G.fühlt

* born to be mild *


Hinterlasse einen Kommentar

G.schult

Schule. Ich sitze ganz rechts in der hintersten Bank, kann den Lehrer nicht sehen, und er mich auch nicht. Naja, sitzen ist gelinde ausgedrückt, ich habe mich eher gemütlich und leger in den Stuhl gefläzt. Ob wir gerade Musikunterricht haben? Ich trage Kopfhörer, höre ein Lied und es gefällt mir. Dabei blättere ich in einem großen Buch, in dem ich viel über Musik eingetragen habe, auch viele Zeichnungen sind darin enthalten.

Erst sehr spät bemerke ich, dass der Lehrer nach hinten kommt und neben mir Platz nimmt. Ich nehme schnell Haltung an. Das ist auch wirklich nicht gut für den Rücken, wie ich da auf dem Stuhl hänge. Er fragt mich etwas zum Unterrichtsstoff, aber wie hätte ich davon etwas mitbekommen sollen? Ich weiß wirklich nicht, was er uns gerade erzählt hat. Er beginnt, in meinem Buch zu blättern und macht einen zufriedenen bis erstaunten Gesichtsausdruck. Besonders bei den Zeichnungen. Dann höre ich ihn murmeln, dass darüber noch verhandelt werde …
Ich verstehe nicht, was er damit meint, frage aber nicht nach, auch hat er den Platz neben mir längst verlassen…

In der großen Pause gehe ich in den Aufenthaltsraum. Dort wird Essen ausgegeben. Es gibt ein großes Buch zur Menüauswahl, und so blättere ich darin, um mir mein Mittagsmahl auszusuchen. Aber es ist leer, keine einzige Seite ist beschrieben. Noch dazu ist das Buch über und über bekleckert mit Orangensaft, und ich fasse es nur mit spitzen Fingern an, in der Hoffnung, doch noch was für mich aussuchen zu können. Überall gehen Menschen mit vollen Tabletts herum, es gibt türkische Spießchen, wie ich sehe. Was immer das auch sein mag.

In der Pause hatte ich ein Treffen mit einer Frau und ihren beiden Kindern. Sie trug einen pinkfarbenen Bademantel. Wir hatten jetzt 1 1/2 Stunden Mittagspause und sie wollte mich mitnehmen, irgendwo hin. Ich kannte mich in der Gegend besser aus als sie. Sie fuhr in Richtung Dormagen. Wir fuhren am Bayerwerk vorbei und ich hörte die laute Stimme des Bademeisters im Freibad über Mikrofon über die Straßen hallen.
„Wir könnten ins Freibad gehen.“, sagte ich. Die beiden Kleinen freuten sich. Wie alt mochten sie sein, der große vielleicht 4, die Kleine so um die 3 Jahre.
Wir hielten am Freibad. Es gab eine wundersame Treppe mit Metallstangen. Unten gab es einen Gang, der uns unter der Straße her zum Freibad führen würde. Ich wußte das, ich kannte mich aus.

Die Frau mit dem pinkfarbenen Bademantel ging an den Metallstangen hinunter. Ihre beiden Kinder saßen oben auf dem Gemäuer, gefährlich nah am Abgrund. Ich schob sie etwas aus der vermeintlichen Gefahrenzone heraus und fühlte ein wenig von meiner Höhenangst.
Dann ging auch ich an den Stangen hinunter. Eine Frau kam mir entgegen.
„Da haben Sie sich aber einen tollen Ort für ihren Filmdreh ausgesucht.“, sagte sie, „und so originelle Einzelheiten wie das eingeklemmte Mädchen.“ Ich wußte nicht wovon sie sprach, sah aber gleich das Mädchen eingeklemmt zwischen den Metallstangen, als ich unten angelangt war.

Das Mädchen schaute mich mit ängstlichem Blick an, seltsam sah das aus, wie sie da oben zwischen den Stangen hing, aber offensichtlich hatte sie schon jemand befreit, sie begann gerade langsam herauszuklettern.

Ich schaute an mir herunter. Ich trug eine weiß-schwarz gestreifte Radlerhose, darunter noch eine Radlerhose im Leopardenlook, die nur wenige Zentimeter herausschaute. Mein Oberteil war weiß, knapp, und ich überlegte mir gerade, ob ich in diesem Aufzug überhaupt schwimmen wollte. Das knappe weiße Oberteil ließ den Blick frei auf einen meiner Rettungsringe. Im Traum war ich schlanker als real, das war mir eine Freude. Aber natürlich war ich immer noch nicht schlank genug. 😉

Ich sehe ganz deutlich ein Bild vor meinem inneren Auge, es sieht nach einem Facebookeintrag aus: Or Gasmus hat ein Video an meine Pinnwand gepostet: Gerti-outdoor-flash.  Das war der Titel.

Darüber wurde ich wach und verspürte unendlichen Hunger. Ich ging in die Küche, schnitt mir eine Scheibe Brot ab, steckte es in den Toaster. In der nächsten Sekunde holte ich es wieder heraus und aß es trocken, ohne alles, so wie es war.

Alaaf. 🙂

Gerti G.


Hinterlasse einen Kommentar

G.tourt

in der nacht war ich in spanien unterwegs. ich war zu besuch bei meiner freundin und ihren kindern. sie wohnten in einem großen gebäude neben einem campingplatz. eigentlich fühlte es sich an wie ein krankenhaus, einige krankenschwestern liefen herum, ich konnte ein paar dialoge mithören und die waren inhaltlich nicht sehr freundlich, oder sagen wir lieber: sie waren DIREKT.

eine sagte zum beispiel zu einer frau, die ihre krankheiten ausführlich schilderte, auf die frage hin wie es ihr gehe: „pflegen sie nur ruhig weiter ihre krankheiten, jaja, es ist wirklich ganz schlimm was sie da haben.“ und das sehr ironisch. die kranke wollte wohl nicht auf die alternativen eingehen, die die schwester ihr anbot zu ihrem wohlbefinden.

irgendwie fand ich zu meiner freundin und ihrem sohn, und da sah es so rein gar nicht nach krankenhaus aus. ich weiß also in wirklichkeit nicht, wie ich darauf komme. sie machten einfach urlaub in spanien und ihnen stand jeder komfort und luxus zur verfügung. und was trieb mich bloß dazu, ihren sohn mitzunehmen als ich ging?

im traum war er jünger als er in wirklichkeit ist, so etwa gerade mal ganz knapp zwei jahre alt und manchmal noch etwas wackelig auf den beinen, so daß ich ihn die meiste zeit trug. ich kam an diesem campingplatz vorbei und fand auch gleich den bahnhof. im gebäude stand gerade eine aufzugtür offen, zwei männer standen drin, und ich quetschte mich mit dem kleinen jungen auf dem arm noch in den aufzug. wie freundlich die menschen mit kleinkindern umgehen, dachte ich. sie lächelten so freundlich, die männer. einer sagte etwas, das verstand ich aber nicht.

unten angekommen verließen wir den aufzug und ich schaute mich um, welchen zug ich nun nehmen müsste um zum flughafen zu kommen. ich traf eine frau die auch zum flughafen wollte, und schon saß ich im richtigen zug. der kleine war echt brav die ganze zeit, aber langsam fragte ich mich warum ich ihn mitgenommen hatte. ich konnte ihn doch nicht einfach so weit von seiner mutter entfernen, und schon gar nicht einfach mit nach deutschland nehmen. seltsam, das ich das tat.

so saßen wir nun im zug, der junge hatte seinen spaß und schaute links und rechts aus dem fenster auf alles was an uns vorbeizog. wir saßen ganz hinten im allerletzten abteil, irgendwie komisch, eigentlich war es der anfang, aber es war kein lokführer da, oder irgendein antrieb des zuges in sicht.
es war als hätte der zug  „alleinantrieb“, als würde er sich aus sich heraus in bewegung setzen.

plötzlich hielt der zug abrupt an, vor uns tat sich ein abgrund auf und aus dem wagon fielen unten so etwas wie schaufeln oder kurze rutschen heraus, damit wir besser in den abgrund fallen konnten. beinahe wären wir drei da hinten, bzw. vorne, auf den sitzen herauskatapultiert worden und herunter geflogen, doch das konnten wir gerade noch verhindern, es machte auch keine angst. ich schaute aus dem fenster und warf einen blick nach hinten und sah wie viele leute ausstiegen.

„hier ist endstation.“ sagte ich zu der frau und dem kleinen jungen den ich auf dem schoß hielt, ob er das nun verstand oder nicht. die frau  mußte als erste aussteigen und aufpassen, dass sie nicht mit der rutsche in kontakt kam, und auch ich schälte mich vorsichtig aus meinem sitz. geschafft. ich schaute mich ein bisschen um, alles karg, steinig, kein grün weit und breit, es gefiel mir irgendwie nicht so. und in dieser trostlosen gegend angelangt wurde mir nun wirklich bewusst dass es ein unding gewesen war, den jungen mitnehmen zu wollen. hatte ich das überhaupt mit meiner freundin so vereinbart? ich wußte nicht mehr wie es dazu gekommen war, wollte ihn nur noch so schnell wie möglich wieder zu ihr zurückbringen.

dem kleinen machte das überhaupt nichts aus, nicht bei seiner mutter zu sein. mal trug ich ihn, mal lief er ein paar schritte allein, doch zum herumspielen blieb uns nun gar keine zeit mehr, eile war geboten, ich hatte keine ahnung auf welchem gleis der zug zurück fahren würde, so ein ganz klein wenig lag die dämmerung schon in der luft, und für mich hieß es später noch, pünktlich meinen flug zu erwischen.

ich stapfte mit dem kleinen durch eine menge menschen und begann ein paar leute zu fragen ob sie die zugnummer wüßten, die mich zum campingplatz zurückbringt. ach was hatte ich ein glück, ich traf eine kleine truppe junger spanier, drei männer und drei frauen, die einen dolmetscher unter sich hatten. die frauen waren in saftig grün gekleidet mit lustigen hüten, die männer trugen schwarz mit zylinder. ich stellte fest, dass eine der frauen ein mann war. er sah aber wirklich ganz so aus wie eine frau. ich merkte es erst als er mir antwortete. der dolmetscher übersetzte ihm alles was ich sagte und fragte, und er antwortete jeweils etwas. es dauerte länger bis ich merkte dass sie mich veräppelten.
sie machten ihre witzchen über mich und unterhielten sich über alles andere, nicht aber über meine fragen nach der richtigen zugnummer und auf welchem gleis der wohl abfuhr.

als quintessenz kam aus dem gespräch so etwas wie „ficken, fressen, fernsehen.“ (sorry … :- )heraus. erst da merkte ich dass ich veräppelt wurde, schnappte mir den kleinen und zog schnell weiter, ich wollte keine zeit verlieren. ich ging wohl durch den biergarten, bzw. die außenanlage des bahnhofscafés. die gäste führten auffallend viele hunde bei sich, die meisten lagen schlafend auf dem boden, zumindest wirkten sie so. bis ich dann über die hunde steigen mußte, sie lagen überall im weg. ich wurde von jedem von ihnen beäugt und begutachtet, manche waren sogar etwas zu aufdringlich für meinen geschmack. und sie wurden immer größer. von dackelgröße angefangen über mittelgroß bis riesendogge.
„nicht beissen.“ sagte herrchen zu seinem hund, als die dogge sich daranmachte aufzustehen und sich mir in voller größe zu präsentieren.
*wie kommt der auf beissen???* dachte ich etwas verschreckt.
man führt doch wohl keine hunde mit sich die beissen, und lässt sie in einem lokal herumliegen wo sie menschen den weg versperren, die einfach nur hindurch wollen.

irgendwie kam ich da raus, natürlich war keiner von den hunden bissig, es waren einfach nur ungewohnt viele. ich warf einen blick in das bahnhofsgelände, drehte mich um und sah auf den straße einen ungewöhnlichen bus stehen. aus mittelbraunem holz war er, und eine holztreppe führte hinter der glastüre zum fahrer hinauf. ein paar fahrgäste saßen schon im bus.
mich interessierte ob er zum campingplatz fuhr und was die reise kosten würde.

„sprechen sie deutsch?“ fragte ich durch die glastür.
„ja.“ sagte der fahrer und schaute sich zu einem gast um der gleich hinter ihm stand.
„fahren sie zum campingplatz?“ fragte ich.
„kann ich machen.“ sagte der fahrer.
„was kostet die fahrt, für mich und den kleinen?“ fragte ich.
„da muß ich mal nachschauen.“ sagte der fahrer und klappte ein buch auf in dem er mit dem fahrgast neben ihm ein paar seiten aufschlug.
„2223 pesos.“ sagte er. komisch, ich hätte schwören können die währung wäre euro gewesen, doch was nützte mir das, er sagte halt pesos. „und wieviel ist das in euro?“ fragte ich.
„15.“ sagte er. dann schob er ein „16“ hinterher.
*16 euro, das geht ja noch.* dachte ich.
„20.“ sagte der fahrer und grinste den anderen fahrgast an.
ich war etwas erbost.
„sie haben doch 15 gesagt, und dann 16, wie kommen sie jetzt auf 20???“
„20.“ sagte der fahrer.
„ach, fahren sie doch alleine!“ sagte ich, und machte mit dem jungen im arm kehrt.

ich fand das so willkürlich von diesem fahrer, da mitzumachen hatte ich keine lust, absolut nicht.
dann irrte ich lieber noch ein bisschen umher bis ich den richtigen zug gefunden hatte, blieb mir aber treu. ich lasse mich doch nicht der willkür eines busfahrers zum opfer fallen, wo kämen wir denn da hin? so nahm ich kurs auf den bahnhof und sah dass er nun durch dicke, durchsichtige, bewegliche plastikvorhänge geschlossen war. ich ging näher an die vorhänge heran und schaute hindurch. mit einer großen maschine reinigten sie den boden und an den seiten standen gruppen von gleichgekleideten menschen. es würde eine theateraufführung stattfinden auf dem banhhofsgelände, was als solches nicht mehr zu erkennen war. und auch wenn da auf dem vorhang stand „bitte seiteneingang benutzen“ klappte ich zwei teile auseinander um mal leise anfragen zu gehen wie ich denn nun zu einem zug kommen würde.

das war dann der moment, in dem mir das alles ziemlich spanisch vorkam und mir so langsam dämmerte, dass das alles nur ein traum gewesen war … ich würde doch niemals den sohn von meiner freundin mitnehmen, außerdem ist er schon einige jahre älter, und theateraufführungen in bahnhöfen … das ist ja der totale nonsens!

🙂


Hinterlasse einen Kommentar

G.parkt

ich wußte, es würde gefährlich werden, ich konnte hier nicht mehr lange bleiben.
sie hatten meine fähigkeiten entdeckt.
meine tochter war gut versorgt, sie arbeitete am stand mit den zwei frauen zusammen, und so konnte ich beruhigt fliehen und kam schnell am großen see an.
es war schon dunkel.
ein blaues parkhaus hatten sie vor dem see erbaut, es mußte neu sein, ich hatte es noch nicht gesehen und es versperrte mir den ausblick auf das wasser.
der weg hoch zum see war verschneit, auch das parkhaus war leicht schneebedeckt.
ich entschied mich, am parkhaus hochzuklettern um so über den see zu kommen.

das parkhaus hatte drei etagen, es gelang mir leicht und schnell daran hochzuklettern und nun stand ich oben und hatte ausblick auf den see.
es war als wüßte ich nicht genau um meine fähigkeiten, ich zweifelte ein wenig ob ich das wirklich könnte was ich jetzt vorhatte zu tun.
diese gedanken wunderten mich, weil ich mir meiner fähigkeiten durchaus bewusst war und sicher damit umgehen konnte.
so hob ich also ab und flog los.
ich schwebte über den see und genoss den anblick ohne dabei zu vergessen dass ich auf der flucht war.
es würde einen kampf geben dem ich zu gerne entrinnen würde, ich wollte so weit wie möglich weg.
auf der flucht traf ich einen verbündeten.
ich spürte gleich , dieser mann trug die gleichen fähigkeiten in sich  wie ich. ich traf ihn in einer kneipe und er stellte mich verschiedenen leuten vor bevor wir zu ihm nach hause gingen.

meine widersacher hatte ich vor meinem weggang gesehen, einer von ihnen besaß einen großen gefährlichen spürhund. früher oder später würde er mich ausfindig machen.
bei dem mann zu hause angekommen stellte ich fest, das er sehr offene fenster hatte und man von außen in seine wohnung schauen konnte, vor allem im dunkeln wenn das licht eingeschaltet war.

da wir nun zu zweit waren würden wir das schon schaffen, sollte sich ein kampf ergeben.
auch der mann hielt seine fähigkeiten vor der außenwelt geheim.
einzig die wenigen menschen mit denen er mich kurz zuvor bekannt gemacht hatte, wußten davon und waren vertrauenswürdig.

es dauerte nicht lange, da witterte die katze des mannes draußen etwas ungewöhnliches.
sie sprang leichtfüßig an die wohnzimmerfensterscheibe und verlor ihre form, sie wurde schmaler und schmaler bis sie eins war mit dem fensterglas und nicht mehr zu sehen.

was machen wir nun? –  fragte ich den mann mit einem blick.
er erhob sich und drehte sich in einen vorhang ein. es gab noch einen weiteren vorhang am fenster, der war aber zu schmal als dass man sich hätte eindrehen können, so hüllte ich mich mit meinem verbündeten ein.
ich zitterte am ganzen körper und auch er stand nicht ruhig da.
wenn das mal gut geht, dachte ich.

ein älteres ehepaar erschien draußen vor den fensterscheiben. es waren zwei von den menschen mit denen ich zuvor bekannt gemacht wurde. sie hatten wohl einen schlüssel zur wohnung, denn schon bald standen sie im wohnzimmer und wir drehten uns wieder aus dem vorhang heraus, setzten uns mit ihnen an den tisch, tranken wein und erzählten.
*

*ich habe wenig geld.*
… hörte ich eine innere stimme sagen, als ich ERWACHTE.
sie klang weder bedauerlich noch bedauernswert, sondern neutral als reine aussage.
eigentlich waren das die worte einer jungen frau in einem bus … ich rekonstruiere jetzt mal den nächsten traum.

ich war mit einem silbernen auto in köln unterwegs, das heißt, eigentlich fuhr ich, und ein paar freunde saßen im fahrzeug.
wir kurvten durch köln.
ich weiß weder woher wir kamen noch wohin wir wollten.
plötzlich sah ich eine so sehr fotogene hauswand das ich sagte: *hier könnt ihr mich rauslassen.* obwohl eigentlich ICH die fahrerin war – und das war nicht das einzig paradoxe, ver-kehrte in diesem traum.

die hauswand war wunderblau gestrichen, es gab auch ein weißes quadrat. am haus standen ein paar bäume deren blätter sich schon herbstlich rot-gelb gefärbt hatten und eine kletterpflanze schlängelte sich farbenfroh um das haus.
es war dieser schöne kontrast, der mich veranlasste die „insassen zum anhalten aufzufordern“.
ich fuhr allein weiter und fand gleich in der nähe einen schneebedeckten parkplatz für mein auto. ich schaute kurz an mir herunter um zu prüfen ob ich passend gekleidet wäre für eine fototour durch köln, denn  ich wußte nicht das es geschneit hatte.
mal trug ich ein t-shirt und mal hatte ich darüber meine herbstjacke gezogen, es wandelte sich vor meinen augen. ich entschied dass es okay wäre so wie es ist.

der erste parkplatz den ich ansteuerte war leider ein behindertenparkplatz, das weiße zeichen auf dem asphalt konnte man durch den schnee nicht auf den ersten blick sehen, so fuhr ich auf die gegenüberliegende seite, wo gerade ein fahrzeug den platz verließ und nahm seinen platz ein.

man musste hier sein auto anketten oder mit einem schloss befestigen, und damit hatte ich so meine not. als ich fertig war mit meinem ersten versuch, lag mein auto auf dem rücken in einer höhle aus schnee.
seltsam.
ein älteres ehepaar kam mit ihren fahrrädern vorbei, der mann sagte etwas zu der art wie ich das fahrzeug angekettet hatte. so könnte man das hier nicht machen, da hätte man „sie“ gleich auf der pelle.
„wen“ wußte ich zwar nicht, machte mich aber gleich daran zu schaffen, das schloss noch einmal zu öffnen um es richtiger zu machen.
langsam drehte sich mein auto wieder in den normalzustand … irgendwie klappte jetzt auch alles und kalt war mir auch nicht.
so ging ich dann wohl los und machte meine fototour …

*

ich wohnte im haus meiner eltern, zumindest war ich DA, oben unter dem dach, dort wo ich mir mit meinem bruder die ebene unter dem dach teilte.
sein zimmer war etwas größer als meines.
seltsam, das haus fühlte sich „leerstehend“ an was es aber definitiv nicht war, denn ich hatte kurz bevor ich die treppe hinauf ging noch unten im wohnzimmer mit meiner mutter gesprochen.

ich hörte stimmen im zimmer meines bruders und öffnete dir zimmertür.
ein dunkelhaariger junger mann und eine kräftige junge frau mit zopffrisur saßen da, der mann hielt einen koffer auf dem schoß.
*wir wollen nach griechenland.* sagte er *bis wir einen flug haben dürfen wir hier wohnen. wir möchten unbedingt vor der geburt in griechenland sein, das kind soll dort geboren werden.*
erst jetzt sah ich, dass die frau die ich für „kräftig“ gehalten hatte, ein KIND unter ihrem HERZen trug.
*und wann wollen Sie weg?* fragte ich.
*sobald wir das ticket haben. wir haben noch 13 tage zeit, dann wird das kind geboren.* sagte der mann.
*haben Sie internetanschluß?* fragte ich – obwohl ich wußte dass es sowas hier im zimmer meines bruders nicht gab.
*nein.* sagte der mann.
ich sah ihn in verschiedenen zeitschriften, zeitungen und büchern blättern.
*warten Sie, ich besorge Ihnen was!* sagte ich und verließ den raum.
ich wollte die treppe hinunter gehen und bemerkte, dass die zweite stufe gefährlich lose war. ich wohnte lange genug in diesem haus um den trick zu kennen, damit man gefahrlos die treppe hinunter gehen konnte, aber die beiden neuankömmlinge da oben, die wußten das sicher nicht …
ich würde es ihnen bei nächster gelegenheit sagen.

ein mann war plötzlich bei mir, er wollte mit mir das andere haus besichtigen, welches schön und groß war und unwahrscheinlich viel potential enthielt, aber noch nicht ganz fertig war.
das andere haus konnte man sehen, wenn man in meinem zimmer aus dem fenster schaute.
es sah etwas dunkel aus, aber man konnte auch auf entfernung erkennen wie schön es aufgeteilt war, geräumig und viele möglichkeiten der verwendung beinhaltend.
ich mußte vorsichtig sein mit diesem mann, denn irgendwas war mit dem anderen haus noch nicht so ganz in ordnung, doch das brauchte dieser mann nicht zu wissen.
ich war mir nicht sicher ob ich ihm voll und ganz vertrauen könnte, er hätte dieses wissen gegen das andere haus verwenden können und das wäre zu schade drum gewesen.
so ging ich lieber ganz auf nummer sicher und ließ ihn das andere haus nicht allein besichtigen, so wie er sich das gewünscht hätte.
auf schritt und tritt begleitete ich ihn, bzw.: ich ging vor und das was er nicht sehen sollte zeigte ich ihm nicht.

*

in einem einkaufszentrum begegnete mir ein mädchen mit seiner mutter. das mädchen hatte geburtstag und ich wollte ihm etwas schenken, hatte aber nicht allzuviel geld.
wir standen an einem wühltisch mit diversen tafeln schokolade. ich gab ihr eine tafel schokolade und die paar euro die ich in der tasche hatte.
ihre mutter war sichtlich nicht so zufrieden mit meiner gabe, empfand das geschenk offensichtlich als zu gering. doch für mich war das okay, es lag gerade im bereich meiner möglichkeiten.
mehr ging nicht.

*

ich war in einem bus mit vielen jungen mädchen unterwegs. sie waren schminkbegeistert, sehr auf ihr äußeres erscheinen bedacht, und probierten allerhand glitzerzeug aus. ich hatte auch glitzifitzi-schminkutensilien in der tasche.
sie unterhielten sich zum teil recht vulgär und wußten ganz genau, dass es unziemlich war und nicht im sinne ihrer herrin, die gerade nicht anwesend war.
ich lauschte ihrer unterhaltung und schnappte allerhand verbal-sexuelles auf.
nun war die herrin im anmarsch, die mädchen veränderten augenblicklich ihre gesprächsinhalte, packten eilig ihre schminke weg, und am ende gab ich einem mädchen, was selbst nicht so viel hatte, meinen glitzerkram.
dann erklang dieser satz: *ich habe wenig geld.* – während ich ERWACHTE.

*


Hinterlasse einen Kommentar

Marder

wir sind auf dem weg. alles ist überflutet, überschwemmt, und wir wissen noch nicht ob wir mit dem auto hier durchkommen. ein fahrzeug vor uns macht uns deutlich dass es nicht geht. zumindest nicht heute. die nacht sollen wir abwarten und am nächsten morgen schauen wie sich das mit dem hochwasser entwickelt. ich sehe einige wunderbar fotogene szenen … gleich neben mir schaukelt ein bündel von überdimensional großen, tiefroten trauben in den wellen, immer wieder werden sie halb mit wasser bedeckt, die früchte so prall und frisch. etwas weiter entfernt wiegt sich eine bunte luftballontraube im wasser. auch fotogen. ich freue mich schon darauf, die kamera auszupacken. doch zuerst bauen wir für die übernachtung unsere zelte an einem trockenen platz auf einer wiese auf.
WIR … eigentlich SEHE ich niemanden der mich begleitet. meine tochter ist bei mir, das weiß ich. doch auch sie sehe ich nicht, ich fühle sie – und richte ihr einen gemütlichen schlafplatz im zelt ein.
draußen auf der wiese sehe ich ganz unerwartet einen weißen marder.
ich bin erstaunt, sehr! nie zuvor habe ich einen weißen marder gesehen. vor allem nicht so echt und nah an mir dran. er scheint unerschrocken … bleibt in relativ kurzer distanz zu mir und ich höre ihn sogar sprechen. seine stimme klingt etwas lustig … würde ich sagen. er hat eine art mickymausstimme. pipsig. ich verstehe nicht was er sagt, aber er spricht.
in seiner nähe steht ein pappkarton in dem sich noch andere tiere befinden. dicht aneinandergekuschelt liegen sie, vermutlich schlafend. vor meinen augen verwandelt sich der weiße marder nun in einen hund. ein gefühl des bedauerns überkommt mich, denn sein anblick war so schön. doch auch der hund ist eine schönheit, die fellfarbe ähnlich wie die eines fuchses, doch mit weißen streifen durchzogen. er kommt freundlich auf mich zu, läßt sich streicheln. wir kennen uns.
ich werfe einen blick in den pappkarton und bin froh, den weißen marder im hintersten eck zu entdecken … dort, wo der hund zuvor lag. eine interessante art, die plätze zu tauschen, denke ich.


Hinterlasse einen Kommentar

G.kleistert

 

 guten morgen, liebe mitLIEBEnden 🙂

das ist wirklich über-trieben. es ist gerade mal halb sechs. wie kann ich einfach so aufstehen, vor allem wenn meine hand gerade noch auf dem weichen hinteren teil meines geliebten lag? früher dachte ich, ich würde *nie mehr aufstehen*, wenn ich mal wieder einen mann im haus, bei mir, neben mir, MIT mir, hätte.
mit diesem mann selbst hat das aber nun wirklich nicht im geringsten zu tun *zwinker*, -nein, es ist mein innerer drang der mich so früh aufstehen läßt.
so, dann wollen wir mal … REIN ins vergnügen des tages, und *karneval* für die fußnägel.

mein traum ist aus … und ich möchte mich gerade daran erinnern wo „wir“ waren – während über väterchen  rhein die sonne orangerot aufgeht und der wasserkocher verspricht, dass ich das wasser bald über das pulver sprudeln lassen kann.

die sonne zeigt sich heute so orangerot wie die künstliche gerberablüte auf meiner küchenfensterbank. zwischen basilikum und schnittlauch steht sie da … tagein, tagaus. sie ist pflegeleicht, benötigt kein wasser. sie benötigt eigentlich nichts, rein gar nichts. sie ist ein farbklecks in der küche.

ach …  apropos farbklecks, ich hab was tolles entdeckt – zuvor hole ich aber ein wenig aus, weils paßt …
neulich sprach ich mit meiner nachbarin. es ist nahezu unmöglich darum herumzukommen ihre blumenpracht auf dem balkon zu bewundern  wenn man zur haustür heraus geht.
„mensch, frau dingens, sie haben aber tolle blumen!“ staune ich.
sie stehen wirklich voll im saft, blühen wie jeck, sind prächtig grün, und prächtig bunt.
gut, es sind auch einige geranien dabei, aber in der blütenvielfalt fallen sie beinahe gar nicht ins gewicht. es sind wirklich alle farben der natur vorhanden …
„vor allem die bunten da, frau dingens, die sind toll!“ sag ich.
„die heißen *karneval*“ sagt sie.
„karneval? ich hab auch welche, die heißen *karneval*, aber das sind andere. mohnblumen. verschieden bunt in einem topf.“
„ja, was es nicht alles gibt.“ sagt sie, „die lassen sich was einfallen.“
„stimmt, frau dingens, die welt ist ganz schön bunt geworden.“

aber nun zu meiner entdeckung … gestern war ich mal wieder einkaufen, es gibt ja doch dinge die ich nicht bei otto, amazon oder ebay bestellen kann. mir wäre das echt zu lästig, gerade an diesen heißen tagen, mich vorwiedend in umkleidekabinen von geschäften aufzuhalten. außerdem erschlägt mich das überangebot und erleichtert mir nicht wirklich meine auswahl.
so habe ich gestern etwas für mich ganz neues entdeckt: buntstifte für finger- und fußnägel! hier würde jetzt das „die lassen sich was einfallen.“ von frau dingens wieder passen.
die stifte heißen eigentlich *nail stylist*, und ich habe mich für *electric blue* und *extreme lilac* entschieden. dazu zwei nagellacke in grüntönen. *shockful* und *artful* haben sie die farben genannt. ursprünglich hatte ich vor, vor allem die fußnägel im wechsel damit zu lackieren. doch dann sah ich diese stifte und malte mir im geiste blümchen aus, die ich auf die nägel malen würde.
so werde ich also heute ein fußbad in meinem geräumigen kleistereimer nehmen – jesses, wie lange der schon hält! ich glaube, den besitze ich schon gut 10 jahre und er hat mir schon für so manches gedient. nicht jeder putzeimer bietet ausreichend platz um die füße bequem darin zu baden. dieser kleistereimer aber schon. zudem scheint er unkaputtbar.
hat sich echt gelohnt  die investition, damals.

und nun zu meinem träumelein …
zuletzt befanden wir uns auf der rückreise. wir saßen in einem bus auf der rückbank, da wo die coolen sitzen. ich war mit drei männern unterwegs, sie waren sehr unterschiedlich, hatten aber alle etwas gemeinsam: sie hatten „etwas am herzen“.

ich ließ noch einmal revue passieren wo wir alle gerade herkamen, doch es wollte mir nicht einfallen. ich weiß nur noch: wir vier stiegen in einen tümpel, mit wasserlinsen bedeckt.
wir tauchten ganz und gar unter …

wo mögen wir gewesen sein, und was mag geschehen sein? ich weiß es nicht mehr. ich weiß nur noch: auf der rückreise im bus waren alle froh, glücklich und gesund. einer der herren war etwas ungeduldig und bewunderte meine ruhe, denn wir würden bald die letzte haltestelle erreichen, dennoch machte ich nicht die spur von einem anzeichen dafür, aufstehen zu wollen. einige mitreisende standen schon am ausstieg, hielten sich an den metallstangen fest.
ich rutschte ein stück beiseite und dort wo ich gesessen hatte war es naß, ein paar wasserlinsen lagen auf der sitzbank.

so, und nun REIN ins vergnügen des tages, und *karneval* für die fußnägel.

🙂


Hinterlasse einen Kommentar

G.staunt

 
unsere sachen haben wir schon in der jugendherberge untergebracht, in der wir für ein paar tage übernachten wollen. nachdem wir alles soweit eingeräumt haben gehe ich los, es gibt einen markt ganz in der nähe.
auf weißem boden legt gerade eine frau ihren schmuck zum verkauf nieder. ich schaue mich um und sehe überall stufenförmig angelegte wasserbecken mit wunderschönen pflanzen, es ist sehr warm und von wasser umringt zu sein wirkt sehr erfrischend.
ich sehe wie die frau immer mehr schmuck auspackt und auf den boden legt, und langsam wird das ganze umspült von wasser. ich wundere mich noch nicht einmal, sondern betrachte es nur.
langsam überflutet der weiße platz, doch die perlen und ketten werden nicht etwa weggeschwemmt, und auch läßt sich die frau nicht davon abhalten, weiter ihre sachen auszubreiten.
das wasser reicht mir nun schon bis zu den waden und ich schaue mir interessiert den schmuck an, durch das wasser hindurch. meine sicht ist verzerrt und so verschwimmen auch edelsteine und perlen.
ich staune über eine kristallkugel, die ihre regenbogenfarbene strahlen deutlich unter der wasseroberfläche in alle richtungen aussendet.
sie liegt genau zu meinen füßen und ich staune so sehr über ihre strahlkraft, dass ich schnell meine kamera holen möchte um dies festzuhalten. so wunderbar strahlend, und so ein weißer marktplatz unter wasser als wäre es das normalste von der welt … das finde ich fotogen.

wir sind mit einem befreundeten ehepaar hier hergefahren, die beiden führen *im richtigen leben* eine Spirituelle Heilpraxis. ER jedenfalls ist so lieb und holt noch meine kamera aus dem auto.
irgendwas spielt sich dann ab, rund um die jugendherberge.
draußen haben sich ein paar junge leute essen zubereitet, nudeln gekocht, und auf dem tisch haben sie unmengen von nudeln in tüten aufgetürmt. sie sind laut, haben spaß. sie fragen mich umständlich nach etwas, was man auf die nudeln geben kann. ich gebe ihnen käse.
nun sitze ich selbst am tisch. einer von den burschen öffnet eine dose und schüttet mir den inhalt, gulasch, auf den teller. ich bin gespielt entsetzt, denke zu sagen *ich esse doch kein fleisch!*, sage aber gar nichts und lass‘ den knilch einfach machen. ich glaube, diese dose gulasch war das beste was sie hatten. dennoch … logisch dass ich den teller nicht anrühre …
ich spüre dass diese burschen nicht lenkbar sind, so lasse ich einfach geschehen was geschieht, solange niemand zu schaden kommt.
ich suche den waschraum auf. auf dem weg begegnen mir viele betten im gang. ich fühle an der bettwäsche, sie sieht ungewohnt aus und fühlt sich auch anders an. wie dickes pergament, wie aus gegerbter tierhaut bestehend. dennoch irgendwie weich, nicht unangenehm.
nachdem ich in der jugendherberge noch einiges erkundet habe erinnere ich mich an mein vorhaben, nehme die kamera und gehe zum marktplatz. das wasser ist jetzt durchweg knietief, glasklar.

ich schaue mir die wasserbecken rund um den weißen platz etwas näher an. ein wasserschlauch, aus dem permanent wasser fließt, hängt gleich unten im ersten becken. lauwarmes wasser fließt heraus. ich frage mich ob das die richtige temperatur für diese wunderschönen pflanzen ist und denke mir: *falls hier was nicht stimmt, da „muß“ doch jemand helfen!*
kaum habe ich das gedacht und blicke die wassertreppe nach oben, da sehe ich auch schon eine menge männer hier und da schaffen. was sie genau tun weiß ich nicht, aber ganz in ruhe regeln sie was zu regeln ist. ich betrachte sie lange, schaue genau was sie tun, und erst spät bemerke ich ihr ungewöhnliches aussehen.
ihr „haar“ besteht aus buntem farn, unterschiedlich lang, in herbstfarben. von weinrot über senfgelb bis hin zu farngrün. holla, ich bin begeistert, vor allem als ich ganz eindeutig feststelle, dass es wirklich angewachsen ist und nicht etwa hüte sind, oder sonst eine kopfbedeckung.
sie tragen alle eine einheitliche „kleidung“ in erdigen farben. und auch da erkenne ich, dass sie nicht wirklich kleidung tragen, sondern dass ihre körper daraus bestehen, aus erde, blattwerk, rinde. diese wesen, männer, wirken jung, hübsch, und wissen genau was zu tun ist.
fasziniert schaue ich ihnen noch eine weile zu und beginne dann, mich auf die kristallkugel einzustimmen und auch den übrigen schmuck unter wasser mit meiner kamera zu fotografieren.


Hinterlasse einen Kommentar

G.bucht

in einer kiste fand ich zwei bücher. sie gehörten meinem vater, er hatte sie mir irgendwann einmal geschenkt. ich stöberte ein wenig in den büchern herum, klappte eines auf und fand zwischen den seiten zwei geldscheine, 15 euro. prima, das kam mir gelegen!
ich zeigte den fund meiner oma. an ihrer mimik und gestik konnte ich sehen dass sie mir nicht glaubte. nicht glaubte, dass ich das geld einst von meinem vater bekam. sie drehte ihr gesicht weg und schaute meine mutter an mit diesem speziellen blick. das ärgerte mich, ich mochte es noch nie, wenn man mir nicht glaubte, vor allem dann nicht, wenn ich mir total sicher und der wahrheit 100% bewußt war. meine wut verrauchte schnell und wandelte sich um in ein: „dann glaubt sie mir halt nicht. hauptsache ich weiß dass es wahr ist.“
und der traum löste sich auf.

wir hatten vier kaninchen die sich zu unbestimmten zeiten in andere nager wie nutria und chinchilla verwandelten. ich weiß also nicht wirklich, was das genau für eine tierart war. jedenfalls begaben wir uns mit unseren 4 tieren auf eine reise. „uns“ das heißt: meine tochter und ich. sie war die besitzerin der tiere.
wir landeten auf einem zeltplatz.
ich ging ein bisschen spazieren, die vier tiere folgten mir. ich wußte nicht wie zahm sie waren, ob sie wieder mit mir zurückkehren würden und ob sie den gefahren die sich boten standhalten könnten … und ließ es darauf ankommen. auf einer großen, breiten straße angekommen begegneten wir einem fuchs. der war allerdings halb so groß wie unsere kaninchen, so stellte er keine gefahr dar sondern lief nur ein wenig quer, könnte man sagen. während die kaninchen abwechselnd einen großen kreis oder eine große acht über die gesamte breite der straße verteilt liefen, ging er langsam und gemächlich genau entgegengesetzt. mit hoch erhobenem schnäuzchen.
unsere tiere – jetzt war wieder so ein moment gekommen in dem sie sich permanent verwandelten – legten nunmehr eine rasende geschwindigkeit an den tag und ich fragte mich wie lange das spielchen wohl noch fortgeführt würde.
langsam wollte ich zurückkehren und rief eines der kaninchen zu mir. es löste sich aus der acht und kam tatsächlich angehoppelt.

das nächste was ich sah war … unglaublich wunderschön. lange betrachtete ich einen grauen schleier über einer großen fläche erde. es hätte auch ein see sein können, undefinierbar grau überzogen. plötzlich tat sich inmitten dieses schleiers ein hell leuchtendes dreieck auf und ich sah die farben des himmels. hellblau und leuchtend weiß. meine tochter stand in einiger entfernung von mir, ich winkte sie zu mir heran. sie hatte gerade eine kamera geschenkt bekommen und ich fand das bild was sich mir bot überaus fotogen. so kam sie heran, betrachtete mit mir diese lichterscheinung, doch statt zu fotogarfieren begab sie  sich mit einem der kaninchen dort hinein. nun stellte sich heraus das es wohl doch wasser war, von diesem grauen schleier verdeckt. sie schwamm und planschte mit dem tier eine weile in diesem lichtdreieck herum. ich hatte so meine bedenken, weil kaninchen nicht wirklich wassertiere sind. doch alles schien seine richtigkeit zu haben. es gefiel mir gut, sie so vergnügt in dieser helligkeit zu sehen.