G.fühlt

* born to be mild *


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G.kichert

Es war einmal …

Es war einmal ein Stückchen Erde, und dieses Stückchen Erde war sehr fruchtbar.
Im Zusammenspiel mit der Sonne und dem Wind, einigen Insekten und einem Menschenkind, ließ die Erde an dieser Stelle viele wunderschöne Blumen wachsen. Ein ganzer Busch mit Riesenklatschmohn war dort zu finden, und sooo viele andere Pflanzen, klein und groß, mit wunderschönen Blüten. Calendula, Borretsch, Schmuckkörbchen, Rosen, Nachtkerzen, Schwarzkümmel, Zinien und noch einige andere Gewächse.
Doch die großen Mohnblumen waren etwas ganz besonderes unter den Besonderen.
Ganz jung sehen sie aus wie kleine, stachelige Wesen mit einem roten Mund.

Immer wenn ich an diesem Riesenklatschmohnbusch vorbei ging, kicherte es darin, so dass ich nicht umhin konnte stehen zu bleiben und zu schauen. Eines Tages entdeckte ich, woher dieses Gekicher kam.

Es war eine Mohnknospe die sich geöffnet hatte, und einen kleinen Clown oder Spaßvogel zum Vorschein brachte.

Was es genau war konnte ich nicht herausfinden, jedenfalls war es ein sehr fröhliches Wesen, was wohl ständig einen Grund zum Kichern fand.

Ich fand ihn so niedlich, dass ich ihn einmal noch genauer betrachten wollte, und so nahm ich das kleine Wesen zwischen die Finger, wenn es auch etwas stachelig war. Und es lächelte ein zufriedenes Lächeln. Das schien ihm zu gefallen, es war wohl nicht an der Tagesordnung, einmal so vorsichtig angefasst zu werden, wie ich erfahren sollte. 🙂 Das Wesen hatte eine lustige Frisur und ganz dicke Bäckchen, aus der Nähe betrachtet. Seine Augen waren nicht so deutlich erkennbar, aber seine kleine Knubbelnase allemal, seht ihr?


Noch nicht mal ein Regenguss konnte das Wesen vom Kichern und Fröhlichsein abhalten.
Daran wollte ich mir ein Beispiel nehmen.
Denn so ein Regenguss hatte ja durchaus auch immer etwas Nützliches!
So war die kleine Mohnknospe anfangs noch geschützt durch ihre Artgenossen. Wenn es regnete fingen sie die meisten Tropfen auf, schützten den Kleinen, und er hatte das Glück, ganz trocken davon zu kommen. Doch das währte natürlich nicht für alle Ewigkeit, das wusste wohl auch das kleine Mohnwesen. Denn nachdem ich einmal eine Woche nicht in den Garten ging, hatte sich alles total verändert. Es hatte viel geregnet, und keine einzige Mohnblume konnte ich mehr entdecken. Allesamt hatten sie die Blütenblätter verloren, die mich einst mit ihrer Farbe und ihrem prächtigen Innenleben so erfreut und zum staunen gebracht hatten!

Aus den Mohnblumen waren Sterne geworden … Sterne auf grünen Kapseln. Von oben betrachtet sehen sie SO aus:

So wunderschön ist das, wie gezeichnet, oder?
Und vielleicht zeigt dieses Bild ja sogar genau das kleine Kicherwesen, welches mir so gut gefiel – wer weiß das schon so genau?

Und wenn noch etwas mehr Zeit vergangen ist, dann sehen sie SO aus … so schön:

Ich trauerte ihm jedenfalls nicht nach, das wäre sicher auch nicht in seinem Sinne gewesen. Wußte ich doch, nächstes Jahr um die Zeit würde ich wieder besondere Wesen in dem Riesenklatschmohnbusch entdecken …

Ach, ich habe schon viele kleine Tiere in Mondblumen gesehen. Ja ich nenne Mohnblumen so gerne Mondblumen … das fällt kaum auf, keiner merkts wenn man Mondblumen sagt … jedenfalls nicht die Un-Aufmerksamen … *lächel* . Eine Mondschlange, seht ihr wie sie züngelt? Ich war leider etwas spät dran mit dem drücken des Auslösers … sonst hätte ich euch das jetzt ganz und gar zeigen können …

und sogar den Grobi von der Sesamstrasse habe ich mal auf einem Mondblumenfeld getroffen  … die Bekanntschaft mit *ihm* gemacht zu haben, darauf bin ich besonders stolz:

Und wenn die Mohnblumen verblüht sind und das Kichern verschwindet, dann gibt es immer noch Oma ( … die hier kichert weil ich auf dem Gartenweg liege um sie zu fotografieren … ) 

und durch den Garten geht und schaut ob alles schön wächst und grünt.

Oma ist im Juli 96 Jahre alt geworden. Ich glaube, sie hat schon viele Riesenklatschmohnbüsche wachsen und wieder vergehen sehen, und einiges andere. Manchmal nimmt sie einen Eimer mit Abfall mit auf ihren Wagen und schüttet ihn hinten auf dem Komposthaufen aus.

Es sind die *Kleinen* Dinge …

Gerti G. 🙂


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G.blickt

Ich ging die Treppen hinunter, ganz unten durch eine Zwischentür und stellte fest, dass der Schlüssel außen steckte. Ich warf einen Blick auf die Tür nach draußen, ging aber nicht hinaus. Ich wußte nicht mehr, was mich da erwartete.
Den Schlüssel zog ich ab und steckte ihn nun innen an die Tür, schloß den Raum ab und ging die Treppen wieder hinauf.

Oben kam ich in Omas Wohnung an. Der Leiter des Kommunikationszentrums tat gerade seine Arbeit und ich wollte ihn keinesfalls stören.
So ging ich in den obersten Raum des Hauses und schaute aus dem Fenster.
Ein wunderschöner zierlicher Vogel mit einem orangenen Federkleid, so einen wie ich ihn noch niemals gesehen hatte, war plötzlich in meinem Blick.
Aus dem Nichts erschien er vor dem Fenster und breitete seine Flügel aus wie ein Schmetterling. Ich konnte jede einzelne Feder seiner Flügel sehen, denn er blieb wie in Zeitlupe in meinem Blick „stehen“ wie Kolibris das machen. Für einen Kolibri war er aber eigentlich zu groß.

So konnte ich eine Weile diesen Vogel betrachten. Orange mit ausgebreiteten Flügeln, stehend in der Luft.
Doch dann flog er langsam davon, und zwar auf so besondere Art, wie ich noch nie einen Vogel hatte fliegen sehen.
Er schwebte und bewegte sich wellenförmig wie ein Delfin durch Wasser.
Ich schaute ihm so lange nach bis er aus meinem Blickfeld verschwunden und ganz in den Himmel eingetaucht war.

Nun schaute ich nach unten auf die kleine Insel mitten im See und entdeckte einen Biber, offensichtlich ein Weibchen. Die Biberin kam gerade aus ihrem Bau, und nun folgten auch ein paar ihrer Jungen. Mindestens drei konnte ich erkennen, so klein hatte ich Biber noch nie gesehen, wie niedlich!
Es musste wohl Gefahr im Anmarsch sein, denn die Bibermutter legte sich schützend mit ihrem großen Körper über ihre Kleinen und versperrte mir die Sicht.

Ich ging die Treppen wieder hinunter in den Raum meiner Oma. Auch da schaute ich aus dem Fenster und wunderte mich, denn es hatte stark geschneit. Mindestens 10 cm frischer Schnee bedeckte alles was ich sehen konnte in der kurzen Zeit die ich oben am Fenster verbracht hatte.
Alles zeigte sich mir so hellstrahlend und weiß.
Auch in der Wohnung war es hell.

Im Flur auf Omas Telefonbänkchen lag ebenfalls Schnee, zumindest sah es auf den ersten Blick so aus. Ich ging näher heran und stellte fest, dass es weißes, weiches Pulver war. Ich strich mit meinen Händen darüber weil ich wissen wollte wie sich dieses Pulver anfühlt. Natürlich war es alles andere als kalt.
Während ich darüberstrich und das Pulver hin- und herbewegte kam Schmuck zum Vorschein, ein goldener Ring und einige goldene Ketten und Armbänder.
Schön, der Anblick gefiel mir, doch dann deckte ich den Schmuck wieder zu, denn der Leiter des Kommunikationszentrums kam aus dem Wohnzimmer und sagte dass er fertig sei.
„Es hat geschneit.“ sagte ich zu ihm und holte ihn ans Fenster, damit er den Schnee sehen konnte.
Doch kaum blickten wir aus dem Fenster, ging der Schneefall in strömenden Regen über. All der Schnee der im Garten und überall lag, schmolz augenblicklich zu Wasser und überflutete alles.
Die Regentropfen klatschten kräftig in die entstandenen Pfützen hinein.
Wie schnell das ging, wundersam …

*Gerti G.


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G.schiebt

Das Gute an der Zeitumstellung ist: JETZT geht die Uhr in meinem Auto wieder richtig. : -)

Heute war ich zum zweiten Mal mit Omma im Rollstuhl unterwegs.
Schon letzten Sonntag hatte ich sie ausgeführt, das war ihre erste Fahrt mit ihrem neuen Bewegungsapparat. Macht Spaß mit so einer *alten Dame* (95 jährig) die wirklich fast permanent einen Grund zum Lachen findet. Schon bei der letzten Ausfahrt fragte sie beinahe jeden Menschen der uns entgegen kam: „Leben Sie noch gern?“

Oft kam sie, kamen wir, dadurch in ein kurzes Gespräch mit den Leuten. Und jeden grüßt sie freundlich, die meisten grüßen auch zurück. „Ach was ist das ein freundlicher junger Mann!“ sagte sie heute, nachdem dieser junge Mann ein herzliches *JA* auf ihre Frage antwortete.

Heute habe ich Omma mal so richtig durch ihre alte Heimat geschoben, die hat sie lange nicht mehr so richtig gesehen. Ich schob sie vor den Toren der Altstadt runter an der alten Stadtmauer vorbei. Oma wußte mir erstaunlich viel über Zons zu erzählen, unterbrach aber immer wieder, weil sie wieder jemanden fragen „musste“ ob er noch gerne lebt.  Eine leichte Anhöhe hoch, da wurde es für mich ein bisschen brenzelig, sandiger Boden, schwere Oma – obwohl sie nicht dick ist – und rutschige Schuhe. „Oma, wenn ich jetzt ausrutsche dann simmer jeliefert.“ sach ich zu Oma, und sie lacht sich kaputt. Wir hatten jedenfalls einen schönen, lustigen Rundgang.

„Leben Sie noch gern?“ rief sie einer vorbeieilenden Dame hinterher. Diese drehte sich um und sagte fröhlich: „Ja!“
„Wie heißen Sie denn?“ fragt Oma.
„Annemie.“ sagt sie.
„Das ist aber ein schöner Name!“ sagt Oma.
„Schöne Menschen tragen schöne Namen.“ sagt sie, lacht, und Oma – logisch – lacht auch.
Der nächste bei dem sie sich nach der Lebenslust erkundigt bleibt ein bisschen länger bei uns stehen. Er nennt Oma „Madame“, das gefällt ihr und erinnert sie an Charme und Schick aus vergangenen Zeiten.
„Wie heißen Sie denn?“ fragt Oma, nachdem der Mann mich ausdrücklich darum gebeten hatte, Oma doch ruhig noch ein wenig mit ihm sprechen zu lassen. So bleiben wir stehen, mitten auf der Straße in der Altstadt, und der Mann sagt: „Manfred.“
„Und weiter?“ fragt Oma.
„Knispel.“ sagt er. ( Nachname von der *Redaktion* geändert *g)
„Aha.“ sagt Oma, und dann erzählt sie, dass sie jeden Morgen im Bett „Großer GOTT wir loben dich.“ singt, und fängt auch schon an zu singen.
„Herr wir preisen deine Stärke.
Vor dir neischt die Erde sich,
und bewundert deine Werke.“
Und so weiter. 🙂
Sie singt das wirklich jeden Morgen. Manfred und Oma wechseln noch einige Worte. Er wünscht ihr noch viel Gesundheit und Freude im Leben und Oma wünscht ihm „Alles Erdenkliche.“ – was immer sie damit auch gemeint haben mag.

Oma ist so neugierig wie ein Kind was gerade sprechen und fragen lernt … und erfährt heute einiges. Ob sie das morgen noch weiß ist fraglich aber auch nicht relevant. Hauptsache sie hat JETZT ihren Spaß und ihr Vergnügen.  Oma ist voll im JETZT. Hat fast alle ihre ehemaligen Sorgen vergessen. Als wir schon wieder auf dem Rückweg sind, spricht sie eine flotte ältere Dame an … fragt ob sie noch gerne lebt, nun ja, Oma stellt halt immer die gleichen Fragen, dies scheint sie speziell zu interessieren.
Erfreut antwortet die Dame: „Aber natürlich, ja, Sie sind aber noch gut dabei!“
„Ja.“ sagt Oma, „Ich will doch 100 werden.“
Und ich sage zu der Dame:“Oma bittet jeden Abend GOTT, er möge sie am nächsten Morgen wieder aufwachen lassen.“
„Ach wie schön.“ sagt die Dame. „Meine Mutter ist 91 und betet jeden Abend zu Gott er möge sie einschlafen lassen.“ Oma lacht.
„Ich lebe doch noch so gern.“ sagt sie. Die Frau geht ein Stück mit uns, sagt, sie hätte jetzt gerne ihre Mutter dabei, aber diese hätte nicht mitkommen wollen. Will nicht mehr die Treppe heruntergehen, will eigentlich gar nichts mehr. Sie sei aber gesund und ihr tue nichts weh. Tja, so ist das, der Eine so, der Andere so … Oma ist wirklich ein gutes Beispiel für Lebensfreude. Ich kenne einige Menschen, die sich einst ein Bild von Oma gemacht haben, als sie noch nicht so umgänglich, voller Lebensfreude und Lachen war, und als sie noch all ihre Sorgen im wahrsten Sinne des Wortes *IM KOPF* hatte. Das hat sich längst geändert, doch weiß ich dass manche Menschen an dem Bild was sie sich einmal gemacht haben fest und starr … festhalten. Und das gilt nicht nur für die Sache mit Oma …

Dann ist das halt so.

🙂


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G.füllt

Der Wind klingt heute anders, klirrend kalt weht sein Ton durch den Wald. Ich sehe wie er mit den Bäumen spielt, kühl durch ihre Wipfel braust. Der Schnee auf den Ästen fällt herab und es schaut aus, als würde es erneut schneien. Wie Hans-Guck-in-die Luft beobachte ich das Schauspiel und gehe weiter, ziehe dabei den Reißverschluss meiner warmen Jacke bis oben hin zu und ziehe meine Kapuze auf. Der Schnee knirscht unter meinen Schuhen, ein ungewohntes Geräusch noch, denn der Winter ist gerade erst hereingekommen.

ich befinde mich im haus meiner eltern, genauer in der wohnung meiner oma. sie ist auch da. wir lehnen uns aus dem fenster und sehen auf dem balkon gegenüber die gesichter von zwei nonnen … oma schaut mich an und fragt:
*was war denn das?*
ich sag: *weiß nicht so genau, komm wir schauen noch mal.*
wir lehnen uns noch mal hinaus, schauen zum balkon hin, sehen aber nichts mehr außer einer juccapalme und einer anderen zimmerpflanze. plötzlich halte ich eine handtasche in den händen, gold-orangefarben, in weichem leder-textil materialmix. sie gehört meiner nachbarin, da bin ich ganz sicher! ich öffne die tasche, sehe gleich auf anhieb einige geldscheine lose in der tasche liegen und blättere in den scheinchen.
es sind vier 50-euro scheine, zwei 20er, ein 10er und zwei 5er.
*holla.* denke ich, soviel hatte ich lange nicht im portemonnaie. ein kleines zettelchen liegt noch lose in der tasche, und ein grüner FÜLLEr steckt in einem fach. ich frage mich, wie die tasche zu mir kommen konnte…ich habe sie nicht von irgendwo mitgenommen,  und auch war meine nachbarin nicht da so dass sie sie bei mir hätte vergessen können. seltsam. ich streichle über das weiche material und frage mich was ich tun soll … spiele mit dem gedanken, die tasche nebst inhalt einfach zu behalten … male mir aus was das energetisch bewirkt, und beschliesse dann, sie genau so wieder zurückgehen zu lassen wie sie gekommen ist. das muss ich aber denn erst mal herausfinden.

es klingelt an der haustür, ich öffne … und meine nachbarin steht an der tür.
*sagen sie, ist meine handtasche bei ihnen?* fragt sie mich. *ich bin lehrerin und schreibe gerade an einer wichtigen arbeit. mein FÜLLEr ist in der tasche, ich brauche ihn für diese arbeit.*

🙂


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G.bucht

in einer kiste fand ich zwei bücher. sie gehörten meinem vater, er hatte sie mir irgendwann einmal geschenkt. ich stöberte ein wenig in den büchern herum, klappte eines auf und fand zwischen den seiten zwei geldscheine, 15 euro. prima, das kam mir gelegen!
ich zeigte den fund meiner oma. an ihrer mimik und gestik konnte ich sehen dass sie mir nicht glaubte. nicht glaubte, dass ich das geld einst von meinem vater bekam. sie drehte ihr gesicht weg und schaute meine mutter an mit diesem speziellen blick. das ärgerte mich, ich mochte es noch nie, wenn man mir nicht glaubte, vor allem dann nicht, wenn ich mir total sicher und der wahrheit 100% bewußt war. meine wut verrauchte schnell und wandelte sich um in ein: „dann glaubt sie mir halt nicht. hauptsache ich weiß dass es wahr ist.“
und der traum löste sich auf.

wir hatten vier kaninchen die sich zu unbestimmten zeiten in andere nager wie nutria und chinchilla verwandelten. ich weiß also nicht wirklich, was das genau für eine tierart war. jedenfalls begaben wir uns mit unseren 4 tieren auf eine reise. „uns“ das heißt: meine tochter und ich. sie war die besitzerin der tiere.
wir landeten auf einem zeltplatz.
ich ging ein bisschen spazieren, die vier tiere folgten mir. ich wußte nicht wie zahm sie waren, ob sie wieder mit mir zurückkehren würden und ob sie den gefahren die sich boten standhalten könnten … und ließ es darauf ankommen. auf einer großen, breiten straße angekommen begegneten wir einem fuchs. der war allerdings halb so groß wie unsere kaninchen, so stellte er keine gefahr dar sondern lief nur ein wenig quer, könnte man sagen. während die kaninchen abwechselnd einen großen kreis oder eine große acht über die gesamte breite der straße verteilt liefen, ging er langsam und gemächlich genau entgegengesetzt. mit hoch erhobenem schnäuzchen.
unsere tiere – jetzt war wieder so ein moment gekommen in dem sie sich permanent verwandelten – legten nunmehr eine rasende geschwindigkeit an den tag und ich fragte mich wie lange das spielchen wohl noch fortgeführt würde.
langsam wollte ich zurückkehren und rief eines der kaninchen zu mir. es löste sich aus der acht und kam tatsächlich angehoppelt.

das nächste was ich sah war … unglaublich wunderschön. lange betrachtete ich einen grauen schleier über einer großen fläche erde. es hätte auch ein see sein können, undefinierbar grau überzogen. plötzlich tat sich inmitten dieses schleiers ein hell leuchtendes dreieck auf und ich sah die farben des himmels. hellblau und leuchtend weiß. meine tochter stand in einiger entfernung von mir, ich winkte sie zu mir heran. sie hatte gerade eine kamera geschenkt bekommen und ich fand das bild was sich mir bot überaus fotogen. so kam sie heran, betrachtete mit mir diese lichterscheinung, doch statt zu fotogarfieren begab sie  sich mit einem der kaninchen dort hinein. nun stellte sich heraus das es wohl doch wasser war, von diesem grauen schleier verdeckt. sie schwamm und planschte mit dem tier eine weile in diesem lichtdreieck herum. ich hatte so meine bedenken, weil kaninchen nicht wirklich wassertiere sind. doch alles schien seine richtigkeit zu haben. es gefiel mir gut, sie so vergnügt in dieser helligkeit zu sehen.


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G.killt

mahlzeit, liebe mitLIEBEnden 🙂

*yeah* – die ganze woche dienst nur bis mittag, und ab nächster woche gibts dann richtig URLAUB … tataaaa … 🙂

gestern morgen … habe ich vorsätzlich während einer meditation eine fliege erschlagen. nicht ohne ihr das vorher anzukündigen und die möglichkeit offen zu halten, dass sie mich nicht weiter belästigen möge. sie hat sich nichts aus meinen worten gemacht. *klatsch*. mein kaltblütiger mord an der stubenfliege kam mir den ganzen tag immer wieder in den sinn. es ist wirklich nicht meine art, fliegen zu killen. oder überhaupt: tiere, egal welcher größe.

am späten nachmittag war ich abends im garten bei MA und Oma. MA hatte ihren  wenig romantischen, aber seine funktion erfüllenden elektrogrill aktiviert und dazu gab es gemischten salat mit gurken und bohnen ausem garten. gegen allerhand getier, wie das zu dieser jahreszeit draußen so ist, schützte Oma ihre butterbrote mit einem teller, den sie falschherum über die brote legte.
und während ich mich so über tomaten und weißkraut hermachte setzte sich eine fliege auf den mittelfinger meiner linken hand, genau auf den fingernagel. nachdem ich sie eine weile beobachtet hatte sagte ich:
*kuck ma Oma*, und bewegte den finger auf dem die fliege saß in ihre richtung.
*machst du die nicht weg?* fragte sie.
*nö, warum, die tut doch nix.* sagte ich und widmete weiter meine aufmerksamkeit dem kleinen tierchen.
die fliege putzte sich emsig und ließ sich durch nichts, durch keine bewegung beirren. schnell rieb sie ihre vorderbeine aneinander, bezog ab und zu den kopf mit ein, beugte ihn und rieb blitzschnell mit den beinchen darüber. dann vollzog sie das gleiche mit den hinterbeinen und putzte mit je einem bein über die flügel. auch fuhr sie ihren kleinen rüssel aus und rieb mit den vorderbeinchen darüber. sie hatte ein paar nach hinten wachsende härchen auf dem rücken.
ungefähr eine viertel stunde saß sie vertrauensvoll auf meinem finger und ich war fasziniert, dass sie sich durch nichts erschüttern ließ. ich strich ihr mit einem finger der anderen hand über einen flügel. das ließ sie zwar innehalten in ihrem tun, doch veranlasste sie das nicht zum wegfliegen. einmal flog sie dann doch weg um kurz darauf wieder auf dem gleichen fingernagel zu landen.
irgendwann war sie dann wohl fertig mit der körperpflege, flog weg und ward nicht mehr gesehen.
seltsam und erstaunlich, sone zahme fliege hatte ich echt noch nicht erlebt.
ich hab mich die ganze zeit ein bisschen geschämt … wegen der greueltat an ihrem artgenossen am morgen … ehrlich.

abends als ich mich hinlegte hatte ich dann wieder son richtiges lichtspektakel vor augen. ich las noch ein paar seiten in einem buch und machte dann das licht aus. sogleich breitete sich ein dichter hellweißer nebel in meinem raum aus. fasziniert davon bemerkte ich, dass dieses licht so dicht war, dass ich nichts in meinem zimmer erkennen konnte, weder das bild an der wand gegenüber, noch sonstwas. und so schaute ich mir dieses weiße licht einfach an und hätte nichts dagegen gehabt, wenn es form angenommen hätte in irgendeiner weise. mittlerweile kann ich die augen ungewöhnlich lange offen halten ohne sie auch nur einmal kurz schließen zu müssen. so starrte ich ins licht bis es sich langsam lichtete und ich alles was im zimmer war wieder sehen konnte. erst dann ließ ich meine augen zufallen. um sie kurze zeit später wieder zu öffnen. es ist wie eine aufforderung die ich nicht umgehen kann, bzw. will. wie ein sternenhimmel zeigt sich das lichtspektakel in der oberen hälfte meines schlafzimmers. ein dunkles  tiefblau-violett mit unzähligen gleißend weißen lichtpunkten wie kleine sternchen. zuerst stehen sie kurz still. dann beginnen sie zu tanzen. miteinander. sie drehen sich, wirbeln. sie verbinden sich miteinander, ein grüner blitz flackert jeweils auf wenn sie verschmelzen um weitere kleine lichtpunkte entstehen zu lassen. ein weißgleißender dickerer lichtfaden kommt in regelmäßigen abständen von links geflogen, weitere grüne blitze, weiß sprühende funken. das geht so lange, bis die lichtpunkte sich ausdehnen, auseinandertreiben, bis sich eine verschwimmende bunte lichtmasse entwickelt. normalerweise sehe ich ein zentrum in das die lichtfäden hineinströmen, gestern war keines da. ich schlief dann ein, hab auch nix weltbewegendes geträumt anschließend, nix woran ich mich erinnern könnte. dieses lichtspiel ist echt ne attraktion …

jetzt … kurz bevor ich eine meditation beginne, hab ich schon wieder zwei so lästige stubenfliegen in der wohnung. unaufgefordert kitzeln sie mich hier und da, was ich aber keineswegs lustig finde. ich bin gespannt, ob ich diesmal drumherum komme, die fliegenklatsche zu benutzen. ich wünsche es mir – und ihnen vor allem.

habt nen schönen warmen tach, liebe mitLIEBEnden … laßt et euch gutgehen … 😉

beibei 🙂


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G.kullert

ich sitze in einem bus der in gemächlichem tempo die küstenstraße entlang fährt.
die geschwindigkeit ist wie dafür geschaffen alles was mir sehenswert erscheint fotografisch festzuhalten. ich bin überwältigt vom anblick der weite des meeres und kann meinen blick kaum abwenden.
im wasser, nah am ufer, steht auf einer riesengroßen steinplatte „mallorca“.
ich knipse dieses bild bevor es vor meinen augen verschwunden ist.
als nächstes sehe ich eine ganze menge motorräder, vornehmlich *harley davidson*.
ungewöhnlich das sie im wasser geparkt sind, ebenfalls ganz vorn am ufer, in mehreren reihen schön nebeneinander, umspült von den milden wellen des meeres.
natürlich mache ich auch davon einige aufnahmen während wir daran vorbeifahren.
wir, das sind höchstens der busfahrer und ich.
obwohl … eigentlich bin ich ganz allein im bus und selbst diesen sehe ich nicht.
vielleicht fliege ich auch nur mit meiner kamera in den händen an allem vorbei.

ja, und dann kommt mein highlight of the day … DELFINE!
so viele delfine, wie schön, und so große exemplare!
sie liegen vergnügt im seichten wasser und lassen sich ebenso wie die motorräder von den wellen umspülen. ich wußte gar nicht, dass sie sich so gern und so lange über wasser aufhalten.
dachte, sie springen ab und zu mal heraus und gut ist.
anscheinend ist das anders.
was für liebe tiere!
ich mache unzählige aufnahmen mit meiner kamera und begebe mich immer näher zu ihnen heran, wie sie da in der sonne, im meer, liegen.
je näher ich komme, desto mehr kann ich erkennen dass sie mich anlächeln.
ja, sie lächeln.
liebend und gütig.
ich bin sehr gerührt … und ERWACHE.

*

juten tach, liebe mitLIEBEnden, das war wirklich ein fantastischer traum. ehrlich, die delfine lagen so einladend da, ich hätte mich im nächsten moment zu ihnen gelegt und mich mit ihnen unterhalten.
wenn ich nicht ERWACHT wäre. ;- )
tja, so ist das.
ansonsten … hatte ich heute einen lasziven tach mit einigen meditationen, mit spargel, kartoffeln, schokokeksen, wäsche aufhängen und tzatziki – ich weiß zwar nicht genau wie man das schreibt, aber wie’s schmeckt das kann ich genauestens erklären.   tataaa … was für ein mix!

gestern … hab ich ein bisschen mit oma geweint.
ich hab sie lange nicht mehr weinen sehen, eigentlich  noch nie, ich meine so, dass ihr die tränen kullern.
aber gestern hat sie es mal so richtig – naja, was ist schon „richtig“, halt so wie es sein sollte – zugelassen.
sie sprach von ihren hunden und es kam ganz deutlich heraus dass sie jeden einzelnen als gewissen ersatz gesehen hatte … sprach von den sonntagsspaziergängen mit dem hund und so, „damals“, als sie noch rauskonnte ohne ihren aok-chopper.
jedenfalls gleich als sie das wort *hund* zum ersten mal aussprach ging es schon los und ich empfand exakt die gleiche trauer in dem moment.
weil ich mich so gut in sie hineinfühlen kann/konnte.
wir rekonstruierten verbal unter tränchen zusammen noch einmal koras letzte tage bevor sie im alter von stolzen 16 jahren eingeschläfert wurde …
und dass sie bis zum letzten atemzug noch enormen spaß an fleischwurst – GOTT sei DANK – am fressen überhaupt, hatte.
und auch noch relativ zackig über den gartenweg bis zur mistkuhle über den rasen und zurück gehüpft war. so ungefähr in den letzten drei wochen bevor ihr liebes hundeseelchen die körperliche hülle verlassen sollte, hatte sie die kontrolle über einen augapfel verloren.
sie war eh schon recht blind und nun stand das auge irgendwie nach oben gerichtet und ließ sie permanent einseitig zum himmel hinaufschielen … vom hörvermögen mal ganz abgesehen.
mit handzeichen konnte oma sich aber bis zuletzt mit kora mehr oder weniger gut verständigen.

ich blieb dann länger bei ihr als ich das ursprünglich vorhatte, sie schaffte es sogar, das wohnzimmerfenster geöffnet zu haben, als ich die kleine treppe am haus hinunterging um mir noch irgendetwas zu sagen und mich noch mal wirklich ganz strahlend anzulächeln. alle achtung für ihre bald 94 jahre ist sie noch richtig flott, je nach dem um was es geht.
ich hab mich jetzt damit abgefunden, das ein besuch bei oma ungefähr so ist wie in „und täglich grüßt das murmeltier“.
das was oma am meisten bewegt kommt halt immer wieder zur sprache. anfangs … keine ahnung wie lange dieser „anfang“ schon zurückliegt … hab ich schon mal so was wie „das hast du mir schon erzählt, oma“  gesagt. aber … das sag ich jetzt nur noch wenn sie fragt. ob sie mir „das“ schon erzählt hat. ansonsten lasse ich sie. was hat sie auch noch groß außer ihre vier wände, den gartenweg und den fernseher. ja, gestern hat sie mir tatsächlich erzählt dass die kartoffeln schon „raus“ wären und die erdbeeren auch gut kommen und dies und das.

tschüss, ihr lieben.
*wink
🙂