auf den Stufen, ziemlich in der Mitte. Fünf oder sechs Engel in weißen Gewändern, sie wirken zwar irgendwie wie Schaufensterpuppen, sind aber sehr schön und fotogen, bewegen sich leicht. Ich mache ein paar ganz tolle Bilder von ihnen, und irgendwann lösen sie sich auf vor meinen Augen.

Ich schlendere wieder zurück und sehe einen Mann und eine Frau Arm in Arm über das Gelände spazieren. Auf der Schulter der Frau sitzt ein brauner kleiner Plastikhund mit großen blauen Knopfaugen. An einem Mülleimer halten sie an, die Frau nimmt den Hund von der Schulter und lässt ihn über den Mülleimerdeckel gehen.
Langsam nähere ich mich den beiden, klar, dass ich den Plastikhund fotografieren möchte, wann bekommt man sowas schon mal zu sehen!

Die beiden scheinen mich zuerst nicht zu bemerken, ich nähere mich langsam und nehme schon mal einige Kameraeinstellungen vor. Jetzt bin ich ziemlich nah an ihnen dran und möchte die Frau gerade um Erlaubnis bitten, da gibt der Mann ihr ein Zeichen, deutet auf mich und sie schaut mich an. Sie hat hellblondes Haar, fast weiß, eine ganz helle Gesichtshaut, etwas rötlich, und auch sehr helle Augen. Sie sieht tieftraurig aus und spricht Englisch zu mir. Sie möchte nicht dass ich ihren Hund fotografiere, das erklärt sie mir ganz ausführlich. Ich verstehe, und dennoch übersetzt sie das ganze noch in Deutsch. Sie spricht nun so zu mir, als hätte sie bei Google auf den Knopf „in Deutsch übersetzen“ gedrückt, ziemlich zusammenhanglos und durcheinander, aber Deutsch. Die Message hatte ich ja eh schon verstanden. Wir blicken uns in die Augen, und ihre Traurigkeit schwappt über. Meine Augen füllen sich mit Tränen und ich fühle ganz deutlich, dass es IHRE Trauer ist, nicht meine. Ich lasse das Gefühl schnell vergehen, lasse ihre Tränen in ihrer Energie und gehe weiter.

Ich komme an einem offenen Zelt vorbei, zwei ältere Damen mit Kapuzenmänteln sitzen an einem Tisch, kehren mir den Rücken zu. Ich höre ein seltsames Geräusch, wie ein Schmatzen. Eine der Damen steht auf, dreht sich etwas zu mir um, und unter der Kapuze sehe ich einen schwarzen kleinen Hund ziemlich nah an ihrem Herzen liegen.

 


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G.schnürt

oder: die mit dem schnee spielt … 😉

plötzlich stehe ich auf der weide und sehe dabei zu wie meine tochter reitet. eine ungewöhnlich weiche decke liegt als unterlage unter dem sattel, und auch der rote sattel sieht so weich aus.
sie ist lange nicht geritten, hat aber einen perfekten sitz und ich sehe ihr an wie sie sich freut, nach so langer zeit endlich mal wieder zu reiten. das pferd kenne ich. es ist eine fuchs-stute, sie sieht gepflegt aus und macht einen zufriedenen eindruck, irgendwie wirken die beiden wie ein eingespieltes team … obwohl … so lange ist es her.

wie ich da plötzlich als zuschauerin hingekommen bin, ich weiß es wirklich nicht, denn hätte ich es gewusst ich hätte doch meine kamera dabei gehabt! so stehe ich da und nehme alles mit meinen augen auf, sehe wie meine tochter ihre runden dreht. als sie einmal bei mir anhält sage ich ihr, wie sehr ich bedaure dass ich keine kamera dabei habe.
*das darf eh niemand wissen dass ich hier reite.* flüstert sie als könnte es jemand hören.
ich kann nicht fragen warum, denn sie reitet schon weiter und es ist auch nicht wichtig, ich sehe wie die beiden ihren spaß haben …

plötzlich sitze ich draußen an einem alten gammeligen holztisch, sandiger boden, am tisch noch ein paar andere leute, einige davon kenne ich, wahrscheinlich bin ich sogar mit ihnen verabredet.
der holztisch gehört zu der alten kneipe im western-stil, vor der wir platz genommen haben. die tore sind gerade weit geöffnet und ich sehe die lange holztheke, dahinter eine spiegelwand vor der unten eine reihe flaschen und gläser stehen. große kneipe, doch kein mensch drin. mir ist irgendwie unwohl, ich habe nur 4 euro in der tasche, meine tochter sitzt neben mir, und wir beide haben durst. ich überlege ob ich bier oder etwas anderes trinken möchte und kann mich nicht entscheiden. immerhin habe ich noch einen weiten weg vor mir und zu meiner schande auch noch meine brille vergessen.
ohne diese seh ich im dunklen nix. ich lausche der unterhaltung am tisch, höre nichts nennenswertes und wundere mich auch nicht darüber. mein blick fällt auf ein ebenerdiges dach auf dem noch schnee liegt. der schnee sieht so schön und frisch aus das es fast künstlich wirkt.
ich kann nicht anders, stehe auf, gehe hin und greife zu.  ich nehme mir so viel schnee wie ich mit einer hand fassen kann und gehe zurück zum tisch. seltsam, es ist definitiv schnee, doch fühlt er sich etwas anders an als ich es gewohnt bin. so weich, so zuckerwattig … irgendwie zauberhaft. ich setze mich wieder an den tisch und betrachte den schnee länger … das tun auch die übrigen menschen, die am tisch sitzen. außer meiner tochter wundern sich alle, dass ich mir eine hand voll schnee geholt habe … ich halte die hand hoch und puste in den schnee. sofort lösen sich unzählige schneeflocken, unendlich viele, es ist fast als finge es an zu schneien … doch der klumpen in meiner hand wird nicht kleiner. dann stehe ich auf, erhebe meine hand und drücke auf den schneeklumpen. sofort löst sich eine weiße dichte nebelkugel aus dem schnee und formt in der luft einen großen stern und viele kleine symbole. uns bleiben augen und münder offen stehen, so schön sieht das aus, so zauberhaft ist es. und natürlich wiederhole ich das. erhebe die hand, drücke auf den klumpen: und wieder … ein großer stern und viele symbole an die ich mich nicht erinnere … wir können uns kaum satt sehen.

ein mann fällt mir auf, er sitzt ein paar tische weiter und seit ich mit dem schnee spiele hat sich sein äußeres verändert. einen bart hatte er schon zuvor, auch krauses haar auf dem kopfe, doch nun ist sein bart und sein haar schlohweiß geworden und er wirft einen weisen, gutmütigen blick in meine richtung. zwei kellner kommen, stellen etwas auf dem tisch ab und ich höre wie flüssigkeit eingeschüttet wird, höre auch, wie sich schaum bildet … das klingt nach bier denke ich, endlich bekommen wir was zum trinken. ich bin noch mal aufgestanden um mich umzusehen … doch nun lockt mich das geräusch und ich gehe wieder zurück zum tisch. als ich ankomme sehe ich, was die geräusche verursacht hat. spülwasser. die kellner wollen zusammen draußen ein paar gläser spülen. mit dem schaum liege ich gar nicht so verkehrt … nur das es spülmittel ist konnte ich nicht ahnen.
*und ich dachte ich höre prickelndes, schäumendes bier.* sage ich.
*möchten sie etwas trinken?* fragt einer der kellner.
*na endlich fragt mal einer.* denke ich und betrachte den kellner. ich kenne ihn, er hat langes braunes haar, doch sehe ich bei ihm keine spur des wieder-erkennens.
*ja bitte.* sage ich.

beide kellner nehmen ihren spülkram und gehen wieder in das gebäude zurück. sie schliessen das tor. wir warten lange, doch niemand kommt um uns etwas zu bringen. so gehe ich nun selber los um etwas zum trinken zu besorgen. neben dem tor befindet sich eine glastür mit einer durchreiche.
dort kann man bier, limo, cola, im glas kaufen und sich durchreichen lassen. vor mir wird gerade eine junge frau bedient.
*das ist mir irgendwie zu doof.* denke ich und gehe ein paar schritte, finde mich mitten in einer stadt wieder und trage ein langes, glänzendes kleid. ich suche und suche … ohne brille gar nicht so leicht.
da sehe ich einen gang der nach oben führt, blicke hoch und sehe das vorderteil eines grauen fahrzeugs gleich am ende des aufgangs, es hängt ein bisschen über. komisch. ich schaue in einen anderen gang, der ebenfalls nach oben führt und höre züge ankommen und abfahren.
*so nah am bahnhof.* denke ich …
dann spricht mich eine frau an.
*kennst du Marlon?* fragt sie? doch dann schaut sie mich an und meint, mich verwechselt zu haben. sie will sich schon wegdrehen und gehen und ich sage:
*klar kenne ich Marlon.*
sie dreht sich um und sagt meinen vornamen.
*ja genau, hast du mich nicht erkannt?* frage ich.
*im ersten moment nicht.* sagt sie und schaut an mir herunter. ich schaue auch zu boden und sehe, dass ich mir beinahe auf die goldenen schnüre trete. ohje … meine schwarzen overknees sind heruntergerutscht. ich bücke mich damenhaft, greife nach unten und ziehe die goldene schnur aus dem strumpf. dann raffe ich den strumpf und ziehe ihn wieder bis über die knie. und flutsch, schon hängt er wieder unten. eigentlich klar, denn ich trage wohl einen schnürstrumpf und die schnürung gibt dem strumpf den halt. so fädele ich die goldene schnur wieder ein, wir frauen grinsen uns an und während ich einfädele sage ich zu der frau: *am besten gibst du Marlon mal bei google ein. ich weiß weder ihren nachnamen noch habe ich ihre telefonnummer.* und ziehe den strumpf wieder hoch. jetzt sitzt er wieder. auch den anderen ziehe ich noch einmal fest.
alles ist perfekt.
nur weiß ich nicht wohin …


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G.staunt

 
unsere sachen haben wir schon in der jugendherberge untergebracht, in der wir für ein paar tage übernachten wollen. nachdem wir alles soweit eingeräumt haben gehe ich los, es gibt einen markt ganz in der nähe.
auf weißem boden legt gerade eine frau ihren schmuck zum verkauf nieder. ich schaue mich um und sehe überall stufenförmig angelegte wasserbecken mit wunderschönen pflanzen, es ist sehr warm und von wasser umringt zu sein wirkt sehr erfrischend.
ich sehe wie die frau immer mehr schmuck auspackt und auf den boden legt, und langsam wird das ganze umspült von wasser. ich wundere mich noch nicht einmal, sondern betrachte es nur.
langsam überflutet der weiße platz, doch die perlen und ketten werden nicht etwa weggeschwemmt, und auch läßt sich die frau nicht davon abhalten, weiter ihre sachen auszubreiten.
das wasser reicht mir nun schon bis zu den waden und ich schaue mir interessiert den schmuck an, durch das wasser hindurch. meine sicht ist verzerrt und so verschwimmen auch edelsteine und perlen.
ich staune über eine kristallkugel, die ihre regenbogenfarbene strahlen deutlich unter der wasseroberfläche in alle richtungen aussendet.
sie liegt genau zu meinen füßen und ich staune so sehr über ihre strahlkraft, dass ich schnell meine kamera holen möchte um dies festzuhalten. so wunderbar strahlend, und so ein weißer marktplatz unter wasser als wäre es das normalste von der welt … das finde ich fotogen.

wir sind mit einem befreundeten ehepaar hier hergefahren, die beiden führen *im richtigen leben* eine Spirituelle Heilpraxis. ER jedenfalls ist so lieb und holt noch meine kamera aus dem auto.
irgendwas spielt sich dann ab, rund um die jugendherberge.
draußen haben sich ein paar junge leute essen zubereitet, nudeln gekocht, und auf dem tisch haben sie unmengen von nudeln in tüten aufgetürmt. sie sind laut, haben spaß. sie fragen mich umständlich nach etwas, was man auf die nudeln geben kann. ich gebe ihnen käse.
nun sitze ich selbst am tisch. einer von den burschen öffnet eine dose und schüttet mir den inhalt, gulasch, auf den teller. ich bin gespielt entsetzt, denke zu sagen *ich esse doch kein fleisch!*, sage aber gar nichts und lass‘ den knilch einfach machen. ich glaube, diese dose gulasch war das beste was sie hatten. dennoch … logisch dass ich den teller nicht anrühre …
ich spüre dass diese burschen nicht lenkbar sind, so lasse ich einfach geschehen was geschieht, solange niemand zu schaden kommt.
ich suche den waschraum auf. auf dem weg begegnen mir viele betten im gang. ich fühle an der bettwäsche, sie sieht ungewohnt aus und fühlt sich auch anders an. wie dickes pergament, wie aus gegerbter tierhaut bestehend. dennoch irgendwie weich, nicht unangenehm.
nachdem ich in der jugendherberge noch einiges erkundet habe erinnere ich mich an mein vorhaben, nehme die kamera und gehe zum marktplatz. das wasser ist jetzt durchweg knietief, glasklar.

ich schaue mir die wasserbecken rund um den weißen platz etwas näher an. ein wasserschlauch, aus dem permanent wasser fließt, hängt gleich unten im ersten becken. lauwarmes wasser fließt heraus. ich frage mich ob das die richtige temperatur für diese wunderschönen pflanzen ist und denke mir: *falls hier was nicht stimmt, da „muß“ doch jemand helfen!*
kaum habe ich das gedacht und blicke die wassertreppe nach oben, da sehe ich auch schon eine menge männer hier und da schaffen. was sie genau tun weiß ich nicht, aber ganz in ruhe regeln sie was zu regeln ist. ich betrachte sie lange, schaue genau was sie tun, und erst spät bemerke ich ihr ungewöhnliches aussehen.
ihr „haar“ besteht aus buntem farn, unterschiedlich lang, in herbstfarben. von weinrot über senfgelb bis hin zu farngrün. holla, ich bin begeistert, vor allem als ich ganz eindeutig feststelle, dass es wirklich angewachsen ist und nicht etwa hüte sind, oder sonst eine kopfbedeckung.
sie tragen alle eine einheitliche „kleidung“ in erdigen farben. und auch da erkenne ich, dass sie nicht wirklich kleidung tragen, sondern dass ihre körper daraus bestehen, aus erde, blattwerk, rinde. diese wesen, männer, wirken jung, hübsch, und wissen genau was zu tun ist.
fasziniert schaue ich ihnen noch eine weile zu und beginne dann, mich auf die kristallkugel einzustimmen und auch den übrigen schmuck unter wasser mit meiner kamera zu fotografieren.


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G.kuppelt

ich hatte einen TRAUM im traum. mehrere sogar.
raumtraum. traumraum. so lag ich also da, gleichzeitig in vielen räumen, die ich jemals als *mein zimmer* bezeichnet hätte  –
wie zum beispiel das schlafzimmer, JETZT *mein zimmer*. oder der raum, in dem ich meine kindheit verbracht hatte.
ich lag im schlafzimmer, aber gleichzeitig in diesem früheren raum.
eine wuselige hand tauchte plötzlich auf, ich fürchtete mich ein ganz klein wenig, öffnete kurz die augen und schloss sie dann wieder. aus den fingerspitzen dieser hand strömte eine energie, die sich als blumenkuppel wie schützend über meinen gesamten körper legte. mit abstand von etwa einem meter.
als das gebilde fertig war, verschwand die hand und ich betrachtete nun das spektakel. wie einen zarten film nahm ich die kuppel über mir wahr, übersät mit wunderschönem blumenmuster. hauchtransparent. ich streckte eine hand aus und faßte durch diese transparenz. ich fühlte einen leichten widerstand im gewebe und nahm die hand wieder zurück, soweit, dass ich nun innen, wie an einem zeltdach, mit meinen fingern entlangstreichen konnte. was für ein feines gewebe, wie ein hauch, aber dennoch deutlich vorhanden. ich experimentierte, streichelte einzelne blumen und später küsste ich dann jede, die ich erwischen konnte.
dann öffnete ich die augen wieder und sah ein lichtspiel an der zimmerdecke und im gesamten raum. wunderbar. ein glücksgefühl überkam mich und die traumsequenz löste sich langsam auf …

ich träumte von einer großen garage, in der an einem balken zwei ringe an langen seilen hingen. ich nahm die ringe und machte einige zirkusreife übungen daran. die länge der seile war nicht festzustellen, und auch hatte die garage keinen boden. so konnte ich einige kapriolen machen, an den seilen durch die luft purzeln. erst als ich spürte das ich zuschauer hatte, hörte ich auf, mein können zu präsentieren.
ob gewollt oder nicht, ich „konnte“ nichts mehr.
ich wollte noch einmal irgendwas tolles machen, aber nichts gelang.
ein kleines wesen stand plötzlich bei mir. gefühlt war es meine tochter, sie war jung, klein, vielleicht acht jahre alt. dennoch war dieses wesen weder männlich noch weiblich, weder jung noch alt und ich nannte es „johannes“. das gesicht war extrem schön bemalt, mit kräftigen farben, auf einer wange ein großer kreis aus vielen linien. ich war begeistert von diesem bemalten gesicht. was für eine schönheit. seltsam, das es im grunde geschlechtslos war, dieses wesen.
es legte sich auf den weg neben die garage. es war abend, halbdunkel, doch ein großer runder lichtschein lag über dem kleinen körper und ich fand die szene so überaus fotogen. im geiste packte ich meine kamera aus und fotografierte, wie das wesen sich dort im lichtschein räkelte. es hatte langes, blondes haar und sah wirklich fantastisch aus.


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G.kullert

ich sitze in einem bus der in gemächlichem tempo die küstenstraße entlang fährt.
die geschwindigkeit ist wie dafür geschaffen alles was mir sehenswert erscheint fotografisch festzuhalten. ich bin überwältigt vom anblick der weite des meeres und kann meinen blick kaum abwenden.
im wasser, nah am ufer, steht auf einer riesengroßen steinplatte „mallorca“.
ich knipse dieses bild bevor es vor meinen augen verschwunden ist.
als nächstes sehe ich eine ganze menge motorräder, vornehmlich *harley davidson*.
ungewöhnlich das sie im wasser geparkt sind, ebenfalls ganz vorn am ufer, in mehreren reihen schön nebeneinander, umspült von den milden wellen des meeres.
natürlich mache ich auch davon einige aufnahmen während wir daran vorbeifahren.
wir, das sind höchstens der busfahrer und ich.
obwohl … eigentlich bin ich ganz allein im bus und selbst diesen sehe ich nicht.
vielleicht fliege ich auch nur mit meiner kamera in den händen an allem vorbei.

ja, und dann kommt mein highlight of the day … DELFINE!
so viele delfine, wie schön, und so große exemplare!
sie liegen vergnügt im seichten wasser und lassen sich ebenso wie die motorräder von den wellen umspülen. ich wußte gar nicht, dass sie sich so gern und so lange über wasser aufhalten.
dachte, sie springen ab und zu mal heraus und gut ist.
anscheinend ist das anders.
was für liebe tiere!
ich mache unzählige aufnahmen mit meiner kamera und begebe mich immer näher zu ihnen heran, wie sie da in der sonne, im meer, liegen.
je näher ich komme, desto mehr kann ich erkennen dass sie mich anlächeln.
ja, sie lächeln.
liebend und gütig.
ich bin sehr gerührt … und ERWACHE.

*

juten tach, liebe mitLIEBEnden, das war wirklich ein fantastischer traum. ehrlich, die delfine lagen so einladend da, ich hätte mich im nächsten moment zu ihnen gelegt und mich mit ihnen unterhalten.
wenn ich nicht ERWACHT wäre. ;- )
tja, so ist das.
ansonsten … hatte ich heute einen lasziven tach mit einigen meditationen, mit spargel, kartoffeln, schokokeksen, wäsche aufhängen und tzatziki – ich weiß zwar nicht genau wie man das schreibt, aber wie’s schmeckt das kann ich genauestens erklären.   tataaa … was für ein mix!

gestern … hab ich ein bisschen mit oma geweint.
ich hab sie lange nicht mehr weinen sehen, eigentlich  noch nie, ich meine so, dass ihr die tränen kullern.
aber gestern hat sie es mal so richtig – naja, was ist schon „richtig“, halt so wie es sein sollte – zugelassen.
sie sprach von ihren hunden und es kam ganz deutlich heraus dass sie jeden einzelnen als gewissen ersatz gesehen hatte … sprach von den sonntagsspaziergängen mit dem hund und so, „damals“, als sie noch rauskonnte ohne ihren aok-chopper.
jedenfalls gleich als sie das wort *hund* zum ersten mal aussprach ging es schon los und ich empfand exakt die gleiche trauer in dem moment.
weil ich mich so gut in sie hineinfühlen kann/konnte.
wir rekonstruierten verbal unter tränchen zusammen noch einmal koras letzte tage bevor sie im alter von stolzen 16 jahren eingeschläfert wurde …
und dass sie bis zum letzten atemzug noch enormen spaß an fleischwurst – GOTT sei DANK – am fressen überhaupt, hatte.
und auch noch relativ zackig über den gartenweg bis zur mistkuhle über den rasen und zurück gehüpft war. so ungefähr in den letzten drei wochen bevor ihr liebes hundeseelchen die körperliche hülle verlassen sollte, hatte sie die kontrolle über einen augapfel verloren.
sie war eh schon recht blind und nun stand das auge irgendwie nach oben gerichtet und ließ sie permanent einseitig zum himmel hinaufschielen … vom hörvermögen mal ganz abgesehen.
mit handzeichen konnte oma sich aber bis zuletzt mit kora mehr oder weniger gut verständigen.

ich blieb dann länger bei ihr als ich das ursprünglich vorhatte, sie schaffte es sogar, das wohnzimmerfenster geöffnet zu haben, als ich die kleine treppe am haus hinunterging um mir noch irgendetwas zu sagen und mich noch mal wirklich ganz strahlend anzulächeln. alle achtung für ihre bald 94 jahre ist sie noch richtig flott, je nach dem um was es geht.
ich hab mich jetzt damit abgefunden, das ein besuch bei oma ungefähr so ist wie in „und täglich grüßt das murmeltier“.
das was oma am meisten bewegt kommt halt immer wieder zur sprache. anfangs … keine ahnung wie lange dieser „anfang“ schon zurückliegt … hab ich schon mal so was wie „das hast du mir schon erzählt, oma“  gesagt. aber … das sag ich jetzt nur noch wenn sie fragt. ob sie mir „das“ schon erzählt hat. ansonsten lasse ich sie. was hat sie auch noch groß außer ihre vier wände, den gartenweg und den fernseher. ja, gestern hat sie mir tatsächlich erzählt dass die kartoffeln schon „raus“ wären und die erdbeeren auch gut kommen und dies und das.

tschüss, ihr lieben.
*wink
🙂