G.fühlt

* born to be mild *


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G.fließt

Du bist ein BRUNNEN, fruchtbarer Quell…

dein ist das Reich, die Kraft, die Herrlichkeit…

in Ewigkeit.

Was tut man nicht alles,
um in seinem Garten das Wasser zum fließen zu bringen,
Zugang zur Quelle,
zum Grundwasser zu erhalten.

Um seinen GartenBrunnen zu bohren,
da braucht es Werkzeuge.
Und vielleicht schafft man das auch nicht allein.
Man braucht Menschen, die einem dabei behilflich sind,
Ahnung haben von den Maschinen und Geräten und wie man’s richtig macht.


Und irgendwann ist es geschafft: Wasser marsch – wunderbar!


Nun kannst du deinen Garten bewässern und stets auf dem von dir gewünschten Niveau halten.


Und die Menschen, die dir behilflich waren,
kannst du beschenken mit den Früchten,
die dein Garten trägt.

Die Werkzeuge und all das, brauchst du nicht mehr.
Das Wasser fließt.
Ein „Knopfdruck“ genügt.

Es ist vollbracht.
Prima.
DANKE.

Gerti G.

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G.spinnt

 

… oder: Ich glaub ich spinne! 🙂

Mein Lieblingsplatz ist im Moment ein alter Birnbaum in Mamas Garten, gleich neben der Hängematte, die zwischen zwei Bäumen gespannt ist. Schön angelehnt an den Baumstamm, mit einem leichten Tuch bekleidet, die nackten Beine im Gras liegend, lässt es sich wunderbar Schmetterlinge bei ihrem Tanz beobachten. Oder ein Buch lesen. Und einfach nur SEIN.

Gestern hatte mich eine kleine Spinne fasziniert. Wahrscheinlich hatten mich die Schmetterlinge dazu verlockt, meinen Blick mehr nach rechts zu wenden und da bemerkte ich sie, die Kleine. Sie hatte sich Spinneeinen ungünstigen Platz für ihr Netz ausgesucht: den Strick, mit dem die Hängematte am Baum befestigt war. Das Spinnchen war etwas mehr als einen halben Zentimeter groß, hatte hellbraune Beinchen und ein dickes, dunkelbraunes Bäuchlein. Ihre Beinchen waren gestrichelt, vielleicht war es eine kleine Kreuzspinne. Und was tat sie? Was Spinnen so tun: spinnen halt. Ja, sie webte gerade ein Netz und ich durfte zusehen. 

Das grobe Gerüst war schon fertig, wirklich interessant, die Vorgehensweise dieser Spinne! Eine gut zwei Zentimeter große Mitte mit Ringen von höchstens 3 Millimetern war schon gesponnen, sowie große Ringe in einem Zentimeter Abstand bis zum Rand des Netzes. Nun krabbelte sie nach aussen und begann die groben Abstände zu füllen. Insgesamt brauchte sie dafür etwa eine halbe Stunde, und die ganze Zeit ließ ich den Blick nicht von ihr ab. In einem bestimmten Rhythmus begann sie, von aussen nach innen zur Mitte hin Ringe in Abständen von 3 mm zu weben. Sie hangelte sich dabei an den Fäden entlang, die sie zuvor grob in das werdende Netz eingewebt hatte. Runde um Runde webte sie an ihrem kleinen Kunstwerk bis sie in der Mitte angekommen war.

Schon die ganze Zeit bemerkte ich genau in der Mitte des Netzes etwas, was ich für eine Blütenpolle hielt, die der Wind in das Netz geweht haben mochte. Doch als es nun an das Finish ging stellte ich fest, dass es wohl ein Spinnfädenknäuel gewesen sein musste … die Spinne setzte sich genau mitten darauf und plötzlich war es weg. Damit hatte sie bestimmt die letzten Kleinigkeiten erledigt. Und nun, nach getanem Werk, saß sie am mittigsten Punkt des Netzes, rieb sich den Kopf, machte sich ganz klein, und schaukelte im sanften Wind des frühen Abends.

Ich sah zwei Schmetterlinge über Mamas Blütenpracht hinweg flattern. Kohlweißlinge. „Das sind die, die mir immer so schön die Raupen in den Salat setzen.“ sagte Mama vor ein paar Tagen. Ein kleiner Marienkäfer landete auf meinem angewinkelten Knie und ich staunte über sein ungewöhnliches Aussehen. Vielleicht war es auch gar kein Marienkäfer, er war schwarz und hatte zwei rote Punkte. *Marienkäfer* hat man mal schnell dahergesagt, wenn man’s nicht genau weiß. 😉

Ich wartete bis er wieder abhob, stand dann auf und begann, die ellenlange Hecke im Garten zu tränken. Vor über 25 Jahren hatte ich mit Oma mal eine ganze Menge Lebensbäumchen in einem Baumarkt gekauft, die sie anschießend einpflanzte um später mal eine Art natürlichen Sichtschutz geniessen zu können. Mittlerweile ist die Hecke mehr als mannshoch. Es machte richtig Spaß, sie zu tränken und es war fast, als würde sie *aufblühen* unter dem erfrischend auf sie einprasselnden Wasser. Ich gab mir auch richtig Mühe und ging ziemlich symmetrisch vor, alle 50 cm hielt ich den Wasserschlauch unten an den Stamm und ließ mir Zeit. Dabei schreckte ich einige Insekten auf, die es sich bei der Wärme im dichten Geäst gemütlich gemacht hatten. Auch ne kleine grüne Heuschrecke kam hervor. Und eine Gartenschnirkelschnecke schwemmte das Gießwasser an. Als ich beinahe fertig war, bekam die ganze Hecke noch eine ausgedehnte Dusche von aussen und bescherte mir selbst auch einige kühle Wasserspritzer.Hui, so ein Riesengarten bei der Hitze, da geht ordentlich Zeit fürs giessen drauf, doch was könnte schöner sein, als sich bei diesen Sommertemperaturen mit Wasser zu beschäftigen?!

Ich setzte mich noch einmal an den Birnbaum, der Duft von Lebensbaum und nassem Gras strömte in meine Nase. Die Spinne saß immer noch in der Mitte, immer noch ganz klein zusammengekauert freute sie sich wohl schon auf ihr Nachtmahl.  Ahh … apropos Nachtmahl: Eben habe ich die Suppe gekocht, unter anderem aus den Zutaten, die ich mir gestern aus dem Garten mitgenommen hatte: Spitzkohl, Zuckererbsen, Bohnen, Liebstöckel, Oregano, Rosmarin. Bin gespannt wie sie schmeckt … vor lauter Schreiben hatte ich sie ganz vergessen. 😉

22.07.2013 

❀ Smaragda

www.namara-music.de


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G.rettet

Zwischen „GUT“ und „UNGUT“ stehe ich, in einem Raum wie ein einer Zwischenwelt, mitten in Polaritäten und doch wie in einem Raum dazwischen.
Herausgepresst werde ich zwischen „GUT“ und „UNGUT“, herausgeboren in einen weiteren Raum und stehe nun da und betrachte – mal mehr mal weniger verwirrt.

*

Von Mokka-Katzen, Schwimmbädern und Jedi-Rittern. 🙂

Die Kühltruhe muss mal wieder abgetaut werden, sie ist voller Wasser. Ich bin froh dass meine Tochter mir dabei hilft, ich habe so viel zu tun. Den Eisklumpen kann man förmlich beim schmelzen zusehen, es ist viel Bewegung im Wasser.
So kommt plötzlich eine leere Fischdose nach oben. Das sieht auch die Katze, langt mit ihren Pfoten nach der Fischdose, die nun auf der Wasseroberfläche schwimmt, reckt sich und reckt sich noch mehr … und fällt in das eisig kalte Wasser.

Die Katze ist türkisfarben und hat ein besonders kuscheliges Fell. Es ist eine Mokka-Katze. Mein Verhältnis zu ihr ist eher distanziert.
Ich gehe ihr aus dem Weg wo ich nur kann, habe Angst vor ihren scharfen Krallen. Sie ist so still und leise, plötzlich da, plötzlich weg, ich höre sie nie kommen und bemerke nicht wie sie geht. Das ist mir unheimlich.

Nun aber ist die Situation gegeben, schnell zu handeln und der Türkisen ganz nah zu kommen.
„Ach GOTT, das arme Tier in der eiskalten Brühe!“, denke ich, während ich die Katze kurz abtauchen sehe.
In sekundenschnelle greife ich nach ihr, ungeachtet ALLEM. Mir ist alles gleichgültig in dem Moment, das eiskalte Wasser, die Krallen, der enge Kontakt – einfach ALLES.
Ich ziehe sie heraus und halte sie an mein Herz.

Wie die andere Mokka-Katze nun auch noch in die offene Kühltruhe hineingekommen ist, ich weiß es nicht. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass wir zwei Katzen haben, aber es ist wohl so. Wo sonst sollte sie herkommen? Die Kleine hat ein etwas dunkleres türkisfarbenes Kuschelfell und macht der Großen alles, wirklich ALLES nach und ist noch ziemlich klein.
So ist es mir wichtig, dass die Große in unserem Sinne handelt, vor allem, dass sie nichts anstellt was sie verletzten könnte und der Kleinen mit gutem Beispiel voran geht. Blitzschnell nehme ich die kleine Katze aus dem eisigen Wasser und schließe sie in meine Arme.

Natürlich wurde ich patschnass und auch kalt, doch war ich überaus froh als die beiden Katzen aus ihrer Erstarrung erwachten und zwar sehr langsam, aber sichtlich, wieder auflebten.

Von diesem Tag an entstand ein tiefes Vertrauen zwischen mir und den beiden Katzen. Ich trage die große Türkise oft herum, und schon kommt die Kleine hinzu, sprringt auf meine Schulter und möchte auch herumgetragen werden.

Einmal bemerkte ich, dass die Große vorübergehend aus sich herausgegangen war, ich trug nur noch ihre leere Hülle im Arm. Ich lächelte, war erfreut über das Vertrauen was sie mir damit erwies und wartete einfach, bis sie zurückkam von ihrer Reise.
Von da an ist es wunderbar, mit den beiden Katzen so vertraut zusammen zu leben.

*

Ich habe dunkle Locken, dunkle Haut, mittellanges Haar, rehbraune Augen, eine niedliche Nase. Und ich weiß nicht ob ich in den Spiegel schaue oder ob mich eine Frau anschaut. Ich möchte am liebsten alle anrufen und erzählen, dass ich braune Augen und dunkles Haar habe, wenn ich in den Spiegel schaue.
Ich freue mich so und wundere mich über meine Schönheit. Ich weiß immer noch nicht ob SIE mich anschaut oder ob ICH es BIN.
Sie ist total nett und geht gerne ins Schwimmbad. Sie denkt gerade darüber nach, ob der rot-weiß-gestreifte Badeanzug tauglich ist für heutige Schwimmbäder. Es ist so ein Badeanzug mit etwas Bein daran. Ausserdem findet sie es schade, dass die Locken sich glätten, wenn sie im Wasser untertaucht.

*

Mein Bruder rief an, er war Schiedsrichter bei einem Fußballspiel. Er erzählte, dass sie ihm Korruption vorwarfen, ihn aber keine Schuld traf – genau verstand ich das nicht. Ich stand am Fenster während wir telefonierten und unten sah ich plötzlich eine dunkle Truppe langsam näher kommen. Ich sah das dunkle Gefährt eines Jedi-Ritters. Er war dunkelhäutig mit schwarzem Haar, machte einen sehr sympatischen Eindruck und schenkte mir ein strahlendes Lächeln.
Es waren die, die meinen Bruder suchten.
Sie waren wohlwollend.

Dann ERWACHTE ich.

Gerti G. 🙂


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G.glüht

Ich arbeite in der Praxis, in der ich meine Ausbildung absolviert habe. Die letzte Szene in meinem Traum ist, dass ich meinen Chef schlafend in einem Raum finde und ihm versuche zu sagen, dass ich gerade nicht sprechen kann, weil ich eine Glühbirne im Mund trage. 😉

Mein Chef scheint mit seiner Familie ausgeflogen zu sein. Es ist ein ziemliches Durcheinander überall, ein regelrechtes Chaos. Ich glaube, es ist der erste Arbeitstag nach einem längeren Urlaub. In jedem Praxisraum ist der Himmel los, es sieht aus, als flöge alles unsortiert durcheinander. Ich schaue in alle Räume. Meine Kolleginnen sind auch irgendwo, mal hier mal da, und helfen nicht gerade tatkräftig mit, das Chaos zu beseitigen. Sie schauen öfters auf ihre Armbanduhren.

Ich betrete den wichtigsten Praxisraum und entdecke einen Plastikroller, dessen hohle Plastikteile voller Wasser sind, bzw. ein Teil davon ist schon ausgelaufen und nun ist ein Großteil des Teppichs durchnässt, richtige Kuhlen sind entstanden, in denen das Wasser steht. Es liegen viele Kleidungsstücke am Boden, sie sind alle durchnässt. Ich sammle sie auf um sie in den Waschraum zu bringen. Ich frage mich wie es den vielen Paaren Schuhe ergehen wird nach dem Trocknungsvorgang … So riesige türkisblaue Schuhpaare habe ich noch nie gesehen. Und sie sehen alle so neu aus, völlig ungebraucht, ich hoffe sie überstehen das nasswerden gut. Überall trete ich in Wasserlöcher. Es müssen noch andere Quellen existieren, so viel Wasser kann nicht allein aus diesem kleinen Roller herauslaufen …

So gehe ich in den Raum mit dem Zauberbrunnen. Eine Frau wartet mit ihrem Sohn in diesem Raum auf meinen Chef. Der Junge hat alles spielbare auf dem Boden ausgebreitet und daraus jeweils etwas gebaut. Ich bestaune es, bin aber im Geiste schon dabei, es in die entsprechenden Spielkisten einzuräumen. Ich empfinde mich als unfair bei diesem Gedanken, und lächle den Jungen noch einmal an, so als hätte er meine Gedanken lesen können. Immerhin möchte ich um 18 Uhr die Praxis verlassen und habe noch einiges zu tun bis alles piccobello ist.

Als nächstes sehe ich überall Scherben von zersprungenen Glühbirnen liegen, zum Glück sind sie weit von der Spielfläche entfernt. Ich gehe zum Zauberbrunnen und schaue in die normalerweise spiegelglatte Oberfläche. Blumen erkenne ich darin, wunderschöne Blumen. Am Rand liegt mein Zauberstab und eine Feder. Ich bringe alles in Sicherheit, ich weiß nicht warum es offen herumliegt, weiß nicht wer meine Utensilien dort hingetragen hat. Es kommt mir alles sehr seltsam vor. Wer hat in meinem Zauberbrunnen gematscht? Ölaugen schwimmen auf der Wasseroberfläche und einen Schmierfilm bemerke ich. Mutter und Sohn im Raum haben das nicht verursacht, das fühle ich, als ich ihre gutmütigen, unbedarften, unschuldigen Gesichter betrachte.

Ich halte meine Handflächen in einem gewissen Abstand über die Wasseroberfläche, die sich zu drehen beginnt. Ölaugen, Schmier, alles vermischt sich kreisend, schneller und schneller, und am Rand des Zauberbrunnens ist das Wasser schon klarer zu durchblicken. So nehme ich eine Hand zurück und arbeite nur noch mit der Linken. Rührbewegungen mache ich, ohne die Wasseroberfläche zu berühren. Mittlerweile haben Mutter und Sohn neugierig ihre Köpfe so nah wie möglich meinem Tun entgegengestreckt. Ich lächle sie an, weil sie mich so staunend anschauen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem sich bewegenden Wasser, die Ölaugen nebst Schmierfilm scheinen sich aufgelöst zu haben, sie sind nicht mehr zu sehen. Alles ist klar und rein, transparent, durchschaubar, ganz so wie ich es mag.

Auf dem Flur begegne ich einer Kollegin, beginne mit ihr zu sprechen und gebe ihr wichtige Anweisungen wie wir das Chaos hier am schnellsten beseitigen damit wir rechtzeitig fertig werden. Von links kommt eine weitere Kollegin und beginnt mit derjenigen zu plappern, mit der ich gerade im Gespräch bin. Ich brause auf und weise sie zurecht in einem Ton der sie veranlasst, beleidigt auf dem Absatz kehrt zu machen.

Das ist hier kein Ponyhof, wir haben etwas wichtiges zu erledigen und es tut uns allen gut, zur rechten Zeit damit fertig zu sein. Ich gehe noch einmal zurück in den Raum, in dem das Wasser steht. Ein wenig ist schon getrocknet. Ich schaue aus dem Fenster und sehe zu meinem Erstaunen, dass der Anrufbeantworter der Praxis nebst Mobiltelefon draussen liegt, alle Geräte mit Strom versorgt, aber draussen. Und es sieht so aus, als würde es bald regnen. Puh, das nächste Problem. Mir wird alles zu viel, trotzdem behalte ich die Oberhand und schaffe es, Ordnung in alles zu bringen. Immer mehr zerbrochene Glühbirnen begegnen mir, große weiße, noch größere goldene, sie liegen da, als hätte sie jemand ganz sorgfältig hingelegt. Ich nehme sie alle auf, verletze mich aber etwas am Finger. Zuletzt habe ich keinen Platz mehr und stecke mir eine Glühbirne in den Mund.

Das ist der Moment, in dem ich den Raum betrete, in dem mein Chef im schicken dunkelblauen Anzug schlafend am Schreibtisch liegt. Langsam erwacht er und erhebt blinzelnd seinen Kopf vom Tisch, als er mich hereinkommen hört. Er ist wunderschön, mein Chef. Jung, ausdrucksvoll, von persischer Abstammung mit tiefschwarzem Haar, dunkelbraunen Augen, in denen die Sonne wohnt – und wir strahlen uns an.

Gerti G.


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G.spürt

Ich bin Kundschafterin, unterwegs mit einem Begleiter den ich spüre, aber nicht sehen kann.

Gerade unternehmen wir einen Streifzug durch eine Welt mit kühlen, bekritzelten Wänden. Kein Himmel, keine Erde, nur Wasser und Beton. Diese Welt ist eckig eingezäunt, im großen Rahmen zwar, aber alle sind gefangen. Kaum jemand weiß es, denn das Areal ist unendlich weit und groß, so dass niemand jemals die hohen kalten Mauern zu sehen bekommt.

Ich bin hier, um hineinzuspüren in diese Welt. Meine Aufgabe ist es, Frieden aufzuspüren, zu erkunden, wie weit der Frieden hier in die Herzen der Wesen eingezogen ist. Wie weit das Friedliche die Macht zurückerhalten hat und ob es schon an der Zeit ist für das, was geschehen wird. Viele Flüsse gibt es hier, beinahe alles ist von Wasser umgeben. Das ist gut! Denn Wasser ist mein Element. Ich nähere mich einer der Mauern und gelange in einen hellen Raum.

Ich blicke in einen großen Spiegel und sehe einen Mann. Er wirkt wie ein Arzt, ist ganz in weiß gekleidet, und kümmert sich um ein Wesen auf einer Behandlungsliege. Es ist entweder ein blonder Junge oder ein Hund, ich kann es nicht genau sehen. Ich spüre keinerlei Gefahr, die Schwingung ist wohlwollend und gütig. Fast überall in dieser Welt ist dies an jeder Stelle die vorherrschende Schwingung, und so kann ich meine Mission bald beenden, brauche nur noch den Ausgang zu finden, um ihn allen zu zeigen.

Ich streiche mit den Händen über die Mauer und schon bald fühle ich die Stelle, die sich öffnen wird zu gegebener Zeit. Im Geiste beschrifte ich diese Stelle, damit sie leicht findbar wird.

Irgendwie lande ich in dem Raum, den ich zuvor im Spiegel gesehen habe, mit Arzt und … Hund, wie sich herausstellt. Hundefutter, glibberige Würstchen in Plastikhülle, die ich näher betrachte. Für eine Wurst ist sie wirklich nicht gerade fest, mit vielen exakt viereckigen rosaroten Stückchen. Ich frage mich, ob Hunde so ein matschiges Gefühl in der Schnauze mögen.

Ich führe ein längeres Gespräch mit dem Arzt, kann mich leider an kein Wort erinnern, weiß nur noch, dass dieser Mann ein Verbündeter ist. Zuletzt kommen wir auf die Elemente zu sprechen und ich sage:

 „Ich kann das Wasser beherrschen.“

Keine Ahnung warum das wichtig ist zu erwähnen hier unten, doch ich spreche es aus.

„Du kannst eine Welle erzeugen?“

 „Ja, das kann ich.“ sage ich, „da, wo es erforderlich ist.“

„Zeig es mir!“ sagt der Arzt.

In mir spricht es, dass ich dies nur zum Wohle von ALLem-Was-Ist und nicht zu Demonstrationszwecken tun sollte, doch ich fühle mich gerufen es zu tun.

Wir verlassen den Raum und der Fluss liegt vor uns. Er strömt langsam aber stetig, seine Tiefe ist nicht zu erkennen. Ich setze mich ans Ufer, konZentriere mich, verbinde mich mit dem ELement Wasser und spüre auch schon, wie der Fluss sein Strömen verändert. Wir sind verbunden und ich kann ihn leiten, so wie der Fluss mich leiten kann.

Ich frage mich noch einmal innerlich, ob ich es wirklich tun soll, es ist mir nicht geheuer, ich will mit meinen Fähigkeiten nicht protzen, ich weiß nicht, zu welchem Zweck das hier dienen soll. Es ist etwas im Blick des Arztes, das mich weitermachen und fühlen lässt, das es richtig ist was ich tue, und das es sehr wohl einen Sinn hat. Die Wasseroberfläche bewegt sich, das Wasser begibt sich ganz in meine Hand und mit meinen Gedanken bringe ich es in die Form einer großen Welle, die sich nicht ergießen wird, sondern einfach wieder hinabsinken.

Und so geschieht es, das Wasser zieht sich sichtbar und geräuschvoll weiter zurück, um in der Mitte zu einer großen runden Welle zu werden. Sie „steht“ und wartet auf weitere Führung. Ich lasse sie sanft wieder in den Strom eintauchen und kurz bevor das Wasser sich gänzlich wieder beruhigt hat, sehe ich vor meinem inneren Auge wie etwas aufbricht, geboren wird: wie eine Blüte tut sich an einer Stelle die Wasseroberfläche auf und ein Wesen kommt hervor, sitzt im Schutze von schillernd bunten Fäden umhüllt von Wasser.

Das Wesen ist männlich, ein Freund, wie ein Engel.

In diesem Moment weiß ich, dass ich nicht die Einzige bin, die dies gesehen hat – und ERWACHE.

Gerti G.


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G.schickt

Blitze zucken über die Häuser, es leuchtet überall. Donner grollt aus der Ferne und auch ganz nah grummelt der Himmel. Regen prasselt auf die Dächer, es wäre zu mild ausgedrückt zu sagen: Es schüttet wie aus Eimern.
Denn ganze OZEANE ergießen sich über die Welt. Sturzbäche entstehen und tauchen alles ein in WASSER.

Ich befinde mich in einem großen Raum mit vielen Menschen. Es wird gefeiert, getrunken und gelacht. Es ist schon spät und langsam möchte ich nach Hause. Ich finde meinen Schlüssel nicht, auch nicht meine Handtasche. Alles weg. Ich schaue mich überall um, doch nirgends finde ich meine Habseligkeiten.
Etwas traurig bin ich, denn wie soll ich jetzt nach Hause kommen? Wie konnte das überhaupt geschehen, dass ich alles verlor?
Ich gehe nach draußen und steige in mein Auto. Die Tür muss ich vorsichtig öffnen, denn eine schmale Gestalt sitzt an die Innenseite der Fahrertür gelehnt quer über den Vordersitzen.
Also öffne ich langsam die Tür, damit sie nicht gleich erschrocken herausfällt.
Sie ist gehüllt in ein schwarzes Gewand und trägt ein schwarzes Tuch um ihr schmales Gesicht gebunden. Sie hat ein wirklich schmales Gesicht und schaut mich mit dunklen Augen an, während sie auf den Beifahrersitz rutscht.
„Kannst du mich ein Stück mitnehmen?“ fragt sie.
„Ja klar.“, sage ich, obwohl ich etwas verwundert bin. „Ich habe keinen Cent dabei, das sage ich dir gleich.“
Ich habe ein komisches Gefühl, und dennoch scheint es völlig normal, dass sie in meinem Auto sitzt.
„Ich möchte nur ein Stück mit dir fahren.“ sagt sie.
Als sie spricht sehe ich im Augenwinkel, wie sich ein junger Mann auf die nasse Straße legt, die Arme von sich streckt, so, als wolle er einen Unfall simulieren.
Ich drücke den Knopf an der Autotür herunter und hoffe dass meine Begleiterin das nicht bemerkt. Sie muss nicht wissen, dass mir mulmig ist, ich etwas Angst habe, und schon gar nicht, dass ich vermute dass die beiden Komplizen sind. Was spinne ich mir da nur zurecht?
Während wir losfahren kommt uns ein Auto entgegen, genau auf den jungen Mann zufahrend, der auf der Straße liegt. Ich fahre weiter, kümmere mich nicht darum und ziehe den Knopf der Zentralverriegelung wieder hoch.

Wir fahren ein Stück und steigen am Straßenrand aus. Ein paar Bäume stehen dort und wir gehen hindurch. Eine wunderschöne steinige Landschaft erwartet uns. Wir gehen an einer Steinmauer entlang, sie ist weiß und dicke Steine schauen vereinzelt aus der Mauer heraus. Sie sind spitz wie Glas und wir müssen aufpassen uns nicht zu verletzen. Ein paar Menschen sitzen gemütlich in Liegestühlen, mit bunten Mixgetränken und Obst auf den Tischen.
Sauber sieht das hier aus. Sauber und rein. Der Weg den wir gehen ist aus Marmor, er führt an einem Swimmingpool vorbei, der sich wie ein Bach bis hinten zum Ende hinzieht. Es wirkt sehr privat und ich fühle mich hier nicht willkommen. Die Leute schauen zwar entspannt, aber auch ein bisschen komisch und ich habe das Gefühl, als Eindringling betrachtet zu werden. Auch ist hier alles so sauber, und wir hinterlassen matschige Fußspuren. Ich mache lieber kehrt. Die schmale Gestalt geht mit mir.
Wir gehen zurück, ich betrachte noch einmal die Schönheit der Steinmauer und sehe, wie zwei Äpfel aufgespießt sind an den spitzen Steinen. Ziemlich nah am Straßenrand müssen wir ein wenig klettern, damit wir zum Auto kommen. Gläser stehen da, und es bedarf einiger Geschicklichkeit, an ihnen vorbeizugehen ohne sie umzustoßen.

Ich werde wach vom Geräusch des starken Regens. Ich wohne auf zwei Etagen und von der oberen Etage tropft es durch den Speicher herunter. Das hat es hier noch nie gegeben! Der Keller war schon mal überschwemmt, ja, aber dass der Speicher sich so arg mit Wasser füllt, das hätte ich nie gedacht! Ich denke an all die Sachen, die ich dort gelagert habe, und wie sie nun alle klatschnass werden.
Das Wasser tropt über und überall durch die Decke, es ist, als würde es im Raum regnen. Jesses. Was mache ich nur? Es tropft und tropft, alles wird naß, meine Bettdecken, alle kuscheligen Sitzgelegenheiten.
Wie bekomme ich das bloß alles wieder trocken?
Erst mal sollte der Regen aufhören … dann schaue ich, was ich tun kann.

[Gerti G.]


Ein Kommentar

G.tropft

Ich liege in meinem Hotelbett, bin gerade frisch ERWACHT und schaue lange auf die helle Wand. Plötzlich beginnt sich ein Bild zu entwickeln. In einem großen sonnengelben Fleck entsteht eine helle Gestalt in langem Gewand, ihr Haupt ist in Licht gehüllt, ich sehe weiße Wolken erscheinen und erkenne später, dass es ihre Flügel sind. Jetzt ist das Bild ganz klar, ein wunderbares Lichtwesen in verschiedenen Gelbtönen steht vor mir, zum Greifen nah. Dann verschwimmt das Bild und ein anderes, ähnliches, entsteht, doch in zartem Grün diesmal. Ich mag nicht aufstehen, so lange sich mir noch Bilder zeigen. Sicher bin ich mit den anderen im Hotel verabredet, doch ich komme einfach nicht los von diesen wundervollen Erscheinungen. Ich schließe die Augen und sehe Wasser, Wasser, überall Wasser, nichts sonst. Eine Wasseroberfläche kommt ganz nah an meinen Blick heran, sie ist ganz ruhig und beginnt sich langsam zu bewegen. Einen dicken Tropfen sehe ich hineinplatschen und wieder herauskommen aus dem Wasser. Jetzt folgen weitere Tropfen, es wirkt wie Regen auf einem See. Ich frage mich kurz, ob dies mein Tränenmeer ist und schaue dann weiter zu. Herrliche kleine Kreise zeigen sich auf der Wasseroberfläche, Kreise in Kreisen … zu schön.

Im nächsten Moment bin ich unten vor dem Hoteleingang und spreche mit einer Freundin. Wir beschließen, uns irgendwo Kaffee zu besorgen um ihn im Bett zu trinken. Die Vorstellung, Kaffee im Bett zu trinken finden wir gerade ganz wunderbar. Ich bemerke, dass ich für den Tag viel zu leicht angezogen bin, gehe wieder ins Hotel zurück und finde mein Zimmer nicht. Eine Frau mit weißen Locken nimmt mich an die Hand. „Ich finde meinen Schlafraum nicht.“ sage ich. Und sie führt mich zu einer Treppe nach oben. Ich sehe einen kleinen Tunnel und alle Wege hier kommen mir nicht bekannt vor. Eine weitere Frau gesellt sich zu uns, nimmt mich ebenfalls an die Hand. Irgendwo oben angekommen liegt eine weiche Matte, von dort aus können wir nach unten auf meinen Schlafraum blicken, doch es führt weder eine Treppe noch eine Leiter dort hin. „Springen wir einfach.“ sage ich. Und wir springen. Die Matte fliegt gleich mit, und unten landen wir weich. Doch statt in meinen Schlafraum zu gehen, mich umzuziehen und mir ein paar Sachen mitzunehmen, gehe ich einfach daran vorbei wieder nach unten. Jetzt ist es zu spät um wieder zurück zu gehen. Alle sind schon versammelt und ich gehe mit. Ich fühle in meine Hosentasche und zähle die Münzen. 20 Euro, damit werde ich wohl auskommen.

Einer Freundin möchte ich von meinen Bildern erzählen, doch sie blockt meine Worte ab und sagt, sie möchte nur noch von Dingen hören, die ihr dienlich sind. Ich bin etwas traurig, zu gerne hätte ich ihr von den Engelbildern und von dem Wasser erzählt …

Mit zwei Frauen liege ich auf einer Wiese. Mein Haar ist nass, ich nehme Shampoo und wasche es genüsslich. Nun sitze ich da mit Schaumkronen auf dem Kopf und frage meine Freundinnen, wie ich denn jetzt den Schaum abgespült bekomme, so ganz ohne Wasser.

Wir gehen an einem kleinen Flüsschen vorbei, eine Gruppe Schwimmer ist gerade beim Morgensport. Die Anführerin gibt gnadenlose Kommandos und ich denke: „Ob das Spaß macht in diesem Ton?“.
Da sehe ich, wie ein kleiner gelber Stein auf mich zugeflogen kommt, ich sehe genau wie er fliegt, bevor er in meinem linken Auge landet. Ganz schwach und mit wenig Wucht trifft er mich. Interessant, dass ich ihn voher habe fliegen sehen. Und nun fällt er einfach herunter.

In einer Küche springt mir ein kleines braunes Kaninchen in den Rücken. Es hält mich fest und ich spüre ganz deutlich seinen warmen Körper. Es fühlt sich größer an als ein kleines Kaninchen. Ich fühle mich etwas beengt, und jetzt fängt es auch noch an mit seinen kleinen Nagerzähnchen an meinem Kronenchakra zu knabbern … das lasse ich mir nicht lange gefallen und streife das Tier irgendwie ab.

Träume halt …

😉