G.fühlt

* born to be mild *


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G.fuchst

✰ ✰ ✰ MERLIN überreicht mir einen Stab und stellt mir einen Fuchs an die Seite. Der Fuchs heißt Nama’Ba’Ronis und hat zwei Gesichter.
Wenn ich ihn betrachte sehe ich beide Gesichter gleichzeitig, sie gehören zusammen.
Eines ist der pure Ausdruck von Freude und eines wirkt wie das Gesicht eines alten Weisen.
Es drückt Weisheit und Erhabenheit aus.
Unzählige Male küsse ich den Fuchs. Viel größer ist er, als man sich einen Fuchs vorstellt.

Er begleitet mich nach Hause.

✰ ✰ ✰ Gerti G.

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G.glüht

Ich arbeite in der Praxis, in der ich meine Ausbildung absolviert habe. Die letzte Szene in meinem Traum ist, dass ich meinen Chef schlafend in einem Raum finde und ihm versuche zu sagen, dass ich gerade nicht sprechen kann, weil ich eine Glühbirne im Mund trage. 😉

Mein Chef scheint mit seiner Familie ausgeflogen zu sein. Es ist ein ziemliches Durcheinander überall, ein regelrechtes Chaos. Ich glaube, es ist der erste Arbeitstag nach einem längeren Urlaub. In jedem Praxisraum ist der Himmel los, es sieht aus, als flöge alles unsortiert durcheinander. Ich schaue in alle Räume. Meine Kolleginnen sind auch irgendwo, mal hier mal da, und helfen nicht gerade tatkräftig mit, das Chaos zu beseitigen. Sie schauen öfters auf ihre Armbanduhren.

Ich betrete den wichtigsten Praxisraum und entdecke einen Plastikroller, dessen hohle Plastikteile voller Wasser sind, bzw. ein Teil davon ist schon ausgelaufen und nun ist ein Großteil des Teppichs durchnässt, richtige Kuhlen sind entstanden, in denen das Wasser steht. Es liegen viele Kleidungsstücke am Boden, sie sind alle durchnässt. Ich sammle sie auf um sie in den Waschraum zu bringen. Ich frage mich wie es den vielen Paaren Schuhe ergehen wird nach dem Trocknungsvorgang … So riesige türkisblaue Schuhpaare habe ich noch nie gesehen. Und sie sehen alle so neu aus, völlig ungebraucht, ich hoffe sie überstehen das nasswerden gut. Überall trete ich in Wasserlöcher. Es müssen noch andere Quellen existieren, so viel Wasser kann nicht allein aus diesem kleinen Roller herauslaufen …

So gehe ich in den Raum mit dem Zauberbrunnen. Eine Frau wartet mit ihrem Sohn in diesem Raum auf meinen Chef. Der Junge hat alles spielbare auf dem Boden ausgebreitet und daraus jeweils etwas gebaut. Ich bestaune es, bin aber im Geiste schon dabei, es in die entsprechenden Spielkisten einzuräumen. Ich empfinde mich als unfair bei diesem Gedanken, und lächle den Jungen noch einmal an, so als hätte er meine Gedanken lesen können. Immerhin möchte ich um 18 Uhr die Praxis verlassen und habe noch einiges zu tun bis alles piccobello ist.

Als nächstes sehe ich überall Scherben von zersprungenen Glühbirnen liegen, zum Glück sind sie weit von der Spielfläche entfernt. Ich gehe zum Zauberbrunnen und schaue in die normalerweise spiegelglatte Oberfläche. Blumen erkenne ich darin, wunderschöne Blumen. Am Rand liegt mein Zauberstab und eine Feder. Ich bringe alles in Sicherheit, ich weiß nicht warum es offen herumliegt, weiß nicht wer meine Utensilien dort hingetragen hat. Es kommt mir alles sehr seltsam vor. Wer hat in meinem Zauberbrunnen gematscht? Ölaugen schwimmen auf der Wasseroberfläche und einen Schmierfilm bemerke ich. Mutter und Sohn im Raum haben das nicht verursacht, das fühle ich, als ich ihre gutmütigen, unbedarften, unschuldigen Gesichter betrachte.

Ich halte meine Handflächen in einem gewissen Abstand über die Wasseroberfläche, die sich zu drehen beginnt. Ölaugen, Schmier, alles vermischt sich kreisend, schneller und schneller, und am Rand des Zauberbrunnens ist das Wasser schon klarer zu durchblicken. So nehme ich eine Hand zurück und arbeite nur noch mit der Linken. Rührbewegungen mache ich, ohne die Wasseroberfläche zu berühren. Mittlerweile haben Mutter und Sohn neugierig ihre Köpfe so nah wie möglich meinem Tun entgegengestreckt. Ich lächle sie an, weil sie mich so staunend anschauen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem sich bewegenden Wasser, die Ölaugen nebst Schmierfilm scheinen sich aufgelöst zu haben, sie sind nicht mehr zu sehen. Alles ist klar und rein, transparent, durchschaubar, ganz so wie ich es mag.

Auf dem Flur begegne ich einer Kollegin, beginne mit ihr zu sprechen und gebe ihr wichtige Anweisungen wie wir das Chaos hier am schnellsten beseitigen damit wir rechtzeitig fertig werden. Von links kommt eine weitere Kollegin und beginnt mit derjenigen zu plappern, mit der ich gerade im Gespräch bin. Ich brause auf und weise sie zurecht in einem Ton der sie veranlasst, beleidigt auf dem Absatz kehrt zu machen.

Das ist hier kein Ponyhof, wir haben etwas wichtiges zu erledigen und es tut uns allen gut, zur rechten Zeit damit fertig zu sein. Ich gehe noch einmal zurück in den Raum, in dem das Wasser steht. Ein wenig ist schon getrocknet. Ich schaue aus dem Fenster und sehe zu meinem Erstaunen, dass der Anrufbeantworter der Praxis nebst Mobiltelefon draussen liegt, alle Geräte mit Strom versorgt, aber draussen. Und es sieht so aus, als würde es bald regnen. Puh, das nächste Problem. Mir wird alles zu viel, trotzdem behalte ich die Oberhand und schaffe es, Ordnung in alles zu bringen. Immer mehr zerbrochene Glühbirnen begegnen mir, große weiße, noch größere goldene, sie liegen da, als hätte sie jemand ganz sorgfältig hingelegt. Ich nehme sie alle auf, verletze mich aber etwas am Finger. Zuletzt habe ich keinen Platz mehr und stecke mir eine Glühbirne in den Mund.

Das ist der Moment, in dem ich den Raum betrete, in dem mein Chef im schicken dunkelblauen Anzug schlafend am Schreibtisch liegt. Langsam erwacht er und erhebt blinzelnd seinen Kopf vom Tisch, als er mich hereinkommen hört. Er ist wunderschön, mein Chef. Jung, ausdrucksvoll, von persischer Abstammung mit tiefschwarzem Haar, dunkelbraunen Augen, in denen die Sonne wohnt – und wir strahlen uns an.

Gerti G.


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Magie

Schule der Priesterinnen

von Lilia 

Der Name der dich ruft, der Name der Priesterschaft lautet:

RAJA-NUR

Tochter und Priesterin der magischem Kräfte

Wenn du als Priesterin der magischen Kräfte voll in deiner Kraft und Macht stehst, gäbe es gar nichts mehr zu sagen, nur zu SEIN in der Einfachheit und Liebe des Lebens. Deine Energien sind wie ein Fluss, der unaufhörlich und stetig fließt unabhängig von der Landschaft wo er durchfließt und unabhängig von den Jahreszeiten…unabhängig welches Bild sich durch alle Jahrhunderte zeigt, fließt und plätschert er leise und verlässlich weiter dem großen Meer zu, denn er weiß, dass es seine Bestimmung ist, einst darin aufzugehen und mit ihm zu verschmelzen.

Er weiss es so sehr, dass er es jetzt schon fühlen kann und somit wird er auch von seinem letzten großen Ziel unabhängig.

Die Priesterschaft der magischen Kräfte tragen Geborgenheit und Verlässlichkeit in die Welt und darin liegt ihr großes Geschenk der Heilung. Sie lassen sich nicht schnell beeindrucken, sind jedoch zutiefst berührbar in ihrem stillen SEIN.

Dieses Aufgehen und Fließen ist das Geheimnis ihrer Magie und alles was sie anfassen, gelingt ihnen auch.

Dadurch dass sie fließen, scheint es oft, als hätten sie nicht viel zu sagen. Dem ist aber ganz und gar nicht so: Im Gegenteil, in Ihnen liegen tiefe Welten in Welten und sie sind Meister im Wahrnehmen.

Als Priesterschaft ist es für Dich wichtig zu erkennen wie unendlich reich du bist und das du der Welt viel zu geben hast.

Mache dich auf, deine Gaben unter die Menschen zu bringen, dass ist deine ganz eigene Kunst der Magie, zu bezaubern, zu berühren, zu heilen.

Wenn du diese Erfahrung machst, gehen in dir unendliche Kanäle auf und du wirst eine stille Ekstase erleben, wie du sie nie zuvor erlebt hast. Dies zu fühlen ist deine Bestimmung als Priesterin, denn dann wirst du als Lichtsäule stehend die Menschen mit Lichtfunken berühren, die wie Samenkörner der Quelle sind.

In vielen Inkarnationen hast du als Merlin gewirkt in stiller Zurückgezogenheit und von dort aus den Verlauf der Welt mitgelenkt.

In dir sind hohe Kräfte der Magie verankert.

Doch nun ist es an der Zeit mitten unter Menschen deine Gaben zu verteilen.

Sie suchen Dich.

 Nimm deinen Platz ein!

Du hast  unendlich viel zu schenken.


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G.spürt

Ich bin Kundschafterin, unterwegs mit einem Begleiter den ich spüre, aber nicht sehen kann.

Gerade unternehmen wir einen Streifzug durch eine Welt mit kühlen, bekritzelten Wänden. Kein Himmel, keine Erde, nur Wasser und Beton. Diese Welt ist eckig eingezäunt, im großen Rahmen zwar, aber alle sind gefangen. Kaum jemand weiß es, denn das Areal ist unendlich weit und groß, so dass niemand jemals die hohen kalten Mauern zu sehen bekommt.

Ich bin hier, um hineinzuspüren in diese Welt. Meine Aufgabe ist es, Frieden aufzuspüren, zu erkunden, wie weit der Frieden hier in die Herzen der Wesen eingezogen ist. Wie weit das Friedliche die Macht zurückerhalten hat und ob es schon an der Zeit ist für das, was geschehen wird. Viele Flüsse gibt es hier, beinahe alles ist von Wasser umgeben. Das ist gut! Denn Wasser ist mein Element. Ich nähere mich einer der Mauern und gelange in einen hellen Raum.

Ich blicke in einen großen Spiegel und sehe einen Mann. Er wirkt wie ein Arzt, ist ganz in weiß gekleidet, und kümmert sich um ein Wesen auf einer Behandlungsliege. Es ist entweder ein blonder Junge oder ein Hund, ich kann es nicht genau sehen. Ich spüre keinerlei Gefahr, die Schwingung ist wohlwollend und gütig. Fast überall in dieser Welt ist dies an jeder Stelle die vorherrschende Schwingung, und so kann ich meine Mission bald beenden, brauche nur noch den Ausgang zu finden, um ihn allen zu zeigen.

Ich streiche mit den Händen über die Mauer und schon bald fühle ich die Stelle, die sich öffnen wird zu gegebener Zeit. Im Geiste beschrifte ich diese Stelle, damit sie leicht findbar wird.

Irgendwie lande ich in dem Raum, den ich zuvor im Spiegel gesehen habe, mit Arzt und … Hund, wie sich herausstellt. Hundefutter, glibberige Würstchen in Plastikhülle, die ich näher betrachte. Für eine Wurst ist sie wirklich nicht gerade fest, mit vielen exakt viereckigen rosaroten Stückchen. Ich frage mich, ob Hunde so ein matschiges Gefühl in der Schnauze mögen.

Ich führe ein längeres Gespräch mit dem Arzt, kann mich leider an kein Wort erinnern, weiß nur noch, dass dieser Mann ein Verbündeter ist. Zuletzt kommen wir auf die Elemente zu sprechen und ich sage:

 „Ich kann das Wasser beherrschen.“

Keine Ahnung warum das wichtig ist zu erwähnen hier unten, doch ich spreche es aus.

„Du kannst eine Welle erzeugen?“

 „Ja, das kann ich.“ sage ich, „da, wo es erforderlich ist.“

„Zeig es mir!“ sagt der Arzt.

In mir spricht es, dass ich dies nur zum Wohle von ALLem-Was-Ist und nicht zu Demonstrationszwecken tun sollte, doch ich fühle mich gerufen es zu tun.

Wir verlassen den Raum und der Fluss liegt vor uns. Er strömt langsam aber stetig, seine Tiefe ist nicht zu erkennen. Ich setze mich ans Ufer, konZentriere mich, verbinde mich mit dem ELement Wasser und spüre auch schon, wie der Fluss sein Strömen verändert. Wir sind verbunden und ich kann ihn leiten, so wie der Fluss mich leiten kann.

Ich frage mich noch einmal innerlich, ob ich es wirklich tun soll, es ist mir nicht geheuer, ich will mit meinen Fähigkeiten nicht protzen, ich weiß nicht, zu welchem Zweck das hier dienen soll. Es ist etwas im Blick des Arztes, das mich weitermachen und fühlen lässt, das es richtig ist was ich tue, und das es sehr wohl einen Sinn hat. Die Wasseroberfläche bewegt sich, das Wasser begibt sich ganz in meine Hand und mit meinen Gedanken bringe ich es in die Form einer großen Welle, die sich nicht ergießen wird, sondern einfach wieder hinabsinken.

Und so geschieht es, das Wasser zieht sich sichtbar und geräuschvoll weiter zurück, um in der Mitte zu einer großen runden Welle zu werden. Sie „steht“ und wartet auf weitere Führung. Ich lasse sie sanft wieder in den Strom eintauchen und kurz bevor das Wasser sich gänzlich wieder beruhigt hat, sehe ich vor meinem inneren Auge wie etwas aufbricht, geboren wird: wie eine Blüte tut sich an einer Stelle die Wasseroberfläche auf und ein Wesen kommt hervor, sitzt im Schutze von schillernd bunten Fäden umhüllt von Wasser.

Das Wesen ist männlich, ein Freund, wie ein Engel.

In diesem Moment weiß ich, dass ich nicht die Einzige bin, die dies gesehen hat – und ERWACHE.

Gerti G.


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Smaragda und Tannensand

Smaragda und Tannensand

Es waren einmal zwei heiße Hexen zwei hübsche Jungfern. An einem wundersonnigen Sonntag im frühen Winter des Jahres 2008, nicht lange vor dem Tag, an dem die Erde stillstand, schwangen sie sich auf ihre Räder sattelten sie ihre Einhörner, packten allerhand wundersamen Kram in ihre geroimigen Taschen schnürten ihr Säckel und fuhren und ritten in den nahegelegenen Wald.
Freudig schnaubten die Einhörner und stimmten mit ein in den gemeinsamen Gruß an den Waldgeist.
OMAR TA SATT, riefen sie ihm in der Sprache der Elohim zu, und das, sage und schreibe, in  alle vier Himmelsrichtungen.
Die laubbedeckten Wege dämpften das sanfte trappeln der Einhörner. Es war so matschig im Wald, dass sie ihre Drahtrösser zuweilen neben sich herschieben mußten. Tannenduft lag in der Luft.
Flugs gelangten sie geradewegs zum Hexenkreis, stiegen ab und betraten mit langsamen, ehrfürchtigen Schritten den grasbewachsenen Boden genau dort, wo sich die Öffnung befand. Und es war, als tat sich ein Raum auf, sobald sie einen  Fuß auf den von Baumstämmen umsäumten Platz setzten. So gingen sie  auf die Mitte des Kreises zu und legten eine warme Decke nieder.

Tannensand, so hieß die Eine, öffnete ihren Zauberbeutel. Heraus kamen einige brauchbare Dinge, um es sich dort so richtig gemütlich zu machen. Da war zum Beispiel eine Flasche mit heißem Apfelwein, ein Kleiner Kobold, ein Räuchergefäßlein, Kohle und etwas Weihrauch zum rumstinken  zum räuchern. 

Auch sMARAgda, so hieß die Andere, öffnete ihr Säckel. Darin befanden sich ein Kerzchen, magische Steine, Rauchwaren, wunderschöne Glaskrüge für den Apfelwein und letztlich ein paar wunderbunte, wohlriechende Essenzen.

Mit einem langen Ast schloß Smaragda nun den Hexenkreis, verband die Öffnung mit den dicken Baumstämmen, und wars zufrieden. Nun konnte sie ihre magischen Herzsteine kreisförmig in alle Himmelsrichtungen verteilen und dann ließen sich beide auf der Decke nieder, zündeten das Kerzchen an und stellten es an einen dafür geeigneten Platz.

Nachdem sie gemeinsam ein Gebet gesprochen hatten vollzog Smaragda ein geheimnisvolles geheimes Ritual, um die Waldwesen und Naturgeister zu sich zu rufen. Sie murmelte viele dieser unverständlichen Worte, und selbst wenn man sie verstanden hätte, so dürften sie an dieser Stelle nicht weitergegeben werden. Anschließend saßen sie noch eine Weile still und mit geschlossenen Augen da und taten dem Wald und all seinen Bewohnern gutes, so, wie es in ihren Kräften stand und in ihrer Absicht lag.

Und dann prosteten sie sich erst einmal fröhlich zu, den frischeingegossenen heißen Apfelwein in den Krügen, und erfreuten sich an seinem Duft. „À votre santé“, sagte Tannensand und lächelte. „À votre … was heißt eigentlich *heilig* auf französisch?“, fragte Smaragda darauf. „Irgendwas wie ’saint‘. Mon Dieu, du stellst Fragen.“ kicherte Tannensand. Und dann tranken sie und zündeten sich etwas Tabakzeug an.

„Siehst du wie sich die Äste biegen, Tannensand ?“, flüsterte Smaragda so leise, als ob sie jemanden verscheuchen könnte, wenn sie lauter spräche. „Schau dir das an, was für ein Gewicht, das müssen viele sein!“ Und wirklich, die mächtigen Tannen rund um den Platz bogen sich leise knarrend, wie unter großen Schneemengen. „Wie schön, dass sie alle hier sind und uns zuschauen!“, führte Smaragda ihren Monolog fort. „All die Devas, die Elfen und Feen, die Gnome und Wichtel. Merlin und Pan sind auch hier, ich spürs ganz deutlich !“ Und sie nahm ihre Essenzen und beide sprühten sich damit ein und genossen den feinperligen Sprühnebel mit diesem herrlichen Duft ebenso wie die Energien, die bald in Wellen auf sie einströmten.

Stern hatte sich mittlerweile im Moos niedergelassen. Stern, das war der Name den Smaragda ihrem Einhorn einst gegeben hatte, denn das Tier war eines der strahlend weißesten Einhörner, die die Welt jemals gesehen hatte, und eines konnte kaum anders, als dieses freundliche Wesen so zu nennen.
Einige der Waldwesen und Baumwichtel hatten sich von den Ästen herabgelassen und kümmerten sich nun um das Tier. Die Feen und Elfen nahmen sich besonders gern ihre lockige Mähne vor. Im nu flochten sie filigrane hübsche Zöpfchen aus dem langen, schneeweißen Haar.
Die Baumwichtel, die man wegen ihrer äußeren Gestalt nur allzu leicht mit leibhaftigen Baumwurzeln verwechseln konnte, fühlten sich für das glänzende Fell zuständig. Sie kraulten hier und bürsteten da mit ihren groben zarten Händen und waren darin überaus geschickt. Es war, als würden sie sich tagein tagaus mit nichts anderem beschäftigen, als Einhörner zu pflegen. Doch wer in aller Welt wußte das schon so genau, was es mit dem Tagwerk dieser Waldwesen auf sich hatte. Die Devas begleiteten jedenfalls wachsam das emsige Tun der Wesen, und sie waren’s sichtlich zufrieden.

Lord, der einmal ein stattlicher Einhornhengst werden wollte, ließ sich das nur gefallen wenn er sich unbeobachtet fühlte. War Stern in seiner Nähe, so schüttelte er schnell sein Fell wenn die Elfen sich ihm näherten und wollte einfach nicht stillhalten. Er gestattete ihnen allemal einen Ritt auf seinem breiten, für einen so jungen Hengst schon sehr muskulösen Rücken, ein paar Schritte nur, das war für die kleinen Wesen schon eine Weltreise für sich.
Stern warf einen stolzen Blick in seine Richtung. Sie fühlte sich sehr wohl ob der Pflege so vieler Wesen um sie herum. Die kalte Winterluft machte ihren gleichmäßigen Atem sichtbar, den sie zufrieden durch ihre Nüstern blies. Stern hatte sich längst heimlich in Lord verliebt und sie war immer gleich zur Stelle, wenn sie von den Menschen zu einem gemeinsamen Ritt gerufen wurden.

Tannensand hatte unterdessen Weihrauch angezündet, und es duftete durch den ganzen Wald. Am liebsten hätte Smaragda ein großes Freudenfeuer zu Ehren des Waldgeistes und seiner Anhängerschaft entfacht, doch wollte sie dem Gras keinen Schaden zufügen und beließ es dabei, von einem großen Feuer zu träumen, in dem sie nach Herzenslust mit Ästen und Stöcken herumstochern konnte. Sie dachte an dampfende Maronen, Kartoffeln aus dem Feuer, sprühende magische Funken und einiges andere.

Und plötzlich wurde es ganz still. Es wurde so ruhig, still und leise, wie es in diesem Wald wohlmöglich noch niemals nicht gewesen war. Eine machtvoll wuchtige, und dennoch auch leichte Energie erfüllte den Hexenkreis, ja den ganzen Wald, und ließ augenblicklich alles verstummen, so ehrfurchteinflößend als dulde sie keinen Laut.

„Pan …“, flüsterte Smaragda, und da hatte sie wohl recht. Der Gott der Anderswelt, der Gott der Unteren Welt, der Hüter der Waldwesen persönlich war erschienen um sich ihrem Tun dazuzugesellen. Hellgleißende Lichtströme und Wellen gingen von ihm aus, man hätte auch sagen können, er war das Licht selbst. Smaragda und Tannensand schauten mit weit geöffneten Augen wie gebannt auf seine Erscheinung und blieben mucksmäuschen still. Selbst wenn sie gewollt hätten, es war ihnen nicht möglich auch nur eine Wimpernbewegung zu tun.

Die Energie kam nah und näher, und es war, als tat sich der Himmel auf …
Aber davon wollen wir euch in einer anderen Geschichte erzählen … oder wie sagt man?

Gerti G. 🙂