G.fühlt

* born to be mild *


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Molly

mein GOTT, so ein großes aquarium habe ich noch nie gesehen in einer wohnung.
noch dazu ist es meine wohnung. und alle meine lieblingsfische sind da, von jeder art zierfisch die ich früher einmal gepflegt hatte, gibt es mindestens ein pärchen. das aquarium stellt quasi die wände meines wohnraumes dar. ich gehe im raum umher und bin umgeben von wasser, pflanzen, fischen, wasserschnecken und sonstigem kleinen aquariumgetier, getrennt durch blitzsauberes glas. was für ein schönes gefühl, und was für ein schöner anblick! das wasser so wunderklar, die pflanzen saftig grün, die scheiben blitzblank … ich bin zufrieden mit mir.

jesses … was für ein wunderprächtiger black molly, er dürfte jetzt ungefähr 20 jahre alt sein, was für ein großes mäulchen, er ist jetzt insgesamt so groß wie ein herrenschuh in größe 43. und das einzige tier welches ohne partner im aquarium herumschwimmt. es gibt ein barschpärchen mit rosanen flossen, wie federn so weich wirken sie, während sie sich im wasser bewegen. leider weiß ich den namen nicht mehr, doch erkenne ich auch ein königscichlidenpärchen, wunderhübsch und ausgesprochen groß. ich sehe auch einige guppys umherschwimmen, ihre flossen kommen in dieser größe besonders bunt und gut zur geltung.

ich schaue nach den pumpen und den reinigungsgerätschaften und stelle fest, dass die vorrichtung zu kippen droht. es stehen drei große behälter übereinander, sie enthalten filter und pumpe etc., der oberste behälter scheint besonders schwer zu sein, er drückt in schräglage auf die beiden anderen behälter. später schaue ich noch einmal nach und sehe, dass es nur noch eine frage von ganz kurzer zeit ist – und die sache kippt! oh je, ich stelle mir kurz vor, wie das gesamte aquarium auseinander bricht und alle fische japsend auf dem trockenen liegen …

ich rufe meine tochter, denn ich allein kann diesen großen, schweren behälter nicht bewegen, geraderücken.

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G.schnürt

oder: die mit dem schnee spielt … 😉

plötzlich stehe ich auf der weide und sehe dabei zu wie meine tochter reitet. eine ungewöhnlich weiche decke liegt als unterlage unter dem sattel, und auch der rote sattel sieht so weich aus.
sie ist lange nicht geritten, hat aber einen perfekten sitz und ich sehe ihr an wie sie sich freut, nach so langer zeit endlich mal wieder zu reiten. das pferd kenne ich. es ist eine fuchs-stute, sie sieht gepflegt aus und macht einen zufriedenen eindruck, irgendwie wirken die beiden wie ein eingespieltes team … obwohl … so lange ist es her.

wie ich da plötzlich als zuschauerin hingekommen bin, ich weiß es wirklich nicht, denn hätte ich es gewusst ich hätte doch meine kamera dabei gehabt! so stehe ich da und nehme alles mit meinen augen auf, sehe wie meine tochter ihre runden dreht. als sie einmal bei mir anhält sage ich ihr, wie sehr ich bedaure dass ich keine kamera dabei habe.
*das darf eh niemand wissen dass ich hier reite.* flüstert sie als könnte es jemand hören.
ich kann nicht fragen warum, denn sie reitet schon weiter und es ist auch nicht wichtig, ich sehe wie die beiden ihren spaß haben …

plötzlich sitze ich draußen an einem alten gammeligen holztisch, sandiger boden, am tisch noch ein paar andere leute, einige davon kenne ich, wahrscheinlich bin ich sogar mit ihnen verabredet.
der holztisch gehört zu der alten kneipe im western-stil, vor der wir platz genommen haben. die tore sind gerade weit geöffnet und ich sehe die lange holztheke, dahinter eine spiegelwand vor der unten eine reihe flaschen und gläser stehen. große kneipe, doch kein mensch drin. mir ist irgendwie unwohl, ich habe nur 4 euro in der tasche, meine tochter sitzt neben mir, und wir beide haben durst. ich überlege ob ich bier oder etwas anderes trinken möchte und kann mich nicht entscheiden. immerhin habe ich noch einen weiten weg vor mir und zu meiner schande auch noch meine brille vergessen.
ohne diese seh ich im dunklen nix. ich lausche der unterhaltung am tisch, höre nichts nennenswertes und wundere mich auch nicht darüber. mein blick fällt auf ein ebenerdiges dach auf dem noch schnee liegt. der schnee sieht so schön und frisch aus das es fast künstlich wirkt.
ich kann nicht anders, stehe auf, gehe hin und greife zu.  ich nehme mir so viel schnee wie ich mit einer hand fassen kann und gehe zurück zum tisch. seltsam, es ist definitiv schnee, doch fühlt er sich etwas anders an als ich es gewohnt bin. so weich, so zuckerwattig … irgendwie zauberhaft. ich setze mich wieder an den tisch und betrachte den schnee länger … das tun auch die übrigen menschen, die am tisch sitzen. außer meiner tochter wundern sich alle, dass ich mir eine hand voll schnee geholt habe … ich halte die hand hoch und puste in den schnee. sofort lösen sich unzählige schneeflocken, unendlich viele, es ist fast als finge es an zu schneien … doch der klumpen in meiner hand wird nicht kleiner. dann stehe ich auf, erhebe meine hand und drücke auf den schneeklumpen. sofort löst sich eine weiße dichte nebelkugel aus dem schnee und formt in der luft einen großen stern und viele kleine symbole. uns bleiben augen und münder offen stehen, so schön sieht das aus, so zauberhaft ist es. und natürlich wiederhole ich das. erhebe die hand, drücke auf den klumpen: und wieder … ein großer stern und viele symbole an die ich mich nicht erinnere … wir können uns kaum satt sehen.

ein mann fällt mir auf, er sitzt ein paar tische weiter und seit ich mit dem schnee spiele hat sich sein äußeres verändert. einen bart hatte er schon zuvor, auch krauses haar auf dem kopfe, doch nun ist sein bart und sein haar schlohweiß geworden und er wirft einen weisen, gutmütigen blick in meine richtung. zwei kellner kommen, stellen etwas auf dem tisch ab und ich höre wie flüssigkeit eingeschüttet wird, höre auch, wie sich schaum bildet … das klingt nach bier denke ich, endlich bekommen wir was zum trinken. ich bin noch mal aufgestanden um mich umzusehen … doch nun lockt mich das geräusch und ich gehe wieder zurück zum tisch. als ich ankomme sehe ich, was die geräusche verursacht hat. spülwasser. die kellner wollen zusammen draußen ein paar gläser spülen. mit dem schaum liege ich gar nicht so verkehrt … nur das es spülmittel ist konnte ich nicht ahnen.
*und ich dachte ich höre prickelndes, schäumendes bier.* sage ich.
*möchten sie etwas trinken?* fragt einer der kellner.
*na endlich fragt mal einer.* denke ich und betrachte den kellner. ich kenne ihn, er hat langes braunes haar, doch sehe ich bei ihm keine spur des wieder-erkennens.
*ja bitte.* sage ich.

beide kellner nehmen ihren spülkram und gehen wieder in das gebäude zurück. sie schliessen das tor. wir warten lange, doch niemand kommt um uns etwas zu bringen. so gehe ich nun selber los um etwas zum trinken zu besorgen. neben dem tor befindet sich eine glastür mit einer durchreiche.
dort kann man bier, limo, cola, im glas kaufen und sich durchreichen lassen. vor mir wird gerade eine junge frau bedient.
*das ist mir irgendwie zu doof.* denke ich und gehe ein paar schritte, finde mich mitten in einer stadt wieder und trage ein langes, glänzendes kleid. ich suche und suche … ohne brille gar nicht so leicht.
da sehe ich einen gang der nach oben führt, blicke hoch und sehe das vorderteil eines grauen fahrzeugs gleich am ende des aufgangs, es hängt ein bisschen über. komisch. ich schaue in einen anderen gang, der ebenfalls nach oben führt und höre züge ankommen und abfahren.
*so nah am bahnhof.* denke ich …
dann spricht mich eine frau an.
*kennst du Marlon?* fragt sie? doch dann schaut sie mich an und meint, mich verwechselt zu haben. sie will sich schon wegdrehen und gehen und ich sage:
*klar kenne ich Marlon.*
sie dreht sich um und sagt meinen vornamen.
*ja genau, hast du mich nicht erkannt?* frage ich.
*im ersten moment nicht.* sagt sie und schaut an mir herunter. ich schaue auch zu boden und sehe, dass ich mir beinahe auf die goldenen schnüre trete. ohje … meine schwarzen overknees sind heruntergerutscht. ich bücke mich damenhaft, greife nach unten und ziehe die goldene schnur aus dem strumpf. dann raffe ich den strumpf und ziehe ihn wieder bis über die knie. und flutsch, schon hängt er wieder unten. eigentlich klar, denn ich trage wohl einen schnürstrumpf und die schnürung gibt dem strumpf den halt. so fädele ich die goldene schnur wieder ein, wir frauen grinsen uns an und während ich einfädele sage ich zu der frau: *am besten gibst du Marlon mal bei google ein. ich weiß weder ihren nachnamen noch habe ich ihre telefonnummer.* und ziehe den strumpf wieder hoch. jetzt sitzt er wieder. auch den anderen ziehe ich noch einmal fest.
alles ist perfekt.
nur weiß ich nicht wohin …


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G.ledert

geschwebt, geschlängelt, gewunden, gesprungen … so komme ich *oben* an.
zuvor war ich im keller, dort lernte ich johnny kennen, auf dessen tochter ich eine weile aufpassen sollte. eine freundin meiner mutter war gerade mit ihr unterwegs, so durfte ich erst mal mit johnny vorlieb nehmen.

keller … ein seltsamer ort für ein erstes treffen eigentlich.
*hat sie denn heute schon ihre milchflasche bekommen?* frage ich.
*aber klar!* sagt er.
na, prima, dann ist sie ja zumindest satt unterwegs.

und nun betrachte ich johnny etwas genauer, seine mutter steht neben ihm und ich sehe die große ähnlichkeit. er schüttelt jeweils den kopf zu einem „nein“ wenn er anfängt zu sprechen … es sieht jedesmal aus als wollte er etwas negatives, verneinendes von sich geben, doch er spricht über ganz normale dinge, über die man eigentlich nicht den kopf zu schütteln bräuchte. seine gesichtsgestik werde ich schon noch lernen, denke ich.

er hat genauso hellblaue augen wie seine mutter. jetzt mault er gerade ein bisschen über den zustand des kellers.
*das würden wir auch hinbekommen, nicht?* wendet er sich an seine mutter und meint damit, dass es etwas unordentlich sei.
*schaut euch mal den großen garten oben an.* sage ich, *was meint ihr was das alles für ne arbeit ist. für die menge arbeit sieht das hier ganz ordentlich aus. meine mutter macht das alles allein, mein vater ist vor einiger zeit gestorben.* warum helfe ich *ihr* eigentlich nicht? denke ich …
und dann schwebe ich, schlängel‘ mich, winde mich … die kellertreppe hinauf und springe durch das gitter mit den füßen zuerst. ich sehe einige grünfinken über einem weizenfeld fliegen, einer taucht fröhlich und gelb wie ein kanarienvogel ein in den weich wirkenden weizen, dessen oberfläche sich leicht im wind wiegt …

dann bin ich im garten.
die bestuhlung ist ungewohnt und alles ist noch ein wenig nass. es hatte wohl in der nacht geregnet. ungewöhnlich, dass meine mutter die steinplatten abdeckt, jedenfalls tapse ich jetzt über eine fast glitschige, grüne plastikfolie. und dann betrachte ich die stühle näher … eigentlich hätten es braune plastikstühle sein müssen, so habe ich sie in erinnerung, doch es sind gemütliche ledersessel … eher schon relax-liegen … aus holz und braunem leder, das leder im rückenteil symmetrisch geknöpft.
wie einladend, ich hätte mich sogleich in so einen sessel fallen lassen können, doch sind auch sie in einem etwas mitgenommenen zustand durch den regen.

apropos „mitgenommen“ … ich frage mich woher die sessel kommen, ich kenne sie nicht.
*fast schon zu gemütlich oder pompös als gartenstühle, oder?* denke ich. ansonsten hat sich im garten nichts verändert, die wiese saftig grün, ein paar schüppchen und eimerchen in der nähe des sandkastens, ein sieb … ein paar bäume …
ein weg …


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G.angelt

Ich befand mich am ufer eines großen sees und hatte meine angeln ausgeworfen. das wasser des sees war klar, leichte wellen bewegten die oberfläche. ich fing einige fische, jedoch nicht auf die klassische art des angelns. die ganze sache hatte keinen haken. dann beschloss ich, mit dem boot auf den see hinaus zu fahren. ein mann begleitete mich, eine frau blieb am ufer zurück und hütete meine angeln.
wir fuhren weit hinaus und warfen die angeln aus. wir ließen uns zeit, hatten keine eile. das wetter war schön, das wasser ruhig, und auch um die angeln am ufer brauchten wir uns keine sorgen zu machen.

nach dem einige zeit vergangen war hörte ich die stimme der hüterin der angeln am ufer:
*ich habe ein HERZ geangelt!*, rief sie. ich schaute zum ufer hin und von weitem, aus dieser entfernung, konnte man das herz sehen. die frau hielt die angel genau so, als hätte sie gerade einen zappelnden fisch gefangen. es war ein recht großes weiches plüschherz. triefend naß baumelte es an der angel herunter.

der mann im boot freute sich mit mir, und unsere FREUDE dehnte sich aus über den ganzen see hinaus. eigentlich hätten wir gar nicht mehr zu fischen brauchen, was wollte ich mehr als EIN HERZ? doch kurze zeit später hatten wir dann noch mal einen großen brocken an der angel. ich streichelte ihn und schaute zu wie er gemächlich und souverän wieder abtauchte.


ich besuchte einen freund mit dem ich einst jahrelang eine LIEBEsbeziehung geführt hatte. ich hatte gehört dass er von seiner freundin alleingelassen worden war. Ayse (eische) hieß sie undhatte inzwischen geheiratet.  ihre kleine gemeinsame tochter – sie trug den namen Shottel ( tss … tja, hab ich halt so geträumt … ) – ließ sie bei meinem ehemaligen lebensgefährten zurück und er selbst hatte seinen kleinen sohn aus einer anderen beziehung mit in die verbindung gebracht.

die beiden kinder waren etwa gleichaltrig, 2-3 jahre alt. Kurt – so nenne ich ihn mal, hatte eine schöne große wohnung. ich hatte den eindruck dass er etwas überfordert war mit den beiden kleinen. Shottel, das mädchen, war sehr scheu. da ich das erste mal zu besuch war wollte ich nicht gleich auf sie zugehen, sondern ihr raum geben um von selbst auf mich zuzukommen. in der mitte des raumes begab ich mich in die hocke, sie stand in einiger entfernung vor mir und betrachtete mich aufmerksam und neugierig. *na, Shottel.* lächelte ich sie an.
hinter mir, etwa in gleicher entfernung wie Shottel vor mir, erschien eine männliche gestalt die das kleine mädchen dazu aufforderte zu mir zu gehen. *geh doch mal zu der Frau.* sagte der mann.

darüber war ich etwas verärgert, ich hatte das gefühl er wollte mir meinen plan vermasseln. ich mochte es ganz und gar nicht, ein wesen was offensichtlich scheu und zögerlich war, so zu drängen.
lieber wollte ich ihr zeit geben vertrauen langsam zu mir aufzubauen. die gestalt verschwand und Shottel kam auf mich zu. wir reichten uns die hände. kalt waren sie. ich war etwas verwirrt, denn sie hatte zugleich kalte und warme hände.

*wie viele hände hast du?*, fragte ich.
*4*, sagte sie.
und tatsächlich, hinten am rücken auf höhe der schulterblätter wuchsen ihr zwei weitere arme.
es war ungewohnt und daher interessant, 4 hände gleichzeitig in den eigenen händen zu halten und zu fühlen wie unterschiedlich sie temperiert waren. ihre kleidung musste wohl maßangefertigt sein, wo bekommt man schon pullis mit 4 ärmeln? für ihr alter konnte sie erstaunlich gut sprechen, obwohl sie kaum etwas sagte.

als nächstes lagen die beiden kleinkinder friedlich schlummernd in einem holzkasten der wohl ihr gemeinsames bett war. sie waren warm zugedeckt mit all ihren kleidungsstücken und allen decken die eigens für die kinder gedacht waren. ich unterhielt mich ein wenig mit kurt. über die schwierigkeiten was die maßanfertigung von Shottels kleidung betraf, über ihre scheu anderen menschen gegenüber und über ihr besonders ausgeprägtes verlangen nach zuwendung, wenn sie einmal vertrauen gefaßt hatte.

plötzlich spürte ich dass etwas nicht stimmte. jemand hatte sich einen streich erlaubt. ich entdeckte einen durchsichtigen wasserschlauch, der im bettkasten hing. das wasser lief in strömen. jemand musste ihn hineingelegt haben und hatte den wasserhahn aufgedreht.

der junge und das mädchen lagen schon halb unter wasser, Shottel lag auf der rechten seite.
Kurt schnappte sich den jungen, ich nahm Shottel aus dem fast schon überlaufenden kasten heraus und zog ihr die sachen aus. ich fragte Kurt nach trockenen tüchern. er hatte keine. das verstand ich nicht.
*wie, du hast alle tücher die sich im haus befinden im bettkasten deiner kinder liegen? und auch all ihre kleidungsstücke? das verstehe ich nicht …*, sagte ich nachdenklich.
*ist aber so.* sagte er.

ich fand noch ein halbwegs trockenes tuch und wickelte Shottel darin ein, sie war noch sehr schläfrig und nur halb wach. Kurt brachte sie irgendwo hin und setzte sie auf einen bequemen stuhl. ich wollte erst noch ordnung machen, die sachen zum trocknen in den wind hängen, und mich anschließend sofort um Shottel kümmern. ich wollte das vertrauen dass sie mir entgegenbrachte nicht gleich wieder zerstören. Kurt hatte mir noch einmal erzählt wie liebesbedürftig sie sei, und wie viel zuwendung sie brauche. sie hatte schon oft enttäuschungen erlebt, nur noch wenig vertrauen und legte oft ein sonderbares verhalten an den tag. auf ihre weise war sie sehr vereinnahmend.

als nun die wäsche gut im wind hing ging ich gleich rüber zu Shottel, sie trug einen hellblauen body der oben etwas naß war. ich nahm sie in die arme um sie weiter zu wärmen.
daraufhin strahlte sie so sehr, wie ich noch nie ein wesen vor lauter FREUDE habe strahlen sehen. was für eine FREUDE das war, auch für mich! ich trug sie NACH HAUSE und traf die entscheidung für immer bei ihr zu bleiben.

 


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G.parkt

ich wußte, es würde gefährlich werden, ich konnte hier nicht mehr lange bleiben.
sie hatten meine fähigkeiten entdeckt.
meine tochter war gut versorgt, sie arbeitete am stand mit den zwei frauen zusammen, und so konnte ich beruhigt fliehen und kam schnell am großen see an.
es war schon dunkel.
ein blaues parkhaus hatten sie vor dem see erbaut, es mußte neu sein, ich hatte es noch nicht gesehen und es versperrte mir den ausblick auf das wasser.
der weg hoch zum see war verschneit, auch das parkhaus war leicht schneebedeckt.
ich entschied mich, am parkhaus hochzuklettern um so über den see zu kommen.

das parkhaus hatte drei etagen, es gelang mir leicht und schnell daran hochzuklettern und nun stand ich oben und hatte ausblick auf den see.
es war als wüßte ich nicht genau um meine fähigkeiten, ich zweifelte ein wenig ob ich das wirklich könnte was ich jetzt vorhatte zu tun.
diese gedanken wunderten mich, weil ich mir meiner fähigkeiten durchaus bewusst war und sicher damit umgehen konnte.
so hob ich also ab und flog los.
ich schwebte über den see und genoss den anblick ohne dabei zu vergessen dass ich auf der flucht war.
es würde einen kampf geben dem ich zu gerne entrinnen würde, ich wollte so weit wie möglich weg.
auf der flucht traf ich einen verbündeten.
ich spürte gleich , dieser mann trug die gleichen fähigkeiten in sich  wie ich. ich traf ihn in einer kneipe und er stellte mich verschiedenen leuten vor bevor wir zu ihm nach hause gingen.

meine widersacher hatte ich vor meinem weggang gesehen, einer von ihnen besaß einen großen gefährlichen spürhund. früher oder später würde er mich ausfindig machen.
bei dem mann zu hause angekommen stellte ich fest, das er sehr offene fenster hatte und man von außen in seine wohnung schauen konnte, vor allem im dunkeln wenn das licht eingeschaltet war.

da wir nun zu zweit waren würden wir das schon schaffen, sollte sich ein kampf ergeben.
auch der mann hielt seine fähigkeiten vor der außenwelt geheim.
einzig die wenigen menschen mit denen er mich kurz zuvor bekannt gemacht hatte, wußten davon und waren vertrauenswürdig.

es dauerte nicht lange, da witterte die katze des mannes draußen etwas ungewöhnliches.
sie sprang leichtfüßig an die wohnzimmerfensterscheibe und verlor ihre form, sie wurde schmaler und schmaler bis sie eins war mit dem fensterglas und nicht mehr zu sehen.

was machen wir nun? –  fragte ich den mann mit einem blick.
er erhob sich und drehte sich in einen vorhang ein. es gab noch einen weiteren vorhang am fenster, der war aber zu schmal als dass man sich hätte eindrehen können, so hüllte ich mich mit meinem verbündeten ein.
ich zitterte am ganzen körper und auch er stand nicht ruhig da.
wenn das mal gut geht, dachte ich.

ein älteres ehepaar erschien draußen vor den fensterscheiben. es waren zwei von den menschen mit denen ich zuvor bekannt gemacht wurde. sie hatten wohl einen schlüssel zur wohnung, denn schon bald standen sie im wohnzimmer und wir drehten uns wieder aus dem vorhang heraus, setzten uns mit ihnen an den tisch, tranken wein und erzählten.
*

*ich habe wenig geld.*
… hörte ich eine innere stimme sagen, als ich ERWACHTE.
sie klang weder bedauerlich noch bedauernswert, sondern neutral als reine aussage.
eigentlich waren das die worte einer jungen frau in einem bus … ich rekonstruiere jetzt mal den nächsten traum.

ich war mit einem silbernen auto in köln unterwegs, das heißt, eigentlich fuhr ich, und ein paar freunde saßen im fahrzeug.
wir kurvten durch köln.
ich weiß weder woher wir kamen noch wohin wir wollten.
plötzlich sah ich eine so sehr fotogene hauswand das ich sagte: *hier könnt ihr mich rauslassen.* obwohl eigentlich ICH die fahrerin war – und das war nicht das einzig paradoxe, ver-kehrte in diesem traum.

die hauswand war wunderblau gestrichen, es gab auch ein weißes quadrat. am haus standen ein paar bäume deren blätter sich schon herbstlich rot-gelb gefärbt hatten und eine kletterpflanze schlängelte sich farbenfroh um das haus.
es war dieser schöne kontrast, der mich veranlasste die „insassen zum anhalten aufzufordern“.
ich fuhr allein weiter und fand gleich in der nähe einen schneebedeckten parkplatz für mein auto. ich schaute kurz an mir herunter um zu prüfen ob ich passend gekleidet wäre für eine fototour durch köln, denn  ich wußte nicht das es geschneit hatte.
mal trug ich ein t-shirt und mal hatte ich darüber meine herbstjacke gezogen, es wandelte sich vor meinen augen. ich entschied dass es okay wäre so wie es ist.

der erste parkplatz den ich ansteuerte war leider ein behindertenparkplatz, das weiße zeichen auf dem asphalt konnte man durch den schnee nicht auf den ersten blick sehen, so fuhr ich auf die gegenüberliegende seite, wo gerade ein fahrzeug den platz verließ und nahm seinen platz ein.

man musste hier sein auto anketten oder mit einem schloss befestigen, und damit hatte ich so meine not. als ich fertig war mit meinem ersten versuch, lag mein auto auf dem rücken in einer höhle aus schnee.
seltsam.
ein älteres ehepaar kam mit ihren fahrrädern vorbei, der mann sagte etwas zu der art wie ich das fahrzeug angekettet hatte. so könnte man das hier nicht machen, da hätte man „sie“ gleich auf der pelle.
„wen“ wußte ich zwar nicht, machte mich aber gleich daran zu schaffen, das schloss noch einmal zu öffnen um es richtiger zu machen.
langsam drehte sich mein auto wieder in den normalzustand … irgendwie klappte jetzt auch alles und kalt war mir auch nicht.
so ging ich dann wohl los und machte meine fototour …

*

ich wohnte im haus meiner eltern, zumindest war ich DA, oben unter dem dach, dort wo ich mir mit meinem bruder die ebene unter dem dach teilte.
sein zimmer war etwas größer als meines.
seltsam, das haus fühlte sich „leerstehend“ an was es aber definitiv nicht war, denn ich hatte kurz bevor ich die treppe hinauf ging noch unten im wohnzimmer mit meiner mutter gesprochen.

ich hörte stimmen im zimmer meines bruders und öffnete dir zimmertür.
ein dunkelhaariger junger mann und eine kräftige junge frau mit zopffrisur saßen da, der mann hielt einen koffer auf dem schoß.
*wir wollen nach griechenland.* sagte er *bis wir einen flug haben dürfen wir hier wohnen. wir möchten unbedingt vor der geburt in griechenland sein, das kind soll dort geboren werden.*
erst jetzt sah ich, dass die frau die ich für „kräftig“ gehalten hatte, ein KIND unter ihrem HERZen trug.
*und wann wollen Sie weg?* fragte ich.
*sobald wir das ticket haben. wir haben noch 13 tage zeit, dann wird das kind geboren.* sagte der mann.
*haben Sie internetanschluß?* fragte ich – obwohl ich wußte dass es sowas hier im zimmer meines bruders nicht gab.
*nein.* sagte der mann.
ich sah ihn in verschiedenen zeitschriften, zeitungen und büchern blättern.
*warten Sie, ich besorge Ihnen was!* sagte ich und verließ den raum.
ich wollte die treppe hinunter gehen und bemerkte, dass die zweite stufe gefährlich lose war. ich wohnte lange genug in diesem haus um den trick zu kennen, damit man gefahrlos die treppe hinunter gehen konnte, aber die beiden neuankömmlinge da oben, die wußten das sicher nicht …
ich würde es ihnen bei nächster gelegenheit sagen.

ein mann war plötzlich bei mir, er wollte mit mir das andere haus besichtigen, welches schön und groß war und unwahrscheinlich viel potential enthielt, aber noch nicht ganz fertig war.
das andere haus konnte man sehen, wenn man in meinem zimmer aus dem fenster schaute.
es sah etwas dunkel aus, aber man konnte auch auf entfernung erkennen wie schön es aufgeteilt war, geräumig und viele möglichkeiten der verwendung beinhaltend.
ich mußte vorsichtig sein mit diesem mann, denn irgendwas war mit dem anderen haus noch nicht so ganz in ordnung, doch das brauchte dieser mann nicht zu wissen.
ich war mir nicht sicher ob ich ihm voll und ganz vertrauen könnte, er hätte dieses wissen gegen das andere haus verwenden können und das wäre zu schade drum gewesen.
so ging ich lieber ganz auf nummer sicher und ließ ihn das andere haus nicht allein besichtigen, so wie er sich das gewünscht hätte.
auf schritt und tritt begleitete ich ihn, bzw.: ich ging vor und das was er nicht sehen sollte zeigte ich ihm nicht.

*

in einem einkaufszentrum begegnete mir ein mädchen mit seiner mutter. das mädchen hatte geburtstag und ich wollte ihm etwas schenken, hatte aber nicht allzuviel geld.
wir standen an einem wühltisch mit diversen tafeln schokolade. ich gab ihr eine tafel schokolade und die paar euro die ich in der tasche hatte.
ihre mutter war sichtlich nicht so zufrieden mit meiner gabe, empfand das geschenk offensichtlich als zu gering. doch für mich war das okay, es lag gerade im bereich meiner möglichkeiten.
mehr ging nicht.

*

ich war in einem bus mit vielen jungen mädchen unterwegs. sie waren schminkbegeistert, sehr auf ihr äußeres erscheinen bedacht, und probierten allerhand glitzerzeug aus. ich hatte auch glitzifitzi-schminkutensilien in der tasche.
sie unterhielten sich zum teil recht vulgär und wußten ganz genau, dass es unziemlich war und nicht im sinne ihrer herrin, die gerade nicht anwesend war.
ich lauschte ihrer unterhaltung und schnappte allerhand verbal-sexuelles auf.
nun war die herrin im anmarsch, die mädchen veränderten augenblicklich ihre gesprächsinhalte, packten eilig ihre schminke weg, und am ende gab ich einem mädchen, was selbst nicht so viel hatte, meinen glitzerkram.
dann erklang dieser satz: *ich habe wenig geld.* – während ich ERWACHTE.

*


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Marder

wir sind auf dem weg. alles ist überflutet, überschwemmt, und wir wissen noch nicht ob wir mit dem auto hier durchkommen. ein fahrzeug vor uns macht uns deutlich dass es nicht geht. zumindest nicht heute. die nacht sollen wir abwarten und am nächsten morgen schauen wie sich das mit dem hochwasser entwickelt. ich sehe einige wunderbar fotogene szenen … gleich neben mir schaukelt ein bündel von überdimensional großen, tiefroten trauben in den wellen, immer wieder werden sie halb mit wasser bedeckt, die früchte so prall und frisch. etwas weiter entfernt wiegt sich eine bunte luftballontraube im wasser. auch fotogen. ich freue mich schon darauf, die kamera auszupacken. doch zuerst bauen wir für die übernachtung unsere zelte an einem trockenen platz auf einer wiese auf.
WIR … eigentlich SEHE ich niemanden der mich begleitet. meine tochter ist bei mir, das weiß ich. doch auch sie sehe ich nicht, ich fühle sie – und richte ihr einen gemütlichen schlafplatz im zelt ein.
draußen auf der wiese sehe ich ganz unerwartet einen weißen marder.
ich bin erstaunt, sehr! nie zuvor habe ich einen weißen marder gesehen. vor allem nicht so echt und nah an mir dran. er scheint unerschrocken … bleibt in relativ kurzer distanz zu mir und ich höre ihn sogar sprechen. seine stimme klingt etwas lustig … würde ich sagen. er hat eine art mickymausstimme. pipsig. ich verstehe nicht was er sagt, aber er spricht.
in seiner nähe steht ein pappkarton in dem sich noch andere tiere befinden. dicht aneinandergekuschelt liegen sie, vermutlich schlafend. vor meinen augen verwandelt sich der weiße marder nun in einen hund. ein gefühl des bedauerns überkommt mich, denn sein anblick war so schön. doch auch der hund ist eine schönheit, die fellfarbe ähnlich wie die eines fuchses, doch mit weißen streifen durchzogen. er kommt freundlich auf mich zu, läßt sich streicheln. wir kennen uns.
ich werfe einen blick in den pappkarton und bin froh, den weißen marder im hintersten eck zu entdecken … dort, wo der hund zuvor lag. eine interessante art, die plätze zu tauschen, denke ich.


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G.träumt.es

heute nacht arbeitete ich in einer praxis.
ich fühlte mich etwas krank, hatte husten, es fühlte sich so an wie die lungenentzündung im vorigen jahr.
bald hatte ich feierabend, war aber nicht mit dem auto hergekommen.
und so überlegte ich, wie ich NACH HAUSE  kommen könnte …
mit dem bus wollte ich – so schwächelnd – nicht fahren.
ich rief meinen VATER an und der erklärte sich gleich bereit mich abzuholen.
eine weile später schaute ich aus dem fenster und da stand er auch schon.
in einem hellblauen relativ kleinen kastenwagen saß er auf dem fahrersitz.
*von wem hat er sich den denn geliehen?* dachte ich.
DAD war gerade dabei auszusteigen, etwas wackelig auf den beinen.
ich machte mir insgeheim vorwürfe, ausgerechnet meinen DAD gebeten zu haben, mich abzuholen. immerhin hatte er schon ein stolzes alter und war nicht mehr so GESUND.
ich packte meine sachen, sagte noch, dass ich jetzt erst mal zwei wochen nicht kommen würde weil ich krankgeschrieben sei, und ging hinaus.
dann verlor ich das BEWUßTSEIN.
will sagen … ich kann mich nicht mehr daran ERINNERN wie es kam, dass mein vater auf einmal nicht mehr da war und ich mit meiner tochter auf den vordersitzen dieses hellblauen kastenwagen saß und losfuhr.
wir hielten am rhein an und gingen auf dem deich spazieren. ich machte mir gedanken wo mein vater abgeblieben sein könnte.
*vielleicht hat er sich in ein café gesetzt weil ich nicht gleich vor der tür stand?* fragte ich.
*kann sein.* bekam ich zur antwort.
*am besten ich fahre noch mal zurück.*
als ich zurückfuhr wurde mir klar dass mein vater längst gestorben war und ich WUNDERte mich umso mehr darüber, dass ich mit ihm telefoniert hatte, und das er wirklich leibhaftig auf der anderen straßenseite im auto gesessen hatte um mich abzuholen …
und ich wunderte mich, das mir das nicht schon viel eher in den SINN gekommen war …