G.fühlt

* born to be mild *


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G.kränkelt

Ich arbeite in einem Krankenhaus. Als ich aus meinem Büro herausgehe wundere ich mich darüber.

„Das ist ja ein Krankenhaus!?“ denke ich.

Und schon kommt ein junger Mann mit blondem Haar auf mich zu und fragt nach dem Weg zur Kantine. Ich zeige ihm, dass er einfach nur den Flur entlang zu gehen braucht, um dann durch die große Holztüre zu schreiten. Irgendetwas verleitet mich aber doch mitzugehen, damit er auch wirklich ankommt wohin er möchte.

Und so gehen wir Seite an Seite.

Auf dem Flur herrscht reges Treiben, ein hin und her von Menschen. Es scheinen Besucher zu sein, denn krank sehen sie nicht aus. Sie tragen Blumensträuße, Taschen, Päckchen.
Was mich nun doch sehr wundert ist, dass mir einige Frauen begegnen, die eine Zigarette in der Hand halten.
Mindestens 4 Frauen sehe ich auf dem Flur rauchen und sie betrachten mich irgendwie verächtlich. Ich sage nichts und bringe zuerst einmal den jungen Mann vor das Kantinentor, öffne es und bin selbst erstaunt was ich sehe:
Mehrere Berge von Obst und Gemüse, rot und gelb, knackig und frisch, exakt pyramidenförmig aufgebaut. Der ganze Raum ist erfüllt von Duft und Frische, von lebendig pulsierender Symmetrie.
„Siehst du, hier kannst du dir frisches Obst und Gemüse kaufen.“ sage ich, beschließe, später auch für mich dort etwas zu besorgen und lasse den Blonden zurück.

Auf dem Flur angekommen, stehen die Damen immer noch mit unfreundlichem Gesichtsausdruck da und rauchen. Im Vorbeigehen sage ich, dass das hier ein Krankenhaus ist, in dem aus Rücksicht auf die Bewohner nicht geraucht wird.
Sie sagen etwas Verächtliches und ich antworte: „DU MICH AUCH MAL!“

„Mara!!“ höre ich eine Frau erstaunt bis entsetzt mit großen Augen und vor Erstaunen offenstehendem Mund meinen Namen aussprechen, während ich an ihnen vorbei nach draussen auf die Wiese gehe.

Der Kantinenbetrieb scheint wohl heute auf den Außenbereich erweitert worden zu sein, ein Mann ist am Grill beschäftigt.  Gerade brät er für eine Freundin Kartoffeln und schüttet ihr über dem Grill etwas auf den Teller, den sie gerade in der Hand hält.
Dazu gehören wohl auch eingepackte Batterien, die allerdings so wie sie sind in die heiß brutzelnde Pfanne fallen.
Eine Weile schmurgelt das Päckchen im Öl und ich mache den Grillmeister darauf aufmerksam.
Mit bloßen Fingern nimmt er das Päckchen heraus und legt es meiner Freundin auf den Teller.
Dazu noch eine riesengroße milde Pepperoni.

Eine Frau kommt mir entgegen, sie trägt einen Verband um den Hals und hält ihre Hand darauf. Sie spricht mit mir.  Vor allem ärgert sie sich über das Rauchen im Krankenhaus, gerade sie hätte mit den Atemwegen Probleme nachdem sie operiert worden sei. Durch den Rauch zu gehen wäre für sie nicht gut.
Mein Mitgefühl begleitet sie, als sie wieder in das Gebäude geht.

Ich beschließe, auch so eine Portion gebratene Batterien mit Pepperoni zu essen.

Gerti G.

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G.rEinigt

Das schöne an Wochenenden ist unter anderem, dass ich Zeit und Lust habe, meine umfassenden Traumerinnerungen niederzuschreiben … *hach* das macht soooon Spaß!

Hallo liebe MitLIEBEnden, GOTT zum Gruße! 🙂

Das letzte Bild aus meinem ersten Traum war ein knuffelig-knubbelig-kompaktbraun-kräftig-muskulöser Hund, der mit all seinen Kräften einen Staubsaugerschlitten hinter sich herzog. Der Hund trug ein Ledergeschirr wie Pferde vor einem Karren, und ich hielt die Zügel.
„Halten Sie gut fest!“ sagte der Mann, dem der Hund gehörte.
Und tatsächlich, ich musste arg aufpassen mich auf den Beinen zu halten, der Hund hatte eine enorme Kraft. Lustig sah das aus, ich wußte gar nicht wie mir geschah, ich dachte schon fast: ich träume! *hihi

Der Hund hatte nicht nur eine enorme Kraft sondern legte auch eine rasante Geschwindigkeit an den Tag, und der Raum in dem wir staubsaugten war groß! Was war das für ein Raum, in dem ich da war? Sehr groß, ein schöner Teppich als Bodenbelag, aber ziemlich verschwommen und staubig. Das würde eine Weile dauern, bis wir das in Ordnung gebracht hätten. Dieser große leere Raum wirkte trotz fehlendem Mobiliar nicht ungemütlich. Der Staubsauger war sehr sehr saugfähig, so einen starken Sog hatte ich bei einem solchen Gerät noch nie gesehen. Prädikat Stiftung Staubsaugertest: sehr gut!

Und wenn ich nicht aufgewacht wär … dann würde ich jetzt immer noch hinter diesem Hund herlaufen und mit ihm saugen was das Zeug hält. 😉

*

Ich war verheiratet, und meine Schwiegermutter kam überraschend zu Besuch.
Ich war regelrecht erschrocken, als ich die Tür öffnete und sie vor mir stand. Nicht etwa weil ich sie nicht mochte, sondern weil sie sich wirklich immer anmeldete und ich nicht wußte, was ihr unangemeldeter Besuch zu bedeuten hatte.  Außerdem wunderte mich, warum mein Schwiegervater nicht dabei war, sie kam nie ohne ihn. „Komm doch herein.“ sagte ich verstört.  Sie lächelte und sagte: „Ich möchte meine weiße Bluse bei dir zusammenfalten, wo kann ich das tun?“
„Dein Sohn schläft noch.“ sagte ich und führte sie ins Kinderzimmer um ihn nicht zu stören. Und doch landeten wir in dem Raum in dem er schlief. Er trug eine überdimensinal große Brille, das fiel mir auf, erwachte aber nicht, als wir ins Zimmer reinplatzten.

Das ich mich in der eigenen Wohnung verirrte, trug noch mehr zu meiner Verwirrung bei. Ich spürte die Neutralität meiner Schwiegermutter, ihr war das gleichgültig, sie bemerkte es zwar, kommentierte meine Verwirrung aber nicht.  Sie hatte einzig im Sinn, die weiße Bluse zu falten. So führte ich sie ins Kinderzimmer und ließ sie dort tun was sie zu tun gedachte.

Auf dem Rückweg ins Wohnzimmer entdeckte ich einen Raum in meiner Wohnung, in dem ich noch nie gewesen war. Der Eingang war verbarrikadiert mit einem rosanen Kinderbuggy und ein klappbares Holzteil lag in de Mitte quer im Weg. Ich hätte schwören können, dass dies unser Badezimmer war, doch kannte ich es nicht mehr wieder, so wie es sich mir zeigte.

Meine Schwiegermutter kam aus dem Zimmer und ich zeigte ihr den Kinderwagen.
„Den hast du immer noch?“ fragte sie erstaunt.
Recht hatte sie mir ihrer Frage, meine Tochter war längst ausgezogen, warum fand ich nun bloß ihren alten Buggy in meiner Wohnung? Der Wagen war alt aber eigentlich noch brauchbar, nur hätte ich niemanden gewußt, dem ich ihn hätte schenken können. „Ich könnte ihn fotografieren.“ sagte ich, öffnete die Haustür und zeigte auf die unendlich tiefe Treppe, die gleich an der Haustür mit unzähligen Stufen nach unten führte. Ich stellte mir gleich vor wie ich mit einem Assistenten den Kinderwagen die Treppe runterfahren ließ, ich untenstehend mit der Kamera in Bereitschaft. Solch ein Bild hätte bestimmt noch niemand gesehen …

Über diesen Gedankenspaziergang hinweg fand ich mich plötzlich bei sehr guten Freunden wieder. Viele Menschen waren bei ihnen und gingen durch die Räume.  Auf einem großen Tisch standen hoch aufgetürmt zahllose goldene Pakete und Päckchen, meine Freundin sah meinen fragenden Blick und sagte: „Wir haben gerade eine Erbschaft gemacht.“, und zeigte auf all die Päckchen. Goldene Pralinenbüchsen, goldene Kaffeepakete einer Marke, die eigentlich eine Schnapsmarke war. Wie Goldbarren wirken sie allesamt so aufgetürmt. Sie wollte all die Menschen die bei ihr waren damit beschenken. „Ich brauch keine Pralinen.“ sagte ich, und schnappte mir trotzdem eine aus einer offenen Dose, steckte sie lächelnd in den Mund und ging weiter durch die Räume. Da sah ich drei Hunde in einem Hundekorb. Meine Freundin hatte keine Hunde, so mussten sie auch bei ihr abgegeben worden sein. Es waren wundersame Geschöpfe, außergewöhnliche Tiere! Der größte von ihnen sprang aus dem Korb und ließ sich bereitwillig von mir kraulen. Er war weiß und hatte ein sehr dichtes, kuscheliges Fell, ungewöhnlich lange Ohren wie ein Widderkaninchen. Ein älterer Herr kam mit seinem kleinen Enkelsohn vorbei, der Junge kletterte in den Korb und stellte sich neben einen Hund, der genauso aussah wie er selbst. „Der Junge sieht ja genauso aus wie der Hund!“, sagte ich.
Doch das hörte der Mann nicht gern, zog den Jungen aus dem Korb und ging.  Ja tatsächlich, der Hund hatte das gleiche Gesicht wie der Junge, wenn auch einen Hundekörper. Ein ungewöhlich kleines, liebliches Gesichtchen mit dunkelbraunem Strubbelhaar und dunkler Gesichtsfarbe. Der dritte Hund sah aus wie eine Katze, war aber ein Hund, ganz eindeutig. Plötzlich spürte ich etwas rechts an meiner Seite. Eine Bekannte hatte ein Gerät an meinem Haar angesetzt … und mir damit das Haar geschnitten. Einfach so, ohne zu fragen! „Hey was machst du denn da?“ fragte ich.
„Ich hab dir nur den Spliss rausgeschnitten.“ sagte sie, und ich schaute auf ein paar kleine Häufchen Haare, höchstens 1,5 cm lang. Sie hatte ein ganz tolles Gerät zum entfernen von Spliss, etwas ganz Neues was die Welt so noch nicht gesehen hatte. Aber trotzdem hätte sie mich vorher fragen können. Ich ging zu einem Spiegel und betrachtete meine rechte Seite.
Mein Haar war lang und wallte wie Wasser. Überall dort wo sie mir den Spliss entfernt hatte, kringelte sich die Haarsträhnen und sahen aus wie goldenes Kräuselband! Schick sah das aus mit goldenen Strähnen im Haar, die linke Seite sollte sie mir auch noch so schön machen, doch musste ich erst eine Weile suchen, bis ich sie in den zahlreichen Räumen wiederfand.

Ich fand sie unter einigen Frauen, die auf Frisierstühlen saßen. Alle hatten blondes, langes Haar und trugen weiße Gewänder. Wie Engel sahen sie aus, und hatten so schönes Haar dass ich mich fragte, wieso sie es frisieren lassen wollten. Dazwischen saß meine Bekannte und konnte mir nun die linke Seite nicht mehr schönmachen, weil sie gleich selbst an der Reihe sein würde …
Ich hatte keine Lust zu warten. *Dann halt ein anderes Mal*, dachte ich, ging noch einmal durch die Räume, warf einen letzten Blick auf die goldenen Pakete, stieg wieder in mein Auto und fuhr nach Hause. Doch so einfach war das gar nicht, alles sah plötzlich ganz anders aus, so als hätte ich mich verfahren. Irgendwo hielt ich an, ein undurchsichtiger Vorhang versperrte mir den Weg.
Ein Junge spielte dort mit seinen Eltern, die schon etwas älter waren für so einen kleinen Jungen.
Vielleicht waren es seine Großeltern, ich fragte nicht danach.
Ich schob den Vorhang beiseite, der Stoff war gestreift und sehr schwer. Hätte ich doch bloß mein Auto nicht aus den Augen gelassen…der Junge war wohl ein kleiner Frechdachs und holte den Staubsaugerschlauch aus meinem Auto. Gespielt autoritär blickte ich den Jungen an und bedeutete ihm, den Schlauch wieder in das Auto zurückzulegen. Erst als seine Eltern ihn dazu aufforderten, folgte er meiner „Bitte“…um als nächstes ein Messer unter meinem Sitz hervorzuholen, das wohl schärfste Messer was es auf Erden gab. Es gehörte meinem Freund, Tomaten ließen sich wunderbar glatt und schnell damit schneiden.

Ich warf einen Blick auf die beiden Erwachsenen, schnell hatte man sich mit diesem Messer geschnitten. Es war beinahe so, als wollten mir diese beiden Personen über Blicke vermitteln, dass es ja wohl unmöglich sei, ein solch scharfes Messer im Auto zu transportieren. Der Junge steckte das Messer wieder zurück und ich machte mich schnell davon. Die hintere Autotür war noch offen, sie würde sich schon gleich schließen wenn ich kurz bremste, denn wie hätte ich sie sonst während der Fahrt schließen können? So fuhr ich am Vorhang vorbei weiter nach Hause. Doch ich hatte mich scheinbar verfahren. Die Gegend kam mir nicht bekannt vor. Plötzlich wechselte der Straßenbelag und ich durfte den ersten Schnee sehen. *Na sowas*, … dachte ich, hatte aber kein Problem mich mit den plötzlich sich ändernden Gegebenheiten zu arrangieren.
Am Ende der Straße standen draußen im Schnee ein paar Tische und Stühle im Kreis. Außen genug Platz um mit dem Auto drumherum zu fahren. So fuhr ich in gemächlichem Tempo rund um den Stuhlkreis durch den Schnee, um wieder zurück zu gelangen. Endlich kam ich in eine Wohngegend die mir wieder vertraut war und meinte mein Haus gefunden zu haben. Mit ein paar Männern ging ich zum Eingang, und erst da merkte ich, dass es die falsche Hausnummer war. Es war die 19 und ich wollte zur 29. So ging ich halt noch mal zurück, stieg wieder ins Auto, es konnte ja nicht mehr weit sein.

Ich sah alle möglichen Zahlen, doch keine 29. Ich sah auf der linken Seite der Straße die Häuser mit den ungeraden Zahlen. 25, 27 … die 29 gab es hier wohl nicht.
Die geraden Zahlen auf der rechten Seite sollten mich nicht interessieren, dennoch sah ich jede einzelne. Sogar eine 28 und eine 29 a, doch meine Hausnummer war weit und breit nicht zu sehen.


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G.stirn

ich fahre über einen glatte fahrbahn, der straßenbelag scheint ganz neu zu sein, irgendwo gibt es noch zwei schlagkanten, da passe ich gut auf. unterwegs bin ich zu einer freundin die sich mit ihrem ehemann zerstritten hat.  nach außen hin merkt das niemand. komisch … es ist als hätte ich unterstützung durch mich selbst, ich spüre deutlich wie ich mehrfach „aus mir heraus trete“ und all diese aspekte von mir stehen mir hilfreich zur seite … ich rate mir selbst … wirklich komisch.
es passiert viel, vor allem mit meiner unterstützung … nur erinnere ich mich nicht an einzelheiten.

irgendwann komme ich an bei meiner freundin und ihrem ehemann. ich spüre gleich deutlich die spannung zwischen ihnen, es ist nichts im lot. wir möchten irgendwo hinfahren, ohne ihn, und ich bin gespannt ob das machbar sein wird. sie geht sich schnell was passendes anziehen, und er …
holt mit einem gegenstand aus und schlägt mir direkt auf die stirn. es blutet nicht, doch habe ich das gefühl als hätte er mir etwas „material“ mit seinem schlag herausgehauen. in der mitte meiner stirn ist durch den schlag eine kuhle, furche, entstanden … ich trau mich gar nicht dort hin zu fassen … fühle aber, dass es da eine kreisrunde stelle gibt, zwischen den augenbrauen beginnend bis ganz hoch zum haaransatz. seltsam …

plötzlich finde ich mich auf einer straße wieder … ich gehe an einem schaufenster entlang und der wind weht mir gerade das ponyhaar aus dem gesicht.
ich blicke ins schaufenster und bin ganz erstaunt, als ich in der mitte des kreises auf der stirn ein herz sehe, ein kleines, exaktes herz aus geronnenem blut.
mich wundert, dass mir nichts wehtut, so ein schlag auf die stirn ist bestimmt nicht ohne … eigentlich.

😉


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G.ledert

geschwebt, geschlängelt, gewunden, gesprungen … so komme ich *oben* an.
zuvor war ich im keller, dort lernte ich johnny kennen, auf dessen tochter ich eine weile aufpassen sollte. eine freundin meiner mutter war gerade mit ihr unterwegs, so durfte ich erst mal mit johnny vorlieb nehmen.

keller … ein seltsamer ort für ein erstes treffen eigentlich.
*hat sie denn heute schon ihre milchflasche bekommen?* frage ich.
*aber klar!* sagt er.
na, prima, dann ist sie ja zumindest satt unterwegs.

und nun betrachte ich johnny etwas genauer, seine mutter steht neben ihm und ich sehe die große ähnlichkeit. er schüttelt jeweils den kopf zu einem „nein“ wenn er anfängt zu sprechen … es sieht jedesmal aus als wollte er etwas negatives, verneinendes von sich geben, doch er spricht über ganz normale dinge, über die man eigentlich nicht den kopf zu schütteln bräuchte. seine gesichtsgestik werde ich schon noch lernen, denke ich.

er hat genauso hellblaue augen wie seine mutter. jetzt mault er gerade ein bisschen über den zustand des kellers.
*das würden wir auch hinbekommen, nicht?* wendet er sich an seine mutter und meint damit, dass es etwas unordentlich sei.
*schaut euch mal den großen garten oben an.* sage ich, *was meint ihr was das alles für ne arbeit ist. für die menge arbeit sieht das hier ganz ordentlich aus. meine mutter macht das alles allein, mein vater ist vor einiger zeit gestorben.* warum helfe ich *ihr* eigentlich nicht? denke ich …
und dann schwebe ich, schlängel‘ mich, winde mich … die kellertreppe hinauf und springe durch das gitter mit den füßen zuerst. ich sehe einige grünfinken über einem weizenfeld fliegen, einer taucht fröhlich und gelb wie ein kanarienvogel ein in den weich wirkenden weizen, dessen oberfläche sich leicht im wind wiegt …

dann bin ich im garten.
die bestuhlung ist ungewohnt und alles ist noch ein wenig nass. es hatte wohl in der nacht geregnet. ungewöhnlich, dass meine mutter die steinplatten abdeckt, jedenfalls tapse ich jetzt über eine fast glitschige, grüne plastikfolie. und dann betrachte ich die stühle näher … eigentlich hätten es braune plastikstühle sein müssen, so habe ich sie in erinnerung, doch es sind gemütliche ledersessel … eher schon relax-liegen … aus holz und braunem leder, das leder im rückenteil symmetrisch geknöpft.
wie einladend, ich hätte mich sogleich in so einen sessel fallen lassen können, doch sind auch sie in einem etwas mitgenommenen zustand durch den regen.

apropos „mitgenommen“ … ich frage mich woher die sessel kommen, ich kenne sie nicht.
*fast schon zu gemütlich oder pompös als gartenstühle, oder?* denke ich. ansonsten hat sich im garten nichts verändert, die wiese saftig grün, ein paar schüppchen und eimerchen in der nähe des sandkastens, ein sieb … ein paar bäume …
ein weg …


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G.rummelt

ich bin mit einer frau unterwegs, gefühlt ist sie meine freundin. gemeinsam haben wir geplant, den rummelplatz mit den kindern zu besuchen. wir gehen auf das haus meiner eltern zu, vor dem haus am straßenrand steht mein auto. was geschieht da nur?  ich gehe auf den parkplatz zu und sehe, wie meine mutter auf dem fahrersitz im leerlauf gas gibt, während nachbarn den wagen hinten anheben und ein stück nach vorne schieben … seltsam. und nun kommt ein fahrzeug, stellt sich hinter mein auto und ich bin vollends zugeparkt. keine chance, da rauszukommen, vorerst. tja, so werde ich wohl mit dem fahrrad zum rummelplatz fahren müssen. ich gehe auf die garage zu, und schon von weitem sehe ich, das mein fahrrad einen platten hat. so halte ich gleich ausschau nach einer luftpumpe, finde auch eine, doch es ist total kompliziert die luftpumpe zu meinem fahrrad zu transportieren. meine freundin steht am fahrrad, ich will ihr die luftpumpe rübergeben, doch zwischen uns ist eine so große tiefe wasserpfütze die ich unmöglich überqueren kann. ich nehme das alles als zeichen dafür, dass es heute einfach besser ist zu fuß zu gehen.

einen weißen leeren buggy vor mir herschiebend und eine weiße handtasche tragend gehen wir los.  
irgendwas ist mit meiner freundin, bzw. mit ihren kindern, ich weiß es nicht mehr …

so weit ist es eigentlich gar nicht bis zum festgelände, eigentlich gut dass wir zu fuß unterwegs sind.
wir gehen an einer reihe buden vorbei mit buntem angebot, was ich nicht weiter beachte. dann kommen wir an die stelle, an der wir eintritt zahlen müssen. meine mutter ist plötzlich da und zahlt den eintritt für mich, dazu bekommt man ein wunderschönes armband in tannegrün mit dunkelrot, was mir meine begleiterin am linken arm befestigt, und eine flasche prickelnd kühles biermischgetränk.  das setze ich gleich an und trinke einen herzhaft erfrischenden schluck.

als nächstes finde ich mich in einem theater wieder … wie bin ich da nur reingeraten? ich bin irgendwie hinter die bühne gelangt, nachdem ich zuvor der open-air vorstellung einige zeit zugeschaut hatte … es fühlte sich nach kinderbelustigung an … die schauspieler, viele männer, auffallend viele richtig kräftige kameraden dabei, trugen hellblaue hemden und waren mit unterschiedlich vielen orden behangen, an den schulterklappen und auch auf der vorderseite der hemden. manche trugen einen hut gleich auf dem hals, sie waren kopflos, sprachen nicht, bewegten sich nur.
ich fand das eigentlich gar nicht so witzig, vor allem für kinder nicht. manche hemden waren oben am hals zugenäht und an der naht war eine rose befestigt. doch gab es auch herren mit kopf und gesicht … schon bald kam mir einer von ihnen hinterher als ich versehentlich in den raum hinter der bühne gelangte. viele schnüre lagen da herum und ich saß zum glück genau richtig, denn die schnüre hoben sich jeweils, wenn der vorhang sich herabsenkte.  es gehörte zum programm, dass der vorhang sich des öfteren hob und senkte, ich hörte die kinder dabei ausgiebig lachen.

mit einer gruppe menschen nahm der mann mich mit ins anliegende treppenhaus und wir kletterten eine holzkonstruktion hoch. glatt war das.
*das ist ja glatt wie arsch.* sagte ich im traum.
eine frau sah mich gespielt entrüstet an und wir kletterten weiter.


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G.giesst

ich bin aufgewacht und nun habe ich keine gelegenheit mehr, den schmuckkörbchen noch wasser zu bringen …das hätten sie wirklich dringend gebraucht.

ich hatte sie vor längerer zeit in einen großen blumentopf gepflanzt, und als ich oben aus dem schlafzimmerfenster meiner eltern schaute, sah ich wie ALL ihre blüten über den rand des topfes hingen. GOTT sei dank waren die blätter und stengel noch saftig und fest …
ich suchte meine mutter im garten zu entdecken um sie zu bitten, für mich diesen blumen wasser zu geben, doch ich konnte sie nirgends sehen.

die schmuckkörbchen waren nicht die einzigen blumen, die mir in diesem garten gehörten, denn ich hatte ein großes stück garten von meinen eltern zum bewirtschaften übertragen bekommen und hatte mich entschieden, wiese, blumen und sträucher anzupflanzen. das war aber nun schon eine weile her und ich konnte quasi schon den schönen anblick ernten, den ich gesät hatte. durch das grün eines bonsai-bäumchens wuchsen blaue kleine blüten hindurch, im grunde waren da zwei pflanzen in einer bonsai-schale. das gehörte wohl nicht so, mir gefiel das aber und ich konnte das so lassen. blaue blüten … die rupfe ich doch nicht einfach aus. ich war sowieso für wildwuchs im garten. wildwuchs mit einer gewissen ordnung.

doch nun stand ich oben am fenster, betrachtete die hängenden schmuckkörbchen und hatte die giesskanne vergessen. wie kam ich da bloß jetzt wieder herunter? eigentlich müsste ich das doch wissen, schliesslich wohnte ich in diesem haus. doch der gedanke wieder hinunter in den garten zu gehen, bzw. ihn zu finden, bereitete mir unbehagen …

ich ging in meinen raum, in dem ein großer, mehrteiliger schrank als raumteiler diente. einige leute befanden sich auf der seite, die nicht meine war. ich teilte den raum mit meinen brüdern. sie hatten besuch von einem mann, der energetisch arbeitete. zum beispiel konnte ich gerade beobachten, wie er mental mit gedankenkraft die zeiger der kuckucksuhr zurückdrehte und wie es ihm auch gelang, die goldenen ketten, an denen schwere vergoldete tannenzapfen hingen, zu bewegen. er ließ die goldketten am ende schräg unter der kuckucksuhr herunterbaumeln … vom gesetz der schwerkraft her völlig unmöglich, doch sah ich das mit meinen eigenen augen.

ich wußte, dass diese fähigkeiten auch in mir lagen, d. h. dinge mit mentaler kraft zu bewegen, doch konnte ich mich nicht erinnern, diese fähigkeit jemals eingesetzt zu haben, es war noch nicht nötig bisher. mein blick wurde auf meinen glitzi-fitzi schminkkram gezogen und ich befasste mich eine weile mit ALL meinen bunten, glitzernden sachen. ich wollte wohl noch ausgehen abends …
ich verlor mich geradezu in diesem tun und dachte nicht mehr an die schmuckkörbchen …
als ich wieder *bei mir* war blickte ich auf den mann mit der mentalen kraft und fragte ihn:
*kannst du auch den raumteiler bewegen?*
*klar!* sagte er, stand auf und schob den kompletten schrank von einer wand an die andere. ich musste lachen, denn ich hatte es ja eigentlich anders gemeint.
*hey, du weißt wie ich das meine.* sagte ich lachend, *komm, zeig es mir.*
er nahm sich den schrank von der anderen seite vor und schob ihn, wieder mit körperkraft, an die gegenüberliegende seite. ich war sehr amüsiert, fühlte mich auf angenehme weise veräppelt.
*er will also nicht.* dachte ich, *dann eben nicht.* und nun schob er die drei teile des schranks so auseinander, dass sie den raum nicht mehr teilten, sondern dass er sich quasi öffnete und sich vermischte mit den teilen die zuvor durch den schrank getrennt waren.

*hui, was für eine raumweite…*, dachte ich. das war mir bisher gar nicht so aufgefallen, denn ich als einzelne person hatte eigentlich nur ein kleines stück raum hinter dem schrank für mich…ich ließ den anblick eine weile auf mich wirken. dann kamen mir die blumen wieder in den sinn, die dringend wasser benötigten. die sonne schien und ich hatte das gefühl, mich beeilen zu müssen. so stand ich auf, sagte dem mann, er möge den schrank bitte später wieder so hinstellen wie er zuvor stand und machte mich auf den weg nach unten.

ich öffnete die tür und gelangte in ein treppenhaus. es kam mir fremd vor, es war in schummeriges licht getaucht und ich hatte das gefühl, noch nie hier gewesen zu sein. ich ging also hinunter und nahm gleich 5 oder 6 stufen auf einmal … viele menschen waren im treppenhaus unterwegs, männer, japaner oder chinesen, sie beachteten mich nicht. ich überholte sie alle, sprang von einer treppe hinunter auf die nächste und kam irgendwann unten an.

es gab mehrere ausgänge. ich entschied mich für einen, öffnete die tür und stand auf einer schneebedeckten treppe, die ganz steil nach unten ging, eigentlich war es keine treppe sondern eher eine empore, ein hoher sockel. eine freundin stand plötzlich neben mir. wir sprangen hinunter in den schnee, gingen ein stück zusammen und sie begann zu erzählen.
irgendwann stand ich wieder unten im flur und wählte einen anderen ausgang. eine großstadtszene eröffnete sich mir. keine spur von dem garten, den ich eigentlich aufsuchen wollte. eine vierspurige straße war reichlich befahren mit allerhand fahrzeugen. ich rannte beherzt über die ersten zwei straßen, musste dann aber wieder zurück, weil ich ein heranfahrendes auto übersehen hatte. dann war die bahn frei und ich konnte hinüberlaufen. auf der anderen straßenseite angekommen blickte ich zurück und konnte das haus vor lauter häusern nicht mehr entdecken. ich wusste nicht mehr wie es von aussen aussah. ein pompöses haus mit runden türmchen, stuck und schnörkel fiel mir besonders auf. vielleicht war es das? doch unten auf der ersten etage des hauses drehte sich ein karussell, so wie man das auf rummelplätzen sehen kann. es war ein karussell mit grünen autos, eines wie das andere. gut dass mein freund in diesem moment kam und mich an die hand nahm. er wusste bestimmt in welchem haus ich wohnte und könnte mich dort hinführen.


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G.tourt

in der nacht war ich in spanien unterwegs. ich war zu besuch bei meiner freundin und ihren kindern. sie wohnten in einem großen gebäude neben einem campingplatz. eigentlich fühlte es sich an wie ein krankenhaus, einige krankenschwestern liefen herum, ich konnte ein paar dialoge mithören und die waren inhaltlich nicht sehr freundlich, oder sagen wir lieber: sie waren DIREKT.

eine sagte zum beispiel zu einer frau, die ihre krankheiten ausführlich schilderte, auf die frage hin wie es ihr gehe: „pflegen sie nur ruhig weiter ihre krankheiten, jaja, es ist wirklich ganz schlimm was sie da haben.“ und das sehr ironisch. die kranke wollte wohl nicht auf die alternativen eingehen, die die schwester ihr anbot zu ihrem wohlbefinden.

irgendwie fand ich zu meiner freundin und ihrem sohn, und da sah es so rein gar nicht nach krankenhaus aus. ich weiß also in wirklichkeit nicht, wie ich darauf komme. sie machten einfach urlaub in spanien und ihnen stand jeder komfort und luxus zur verfügung. und was trieb mich bloß dazu, ihren sohn mitzunehmen als ich ging?

im traum war er jünger als er in wirklichkeit ist, so etwa gerade mal ganz knapp zwei jahre alt und manchmal noch etwas wackelig auf den beinen, so daß ich ihn die meiste zeit trug. ich kam an diesem campingplatz vorbei und fand auch gleich den bahnhof. im gebäude stand gerade eine aufzugtür offen, zwei männer standen drin, und ich quetschte mich mit dem kleinen jungen auf dem arm noch in den aufzug. wie freundlich die menschen mit kleinkindern umgehen, dachte ich. sie lächelten so freundlich, die männer. einer sagte etwas, das verstand ich aber nicht.

unten angekommen verließen wir den aufzug und ich schaute mich um, welchen zug ich nun nehmen müsste um zum flughafen zu kommen. ich traf eine frau die auch zum flughafen wollte, und schon saß ich im richtigen zug. der kleine war echt brav die ganze zeit, aber langsam fragte ich mich warum ich ihn mitgenommen hatte. ich konnte ihn doch nicht einfach so weit von seiner mutter entfernen, und schon gar nicht einfach mit nach deutschland nehmen. seltsam, das ich das tat.

so saßen wir nun im zug, der junge hatte seinen spaß und schaute links und rechts aus dem fenster auf alles was an uns vorbeizog. wir saßen ganz hinten im allerletzten abteil, irgendwie komisch, eigentlich war es der anfang, aber es war kein lokführer da, oder irgendein antrieb des zuges in sicht.
es war als hätte der zug  „alleinantrieb“, als würde er sich aus sich heraus in bewegung setzen.

plötzlich hielt der zug abrupt an, vor uns tat sich ein abgrund auf und aus dem wagon fielen unten so etwas wie schaufeln oder kurze rutschen heraus, damit wir besser in den abgrund fallen konnten. beinahe wären wir drei da hinten, bzw. vorne, auf den sitzen herauskatapultiert worden und herunter geflogen, doch das konnten wir gerade noch verhindern, es machte auch keine angst. ich schaute aus dem fenster und warf einen blick nach hinten und sah wie viele leute ausstiegen.

„hier ist endstation.“ sagte ich zu der frau und dem kleinen jungen den ich auf dem schoß hielt, ob er das nun verstand oder nicht. die frau  mußte als erste aussteigen und aufpassen, dass sie nicht mit der rutsche in kontakt kam, und auch ich schälte mich vorsichtig aus meinem sitz. geschafft. ich schaute mich ein bisschen um, alles karg, steinig, kein grün weit und breit, es gefiel mir irgendwie nicht so. und in dieser trostlosen gegend angelangt wurde mir nun wirklich bewusst dass es ein unding gewesen war, den jungen mitnehmen zu wollen. hatte ich das überhaupt mit meiner freundin so vereinbart? ich wußte nicht mehr wie es dazu gekommen war, wollte ihn nur noch so schnell wie möglich wieder zu ihr zurückbringen.

dem kleinen machte das überhaupt nichts aus, nicht bei seiner mutter zu sein. mal trug ich ihn, mal lief er ein paar schritte allein, doch zum herumspielen blieb uns nun gar keine zeit mehr, eile war geboten, ich hatte keine ahnung auf welchem gleis der zug zurück fahren würde, so ein ganz klein wenig lag die dämmerung schon in der luft, und für mich hieß es später noch, pünktlich meinen flug zu erwischen.

ich stapfte mit dem kleinen durch eine menge menschen und begann ein paar leute zu fragen ob sie die zugnummer wüßten, die mich zum campingplatz zurückbringt. ach was hatte ich ein glück, ich traf eine kleine truppe junger spanier, drei männer und drei frauen, die einen dolmetscher unter sich hatten. die frauen waren in saftig grün gekleidet mit lustigen hüten, die männer trugen schwarz mit zylinder. ich stellte fest, dass eine der frauen ein mann war. er sah aber wirklich ganz so aus wie eine frau. ich merkte es erst als er mir antwortete. der dolmetscher übersetzte ihm alles was ich sagte und fragte, und er antwortete jeweils etwas. es dauerte länger bis ich merkte dass sie mich veräppelten.
sie machten ihre witzchen über mich und unterhielten sich über alles andere, nicht aber über meine fragen nach der richtigen zugnummer und auf welchem gleis der wohl abfuhr.

als quintessenz kam aus dem gespräch so etwas wie „ficken, fressen, fernsehen.“ (sorry … :- )heraus. erst da merkte ich dass ich veräppelt wurde, schnappte mir den kleinen und zog schnell weiter, ich wollte keine zeit verlieren. ich ging wohl durch den biergarten, bzw. die außenanlage des bahnhofscafés. die gäste führten auffallend viele hunde bei sich, die meisten lagen schlafend auf dem boden, zumindest wirkten sie so. bis ich dann über die hunde steigen mußte, sie lagen überall im weg. ich wurde von jedem von ihnen beäugt und begutachtet, manche waren sogar etwas zu aufdringlich für meinen geschmack. und sie wurden immer größer. von dackelgröße angefangen über mittelgroß bis riesendogge.
„nicht beissen.“ sagte herrchen zu seinem hund, als die dogge sich daranmachte aufzustehen und sich mir in voller größe zu präsentieren.
*wie kommt der auf beissen???* dachte ich etwas verschreckt.
man führt doch wohl keine hunde mit sich die beissen, und lässt sie in einem lokal herumliegen wo sie menschen den weg versperren, die einfach nur hindurch wollen.

irgendwie kam ich da raus, natürlich war keiner von den hunden bissig, es waren einfach nur ungewohnt viele. ich warf einen blick in das bahnhofsgelände, drehte mich um und sah auf den straße einen ungewöhnlichen bus stehen. aus mittelbraunem holz war er, und eine holztreppe führte hinter der glastüre zum fahrer hinauf. ein paar fahrgäste saßen schon im bus.
mich interessierte ob er zum campingplatz fuhr und was die reise kosten würde.

„sprechen sie deutsch?“ fragte ich durch die glastür.
„ja.“ sagte der fahrer und schaute sich zu einem gast um der gleich hinter ihm stand.
„fahren sie zum campingplatz?“ fragte ich.
„kann ich machen.“ sagte der fahrer.
„was kostet die fahrt, für mich und den kleinen?“ fragte ich.
„da muß ich mal nachschauen.“ sagte der fahrer und klappte ein buch auf in dem er mit dem fahrgast neben ihm ein paar seiten aufschlug.
„2223 pesos.“ sagte er. komisch, ich hätte schwören können die währung wäre euro gewesen, doch was nützte mir das, er sagte halt pesos. „und wieviel ist das in euro?“ fragte ich.
„15.“ sagte er. dann schob er ein „16“ hinterher.
*16 euro, das geht ja noch.* dachte ich.
„20.“ sagte der fahrer und grinste den anderen fahrgast an.
ich war etwas erbost.
„sie haben doch 15 gesagt, und dann 16, wie kommen sie jetzt auf 20???“
„20.“ sagte der fahrer.
„ach, fahren sie doch alleine!“ sagte ich, und machte mit dem jungen im arm kehrt.

ich fand das so willkürlich von diesem fahrer, da mitzumachen hatte ich keine lust, absolut nicht.
dann irrte ich lieber noch ein bisschen umher bis ich den richtigen zug gefunden hatte, blieb mir aber treu. ich lasse mich doch nicht der willkür eines busfahrers zum opfer fallen, wo kämen wir denn da hin? so nahm ich kurs auf den bahnhof und sah dass er nun durch dicke, durchsichtige, bewegliche plastikvorhänge geschlossen war. ich ging näher an die vorhänge heran und schaute hindurch. mit einer großen maschine reinigten sie den boden und an den seiten standen gruppen von gleichgekleideten menschen. es würde eine theateraufführung stattfinden auf dem banhhofsgelände, was als solches nicht mehr zu erkennen war. und auch wenn da auf dem vorhang stand „bitte seiteneingang benutzen“ klappte ich zwei teile auseinander um mal leise anfragen zu gehen wie ich denn nun zu einem zug kommen würde.

das war dann der moment, in dem mir das alles ziemlich spanisch vorkam und mir so langsam dämmerte, dass das alles nur ein traum gewesen war … ich würde doch niemals den sohn von meiner freundin mitnehmen, außerdem ist er schon einige jahre älter, und theateraufführungen in bahnhöfen … das ist ja der totale nonsens!

🙂