G.fühlt

* born to be mild *


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Und täglich grüßt … die LIEBE

Bonjour liebe Mitliebenden…*hachja*, meine innere Uhr macht vor dem Wochenende nicht Halt. Das Gute daran ist, das mein vor lauter Worten überquellendes SEIN sich an diesen arbeitsfreien Tagen ergiessen kann und die Tastatur zum Klimpern bringt. 🙂

Ich schrieb ja schon mal über Gewohnheiten, meine, die von Anderen…darüber, dass die meisten Menschen, die man morgens wartend am Bahnhof antrifft, immer an der gleichen Stelle stehen, immer die gleiche Position und Haltung einnehmen, den Kaffee immer auf die gleiche Weise halten und trinken…was mich dazu veranlasste, mein eigenes Gewohnheitsverhalten zu überprüfen. Zumindest ist mir nun noch bewusster, wenn auch ich diesem GewohnheitsTrott erliege. 😉

Jeden Morgen, wenn ich nicht mit der Bahn fahre, nimmt eine Freundin mich mit. Natürlich immer zur gleichen Uhrzeit: 6.30 Uhr. Und so kommt es, dass wir jeden Morgen um 6.54 Uhr in Köln die *Unzertrennlichen* sehen, und es ist jedes Mal eine reine Freude.

ER ist wohl schon im Rentenalter, ein schlanker, drahtiger Mann mit weißem Haar. SIE, etwas jünger, blond, schlank, sportlich. Jeden Morgen überqueren sie gerade die Straße, wenn wir wartend an der Ampel stehen. SIE scheint noch berufstätig zu sein, und ER begleitet sie zum Bahnhof. Sie gehen Hand in Hand, eng aneinander, wie verschmolzen wirken sie in ihrem *füreinander DA sein*.

ER trägt ihre Tasche über der Schulter, manchmal auch noch einen Beutel in der Hand, so dass sie frei von allem Ballast und leicht neben ihm hergehen kann. Gestern regnete es, SIE war besonders schick angezogen. ER hielt natürlich den Regenschirm, und so gingen sie noch enger aneinander als sonst.

Jedesmal wenn ich die beiden sehe, tauchen Geschichten in mir auf. Ob sie auch gemeinsam Hand in Hand die Treppe in ihrem Wohnhaus zur Haustür heruntergehen? Bestimmt bereitet ER morgens fürsorglich das Frühstück, das Ei so weich wie SIE es mag, die Brötchen knusprig warm und der Kaffee wird eingeschenkt, sobald SIE am Frühstückstisch Platz nimmt. Und dann sitzen sie schweigend und freuen sich schon auf den gemeinsamen Nachmittag, wenn SIE von der Arbeit kommt.

Natürlich holt er sie auch nach der Arbeit am Bahnhof ab. Während SIE arbeitet richtet ER die Wohnung her, damit sie es gemütlich haben und SIE nichts mehr zu tun braucht, wenn SIE nach Hause kommt. Ein Leben lang schaffen…da ist es eine Erleichterung, wenn die Arbeit gerecht und sorgsam aufgeteilt wird. Schön ist bei den beiden, dass es Hand in Hand geht, dass kein Wort darüber verloren werden braucht…für IHN ist es eine Selbstverständlichkeit und Normalität. Jeden Tag lässt er sich ein leckeres Menü einfallen und während SIE sich nach der Arbeit kurz entspannt, bereitet ER das Essen zu. Anschließend machen sie einen Spaziergang, Hand in Hand versteht sich.

Sie haben sich wirklich sehr lieb. Sie haben ihre Antennen liebevoll zueinander gelenkt…und die Wellen der Liebe strömen von IHM zu IHR und zurück, und verstärken das Feld der Liebe, in dem sie leben. Was sie sonst noch so machen, die beiden…da könnte ich nur weiter spekulieren…doch so viel ist sicher, daran kann man fühlen: sie leben das LEBEN voller LIEBE miteinander. Das ist es, was sie ausstrahlen, und damit erreichen sie auch uns, mich…dich.

Danke 🙂 Gerti G.


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G.zottelt

Ich arbeitete auf einem sehr großen weiten Gelände, es war ein Freizeit- und Vergnügungspark und ich kümmerte mich um verwahrloste Tiere und Menschen.
Mit einem kleinen Jungen kletterte ich eine enorm hohe Eisenleiter hoch. Es war ein nicht erklärbares Fungerät, und der Junge wollte von oben herunterspringen. Ganz oben angekommen und kurz vor seinem Sprung sagte er, dass er seine Digi-Cam vergessen habe, und ohne die Digi-Cam wollte er nicht springen. Er hatte geplant seinen Sprung während des Fallens zu fotografieren.
Gut … stiegen wir die Leiter halt wieder hinab.

Es gab einen Ort der Begegnung, einen Treffpunkt, den ich zusammen mit zwei oder drei anderen Menschen bewirtete, bewachte und sauber hielt. Menschen und Tiere trafen sich dort, durften dort leben und wohnen so lange sie wollten, groß genug war dieser Ort und das zu ermöglichen.

Ein Truthahnpaar mit Deformierungen an den Hälsen lebte an diesem Ort, man würde sie als „unansehlich“ bezeichnen, sähe man sie auf Erden. Auch einige größere Katzen die kaum zu bändigen waren, hatten hier ihr Quartier gefunden, es war an mir darauf zu achten, dass diese Tiere nicht aneinandergerieten, sich friedlich oder gar nicht begegneten.
Das funktionierte sehr gut, ich hatte das voll im Griff, es war als könnte ich durch Wände sehen.

Schon bevor etwas geschah, bevor eine Begegnung stattfinden würde die den Betreffenden nicht zuträglich war, konnte ich Katze oder Vogel, was es auch immer gerade war, in eine andere Richtung dirigieren und so manch eine Konfrontation mit unklarem Ausgang verhindern.
Es war recht düster in den meisten Räumen, dennoch machte mir dieser Job großen Spaß und ich ließ mich von diesem Mangel an Licht nicht beirren.

Einmal kamen neue Menschen herein und ich ging gleich hinunter zu einem Wesen, dass schon lange an diesem Ort wohnte. Ein Mensch, ein Mann, mit zotteligem Haar, sein Gesicht war vor lauter Haar kaum zu erkennen. Er sprach nie, er brummte nur und wirkte auf Fremde furchterregend.
Doch war er ein gutmütiges Geschöpf unter Gottes Sonne. Keiner Fliege hatte er je etwas zu Leide getan, er unterstützte mich sehr, half mir mit all den Tieren.

Doch wenn neue Menschen zu uns kamen, sprach ich mit ihm und leitete ihn in andere Räume, damit diese neuen Menschen ihm nicht gleich begegneten und Angst bekämen. Ich brauchte nicht viel zu sagen, wir verstanden uns über Blicke, und so verließ er seinen Platz und begab sich brummend in andere Räume.
Die neuen Menschen ließen wir erst einmal sich eingewöhnen, Fuß fassen, all die Tiere sehen, die an diesem Ort lebten, das war für Fremdlinge schon Eindruck genug.
Bisher waren noch immer alle zufrieden mit dieser Lösung, auch das zottelige Menschenwesen selbst.

Ein Kollege, der erst kürzlich zu uns gekommen war um uns zu unterstützen, gefiel mir besonders gut.
Wir hatten uns als Paar zusammengetan. Ich war ungebunden und frei, als ich ihm begegnete und so kam er mir gerade recht.
Er war groß, blond, kräfitg, schön.
Das war aber auch schon alles, wie sich herausstellen sollte. Es gab schon zwei Situationen in denen ich feststellte, dass wir einfach nicht kompatibel waren und nicht zusammen passten.

Und dann kam die dritte Situation, die sich in meinem Jugendzimmer abspielte. Wir wollten feiern gehen, machten uns gerade für die Party zurecht. Zwei Frauen waren gekommen um mitzugehen. Dieser Mann benahm sich so unmöglich, sprach so unmögliche Dinge, unvorstellbar, so dass ich die Beziehung augenblicklich beendete.
„Es ist besser wenn du jetzt gehst.“ sagte ich, während eine der Frauen unbedarft weiter drauflos plapperte. Er nahm seine Jacke und ging zur Tür.
„Wir küssen uns nicht mehr?“ fragte er zum Abschied.
„Nein, ganz bestimmt nicht.“ sagte ich.
Und so stolzierte er von dannen. Einen arroganten Gang legte er an den Tag, so arrogant sah ich noch nie einen Menschen davon watscheln. Hocherhobenen Hauptes, watschelnd wie eine Ente.

Heilfroh war ich als er ging, und ich wußte gleich dass ich ihn niemals wiedersehen würde.
Die beiden Frauen machten sich weiter schick, schminkten sich. Eine wollte unten bei meinen Eltern ein Bad nehmen und fragte, ob es eine große Badewanne sei. Ich betrachtete sie, sie war zierlich und klein und ich sagte:
„Da passt du ausgestreckt rein.“ Sie war leidenschaftliche Schwimmerin, doch sooo groß war die Badewanne nun auch wieder nicht.

Jedenfalls würden wir drei einen wundervollen Abend haben, das wußte ich.
Als wir alle fertig waren und mein Zimmer verließen, bemerkte ich ein Gefäß aus lackiertem Ton, weiß, auf das ich irgendwann einmal all meinen Goldschmuck gelegt haben musste. Es lag alles noch da, Ketten, Ringe, Perlen. Fasziniert  betrachtete ich meinen goldenen Schmuck eine Weile, als hätte ich ihn lange nicht gesehen, erhob mich anschließend und schloß die Tür hinter mir zu.
Wir hatten eine tolle Party!

Träume halt …

Gerti G. 🙂